Wie Vermögen verteilt wird, ist keine private Frage. Sie geht alle etwas an. Martin Schürz führt uns die Zahlen vor Augen, erklärt, was problematisch am Überreichtum ist. Gerade Gefühlszuschreibungen sind für die Akzeptanz der Privilegien der Überreichen bedeutsam: Neid und Hass werden vorwiegend den Armen als Laster zugeschrieben, Großzügigkeit und Mitleid den Überreichen als Tugenden. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss zuerst verstehen, wie Vermögenskonzentration wahrgenommen wird. Denn Überreichtum gefährdet die Demokratie und die politische Gleichheit.
Wichtiges Thema aus dem Blickwinkel der Emotion betrachtet. Bleibt daher auch eher beschreibend. Dennoch interessanter und leider oft vernachlässigter Ansatz. Warum nimmt man die Dinge so hin?
Ganz gute Ideen aber leider grossteils sehr deskriptiv, beschreibt grossteils die Idee von Reichtum durch die Literatur. Hätte mir mehr Gedanken dazu gewunschen, wie es geschichtlich dazu kam oder was man heute dagegen tun kann.