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Der wie ein Mensch sprechende, denkende und gebildete Kater fungiert als Ich-Erzähler und Autobiograph, dessen chronologische Schilderung seiner Erlebnisse von seiner Geburt bis zum Zeitpunkt der Niederschrift zahlreiche ausführliche Kommentare und Reflexionen zur „Bildung des Lesers“ enthält. Indem Murr ein angeblich funktionierendes Rezept dafür liefert, „wie man sich zum großen Kater bilde“, setzt sich der Roman kritisch mit der zeitgenössischen Trivialisierung der Bildungsidee auseinander. Motive und klassische Elemente des Bildungsromans werden parodiert: Murr erlebt eine „lehrreiche“ Jugendfreundschaft (zum Pudel Ponto), eine „persönlichkeitsformende“ Liebe (zur Katze Miesmies), versucht sich in Saufgelagen und Ehrenduellen als „tüchtiger Katzbursch“ und in der „höhern Kultur und Welt“ (der Hunde) als feiner Gesellschafter. Schließlich bildet er sich autodidaktisch zum „homme de lettres“ aus. Hoffmann nutzt dies zu zahlreichen Seitenhieben auf verschiedene kulturelle Strömungen und literarische Erscheinungen seiner Zeit. (Auszug aus Wikipedia)
368 pages, Kindle Edition
First published January 1, 1821
I don’t see why an agreeable domestic pet with a happy natural disposition shouldn’t be taught to read and write, or indeed why such a little creature couldn’t rise to become a scholar and poet. Is that so unprecedented a thing? I won’t go so far as to quote the Thousand and One Nights as the best historical source, and a source full of pragmatic authenticity; I will just remind you, my dear fellow, of Puss in Boots, a tomcat of great magnanimity, penetrating reason and deep knowledge.