Zwischen 2000 und 2007 ermordete der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) zehn Menschen: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. Erst nach den Selbstmorden der Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die gemeinsam mit Beate Zschäpe den Kern der Terrorgruppe bildeten, flog der NSU auf. Den rechtsterroristischen Hintergrund der Taten hatten die Ermittler zuvor jahrelang nicht erkannt. Schließlich wurde Beate Zschäpe und vier Unterstützern des NSU am Oberlandesgericht München der Prozess gemacht, der sich als schmerzhaftes und aufwändiges juristisches Herantasten an die Wahrheit entpuppte. Der Prozess dauerte 438 Verhandlungstage, gehört wurden mehr als 600 Zeugen, es gab rund 90 Nebenkläger. Verhandelt wurden die zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle. Da vom Prozess kein offizielles Protokoll gefertigt wurde, haben Annette Ramelsberger, Tanjev Schultz, Rainer Stadler und Wiebke Ramm die Verhandlung für die Öffentlichkeit aufgezeichnet. Neben seiner einzigartigen Funktion als historische Quelle ist das Protokoll auch eine erschütternde Darstellung deutscher Wirklichkeit und Zeugnis eines beispiellosen politischen und gesellschaftlichen Versagens.
Das Buch protokolliert jeden Tag des NSU Prozesses aufs genaueste. Es ist wirklich eine große Dienstleistung die die vier Journalist*innen vollbringen. Es ist ein Höllenritt durch die BRD und ihre Institutionen. Ein unschätzbares Gut an Zeitgeschichtlichem Material und sicherlich etwas zu dem wir in Zukunft zurückkehren müssen, um zu verhindern dass Geschichte sich wiederholen kann.
As White majority in Western countries, we enjoy the privilege of not being targeted as "alien".
The least we can do to make the most out of this privilege is a) to speak out and act against racism b) inform ourselves as much as possible.
If one cannot read this challenging court protocol of 1500 pages about the German racist terrorists of NSU and their supporters network, one surely can read the summary online. That should be the least.