"Von Anfang an war seine Nähe beunruhigend für mich gewesen, aber dieser Grad eröffnete mir neue Dimensionen. Überdeutlich und intensiv registrierte ich jede Stelle seines Körpers an meinem und den beschützenden Reiz, der von ihm ausging. Es war ein ungünstiger Zeitpunkt, sich seiner Anziehungskraft erneut bewusst zu werden, dennoch spürte ich sie wie einen brennenden Durst."
Phelía Revelle ist ein ebenso mutiges wie eigensinniges Mädchen mit besonderer Begabung, das in einer zerrütteten, nachzeitlichen Welt zwischen den Gefolgsmännern ihres Vaters aufwächst. So selbstverständlich wie Lesen und Schreiben lernt sie, mit dem Schwert zu kämpfen: Einerseits, um sich gegen skrupellose Autonome zur Wehr zu setzen, andererseits, um sich gegen die neuen Besiedler der Erde – Antarer genannt – zu behaupten, die die Ländereien der Menschen in einen Schauplatz des Überlebens verwandelt haben. Als ihrer Familie großes Unglück widerfährt, macht sich Phelía entschlossen daran, ihr zu helfen, wobei sie nicht nur Unterstützung von ihren engsten Vertrauten, sondern auch von einem Scion erhält, der das Blut ihrer Feinde in sich trägt. Doch kann Phelía dem schönen Fremden vertrauen, zu dem sie sich unerklärlich hingezogen fühlt? Ganz offenbar verbirgt er nicht nur ein dunkles Geheimnis, sie kommen auch aus zwei völlig verschiedenen Welten.
Eine abenteuerliche Reise sowie der Kampf um Gefühle und Loyalität beginnen, inmitten derer sich Phelía zunehmend fragen muss, was Wahrheit und was Lüge ist …
BAND 1 DER NIMRHON-SAGA! (Der Folgeband wird voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen.)
Erzählt wird die Story in Ich-Form aus Sicht von Phelía. Im kurzen Prolog wird bereits viel über die Situation der Menschheit erklärt. Dadurch kam ich gleich gut in die Geschichte rein. Danach lernte ich Phelía und ihr Leben kennen. Anfangs wird viel im Detail erklärt, weshalb es etwas dauert bis die Handlung richtig los geht. So lernte ich aber die Hauptfigur gut kennen und hatte einen tollen Einblick in ihr tägliches Leben und ihre Heimat.
Der Schreibstil ist sehr detailliert. Hatte für mich das richtige Maß, so das ich mir alles bildlich vorstellen konnte, ohne das es zu viel wurde. Die Autorin besitzt eine sehr angenehme und entspannte Erzählweise. Es gab z.B. nicht viele Metaphern, doch das war auch nicht nötig.
Ich finde, die Story ist bis ins Detail durchdacht und komplex. Phelía ist bodenständig, mitfühlend und besitzt einen sehr starken Charakter. Von Anfang an war sie mir sympathisch.
Auf die Antarer war ich sehr neugierig. Die erste Zeit erfährt man zwar einiges über diese Rasse, es dauert jedoch bis Phelía das erste Mal auf Antarer trifft. Die Antarer erinnerten mich ein bisschen an Elfen. Wegen ihrem perfekten Aussehen, ihren Fähigkeiten und ihrem meist grausamen Verhalten. Oft hatte ich den Eindruck, ihnen würden menschliche Gefühle fehlen.
Jedoch ist das nicht bei Allen der Fall. Phelía lernt Làron kennen, der nur zur Hälfte antarischer Abstammung ist. Làron ist gut aussehend, gefühlvoll und unglaublich liebenswert.
In der Handlung sind Phelía und ihre Verbündeten viel unterwegs. Auf ihrer Reise passiert viel, auch viel zwischenmenschliches. Zwischendrin kam ich kurz an den Punkt, wo ich dachte man tritt auf der Stelle, doch dann ging es plötzlich wieder vorwärts.
Die Story hat mich gefesselt. Meine Fragen wurden am Ende alle beantwortet, jedoch hat der Schluss einen fiesen Cliffhänger. Es interessiert mich auf jeden Fall, wie es mit Phelía, Làron und der Welt weiter geht und kann "Die Wächter von Nimrhon - Ruf nach Freiheit" nur jedem empfehlen.
Phelia Revelle wächst relativ behütet in einer eher abgelegenen Siedlung im Osten des Landes Nimrhon auf. Im Westen liegt jedoch die Hauptstadt der Feinde - nicht nur ihrer Feinde, sondern die der ganzen Menschheit - , der Antarer, ein Volk, das die Erde besetzte und den Menschen das Leben immer schwerer macht. Auch aus diesem Grund, hat der Anführer des Dorfes, Phelias Vater, sie auch zu einer Kämpferin ausgebildet, die einmal seinen Platz einnehmen soll. Genau dieser Zeitpunkt kommt schneller als erwartet, denn dem Dorf widerfährt etwas schreckliches. Um ihre gefangenen Freunde und Verwandte wieder zurück zu holen, begeben sich Phelia und ihre Anhänger auf eine gefährliche Suche. Die junge Frau hat nicht nur kämpferische Fähigkeiten vorzuweisen, sie ist auch gebildet und verfügt über eine ganz besondere Kraft - sie kann ein unsichtbares Band zu Tieren knüpfen und somit mit ihnen kommunizieren. Auf ihrer Reise erhalten sie zusätzlich noch Hilfe von befreundeten Indianern und treffen auf einen außergewöhnlichen Verbündeten, ein Halbblut (Scion), mit den Genen ihrer Feinde. Kann Phelia ihm vertrauen?
Rose-Everly schickt uns als Leser in eine fantastische Welt voller Gefahren und einer einzigartigen Flora und Fauna. Die Bedrohung durch die Antarer ist anfangs kaum spürbar, steigert sich aber von Kapitel zu Kapitel. Wer mit sich hadert und Angst vor den 651 Seiten hat (oh ja, ich hatte großen Respekt zu Beginn), dem möchte ich sagen, dass die Autorin keine unnötigen Längen eingebaut hat, sondern den Leser richtig mit in diese unbekannte Welt hineinzieht. Man ist nicht nur bei der aktiven Handlung mit dabei, sondern bekommt ein Gefühl für die Umgebung und deren Änderungen. Auch die Figurenauswahl möchte ich äußerst positiv hervorheben. Phelia ist eine junge Erwachsene mit allen Hochs und Tiefs, Selbstzweifel sowie Vertrauen in sich selbst. Man hat nicht das Gefühl, auf einmal eine ausgereifte Frau mit überbordendem Selbstbewusstsein vor sich zu haben, die jeden über den Haufen rennt, sondern einen ausgereiften Charakter mit Ecken und Kanten, der sich selbst erst einmal seinen eigenen Weg suchen muss. Genau das macht unsere Hauptfigur so wahnsinnig interessant und realistisch. Anfangs fühlte ich mich etwas erschlagen aufgrund der hohen Figurenanzahl, jedoch bekommt man nach und nach einzelne Charakterzüge der Personen mit und kann diese immer besser unterscheiden. Auch die Begleiter werden nicht als sture, festgefahrene Charaktere gezeigt, sondern entwickeln sich auch der Geschichte entsprechend.Diese Fantasy-Geschichte hatte für mich auch einen starken Dystopien-Vibe, da sich meiner Meinung nach der Fantasyanteil eher in Grenzen hält. Ja, die Antarer sind nicht menschlich und auch im Laufe der Geschichte begegnet man einigen uns unbekannten Tieren, jedoch ist der Realitätsbezug eindeutig höher.
Sprachlich gesehen gibt es für mich überhaupt nichts zu meckern. Rose-Everly hat eine wunderbare, bemerkenswerte Art diese Geschichte zu erzählen und verzauberte mich regelrecht mit ihrer Sprache.Trotz der hohen Seitenanzahl kann ich mich an keine unnötigen Wiederholungen erinnern und wurde immer wieder von ihrer sprachlichen Gewandtheit überrascht. Ich würde lügen, würde ich mir diesen Anspruch nicht auch für so viele gehypte, stark beworbene Bücher auf dem Markt wünschen! Die Geschichte lässt sich trotzdem fließend lesen, denn die bildhaft gewählten Ausdrücke sowie auch die schlauen und durchdachten Gespräche erwecken immer das Gefühl einer Gesamtheit, in die man als Leser regelrecht flüchten kann.
Auch die Liebesgeschichte wird nicht unnötig aufgebauscht, sondern baut sich langsam auf. Ich wartete regelrecht auf weitere Annäherungen und empfinde diesen Teil der Geschichte auf keinen Fall zu einnehmend, so dass das Hauptziel der Reise außer Acht gerät. Zudem möchte ich auch erwähnen, dass Gewalt in der Geschichte vorkommt, diese definitiv aufwühlend erzählt wird, jedoch keine positive Position einnimmt, so dass diese glorifiziert wird. Die Gewalt gehört zur beschriebenen Welt einfach mit dazu, da man sonst nicht überleben würde. Auf unnötige Grausamkeiten hat die Autorin, meiner Meinung nach, verzichtet und genau das richtige Maß getroffen.
Ein wunderschöner Zusatz zur Geschichte sind die jeweils am Kapitelanfang eingefügten Zeichnungen, die dem Leser bereits eine Ahnung geben können, was im folgenden Kapitel geschehen wird. Das angefügte Glossar und eine Karte des Landes Nimrhon empfand ich als sehr hilfreich.
Ich bin von der Geschichte einfach nur begeistert und warte bereits sehnsüchtig auf den 2. Band. Im Fantasy Genre ist mir schon länger nichts Vergleichbares mehr untergekommen. Die Autorin kopiert keine bereits bekannten Geschichten zusammen, sondern geht ihren ganz eigenen Weg, was auch ganz positiv auffällt.
Bezüglich dieses Buches hatte mich die Autorin selber darauf angesprochen und da ich auch sehr gerne mal etwas dickere und ausführlichere Bücher lese, habe ich mir doch gleich mal die Leseprobe genauer angeschaut und bin sehr neugierig geworden.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Phelía, welche bisher ein behütetes Leben geführt hat. Wobei man hier anmerken sollte, dass sie gleichzeitig auch zu einer Kämpferin ausgebildet wurde. Sie ist willensstark, manchmal etwas rebellisch und stürzt gerade am Anfang gerne mal lieber los als vorher darüber nachzudenken. Doch sie wächst mit den Seiten, wird durchdachter, bleibt liebevoll und denkt zumindest auch mal über ihre eigenen Vorurteile nach. Ihr Charakter ist greifbar, fehlerbehaftet und lernbereit. Etwas das mich als Leser vollkommen in seinen Bann ziehen konnte.
Zu Ihrer Truppe gehören so einige Männer, welche wir nach und nach kennenlernen. Auch wenn es zu Beginn etwas erschlagend wirken kann, muss man sich tatsächlich einfach darauf einlassen. Die wichtigen und bedeutenden Personen werden immer wieder erwähnt, sodass sie nach einiger Zeit für mich immer zuzuordnen waren.
Alle Charaktere, seien sie nun Neben- oder Hauptcharaktere erhalten ein sehr starkes, greifbares und vielversprechendes Bild. Sie alle sorgen dafür, dass die Geschichte Biss erhält, sich von vielen Facetten zeigen kann und gleichzeitig dafür sorgt das man sich darin verfängt.
Es gibt so viele interessante Personen, die ich gerne noch näher kennenlernen möchte und ich hoffe darauf, dass wir bei einigen auch noch hinter die Masken und Geheimnisse schlüpfen können.
Die Grundidee der Geschichte ist genial, sie ist episch aufgebaut und braucht natürlich auch eine Gewisse Zeit um so richtig ins Rollen zu kommen. Dennoch fand ich es zu keinem Zeitpunkt ermüdend oder schwierig voranzukommen. Schon nach den ersten Seiten habe ich an der Geschichte geklebt und wollte immer weiter in dort hineinfallen.
Die Autorin versteht es mit Worten umzugehen. Eine neue Welt zu schaffen, die sich vor meinen Augen entfaltet. Welche mir sonderbare Tiere, neue wie aber auch altbekannte Wesen und eine insgesamt bildhafte Welt näher bringt. Ich konnte mich darin tatsächlich komplett verlieren.
Hierbei wird auch nicht daran gespart selbstkritische, aber auch gesellschaftskritische Situationen und Aspekte mit einfließen zu lassen und so mehr als einmal dafür zu sorgen, dass ich mit Phelía gemeinsam darüber nachgedacht hat. Die Autorin wirft unsere Nasen immer wieder auf Fehler, welche nicht nur in dieser Geschichte sondern leider auch in der unseren Gesellschaft immer wieder aufgegriffen werden.
Sie sorgt mit ihrer Geschichte nicht nur für eine brillante, Aussagekräfte und fantasievolle Umsetzung, sondern auch für eine zum Nachdenken. Viele Aspekte in der Geschichte kann man mit zwei Seiten sehen und unsere Hauptprotagonistin ist darin sehr gut. Es sind viele Gedanken dabei, welche aber immer wieder nachvollziehbar waren und der Geschichte einen gewissen Reiz gegeben haben.
Die Liebesgeschichte welche sich hier verbirgt ist ein kleiner aber mehr als feiner Zusatz, welcher die Geschichte nicht völlig leitet aber dennoch versüßt. Es beginnt zart, zieht sich in kleinen Passagen durch die Geschichte durch und nimmt dennoch nicht völlig den Raum ein. Ich finde es unglaublich gut gelungen, auch weil beide Charaktere so vielversprechend und außergewöhnlich sind.
Diese Geschichte birgt auch Gewalt, Angst und eine Menge Kämpfe die durchaus beängstigend sein können. Gleichzeitig werden aber auch Freundschaft, Liebe, Hoffnung und Vertrauen hervorgehoben. Eine Geschichte mit Tiefgang, welche von Anfang an immer kleine Einblicke in Hintergründe, Spekulationen auf noch kommendes, Überraschendes in der jeweiligen Situation und dafür sorgt, dass man als Leser immer weiter reisen möchte.
Hier kann man wahrlich eine abenteuerliche Reise erleben, welche mich als Leser keineswegs geschont hat was Gefühle anbelangt und dennoch findet die Autorin ein sehr passendes Gleichgewicht.
Mein Gesamtfazit:
Mit „Die Wächter von Nimrhon – Ruf nach Freiheit“ hat M. Rose-Everly einen unglaublich starken, vielschichtigen und von Beginn bis Ende nachvollziehbaren Auftaktband ihrer Trilogie geschaffen. Sie überzeugte mich mit einer malerischen und tiefgründigen Schreibweise, einer unglaublich ausgefeilten Welt, greifbaren Charakteren mit Ecken und Kanten und einer gefühlvollen Umsetzung. Hier sollte jeder einen Blick hineinwerfen, der es liebt neue Welten zu erforschen und starke Protagonisten auf ihrem Weg zu begleiten.
Die Wächter von Nimrhon – Ruf nach Freiheit von M. Rose-Everly ist der erste Teil einer Trilogie und ist mit über 600 Seiten schon ein ziemlicher Wälzer. Die Geschichte wird aus der Sicht von Phelia als Ich-Erzählerin erzählt. Ein Prolog, in dem bereits einiges über die Situation der Menschheit erklärt wird, erlaubt dem Leser einen guten Einstieg in die Geschichte. Nach dem Prolog lernt man Phelia kennen und erfährt einiges über sie und ihr Leben, wodurch man sich gut mit ihr als Protagonistin anfreunden kann. Der Schreibstil ist, besonders am Anfang der Geschichte, sehr detailreich und genau, wodurch man zwar sehr viel erfährt und einen wirklich sehr guten Einblick in Phelias alltägliches Leben hat, was aber doch bedeutet, dass es ein wenig dauert, bis die Handlung so richtig in Fahrt kommt. Für mich war das aber kein Nachteil, sondern es hat mir erlaubt, mich richtig in die Geschichte einzufühlen und nicht hau-ruck-mäßig reingeworfen zu werden. Den Schreibstil fand ich von Anfang an sehr angenehm, zwar sehr detailliert, aber doch nicht mit Metaphern oder ähnlichem überladen, es wurde also nie zu viel, sondern war immer angenehm und entspannt zu lesen, die 600 Seiten wurden also nie zur „Aufgabe“ oder so. Mit Phelia hat man eine ansprechende Protagonistin, die mit ihrer mitfühlenden Art sehr sympathisch ist. Sie wirkt wie eine sehr starke Persönlichkeit und es macht von Anfang bis Ende Spaß, sie zu begleiten. Die Autorin versteht es, ihre Leser auf eine abenteuerliche Reise durch eine phantastische und einzigartige Welt zu schicken. Obwohl das Buch mit über 600 Seiten ein Wälzer ist, wurden keine unnötigen Längen eingebaut, und es gab nur sehr selten mal eine Stelle, an der ich dachte, die Handlung könnte jetzt mal weitergehen. Das hat aber nie dem Erzählfluss geschadet, sondern immer sehr gut zur Geschichte gepasst, und ich war einfach nur ungeduldig und wollte wissen, wie es weitergeht. Als Leserin wurde ich richtig in diese neue Welt hineingezogen und habe sowohl die Handlungen der Charaktere als auch die Umgebung der Welt gut nachvollziehen können. Am Anfang war ich ein bisschen überfordert von der großen Anzahl an Charakteren, aber als ich es geschafft habe, mich in die Geschichte einzufühlen, ging es irgendwann und ich konnte die Charaktere schließlich gut unterscheiden und habe sie alle recht gut kennengelernt. Auch sprachlich fand ich das Buch sehr gelungen. Die ruhige, angenehme Art zu erzählen fand ich sehr gut gelungen und durch die bildhaften Ausdrücke hatte ich oft das Gefühl, die Geschichte regelrecht vor mir zu sehen. Insgesamt kann ich sagen, dass ich von der Geschichte, den Charakteren und dem Schreibstil wirklich begeistert bin. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe und weiß, dass das nicht das letzte Mal war, dass ich dieses Buch gelesen habe!
Phelia wächst in einer Welt auf, in der die technischen Fortschritte vergessen wurden und nun nur noch Wesentliche Dinge zählen. Schon früh lernt sie von ihrem Vater das Jagen und Kämpfen, denn irgendwann soll sie seinen Platz einnehmen. Eines Tages führt Phelia eine Gruppe ihres Vaters an, um in der nächsten Stadt Waren zu tauschen. Begleitet wird sie außerdem von ihrem Wolf Akela und ihrem Wildpferd Temper. Als sie Rauch im Himmel entdecken, rast Phelia zurück nach Hause und was sie dort vorfindet, wird ihr leben für immer verändern. Die Antarer haben ihre Eltern entführt und ihre Heimat abgebrannt. Nun schwört sie sich Rache und Gerechtigkeit.
Das Cover ist für meinen Geschmack sehr schlicht gehalten. Da hätte ruhig noch ein Highlight drauf gekonnt. Schön fand ich, dass am Anfang jedes Kapitels eine Zeichnung passend zum Inhalt beigefügt wurde. Ich fand diese wirklich wunderschön. Phelia habe ich als sehr starken Charakter empfunden, die viel nachgrübelt, ihre Gefühle jedoch vor anderen verbirgt. Auch ihre Fähigkeit, in Gedanken mit Tieren zu kommunizieren fand ich faszinierend. Die Story fand ich schön beschrieben, vor allem ihre Verwirrung gegenüber Laron und ihren Zwiespalt. Nichtsdestotrotz waren manche Kapitel etwas langezogen, sodass die Spannung etwas fehlte. Trotzdem ist es ein schönes Buch. Durch das merkwürdige Ende weiß man leider auch nicht, wie es mit Phelia weitergeht. Da es aber noch 2 weitere Bände geben soll, bin ich sehr optimistisch. 😁
Fantasy, Spannung, Liebe, Erotik - M. Rose-Everly bietet ihren Lesern ein wahres Kaleidoskop an vielversprechenden Elementen, die "Die Wächter von Nimrhon" zu einer wirklich lohnenswerten Lektüre gestalten. Mir haben vor allen anderen Dingen der Erzählstil und die Wortgewandtheit der Autorin imponiert. Durch seinen beeindruckenden Umfang von über 600 Seiten fällt dieser Schmöker definitiv in die Kategorie der Bücher, auf die man sich einlassen muss. Dementsprechend habe auch ich etwas Zeit gebraucht, um in der Handlung anzukommen und mich mit den Figuren vertraut zu machen. Doch diese kleinen Startschwierigkeiten waren schnell vergessen und schon bald kam der Wunsch in mir auf, endlich mal wieder eine ganze Nacht durchzulesen. Mit kleinem Baby blieb es leider beim Wunschtraum, aber für meine Verhältnisse habe ich das Buch wirklich in Rekordzeit "eingeatmet" ;-) Abgesehen von einigen Längen, die beispielsweise immer dann auftreten, wenn die Protagonistin Phelia von ihrem Love Interest zu schwärmen beginnt, kann ich "Die Wächter von Nimrhon" wärmsten empfehlen! Es ist immer wieder klasse, feststellen zu dürfen, wie viele gute deutsche Fantasy-Autoren einfach nur darauf warten, von uns Lesern entdeckt zu werden!
Die Wächter von Nimrhon ist der erste Teil einer dreiteiligen Reihe, weshalb dieser Teil natürlich mit einem Cliffhanger aufhört. Ich persönlich liebe sowas ja total. Dafür, dass das erst der erste Teil war, ist das Buch mit über 600 Seiten ein richtiger Wälzer, aber die Autorin schafft es alles sehr ausführlich zu beschreiben und darzustellen, sodass noch nicht die ganze Geschichte zu Ende erzählt ist. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Hauptprotagonistin Phelía auch gleichzeitig die Anführerin einer großen Schar an Männern ist, die sie im Laufe der Geschichte lernen zu akzeptieren und sie auch respektieren. Natürlich gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die sich aber zu meiner Freude sehr langsam entwickelt. Ich mag es sehr gerne, wenn in Sachen Liebe nicht immer alles gleich so überstürzt wird, weil sowas auf Dauer immer recht schlecht halten kann. Auch die Geschichte des zweiten Hauptcharakters Larón kristallisiert sich im Laufe des Buches immer genauer heraus und kann somit noch für Überraschungen sorgen. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.
Eine absolut gelungene Reise - Ziel ist Gerechtigkeit, Hoffnung und eine bessere Welt. Die junge Phelia wird vor eine Herausforderung gestellt, die schwierig ist, sie findet aber tolle und auch weniger tolle Gefährten und meistert ihre Aufgabe. Irgendwie kennt man die Geschichte, und irgendwie ist sie trotzdem neu. Schön geschrieben, sehr detailliert, manche behaupten langatmig - ich kann das nicht behaupten. Ich bin total gern in die Geschichte abgetaucht, und habe mit der Wölfin mit gefiebert. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt, und ich freu mich sehr auf die Fortsetzung.