Alte Liebe. Neues Glück. Und ein verrückter Sommer in Cornwall ...
Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte ― und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen …
Klappentext: "Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte ― und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen ..."
Cover: Das Cover ist hell und freundlicht. Es macht Lust auf Urlaub. Die Muscheln und das Bott passen thematisch super zum Handlungsort St. Ives, welcher am Strand liegt.
Inhalt: Lola und ihre Familie sollen für 6 Wochen nach St. Ives. Jeder tritt diese Reise mit einem anderen Gedanken an, denn diese 6 Wochen waren der Wunsch der Großmutter Elvira. Keiner weiß, warum sie alle nach St. Ives kommen sollen. In diesen folgenden 6 Wochen lernt die Familie mehr über sich und ihre Mitglieder als jemals zuvor. Es werden Geheimnisse, Wünsche und Träume aufgedeckt.
Meine Meinung: Das Buch ist wunderbar geschrieben, sodass man sofort in die Geschichte eintaucht und so schnell nicht wieder auftauchen will. Man erhält die Sicht von Lola in der Gegenwart und auch von Elvira in der Vergangenheit. Man lernt viel über diese zwei Frauen und schließt sie beide ins Herz. Die gesamte Familie wirkt irgendwie leicht verkorkst, weil sie sich gegenseitig alle sticheln und zuvor einen geringen Informationsaustausch über ihre Leben hatten. Alle sind da, alle sind gesund - das reicht, so wie gefühlt in jeder normalen Familie. Irgendwie war alles genau richtig. Anne Sanders hat zwei wertvolle Punkte des Lebens verarbeitet. Es ist nie zu spät, seine Träume zu verwirklichen und habe den Mut, deine Träume zu leben und nicht vor ihnen davonzulaufen.
Fazit: Ein wundervolles Buch mit tiefgründiger Botschaft.
Nachdem ich "Sommerhaus zum Glück" gelesen hatte, war mir sofort klar, dass ich unbedingt mehr von der Autorin lesen musste. Somit zogen kurz darauf die beiden anderen bisher von ihr erschienenen Bücher bei mir ein. Da dieses Buch im gleichen Ort spielt wir "Sommerhaus zum Glück", rezote es mich natürlich ein wenig mehr. Denn meine Hoffnung war, dass hier ein paar mir schon bekannte Personen vorkommen. In der Hinsicht wurde ich absolut nicht enttäuscht - gleich vier sind es, die in "Sommerhaus zum Glück" kleine und größere Nebenrollen innehaben, stehen hier voll und ganz im Fokus. Daher sei gesagt: Man kann beide Bücher zwar unabhänging voneinander lesen, da sie ineinander abgeschlossen sind. Wer jedoch 0 % Spoiler möchte, sollte mit "Sommer in St. Ives" beginnen. Nun aber endlich zum Inhalt. Wir erleben hier eine absolut turbolente Familien-/Liebesgeschichte. Großmutter Elvira lädt ihre Tochter samt Familie für sechs Wochen nach St. Ives in Cornwall, Englang ein, wo sie mit ihnen genau ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes ihren Urlaub verbringen möchte. Das glauben zumindest Enkelin Lola, ihre Eltern und ihre Geschwister Lynda und Luca. Doch weit gefehlt. Elvira kommt mit einer Enthüllungsgeschichte um die Ecke, die sich gewaschen hat. Aber auch die anderen Familienmitglieder haben ihre Geheimnisse, die sie in ihrem vermeintlichen Urlaub an einem entspannten Tag mitteilen wollen. Jedoch gibt es für sie in St. Ives keine Entspannung, sondern eher das genaue Gegenteil. Eigentlich hatte Lola Männern nach ihrem letzten Fehlgriff abgeschworen, doch dann lernt sie Chase kennen, der sie im wahrsten Sinne des Wortes von den Sockenhaut - mit einem Schiffstau, in dem Lolas Füße sich verheddern und sie zu Fall bringen. Nicht mal vernünftig entschuldigen kann sich der Kerl! Doch Chase lässt nicht locker und ist redlich um sie bemüht. Wir erleben in diesem Buch diesen total lockeren zbd entspannten Schreibstil von Anne Sanders, der einen durch die Seiten fliegen lässt. Nicht alles in der Handlung ist eitel Sonnenschein, nicht alles ist perfekt, aber genau so ist es richtig und absolut realitätsnah. Gespickt mit ordentlich viel Humor macht es das Lesen zu einem wahren Erlebnis. Ich hoffe, sie entführt uns noch ganz oft nach St. Ives, dem kleinen Küstenörtchen und auch dann mit teilweise bekannten Charakteren.
Ich muss gestehen, dass ich "Sommer in St. Ives" zuerst gar nicht auf dem Radar hatte und das Buch nur durch Zufall entdeckt habe. Da mir jedoch die Kurzbeschreibung direkt zugesagt hat, habe ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht.
Ein Grund für meine Begeisterung ist der wahnsinnig tolle Schreibstil, mit dem mich die Autorin direkt von der ersten Seite an begeistern konnte. Mit viel Wortwitz, tollen Dialogen und gut ausgearbeiteten Figuren, konnte mich Anne Sanders direkt in den Bann ziehen und ich habe die Geschichte an nur einem Tag verschlungen. Durch das wunderbare Setting und die detaillierten Beschreibungen bekommt man häufig das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und lernt somit auch die Figuren bestens kennen.
Hierbei geht es um die Familie Lessing, allen voran Lola und ihrer Großmutter Elvira, die ihre Familie im Sommer, nur ein Jahr nach dem Tode es Großvaters, um sich haben möchte. Dabei legt sie ihrer Familie mehr oder weniger eine Beichte ab, denn sie spricht offen wie nie zu ihrer Familie und gibt dabei Dinge preis, die mich berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Auch Lola, ihre Eltern und Geschwister, kommen dabei ebenfalls ins Grübeln, lassen sich aber auch auf die Geschichte von Elvira ein und lernen die betagte Frau von einer ganz anderen Seite kennen.
So ernst dies auch klingen mag und so sehr die Geschichte auch zum Nachdenken anregt, so unterhaltsam ist sie auch, denn Humor ist ebenfalls sehr wichtig, genauso wie die üblichen Streitereien unter Geschwistern und Eltern, die sich zunächst nicht alle auf den Familienurlaub gefreut haben. Man bekommt hier zwar nicht das typische Urlaubsbuch, das man eher so nebenbei im Strandkorb liest, allerdings habe ich dies auch gar nicht unbedingt erwartet, sodass mich die Geschichte von Anfang an fesseln konnte.
Die Covergestaltung gefällt mir ebenfalls sehr gut. Durch das kleine Segelboot und den Vasen mit den schönen Blumen, kommt man sehr schnell in die nötige Stimmung für die Geschichte und somit konnte ich mich auch aufgrund der toll ausgearbeiteten Kurzbeschreibung direkt auf das Buch einlassen.
Kurz gesagt: "Sommer in St. Ives" konnte mich mit einem wahnsinnig tollen Schreibstil, viel Humor, einer kleinen Liebesgeschichte und einem großartigen Setting direkt in den Bann ziehen, sodass ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Ich bin somit begeistert und hoffe, dass das Buch noch viele begeisterte Leser finden wird.
Alte Liebe. Neues Glück. Und ein verrückter Sommer in Cornwall ... Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte — und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen …
Meinung:
Ein für diese Jahreszeit typisches Sommerbuch und ein Roman, dessen Cover schon zum Träumen und dahin schwelgen einlädt.
Mit diesem Buch erhoffte ich mir eine seichte Sommerlektüre, die Raum für Träumereien lässt und Lust auf Fernweh macht und einfach nur zum abschalten einladen sollte.
Die Geschichte ,welche hauptsächlich aus der Sicht von Tochter Lola erzählt wird, spielt vor der traumhaften Kulisse Cornwalls und lässt uns zunächst die Familie Lessing kennenlernen. Diese sitzen im Flieger, um 6 Wochen Urlaub in St.Ives bei Großmutter Elvira zu verbringen, die gleich zu Beginn mit einer frohen Botschaft auf sie wartet. Die hat sich nämlich ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes dazu entschieden, ihre alte Jugendliebe Sam zu heiraten. Ein ehemaliger Rockstar, der stramm auf die 80 Jahre zugeht und ein sehr sympathischer Charakter ist. Dies löst zunächst ein Schock aus für die eben erst angereiste Familie und das Ganze droht in einer Katastrophe zu enden. Tochter Lola lernt nach einem kleinen Sturz am Strand den jungen, charmanten Chase kennen und für sie beginnt ein heißer Sommerflirt, ob sich daraus mehr entwickelt oder es dabei bleibt müsst ihr natürlich selbst herausfinden.
Zunächst einmal ein positiver Aspekt des Buches: Während der recht Klischee behafteten Lektüre springen wir immer mal wieder in die 50er Jahre zurück, um die Kennenlern-Geschichte von Elvira und Sam zu verfolgen, was ich ganz unterhaltsam fand. Dennoch handeln und agieren hier diese doch sehr konstruierten Charaktere alle auf eine sehr durchschaubare, naive Art und Weise, die mir leider völlig missfiel. Jede Handlungsfigur wurde eine bestimmte Rolle übergestülpt und war somit wenig authentisch, die Geschichte hielt für mich somit nicht viel Spannung oder Romantik bereit. An zwei Stellen des Buches widerfuhr mir dann doch ein Schmunzler, was aber immer nur Elvira oder Sams Charakter auslöste, da diese beiden Figuren sehr coole und ungewöhnliche Großeltern darstellten. Der Rest der Familie war einfach nur nervig oder ließ überhaupt keine Empathie aufkommen. Lola war ein sympathischer Charakter, aber auch für ihre 26 Jahre, konnte ich Ihre Gedanken und ihr Handeln nur selten als reif und erwachsen bewerten. Eher kommt sie etwas naiv rüber und auf der Suche nach sich selbst, was ja an sich nichts schlechtes ist, aber auf mich einen etwas dümmlichen Eindruck machte. Der Liebesgeschichte, welche hier thematisiert ist, fehlte es mir an Tiefgang und Emotion und die Dialoge insgesamt fand ich etwas flach. Zum Schluss stellte sich das zu erwartende Happy End ein, was für meinen Geschmack etwas “Over the top“ war.
Abschließend kann ich das Buch als eine wenig niveauvolle Sommerlektüre einstufen, die mich schlichtweg nicht berühren konnte und welche ich nicht weiter empfehlen würde.
Oma Elvira lädt ihre Tochter samt Mann und Kindern nach Cornwall ein. Zwar kommt die Idee nicht bei allen Beteiligten gleich gut an, doch da es der Wille der Großmutter ist, fügt man sich. Zunächst könnte man denken, das sie Zeit mit der Familie verbringen möchte um den ersten Todestag ihres Mannes besser zu verschmerzen, doch schon bald wird klar, das Oma Elvira ganz anderes im Sinn ha. Sie lässt eine Bombe platzen, die bei einigen Familienmitgliedern Fassunglosigkeit hervorruft und zur Abreise führt. Lola, die älteste Enkelin, jedoch bleibt und findet schon bald ihr Glück.
Mit "Sommer in St. Ives" gelingt Anne Sanders ein wundervoller Familienroman vor großartiger, sommerlicher Kulisse.
Ich mochte ihren flüssigen und dadurch sehr angenehmen Schreibstil und die Ironie, die sie ihrer Protagonistin Lola, die ich vom ersten Moment an wirklich total gerne hatte, auf den Leib schreibt. Ihre Beschreibungen der Umgebung sind unglaublich detailliert und bildreich, so das man am liebsten selbst sofort die Koffer packen und losreisen möchte.
Außerdem erzählt sie hier zwei Geschichten in einer, denn wir befinden uns einmal in der Gegenwart, die wir durch Lolas Augen in Ich-Form erleben und zum anderen gibt es immer wieder Rückblenden auf Elviras Leben, für das die Autorin die Dritte Form gewählt hat.
Überraschend war, das hier die Liebesgeschichte nicht allzu sehr im Fokus steht, sondern sich die Autorin eher mit Familien- und Generationsübergreifenden Konflikten befasst. So ist reichlich Zündstoff, aber auch Abwechslung gegeben.
Wer Lust auf eine wirklich unterhaltsame, humorvolle und stimmige Familiengeschichte mit einem Hauch Romantik hat, dem kann ich diesen tollen Roman nur ans Herz legen.
Bei diesem Buch ist mir direkt das wunderschöne Cover aufgefallen und auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
Gleich zu Beginn des Buches ist man direkt mitten im Familienchaos der Familie Lessing. Die Familie ist wirklich sehr chaotisch und vieles geht drunter und drüber. Dies war für mich einerseits sehr unterhaltsam und hat viel Humor in die Geschichte mit herein gebracht, andererseits war es mir an manchen Stellen aber etwas zu viel Drama. Dennoch mochte ich die Familie und auch die anderen Charaktere und habe einige wirklich ins Herz geschlossen.
Die Liebesgeschichten haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, besonders die von Lola's Großmutter. Die Paare waren sehr überzeugend und es war einfach schön und herzerwärmend.
Cornwall als setting ist immer wieder schön und die Autorin hat die Atmosphäre des kleinen Örtchens St. Ives wunderbar rübergebracht. Die Beschreibungen haben wirklich Lust auf mehr gemacht und ich mochte irgendwann einmal dahin.
Rezension – Wenn der Wind Dich ruft! Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung. In ‚Sommer in St. Ives‘ begeben wir uns auf eine Reise der besonderen Art – fast sechs Wochen lang. Es ist ein Sommer an der kornischen Küste. Ein Sommer voller Überraschungen. Voller Wendungen und voller Geheimnisse, die sich ans Licht zurückspülen lassen (wollen). Vor allem aber ist es auch ein Sommer der Chancen – für Lola Lessing und ihre Familie. Lola reist mit ihrer Familie den Sommer über in das idyllische südenglische Fischerdorf St. Ives. Warum? Ihre Großmutter hat darum gebeten. Letztes Jahr ist der geliebte Großvater verstorben und nun will die Familie Oma Elvira einen letzten Wunsch erfüllen – an dem Ort, der für sie das größte Glück bedeutete. Dass dieses Glück aber so ganz anders aussieht als vermutet, erfahren Lola, ihre Geschwister und Eltern jedoch schnell. Es sollte ein schöner Sommer werden, entspannt, ruhig, er sollte die Familie wieder etwas näher zusammenführen. Doch dann kommt alles anders. Oma Elvira hat ein Geheimnis, das bald schon keines mehr sein wird: Sie wird heiraten. Einen Rockstar, den sie schon seit mehr als fünfzig Jahren kennt. Er trägt den Namen Sam Watson und zieht eine weitere große Kette an Familienmysterien mit sich. Kleine und größere Heimlichkeiten, die sich immer mehr aufstapeln und über kurz oder lang in einem großen Sturm gipfeln und sich unter tosendem Donner entladen müssen. Eines dieser Geheimnisse ist Lola selbst, denn weit in ihrer Vergangenheit liegend, war sie schon einmal in St. Ives und wurde unfreiwilliger Zeuge der Geschichte um ihre Oma. Lange, bevor es die anderen wussten. Aber gerade das bedeutet auch für sie im Verlauf der Geschichte einen Wendepunkt. Denn das Leben besteht aus Begegnungen, manchmal solche, die du zunächst gar nicht wirklich miterlebst, die dich aber auf den zweiten Blick aus deinen Angeln reißen und alles ins Wanken bringen. Dieser Wendepunkt trägt für Lola den Namen Chase. Mehr sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten. „Es ist, als würde der Wind mir neue Energie ins Gehirn pusten und dafür alten Schrott hinausfegen.“ Ein weiteres Geheimnis ist Lolas Mutter, die – hat es eine Bedeutung oder nicht? – Samantha heißt und so enttäuscht von den Lügen ihrer eigenen Mutter ist, dass sie eine Weile braucht, um ihr eigenes Geheimnis in die Arme der Familie zu tragen. Dann gibt es da noch Lolas Schwester und den Vater, deren härteste Aufgabe es wird, der Familie zu gestehen, dass sie ihren Weg so nicht weitergehen wollen. Das Job und Privatleben sich verändern müssen. Ich könnte das hier so fortführen, aber ich denke, ihr versteht, dass es sich wirklich um einen Sommer der Rätsel und Geheimisse handelt. Und was diese über Jahre mit einer Familie anstellen können. Denn diese Familie ist normal und anders zugleich. Sie reden nicht so unbeschwert miteinander, jedenfalls nicht alle. Sie unterwerfen sich dem selbst auferlegten Druck des Erfolgs – sei es im Studium, bei der Arbeit oder zu Hause. Und dieser Weg lässt nicht so einfach Abweichungen zu. Alles ist geplant, hat seinen Sinn. Ohne Platz für Allüren. „Eine Dramaqueen ohne Königreich.“ Lola fühlt sich in diesen Strukturen schon lange nicht mehr wohl, will ausbrechen und sich neu erfinden. Aber gerade deswegen fühlt sie sich auch als große Enttäuschung der Familie. Lynda – Lolas Schwester – lebt in ihrem eigenen Konstrukt von Strenge, Ordnung, Erfolg und einer Bilderbuchbeziehung, die leider erfährt, dass die schillernden Farben um ihr so hart bemühtes Leben mit der Zeit verblassen und Gefühle auf der Strecke bleiben können. Luca – der kleine Bruder und Künstler in der Familie – entfernt sich immer mehr von dieser, lebt seine Leidenschaften aus, vielleicht ein letztes Mal in diesem Sommer, weil er weiß, dass er in Vaters Fußstapfen treten soll. Ob er will oder nicht. Jedenfalls ahnt er es. Und dann wären da ja noch all die anderen Charaktere – wundervoll und einzigartig zugleich und allesamt unglaublich facettenreich. Ihr müsst sie unbedingt selbst entdecken, am Ende des Buches werdet ihr das Gefühl haben, sie schon euer ganzes Leben lang zu kennen und einen besonderen Platz in euren Herzen für sie reserviert zu haben. Denn dieses Buch, diese Familie ist unglaublich irre. Irre humorvoll, irre gefühlvoll auf ihre eigene Weise. Irre verrückt und irre ehrlich – zumindest über kurz oder lang. In jedem Fall aber ist es eine irre tolle Familie. Eine Familie, die gezwungen wird sich sechs Wochen lang den größten Geheimnissen zu stellen, ohne dabei wirklich Platz zum Ausweichen zu haben. Dass das nicht jedem gefällt, ist schnell klar, und so kommt es nicht nur zu einer hitzigen Debatte. Diese sechs Wochen sind action- und ereignisreich, vor allem aber sind sie eines: Heilend! Und manchmal erfährt man Heilung erst, wenn man alte Strukturen bitter zusammenbrechen lässt. • Was für Geheimnisse sind so schlimm, dass eine Familie innerhalb von sechs Wochen auseinanderbrechen kann, wenn sie es zulässt? • Was für Wendungen erwartet jedes einzelne Mitglied der Familie Lessing? • Hat die Liebe einer Familie eine Chance, wenn sie über die Jahre auf Lüge und Verrat errichtet wurde? • Oder ist das nur der erste Schmerz, ein Hindernis, das es zu überwinden gilt, um am Ende doch das zu finden, was immer da war? • Liebe? • Und welche Rolle spielen dabei berauschende Kekse ? Begebt Euch in dieses Leseabenteuer und lasst Euch von sechs Wochen Familiendrama, neuen Freund- und alten Bekanntschaften mitreißen. Lasst Euch ergreifen, von einer Liebesgeschichte, wie die Welt sie braucht. Geschichte wiederholt sich, sagt man, nur die Charaktere, die sich lieben, ändern sich. Und doch lebt jeder seine eigene. • Kann sich Liebe wirklich ähneln oder ist sie stets einzigartig? • Ist es nur der Sommer in St. Ives oder doch viel mehr? Findet es heraus. Es wird Euch mitreißen und begeistern. Zumindest war das bei mir der Fall. Die Autorin schreibt unglaublich leicht, erfrischend, spritzig. Die Gedanken sind manchmal laut, unkonventionell und doch steckt in jedem Wort die Liebe zum Detail. Ich habe mir bei diesem Buch bewusst die Zeit gelassen, die die Geschichte auch überdauert – sorry daher für die späte Rezi -, denn ich wollte dieses Leseabenteuer so erleben, wie es die wunderbar frische Protagonistin Lola tut. In einem Sommer. Und dieser Sommer hat Spaß gemacht. Das Buch hat es geschafft, mir nach anstrengenden Arbeitstagen eine kleine Zuflucht in St. Ives zu schenken. Ich habe das Meer geschmeckt, das Fischerdörfchen erkundet und hatte so meinen kleinen Urlaub daheim und doch in der Ferne. Der Geschichte wohnen so viele Highlights bei, dass es unmöglich ist, sie alle aufzuzählen. Meines jedoch waren die Erinnerungen an den Opa, seine Lebensweisheiten, die denen meines Großvaters so ähnlich waren, dass mich die Geschichte auch in eigenen Erinnerungen fortgetragen hat. Das Buch lebt ein Stück weit davon. Dem Gefühl, der Nostalgie, die es beim Lesen auslöst. Besonders ist der Autorin der Wechsel zwischen Lolas Momenten der Gegenwart und den Erinnerungen von Oma Elvira gelungen – man konnte die Parallelen beider Geschichten quasi hautnah miterleben und Stück für Stück aufdecken. Auch die unvergleichliche Dynamik der Geschwisterbeziehung, die zwischendrin den Weg zueinander verloren zu haben scheint, aber doch immer wieder zu sich findet, hat mich beeindruckt. Generell einfach das Buch als solches, mit seinen wunderbaren Nebengeschichten, die alle in einem großen Ganzen münden, das mit Musik, tosendem Wind und ganz viel Pink zum Explodieren gebracht wird. Um zu wissen, was ich hier meine, müsst ihr selbst darin eintauchen. Es lohnt sich. Das Buch gibt einem so viel. „Wege entstehen, indem man sich traut, sie zu gehen.“ Zum Abschluss noch kurz: Der Buchumschlag ist wunderschön gestaltet und entführt einen bereits von seiner Optik her in den Sommer, ans Meer. Man hört es rauschen, spürt die leichte Brise, atmet die unvergleichlich bereinigende Luft. Die Prägung des Titels in der pinken Farbe, die auch im Buch ihre Bedeutung findet, ist anziehend und lockend gebildet. Der Umschlag an sich von der Haptik her äußerst angenehm. Ich hätte mir allerdings einen verstärkten Buchrücken gewünscht, um die kleinen Risse beim Lesen zu vermeiden. Aber ansonsten wirklich wunderschön. Es ist ein Buch über den Sommer, das Leben und die Macht der Liebe, die Zeiten und alle Hindernisse überdauert. Dabei ist es wachrüttelnd, leicht, schwer und prickelnd zugleich. Der Autorin ist hier die perfekte Mischung gelungen, und abgesehen von ein paar sprachlichen Holpern, die man sehr gerne verzeiht, ist es ein Buch, das jeden begleiten sollte. Denn es ist alles dabei: Drama, Gefühlschaos, Verrat, Turbulenzen, idyllische „Strände“ und ganz viel Liebe zum Detail. Mein Must-Read für Euch für den (Spät-) Sommer. Eure Jil Aimée
Inhalt Familie Lessing macht 6 Wochen Familienurlaub in England. Genauer gesagt in St. Ives. Die Idee und die Einladung kam von Oma Elvira. Alle rätseln was der Grund für diesen Urlaub ist. Warum muss er vor allem so lange sein? Und warum ausgerechnet St. Ives? Als die Familie das idyllische Örtchen an der englischen Küste erreicht, spannt Elvira ihre Verwandtschaft nicht lange auf die Folter: Sie möchte ihren Jugendfreund Sam heiraten. Ein Rockstar aus St. Ives, den sie seit ihrer Schulzeit schon kennt. Die Familie ist geschockt. Elviras Mann ist doch erst vor einem Jahr verstorben. Wie kann sie da schon wieder einen neuen Partner haben? Ihre Tochter Samantha möchte am liebsten sofort wieder abreisen. Ihr Schwiegersohn ist um Diplomatie bemüht. Enkel Luca lässt sich von der Nachricht nicht aus der Ruhe bringen. Enkelin Lynda steht voll auf der Seite ihrer Mutter und Enkelin Lola kämpft mit ihren Gefühlen. Auf der einen Seite liebt sie ihre Großmutter sehr und wünscht ihr nur das Beste. Auf der anderen Seite hat sie ihren Großvater sehr verehrt und kann sich einen neuen Mann an der Seite ihrer Oma nur schwer vorstellen.
Meinung "Sommer in St. Ives" wird aus zwei Perspektiven erzählt. Lolas Perspektive ist die Gegenwart. Sie berichtet von den aktuellen Geschehnissen, der Leser erhält Einblick in ihre Gefühlswelt und erlebt die Familie aus ihrer Sicht. Die zweite Perspektive ist Elviras Perspektive aus der Vergangenheit. Hier springt die Geschichte bis in den Sommer 1955 zurück, der Sommer in dem sich Elvira und Sam kennen und lieben lernten. Nach und nach rücken die Kapitel immer näher an die Gegenwart heran bis sich schließlich beide Perspektiven treffen. Diesen Wechsel zwischen Vergangenheit und Jetzt finde ich super. Es steigert die Spannung, man lernt die Charaktere noch besser kennen und nach und nach fügt sich die Geschichte immer mehr zusammen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Bombe mit der geplanten Hochzeit schon relativ früh platzt. Zunächst sieht es nämlich so aus als wolle Elvira Sam verstecken. Durch die Beendigung des Versteckspiels und Elviras Geständnis kommt die Geschichte richtig in Fahrt. Anne Sanders erzählt die Geschichte der Familie Lessing mit sehr viel Liebe, Charme und einer großen Portion Humor. Beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln und war an anderen Stellen wiederum sehr gerührt. Das Cover bildet das i-Tüpfelchen. Es ist relativ schlicht und doch präsentiert es das Gefühl von Sommer, Meer und Liebe perfekt.
Fazit Eindeutig alle Däumchen hoch für ein wirklich tolles Buch!
Oh ja, das war fluffig leichte Urlaubslektüre wie ich es wirklich mag. Lebensnahe sympathische Protagonisten, die man direkt vor seinem geistigen Auge hat. Ein leicht bizarrer aber dennoch liebenswerter Plot, mit ein bissl Gefühl hier und dort, schräger Humor und viel Chaos. Eine wirklich gelungene Melange aus all den Zutaten, die ein Buch unterhaltsam machen. Und das Buchcover ist ja mal so richtig schön! Menno, ich will jetzt Urlaub, sofort - egal wo, Hauptsache in England am Meer und Fish & Chips muss auch dabei sein.
Sommer in st. Ives was a good read, but it wasn't very exciting for me.. it was ok. Ich fand das Buch ok, aufregend was es nicht unbedingt.. Aber dass heiß nicht, dass ich keine hatte , beim lesen.
Lola fliegt mit ihren beiden Geschwistern und ihren beiden Eltern nach Cornwall. Dort hat Lolas Großmutter die gesamte Familie für sechs Wochen in ein Ferienhaus eingeladen. Lolas Opa ist vor ziemlich genau einem Jahr verstorben und die Familie ist darauf eingerichtet Elvira in ihrer Trauerzeit beizustehen. Es stellt sich jedoch heraus, dass Elvira die Familie nicht als Beistand in ihrer Trauer eingeladen hat. Sie möchte nämlich ihre große Jugendliebe heiraten, was natürlich für eine ungeheure Empörung auf seiten ihrer Familie sorgt. In all dem Chaos lernt Lola dann noch einen netten Mann kennen mit dem sie eine Sommerromanze beginnt.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Es werden Ausschnitte aus Elviras Leben erzählt, so dass man am Ende des Buch nachvollziehen kann, warum ihr Leben bisher so war wie es war. In der Gegenwart erleben wir die Geschichte aus Lolas Perspektive, die eine sehr sympathische Erzählerin abgibt. Sie ist etwas träumerisch und tollpatschig und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. In ihrer Familie scheint sie sich nicht so richtig wohlzufühlen. Es wird beim Lesen des Buches schnell deutlich, dass es sich bei den Lessings weniger um einen Familienverbund als vielmehr um eine Gruppe von Einzelkämpfern handelt. Mutter und Vater haben sich nicht mehr viel zu sagen und auch die Geschwister verstehen sich höchstens mittelprächtig miteinander.
Niemand in dieser Familie ist so richtig begeistert von der Aussicht sechs Wochen in Cornwall zu verbringen. Als Elvira jedoch ihre große Bombe platzen lässt, kommen ein paar Ereignisse in Gang, die jedes einzelne Familienmitglied auf Dauer verändern.
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist recht humorvoll und besonders das Einstreuen von etwas Umgangssprache hat das Buch um einiges aufgelockert. Anne Sanders nimmt uns mit zu einem Sommer in St. Ives und schildert den Ort so bildhaft, dass ich nach dem Lesen das Gefühl hatte, schon dort gewesen zu sein. Dabei vermischt sie in ihrem Roman Elemente der "geheimnissvollen Familiengeschichte" mit einem klassischen Chick-Lit Roman. Schön ist, dass das Buch bei diesem Buch niemals ins Kitschige abdriftet.
Ich konnte Elviras Entscheidungen und Lebenswege zwar gut nachvollziehen, allerdings blieben die Gründe für ihre Entscheidungen für mich etwas schwach. Hier fehlte mir etwas die Tiefgründigkeit. So ganz glaubhaft war der Charakter der Elvira in diesen Aspekten nicht für mich. Ihre Liebesgeschichte konnte mich leider emotional nicht mitreißen und ich habe diese "große Liebe" einfach nicht gespürt.
Fazit
Sommer in St. Ives ist ein unterhaltsames Sommerbuch, dass durch seine Kurzweiligkeit und seinen Humor besticht. Lola hat mir als Protagonistin gut gefallen, während ihre Großmutter Elvira doch etwas blass für mich blieb. Ich konnte mir jedoch St. Ives, dank der bildhaften Sprache der Autorin gut vorstellen und habe die salzige Seeluft fast schon erschnuppert. Insgesamt hat mir "Sommer in St. Ives" recht gut gefallen und ich gebe dem Buch dreieinhalb Sterne.
Lolas Großmutter Elvira will mit ihrer Familie sechs Wochen in Cornwall verbringen. Der Großteil der Familie ist von diesem Wunsch nicht gerade begeistert. Und als Elvira ihnen dann den Grund für die Zusammenkunft mitteilt, fällt die Familie aus allen Wolken. Von einem entspannenden Urlaub kann jetzt keine Rede mehr sein.
Das Cover verspricht einen schönen Sommerroman und hebt sich von den üblichen Cornwall-Romanen ab, auf denen meistens eine Landschaft und Häuser abgebildet sind. Es hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat mich dann endgültig davon überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.
Lola und ihr Bruder Luca waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Die beiden passen nicht so recht in ihre Familie und sind sehr herzlich und haben einen tollen Humor. Ihre Mutter und Schwester sind anfangs sehr oberflächlich und können nur schwer die positiven Dinge im Leben erkennen. Großmutter Elvira wird als ziemlich kalte Frau beschrieben und tatsächlich zeigt sie kaum ihre Gefühle.
Chase hat es mir von Anfang an angetan. Seine kleine Frotzeleien in Form von Nachrichten auf dem Coffee-To-Go-Becher fand ich wirklich sehr witzig und süß. Lola und er lernen sich schnell besser kennen und es knistert sehr zwischen ihnen.
Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen. Er geht bis 1955 zurück, als Elvira das erste Mal in Cornwall ist und Sam kennenlernt und springt dann zu weiteren Gegebenheiten, als Elvira und Sam sich wiedersehen. Mir waren die jüngeren Ichs der beiden viel sympathischer als die Älteren. Von dem heutigen Sam bekommt man recht wenig mit und Elvira ist sehr distanziert. Früher waren beide sehr herzlich und man konnte die tiefe Liebe, die die beiden verbindet schnell erkennen, da diese Kapitel aus beider Sicht geschrieben wurde. Am Ende sind die Beweggründe von Elvira sehr gut nachvollziehbar und lassen sie selbst in einem ganz anderen Licht erscheinen.
In der Gegenwart geht es hauptsächlich um Lola und Chase und die Beziehungen innerhalb der Familie. St. Ives hat die gesamte Familie beeinflusst und sie erkennen lassen, was wirklich im Leben zählt.
Der Humor von Anne Sanders hat mir sehr gefallen und ich musste mehr als einmal über Lola lachen. Die Dialoge sind grandios und auch ihre Gedankengänge sind sehr unterhaltsam. Und vor allem Elviras und Sams Geschichte regt zum Nachdenken an.
Der Schreibstil ist trotz der eingestreuten englischen Phrasen sehr flüssig und das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Diese Phrasen haben mich anfangs ein bisschen gestört, doch dann fand ich, dass sie wunderbar gepasst haben und noch einmal verdeutlicht haben, wo der Roman spielt. Die wunderbaren Beschreibungen von St. Ives haben mir das Gefühl gegeben, den Ort direkt vor mir sehen zu können.
Fazit: Ein wundervoller Sommerroman, mit einer perfekten Mischung aus Romantik, Gefühl, Drama und Humor. 5 von 5 Sternen.
Hamburg/Cornwall 1955 Elvira wird von ihrer Mutter gedrängt an der Ferienfreizeit in Cornwall teilzunehmen. Der Vater ist gerade gestorben und die 15jährige Elvira Engel weiß nicht wohin mit ihrer Gefühlswelt, alles ist grau und trist, der leichten Fröhlichkeit ihrer Reisegenossen kann sie nichts abgewinnen. Das fällt auch Sam Watson, dem quirligen Pfarrerssohn auf, der in der Herberge zuhause ist. Erst will er sie nur aufheitern, dann verliebt er sich in sie..Das Einzige, was er fast genauso leidenschaftlich liebt, ist seine Musik. 2015 Die Familie Lessing wird von Großmutter Elvira nach Cornwall beordert, ganze 6 Wochen sollen sie sich dafür Zeit nehmen. Lola, Lynda und Luca, alle benannt nach nostalgischen Hippiesongs, spekulieren gerade, wie lange es dauert, bis die Familien-Bombe platzt, dies ist eine Premiere, alle Lessings an einem Ort. Doch warum? Großvaters erster Todestag jährt sich und Großmutter braucht in ihrer erneuten Trauer familiäre Unterstützung. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, Elvira ist quietschfidel und hat ganz andere Pläne. "Wir gehen in einen Pub, dort spielt auch eine Band.." Trommelwirbel und Gitarrensounds, Licht aus,Spot an: Da steht er: Strubbelige Haare, in Ehre charmant ergraut, ein schiefes Grinsen, frei nach Al Pacino. Seine rauchige Stimme streichelt sanft das Mikrofon und dann Elviras Hand und Haar. Sam Watson, der Rockstar aus den USA. Sam Watson von 1955. Sam Watson, bei dem Elvira "Angel" heisst und der sie mit Samtaugen anschaut. Samantha ist außer sich - Moment mal! SAMantha?? Was hat das zu bedeuten? Gibt es da etwas, was sie lieber nicht wissen würde? Sam und Elvira wohnen auch schon zusammen, es ist das alte Haus von damals, die Herberge seiner Eltern. Ach ja, räusper, Sam backt gerne. Da waren diese "lustigen" Kekse, an der sich ausgerechnet die gesundheitsbewusste Lynda ausversehen berauscht und gerade fertigt er Proben für eine Hochzeitstorte an.. Was geht hier vor, wer mit wem, wie lange geht das schon mit den Beiden und die größte Frage ist: Müssen hier noch verwandtschaftliche Verhältnisse geklärt werden? Ein geheimnisvolles Foto bringt Lola auf eine Spur und auch Lola trifft einen tollen Mann. Das kleine, am Meer gelegene St.Ives, gefällt ihr immer besser. Lustiger und kurzweiliger Sommerroman, charmant und humorvoll. Romantisch, aber unkitschig, unschlagbare Charaktere. Die Autorin zieht Sams "Backleidenschaft" - an der die ganze Familie ihren "Spaß" hat - wunderbar durch den Kakau, eine herzliche Geschichte. Viel Vergnügen!
Wie sage ich es meiner Familie, so könnte der Untertitel des Romans auch lauten. Elvira, die rüstige Großmutter, zu Beginn noch recht ausweichend gegenüber ihrer Familie, knallt sie ihnen doch recht bald in aller Öffentlichkeit einfach mal so vor die Füße, dass sie wieder heiraten wird. Und das erst ein Jahr nachdem der von allen geliebte Großvater gestorben ist. Natürlich sorgt diese Offenbarung erst mal für Entsetzen bei der Tochter und gemischten Gefühlen bei den Enkelinnen. Nur der Schwiegersohn und der Enkel nehmen die Neuigkeit recht gelassen auf. Es folgt ein Krach vom Feinsten, skurrile Entdeckungen und witzige Begebenheiten. Natürlich kommt auch die Romantik nicht zur kurz. Herrlich, einfach herrlich, wie sich diese Geschichte liest. Die Familienmitglieder so unterschiedlich in ihrem Charakter, sorgen sie für das richtige Maß an Spaß und trockenem Humor.
Die Geschichte wechselt sich in zwei Zeitebenen ab. Hier und jetzt verfolgt man die Tage der Familie in Cornwall. Ihre Zwiste, ihre Tagesabläufe und ihre manchmal etwas verklemmten Ansichten, ganz besonders in Bezug auf ihre Großmutter. Diese plant ihre Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Sam. Es tun sich einige Fragen auf über die zwei, besonders die Familie hadert immer wieder damit. Dann findet man sich immer mal wieder in Elviras und Sams Vergangenheit und erfährt so nach und nach ihre Geschichte und eine Antwort auf all die Fragen. Aber nicht nur Elviras Geheimnis wird aufgedeckt, denn auch die anderen Familienmitglieder haben ein Geheimnis. Jedes unterschiedlich und mehr oder weniger dramatisch.
Lola ist diejenige mit dem witzigsten Charakter. Sie ist quirlig, etwas schusselig und manchmal auch etwas verklemmt, aber trotzdem sehr sympathisch. Aus ihrer Sicht wird auch die Zeit in Cornwall erzählt, witzig, mit einigen Fettnäpfen, aber auch mit viel Herz. Man fliegt regelrecht durch die Seiten und findet sich in so mancher abgedrehten Situation. Einfach nur herrlich.
Anne Sanders vermittelt einen Sommerurlaub den man sich nicht unbedingt wünscht. Mit einer Familie, die nicht vor Harmonie strotz, aber mit viel Humor und Witz sorgt sie für ein unbeschwertes Lesevergnügen. Die Landschaft kommt auch nicht zur kurz, einfach nur schön!
Das Cover gefällt mir, es vermittelt dieses Sommerfeeling sehr gut.
Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer und leichter Familienroman für unbeschwerte Sommer-Lesestunden!
Auf das Buch wurde ich nur durch die Email des Verlags aufmerksam. Dort wurde es mir als Rezensionsexemplar angeboten und der Klappentext hat mich sofort überzeugt.
Was hat mir gefallen?
Die Protagonistin! Lola Lessing ist einfach herrlich verpeilt und genau deswegen konnte ich mich auch so gut mit ihr identifizieren. Denn sie ist genauso tollpatschig wie ich und steht teilweise echt auf dem Schlauch :) Dabei ist sie aber liebevoll und irgendwie auch witzig. Sie ist so ganz anders als ihre Schwester, Mutter und Oma. Denn sie ist herzlich und sehr aufmerksam. Sie kommt halt eher nach ihrem Papa und ihrem 17 jährigen Bruder.
Der Plot! Das ganze Buch hat mir vom Aufbau her total gut gefallen. wir erfahren natürlich die meiste Zeit etwas über Lola und ihren Sommer mit ihrer ganzen Familie in St. Ives. Es bahnt sich eine sehr schöne Liebesgeschichte an. Aber ganz besonders haben mir die Rückblicke ihrer Großmutter Elvira und deren großen Liebe Sam gefallen. Schritt für Schritt erfahren wir also warum Sam und Elvira keine gemeinsame Zukunft hatten und wie sie sich kennengelernt haben. Diese Sequenzen haben mir enorm gut gefallen. Aber auch der Rest des Buches ist sehr ausgereift und absolut gelungen! Die Charaktere sind sehr lebhaft beschrieben.
Der Schreibstil! Anne Sanders hat einen sehr schönen Schreibstil. Besonders Lola und Elvira & Sam sind ihr sehr gut gelungen. Die Emotionen dieser Charaktere konnte ich absolut nachvollziehen und mich in besagte Personen hineinversetzen. Die Liebesgeschichten sind super herausgearbeitet und absolut nachvollziehbar. Einfach herrlich! Aber auch die Beschreibung der Örtlichkeit ist ihr sehr gut gelungen. Ich konnte quasi die Möwen kreischen hören und den Wind um meine Nase spüren. St. Ives scheint ein wunderbares Dorf zu sein....
Was hat mich gestört?
NICHTS!
Anne Sanders hat hier einen sehr schönen generationsübergreifenden Liebesroman geschrieben. Mich persönlich konnte sie sehr gut unterhalten und ich habe mit den Charakteren mitgefühlt.....
Sisu: Lola Lessingut ootavad ees turbulentsed 6 nädalat, sest koos oma õe, venna ja vanematega lendab noor naine Cornwelli, et täita oma vanaema viimast soovi. Sest Elvira tahab, et temale kallid inimesed veedaksid koos temaga suve võluvas kalurikülas St.Ives, kus tema kunagi oma elu ilusaima suve veetis. Keegi ei aima, et Elvira leidis just sellest külast oma elu armastuse ja et nüüd saab kogu perekond Elvira saladuse teada ning veedab oma elu üllatuslikuima suve ...
Mõtted: Lugu on mõnusalt kirjutatud kahes ajastus. Tänapäev on läbi Lola silmade ja tunnete ning minevik läbi Elvira silmade ja südame. Huumorit täis lugu, kus üllatuslikke momente aina tuleb ja tuleb. Aasta on möödas sellest, mil Lola vanaisa suri ja pere on kindel, et vanaema Elvira tahab oma aega perega veeta, et vanaisa mälestada. Tegelikult aga tutvustab ta oma järelkasvule oma elu suurt armastust, kellega tal on plaan selle kuue nädala jooksul ka abielu sõlmida. Kolm generatsiooni, kus igal naisel on oma nägemus ja arusaamine, on juba kindel probleemide allikas, kuid millest probleemid algavad ja kuidas lahenevad on nauditav lugeda. Kaluriküla kirjeldused tõid väga elavalt pildi silmade ette ja vahest oli mul tunne, et ma kuulengi kajakate kisa 😀.
Eine sehr turbulente und witzige Familiengeschichte. Ein wirklich schöner Sommer Roman. Man lernt Lola und ihrer Familie kennen, die zu der Großmutter nach Cornwall reisen. Die Familienverhältnisse sind nicht gerade die besten wie man schnell feststellt und genauso deswegen werden die kommenden Wochen für die Familie sehr nervenaufreibend. Gerade auch weil Großmutter Elvira auch noch eine sehr entschiedene Bombe platzen lässt. Die Geschichte wird aus Lolas Sicht geschrieben und die Rückblenden aus Elviras aber auch teils Sams seiner Sicht. Wie die beiden sich in ihrer Jugend der 50er/60er Jahre kennen und lieben lernten und warum diese erst Jahre später wieder zueinander gefunden haben. Lola hat mir sehr gut gefallen zu mal sie oft die Angewohnheit hat das was sie denkt aus versehen laut aus zusprechen, das führt zu der ein oder anderen witzigen Situation. Die Geschichte an sich ist aber etwas oberflächig. Irgendwie habe ich doch ein Gespräch zwischen den zwei Schwestern zum Beispiel vermisst. Auch hätte ich gern mehr erfahren wie die Aussprache zwischen Großmutter und Mutter verlaufen ist. Ich finde da war so viel Ungesagtes. Trotzdem lässt sich die Geschichte sehr gut lesen.
Nachdem ich anfangs nicht so recht wusste, ob mich der Roman komplett begeistern kann, bin ich mir nun absolut sicher, dass er 5 Sterne verdient. Die Geschichte ist zauberhaft, sie handelt von zwei großen Lieben, die so wunderbar und echt beschrieben sind, dass man sie förmlich spüren konnte. Schade, dass das Buch so schnell durchgelesen war, ich bin in Gedanken noch immer in dem verträumten St. Ives unterwegs. Ein wirklich toller Sommerroman mit ganz viel Gefühl und Humor. Eine ausführliche Rezension folgt bald. :-)
Ich bin begeistert! Ein wundervolles Sommerbuch, mit vielen verschiedenen Charakteren, die man sofort ins Herz schliesst. Ja es gibt viel Drama und Streitereien, aber es ist nie zu viel und immer mit viel Humor gelöst.