Yuki würde sich am liebsten nur auf ihre Design-Karriere konzentrieren, doch die Realität sieht anders aus: In der Agentur muss sie sich mit eifersüchtigen Kolleg*innen herumschlagen und das Familienessen am Wochenende wird von Auseinandersetzungen mit ihren älteren Geschwistern überschattet. Als dann auch noch ihr Vater stirbt und sie Familienkater Sasuke erbt, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen: Denn der Kater kann nicht nur sprechen, er mischt sich mit seinen magischen Pfoten auch gern in alle Bereiche ihres Lebens ein … selbst in Sachen Liebe.
Der gestiefelte Kater einmal anders. In »Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein« spinnt Christina Löw aus Elementen des grimmschen Märchens eine moderne Fabel über Geschwisterstreit und Familienbande, zweite Chancen und den Umgang mit Verlust sowie die Suche nach der eigenen Identität.
Klappentext Drei Geschwister Zwei Kulturen Ein Kater Yuki würde sich am liebsten nur auf ihre Design-Karriere konzentrieren, doch die Realität sieht anders aus: In der Agentur muss sie sich mit eifersüchtigen Kolleg*innen herumschlagen und das Familienessen am Wochenende wird von Auseinandersetzungen mit ihren älteren Geschwistern überschattet. Als dann auch noch ihr Vater stirbt und sie Familienkater Sasuke erbt, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen: Denn der Kater kann nicht nur sprechen, er mischt sich mit seinen magischen Pfoten auch gern in alle Bereiche ihres Lebens ein … selbst in Sachen Liebe. Der gestiefelte Kater einmal anders. In »Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein« spinnt Christina Löw aus Elementen des grimmschen Märchens eine moderne Fabel über Geschwisterstreit und Familienbande, zweite Chancen und den Umgang mit Verlust sowie die Suche nach der eigenen Identität.
Meine Meinung Das Buch erzählt aus der Sicht von Yuki, einer jungen Frau, die in Deutschland lebt, aber japanische Wurzeln durch ihre Familie hat. Sie ist ehrgeizig, klug, aber hat auch ein wenig zwischenmenschliche Probleme. Sie geht gerne Konflikten und Problemen aus dem Weg und schweigt sich lieber darüber aus. Aber im Laufe der Geschichte ist sie gezwungen, sich selbst, ihre Wurzeln und ihre Probleme zu lösen. Dabei wächst sie über sich hinaus und verändert sich. Die Autorin schafft es japanische Kultur und Eigenarten gut in die Geschichte einzubinden. Es wirkt gut recherchiert und fügt sich gut in die Geschichte ein. Zudem steht eine gleichgeschlechtliche Beziehung im Fokus der Geschichte, was sich aber dennoch gut in dem Zusammenhang fügt und nicht aufgezwungen wirkt. Das einzige Problem mit der Geschichte sind tatsächlich die Nebencharaktere, die alle irgendwie auf wenige Charakterzüge reduziert und sehr blass wirken. Das ist ein wenig schade, denn sonst bietet das Buch eine wirklich gelungene Unterhaltung. Es gibt auch mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen.
Bewertung Eine gelungene Märchenadaption mit japanischen Einfluss, der mich gut unterhalten konnte, aber durch seine Nebencharaktere ein wenig an Charme verliert, daher gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Würmchen
Ein sehr schönes ruhiges Buch das mich an vielen Stellen berührt und getroffen hat. Ich hatte mit einer Protagonistin noch nie so viel gemein, wie mit Yuki. Das Buch hat eine etwas melancholische Grundstimmung, aber durch Kater Sasuke auch immer wieder ein paar Spritzer Humor. Mir hat es sehr gefallen und sobald ich die Zeit finde, werde ich dazu auch nochmal eine ausführlichere Rezension schreiben, denn eigentlich möchte ich gerade eintausend Dinge dazu sagen. Bis es soweit ist spreche ich also schonmal eine klare Leseempfehlung aus.
Die Adaption des gestiefelten Katers ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin ja sowas von verzückt, denn es ist eine wirklich reizende Geschichte.
Yuki und Sasuke stehen im Mittelpunkt der Geschichte und als Leser darf man erfahren, wie Yuki mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht, aber auch wie schwer sie sich stellenweise tut in der Arbeitswelt Fuss zu fassen, denn sie hat japanische Hintergründe, welche doch immer wieder zu Schwierigkeiten führen. Allerdings nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch zu Problemen zwischen ihr und ihren Geschwistern.
Ich fand Yukis Geschichte einfach bombastisch, denn diese machte einen sehr tiefgründigen Eindruck und zeigt dem Leser auf was es im Leben wirklich ankommt und das es doch viele Dinge gibt, die einfach nicht wichtig sind. Die Handlung war teilweise sehr spannend und es gibt doch auch immer wieder Überraschungen im Plot, sodass ich von Beginn an gefesselt war. Sehr toll.
Die Idee mit den japanischen Aspekten war klasse und wirkte gut recherchiert. Es gibt hier sehr viele Beschreibungen aus Japan, was alles einen sehr passenden Eindruck gemacht hat.
Besonders unterhaltsam waren für mich die Abschnitte zwischen Yuki und Sasuke, denn diese waren teilweise sehr amüsant und die Dialoge zwischen den beiden waren einfach nur spritzig und mit viel Humor. Sasuke hat manchmal eines von Yukis Problemen gelöst, wodurch etwas Magie in der Geschichte vorkommt, was ich eine schöne Mischung fand.
Die Protagonisten waren sehr authentisch gezeichnet und gerade Yuki und Sasuka haben mir so richtig gefallen. Ich würde beide als sympathisch und nett bezeichnen. Yuki wirkte besonders realistisch auf mich, denn ihre Probleme mit dem Umfeld machten einen sehr realen Eindruck und könnten aus dem Leben gegriffen sein.
Die Nebencharaktere waren aber ebenso wirklich gelungen gezeichnet und konnten mich begeistern.
Das Cover gefällt mir wirklich sehr, denn es macht einen sehr eleganten Eindruck, was ich bisher bei einer Märchengeschichte eher selten gesehen habe.
Fazit: Überzeugende Adaption. Spannend, humorvoll, aber auch ausgesprochen tiefgründig. Hat mir wirklich sehr gefallen und kann ich definitiv weiterempfehlen. 5 von 5 Sterne
Eine magische Katze plus Japan, damit hatte mich das Setting schonmal. Mit Yuki gibt es zudem einen sehr nahbaren Hauptcharakter. Ich mochte auch die ruhige Erzählweise und die vielen Details, insbesondere die Ortsbeschreibungen in Japan. Ich würde gerne 5 Sterne geben, aber leider hat mich das Buch ab und an verloren, wenn zu viel "erklärt" wurde. Trotzdem ein tolles Buch. Time well spend!
Abgebrochen, daher keine Bewertung. Die Handlung plätscherte für mich leider zu sehr vor sich hin, es passierte kaum etwas nennenswertes. Sehr schade, denn die Grundidee gefiel mir sehr gut.
Japan, Kater und Magie – eine gelungene Mischung? Mit „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ veröffentlicht Christina Löw nicht nur ihren zweiten Roman, sondern auch ihre zweite Märchenadaption, dieses Mal angelehnt an den gestiefelten Kater. Als ihr Vater stirbt, trauert Yuki sehr. Getröstet wird sie nicht nur durch die Tatsache, dass sie den Familienkater Sasuke erbt, sondern auch, dass er sprechen und obendrein Wünsche erfüllen kann. Doch während sie so am Anfang all ihre Probleme – finanziell, beruflich und privat – regeln kann, verehrt sich die gewirkte Magie schon bald ins Negative. Um dem Chaos ihres Lebens zu entkommen, beschließt Yuki, nach Japan zu reisen, um die Verwandten ihres Vaters zu besuchen – und sich selbst zu finden. „Der Kater unterm Korallenbaum“ ist eine Adaption, die sich viele Freiheit im Verhältnis zur Vorlage erlaubt, mehr noch als Christina Löws Debütroman „Träume voller Schatten“. Dies empfand ich jedoch als keineswegs störend. Das moderne Setting zwischen Köln und Japan ist erfrischend und macht Christina Löws zweiten Roman zu einem wunderbar eigenständigen Werk, sodass man die Vorlage recht schnell vergisst. Ansprechend sind auch die Themen, die der Roman aufgreift: Herkunft, Identität, Wünsche, Ziele, Ehrlichkeit, alles gemixt zu einer an sich interessanten Geschichte über Selbstfindung und Selbstverwirklichung und den manchmal beschwerlichen Weg dahin. Leider hat mich der Roman auf diesem Weg allzu oft verloren. Die Sprache ist mir oft zu distanziert zu Yuki, zu erzählend und erklärend, ohne dass ich ihr als Leser wirklich nahe kommen konnte. Bei „Träume voller Schatten“ fand ich dies weit weniger störend, vermutlich durch das Spiel zwischen Wahn und Wirklichkeit. In „Der Kater unterm Korallenbaum“ hat die Erzählweise leider verhindert, dass ich so mit der Protagonistin mitleiden und mitfiebern konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Ganze Dialoge, die mir als Leser wichtig erschienen, wurden nur in ein paar Absätzen paraphrasiert, Gedanken und Gefühle häufig erläutert und beschrieben, anstatt sie aktiv zu zeigen. So fühlte ich mich leider oft entrückt von Yuki, wie jemand, der ihr Leben durch ein Fernglas beobachtet, anstatt wirklich teilzunehmen. Dies empfand ich als sehr schade, da mir die Geschichte wie oben angedeutet in ihrer Struktur und ihren Themen sehr gut gefällt. Positiv hervorheben möchte ich aber sowohl das Glossar, das die verwendeten japanischen Begriffe gut erläutert, wie auch die Triggerwarnungen auf der letzten Seite. Dies ist ein guter Leserservice, der mehr genutzt werden sollte. Christina Löws „Der Kater unterm Korallenbaum“ ist eine schöne Märchenadaption mit einer interessanten Geschichte, deren Erzählweise mich jedoch leider nicht so fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Daher kann ich aus meiner Perspektive leider nur eine 6/10 geben.
Nachdem ich vor einem guten Jahr bereits Christina Löws Debüt "Träume voller Schatten" gelesen hatte, das mir echt gut gefiel, habe ich mich sehr gefreut, auch von ihrem zweiten Roman "Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein" ein Rezensionsexemplar zu ergattern. Hiermit nochmals vielen Dank an die Autorin, die mir ihr Buch zur Verfügung gestellt hat.
In dieser Geschichte geht es um Yuki, die zwar in Deutschland geboren wurde, aber japanische Wurzeln hat. Man erfährt viel über die japanische Kultur und Lebensweise. Hier hat die Autorin hervorragende Arbeit geleistet, denn der Roman ist so gut recherchiert, dass man denken könnte, Christina Löw stamme selbst aus Japan oder hätte wenigstens dort gelebt. Die vielen japanischen Begriffe, mit denen die Geschichte gespickt ist, werden am Schluss in einem Glossar erklärt. Jedoch lässt die Autorin, wenn es die Story zulässt, auch immer wieder Erklärungen in der Geschichte einfließen, damit man nicht jedes Mal zum Ende hüpfen muss, um das Wort nachzuschlagen. Ich finde das perfekt gelöst.
Was die Figuren betrifft, fand ich Yuki eine sympathische Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich habe von der ersten Seite an mit ihr mitgefiebert, mit ihr gelitten, als ihr Vater starb und auch später als es ihr miserabel ging und ich war am Ende wirklich stolz auf sie, wie sie all ihre Probleme angepackt und gelöst hat. Ja, ich habe mich gefühlt, als wäre Yuki eine Freundin von mir, die ich auf der Suche nach dem Glück und der eigenen Identität begleiten durfte.
Isabel, ihre große Liebe, konnte ich irgendwie schlecht einschätzen. Sie kam zwar ganz nett rüber, aber irgendwie konnte ich sie nicht ganz greifen. Trotzdem war ich froh, dass Yuki sie in ihrem Leben hat und ich habe mich gefreut, dass ein lesbisches Pärchen in der Geschichte vorkommt. Meiner Meinung nach gibt es immer noch viel zu wenig lesbische Liebe in der Buchwelt.
Sasuke ist ganz schön frech, aber irgendwie fand ich den Kater trotzdem toll. Auch wenn er zunächst zulässt, dass Yuki ins Unglück stürzt, hat er ihr wieder aus ihrer schweren Situation heraus geholfen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn er in der Geschichte vorkam und wenn er verschwunden war, überkam mich ein beklemmendes Gefühl und ich hatte richtig Bammel, dass er gar nicht mehr auftauchen könnte.
Yukis ältere Geschwister Hayate und Izumi bereiten ihrer kleinen Schwester zunächst ziemliche Probleme. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass sie sich irgendwann aussprechen und versöhnen.
Ganz toll fand ich auch Akiko, Yukis Tante aus Japan. Sie kam sehr liebenswürdig und entspannt rüber, hilft Yuki, als es ihr schlecht geht und bringt ihr das Zeichnen mit Tusche bei, das für Yuki am Ende noch eine wichtige Rolle spielt.
Die Handlung ist abwechslungsreich und spannend geschrieben. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin außerordentlich gut. Christina Löw hat es geschafft, Yuki aus einer scheinbar ausweglosen Situation zu ihrem ganz persönlichen Glück zu führen.
Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass das Buch ein Happy End hat. Und das Ende hat mir hervorragend gefallen. Es ist rund und entlässt den/die Leser/in nicht nur mit einem zufriedenen, sondern einem freudigen Gefühl. Ich habe Yuki das Ende so sehr gegönnt.