Also das war ja mal belanglos, seicht und langweilig.
Normal sind solche Bücher ja zum Wohlfühlen und schön. Aber hier ist schon die Hauptfigur Nora nicht wirklich sympathisch. Alles dreht sich nur um sie, all ihre Gedanken, und sie teilt uns jede Kleinigkeit mit. Nur bis zur Hälfte des Buches nicht, was aus der Vergangenheit sie noch immer belastet. Die Rückblenden sind im Präsens geschrieben, und kommen ohne Absatz etc, sodass diese unpassende Zeitform das einzige ist, was drauf hinweist.
Ansonsten erfahren wir, dass die Paprika schimmelt und was sie zum Brunch isst. Und dass sie Alkoholikerin ist. Nicht dass die Autorin oder Nörchen selbst das wüsste, aber wer alle 2 Seiten Weisswein, Rotwein, Bier, Prosecco oder Whiskey trinkt, hat ein Problem.
Des weitern teilt sie uns haarklein mit, was sie für Interviewfragen beantwortet (und da frag ich mich, ob Nora das schreibt oder Hermien?), und dass sie am Tisch mit ihren Romanfiguren spricht (natürlich mit zwei Whiskeys...).
Weiters latscht sie in der Gegend rum. Und erzählt uns Stückchen aus dem Plot ihres Romans, was einen natürlich waahnsinnig interessiert (gähn).
Ach, und sie lernt natürlich jemand kennen. Der bleibt aber genauso flach wie sie selber und alles andre auch. Komisch, die Autorin verliert sich in winzigen langweiligen Details, und dennoch oder grad deswegen kommt einem nichts davon nahe. Noch nicht einmal so richtig der Kater (der Smuggler heisst, obwohl Nora kaum Englisch kann, was ich auch blöd fand), und das will bei mir was heissen.
Alles in allem einfach fad. Zum Glück warens nur 233 Seiten, so hab ich mich durchgezwungen, sonst hätt ich abgebrochen. Und zum Glück wartete ich mit dem Kauf, bis der Preis halbiert wurde, denn 12.-- für 233 ebook-Seiten war mir eh zuviel.