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Gott ohne Mitgefühl

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Blackout! Die junge, attraktive Anna erwacht ohne Erinnerung an die letzten Stunden. Das Gefühl eines erfolgten Missbrauchs lässt sie verzweifeln. Als sie ihren besten Freund Luki bittet, ihr beizustehen, scheint ihr Leben sich zum Guten zu wenden. Doch dann wird Luki ermordet, ihre Welt stürzt ein. Und als Annas Leben sich nach und nach wieder zum Besseren zu wenden scheint, bricht es alsbald erneut zum Scherbenhaufen zusammen. Die Höhen und Tiefen ähneln allmählich einer brutalen Achterbahnfahrt – sie gerät weit über den Rand der Verzweiflung. Jedes neue Licht am Ende des Tunnels scheint ein Höllenfeuer, doch Anna kämpft weiter... Als Taschenbuch 418 Seiten.

Kindle Edition

Published September 19, 2019

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Profile Image for Alexandra .
936 reviews369 followers
October 10, 2024
Fangen wir mal mit den positiven Aspekten dieses Romans an. Für einen Porno hat dieses Werk erstaunlich viel, sogar recht konsistente Handlung im Plot, weshalb sich meine Bewertung auf 2 Sterne schraubt. Aber was hat den männlichen Autor denn da gebissen, seine Protagonistin aus der Innensicht einer Frau anzulegen, wenn Männer so wirklich keine Ahnung von Frauen haben. Hier möchte ich rufen „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ oder „Bleib auf dem Mars“. Wenn ich noch mal einen authentischen Roman vom Autor aus Männersicht lese - (was eher unwahrscheinlich ist)-, könnte ich durchaus geneigt sein, ihm sogar 3 Sterne zu verpassen, denn Plotkonstruktion kann der Autor und die Fabulierkunst ist auch gar nicht so schlecht.

Jetzt muss ich Euch natürlich erklären, warum ich so etwas überhaupt lese und Euch Literaturkenner mit einer Pono Rezension belästige und fange gleich beim ersten Punkt an. Ich lese wirklich so gut wie alles und versuche auch die Werke in Hinblick auf die Zielgruppe und auf meine eigene Meinung zu bewerten wobei ich oft beide Standpunkte vertrete. In diesem Fall bin ich definitiv nicht die Zielgruppe, die Figur der Anna ist komplett unrealistisch, so würde eine Frau nienienie denken fühlen und formulieren. Das Ganze ist eine einzige feuchte Männerfantasie, so wie sich die Herren das Innenleben einer pornofizierten Frau, ergo Schlampe, vorstellen.

Weil mir schon vorgeworfen wurde, warum ich so ein Pornobuch überhaupt kaufe und es dann pöhsartig verreiße und dass ich meine Buchkaufauswahl eher überdenken sollte: NIEMAND, absolut NIEMAND hat das Buch gekauft, es wurde von einem Mann verschenkt und landete in vierter Frauenhand kursierend bei mir, weitergegeben von drei kopfschüttelnden Ladies, die nicht fassen konnten, welche Gedanken und welche Innensicht unserer offensichtlich außerirdischen Spezies von Männern zugeschrieben wird. Das ist wie ein Verkehrsunfall, bei dem man sich jede Seite fragt, was Männer noch so über uns denken, wie wir ticken und ein Lehrstück von Missverständnissen. Wir haben uns natürlich schlappgelacht über so viel unrealistische Männerprojektion wie sich Mann das Liebesleben einer Frau vorstellt. Ich weiß, das ist jetzt bitter, aber viele Frauen reden sehr offen und sachlich über Details aus dem Sexleben.

Der dritte Punkt in dieser Liste, neben dieser Anti-Empfehlung und meiner Leidensfähigkeit ist der Umstand, dass ich den Autor kenne und er sehr erfolgreich sein dürfte, denn er hat schon mehrere Trilogien geschrieben. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass Frauen die Zielgruppe sein sollen und denen die total unrealistischen Figuren nicht auffallen, aber vielleicht haben es alle genauso gelesen wie meine Freundinnen – als Lehrstück wie man Frauen missverstehen kann.

So nun muss ich natürlich auch konkret werden mit meinen Kritikpunkten, sonst wäre meine Rezension gar nicht fair und ich betreibe hier hoffentlich auch noch ein bisschen Aufklärung darüber, wie Frauen NICHT ticken. Vorausschicken möchte ich auch noch, dass sich Ambivalenzen und Mumpitz über die weibliche Psyche und Anatomie so inflationär auf nahezu jeder Seite verteilen, dass ich nicht alle aufzählen kann, aber die gravierendsten Schnitzer möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Welche erwachsene Frau weiß nicht, dass bei der Periode nur Gebärmutterschleimhaut abgeht und faselt etwas davon, dass sie die Periode so stark hat, dass sie fast verblutet. Selbst mit Endometriose und Endometriosezyste (ab zur OP ins Krankenhaus das ist keine normale Periode), unter der ich sehr gelitten habe, stand Verbluten nie zur Debatte.

Welche auch sehr sexuell aktive Frau verwendet das Wort „ficken“ in jedem zweiten Satz, sagt dann aber immer Popo statt Arsch. Ficken ist eine sehr männliche und nicht feine Sprache, Popo ist so etepetete und Kindersprech, dass ich das Wort glaube ich 40 Jahre nicht mehr gehört habe.

Die Protagonistin Anna glaubt, sie wurde grad unter dem Einfluss von Drogen vergewaltigt, ist darüber total verzweifelt und weint, ist aber gleichzeitig, während sie die Nacht Revue passieren lässt, 3-4 Mal total geil auf den besten Freund, der in Kürze kommen soll und sie trösten möchte. Wow, was für eine absurde männliche Vergewaltigungsfantasie, eine Frau, die mutmaßlich vergewaltigt wurde, hat definitiv andere Probleme, als sich Sexfantasien hinzugeben.

Unsere Protagonistin braucht nie ein Vorspiel, sie ist permanent nass, wenn Männer ihn reinstecken, kommt sie innerhalb von zwei Stößen und explodiert in einem Orgasmus. Dasselbe gilt bei ihren weiblichen Sexpartnerinnen, die sie so flugs oral befriedigen können. Selbstverständlich praktiziert sie das auch mehrmals hintereinander und jedes Mal kommt der Orgasmus so rasant.

Ach ja und diese Übertreibungen der männlichen Potenz, wie es Männer gerne manchmal tun, die ist auch köstlich. Ein 35 – 40-jähriger Mann explodiert nach Oralverkehr völlig ausgelaugt und mit vollem Samenerguss, trägt die Frau danach geschwind ins Bett und kommt nach 3 Stößen schon wieder 😂 Wenn es diesen Einhorn-Mann gibt, stellt ihn uns bitte vor, 😂 der wäre ein sehr gutes Potenz-Studienobjekt. Das Märchenprinz-Einhorn kommt in dem Roman nämlich vor und heißt Bernhard.

Noch ein kleines hygienisches Detail am Rande. Alle Frauen sind immer total glattrasiert, das wird oft explizit betont, aber den Akt des Rasierens findet man nie im Buch. Das ist genauso, wie Protagonisten in alten Hollywoodfilmen, wenn ein ganzer Tag gefilmt wird, nie auf die Toilette gehen. Diese realistische Tätigkeit in den Roman aufzunehmen, sollte vielleicht auch mal eine Überlegung wert sein. Das kann man nämlich durchaus auch erotisch anlegen und verwerten.

Ansonsten wie gesagt noch sehr viel weitere Ungereimtheiten im Innenleben von Anna und auch ihrer Freundinnen. In der Handlung passiert abgesehen von den amourösen Verwicklungen wirklich viel mit Anna und allen Protagonisten. Mehrere Tode durch Krankheit, Unfall, Selbstmord, berufliche Entwicklungen, Erbschaft, Konflikt mit Eltern, Betrug, Eifersucht, Beziehungen. Das ist der Pluspunkt in diesem Roman.

Fazit: Ich konnte wie bei einem Verkehrsunfall nicht mehr wegschauen und musste es fertiglesen, um zu sehen, was dem Autor noch so alles einfällt zum Thema Frauenpsyche und -physis.
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