Profilerin Rabea Wyler steht unter Schock: In der Nähe eines stillgelegten Märchenparks wurde ein totes Mädchen ohne Hände gefunden. Erdrosselt mit den eigenen langen blonden Haaren. Wyler ahnt, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat. Denn eine Hand war das Einzige, was vor zwanzig Jahren von ihrer vermissten Schwester gefunden wurde. Jan Grall, ihr suspendierter Partner, will davon nichts wissen. Wyler kann den Mörder auch ohne seine Hilfe überführen. Doch schnell wird klar, dass der Täter nur eine Marionette in einem perfiden Spiel ist. Und das hat gerade erst begonnen ...
Im Ruhrgebiet wird in einem Theater eine Leiche entdeckt: ein Mädchen wurde mit ihren eigenen langen blonden Haaren erdrosselt, beide Hände wurden abgetrennt. Die Abendvorstellung im Theater wäre "Rapunzel" gewesen. Die Fallanalytikerin Rabea Wyler fühlt sich schlagartig in die Vergangenheit zurückversetzt. Vor Jahren verschwand ihre kleine Schwester, alles was man von ihr fand war eine Hand. Hilfesuchend wendet sich Wyler an ihren suspendierten Chef Jan Grall und sie heften sich an die Versen eines Mörders, der sich als Marionette entpuppt...
Auch der zweite Band der Reihe um die beiden Profiler Rabea Wyler und Jan Grall von Lars Schütz, "Rapunzel, mein", hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Thriller ist spannend und rasant, spart aber auch nicht an viel Ermittlungsarbeit, sodass man als Leser*in viel miträtseln konnte. Dieses mal gab es mehrere Erzählstränge, die am Ende alle schlüssig zusammen gefunden haben.
Interessant fand ich die Schauplätze: ein stillgelegter verwitterter Freizeitparkt im Märchenstil, die Ruine eines ausgebrannten Hospitzes und dann auch noch Ermittlungen sowohl in der Schweiz, als auch in Deutschland und am Ende sogar in Las Vegas - sehr gelungen! Die vielen Ortswechsel haben dem Thriller nochmals Tempo gegeben.
Auch Wyler und Grall mag ich gerne. Die beiden Fallanalytiker*innen gehen mit ganz neuen und unkonventionellen Ansätzen an eine Ermittlung ran und haben ihre Eigenheiten, die sie sympathisch machen.
Ab und an war mir das Buch etwas zu abgefahren und die Aspekte der Biker- und Drogenszene hätte ich persönlich nicht gebraucht. Das ist aber sicherlich Geschmackssache.
Mehr davon? Besuch mich doch auf meinem Blog "Miras Bücherwelt"!
Dieses Buch war im letzten Post über meine Neuerscheinungen eines von den Büchern, auf die ich mich am meisten freute. Ich fand das Cover total cool und der Klappentext klang vielversprechend. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht komplett überzeugen.
Die Hauptfigur dieses Buchs ist Rabea. Sie ist Profilerin und hat eine tragische Vergangenheit: Ihre Schwester wurde entführt als sie beide noch Kinder waren. Von ihr wurde nur eine abgehackte Hand gefunden. Kein Wunder, dass sie bei dem Leichenfund sofort an ihre Schwester denken muss! Wie sie allerdings von der Leiche erfährt, halte ich für eher unrealistisch: Sie hält eine Vorlesung, ein Student meldet sich und liest ihr den Zeitungsartikel vor. Ich kann mir keinen Studenten vorstellen, der freiwillig vor seinem Professor und einer Gastprofessorin zugeben würde, dass er nicht aufgepasst hat und lieber die Nachrichten liest. Nicht mal, wenn es um so einen Leichenfund geht. Rabea macht sich dann halt ohne Erlaubnis und ohne irgendjemand anderen zu informieren auf den Weg zur Leiche. Wundert es jemanden, dass sie Ärger bekommt? Also mich nicht! Ganz ehrlich, wahrscheinlich hätte man ihr sogar Verständnis entgegen gebracht, wenn sie ehrlich gewesen wäre und einfach darum gebeten hätte, die Leiche des Mädchens sehen zu dürfen. Aber so gab es natürlich Ärger. Verständlich, meiner Meinung nach. Und weiter gehts mit ihrem Solotrip! Sie will alles selber machen und dass sie damit die eigentlichen Ermittler, die für den Fall zuständig wären, behindert, ist ihr egal. Sie zieht ihr eigenes Ding durch, ohne Rücksicht auf Verluste, und macht damit eigentlich mehr kaputt, als dass sie hilft. Gerade zu Beginn ging mir das total auf die Nerven. Später wurde sie mir langsam sympathischer, aber auch da blieben ihre Soloaktionen ein großer Teil ihrer Handlungen. Grr! Das gehört für mich zu den absoluten No-Goes! Sonst war sie nicht mal besonders unsympathisch und gerade später im Buch wurde ich mit ihr warm. Trotzdem konnte ich über sie oft nur die Augen verdrehen und das gibt natürlich Minuspunkte. Viele, viele Minuspunkte.
Die Idee der Geschichte war eigentlich ganz gut. Ab etwa Seite hundert war die Geschichte dann auch echt spannend. Das Ende fand ich dann aber nicht so toll. Das war für mich einfach nicht ganz glaubwürdig. Schön zwar, da glücklich, aber eben einfach nicht wirklich glaubwürdig. Sonst gab es viele tolle Ideen in diesem Buch, die ich sehr spannend fand. Aber leider machten Beginn und Ende ziemlich viel kaputt. Wie gesagt, der Mittelteil war gut. Aber Beginn und Ende nicht und das sind leider die Dinge, die am meisten im Gedächtnis bleiben.
Den Schreibstil fand ich gut. Nicht perfekt, aber eben einfach gut. Nicht so, dass ich mich darin verlieben könnte oder möchte. Aber gut genug, um ein paar Abende in diesem Buch zu lesen, war es immerhin.
Mein Fazit? Einige gute Ansätze und Ideen, insgesamt aber leider nur mittelmäßig.
Für die, die Hörbücher mögen, hab ich wieder mal eine Empfehlung! Ich hab den zweiten Teil der Grall und Wyler Reihe von @larsschuetz.autor gehört und bin wieder schwer begeistert! Diesmal verschlägt es den ehemaligen Fallanalytiker in die Schweiz 🇨🇭 Dort soll er versuchen eine Spur zu der vor vielen Jahren verschwundenen Schwester seiner ehemaligen Kollegin Rabea zu finden. Denn die vermutet einen Zusammenhang mit dem Rapunzelmord, in dessen „Ermittlungen“ sie sich ungefragt einmischt. Beide haben keine Ahnung, in was sie da reingeraten sind und welche Lawine sie mit ihrem Einmischen auslösen. Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite total spannend. Dadurch, dass man immer parallel mit Grall in der Schweiz und mit Rabea im Ruhrgebiet unterwegs ist, passiert eigentlich ständig etwas. Und man ist die ganze Zeit neugierig wie Maries Verschwinden und der Rapunzelmord zusammenhängen. Und ob sie das überhaupt tun oder ob Rabea Gespenster sieht. Der Schreibstil ist auch wie beim ersten Band wieder flüssig und fügt die Puzzlestücke gekonnt zusammen. Der Sprecher Nils Nelleßen, der auch schon den Alphabetmörder vertont hat, passt wie angegossen und man kann ihm gut zuhören.
Von mir gibt‘s eine uneingeschränkte Lese- bzw. Hörempfehlung - spannend, fesselnd, temporeich und deshalb 5 ⭐️
Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, was für das Verständnis für diesen Fall auch nicht notwendig ist. Es würde aber sicher helfen, um die beiden Protagonisten Rabea Wyler und vor allem Jan Grall (und seine derzeitige Situation) besser zu verstehen.
Der Fall um das ermordete Rapunzel-Mädchen, und auch das Verschwinden von Rabeas Schwester vor vielen Jahren, ist sehr spannend. Die Hintergründe, die sich im Folgenden entspinnen, sind eine ganz neue Herangehensweise im Krimibuch-Genre. Das gibt schon mal einen Pluspunkt.
Nur war mir die Story an sich zu vollgepackt mit Charakteren bzw. auch "Parteien", die irgendwie alle involviert waren, obwohl es sie für meinen Geschmack nicht alle gebraucht hätte. Manche Verwicklungen wirken auch ein bisschen an den Haaren herbei gezogen (als Jan im Archiv überrascht wird zB). Ebenso das Motiv für die Tat, um die es hier hauptsächlich geht.
An einigen Stellen agiert mir Rabea zu unbedacht und sorglos, ohne ihren kriminalistischen Spürsinn einzusetzen, den sie an anderer Stelle ja schon hervorragend unter Beweis gestellt hat. Dazu kommen dann noch diverse Rückblenden, die der Leser an der Stelle noch nicht einordnen kann (wer? was? wieso?). Statt die Spannung zu fördern hat mich das eher ratlos in der Luft hängen gelassen.
Insgesamt also ein durchwegs spannender Thriller aus deutschen Landen, deren Umsetzung aber hier und da Schwächen hatte.
In der Nähe eines stillgelegten Märchenparks wird ein totes Mädchen gefunden, ohne Hände und mit den eigenen langen blonden Haaren erdrosselt. Die Profilerin Rabea Wyler sieht einen Zusammenhang zu ihrer vor zwanzig Jahren verschwundenen Schwester, von der damals nur eine Hand gefunden wurde. Rabea macht sich auf die Suche nach dem Mörder.
Das Cover und die Beschreibung dieses Thrillers haben mich sofort angesprochen. Und da ich auch den vorherigen Band um Rabea Wyler gelesen hatte und er mir gut gefiel, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Der Schreibstil ließ sich gut und flüssig lesen und ich kam schnell in die Geschichte rein und konnte folgen. Interessant waren dabei die verschiedenen Perspektiven, die ich nicht immer einordnen konnte, was mir aber für die Spannung prima gefiel. Von den Charakteren bekam ich einen guten Eindruck. Allerdings war ich von Rabea teilweise ziemlich genervt, denn ihre Alleingänge konnte ich nicht immer nachvollziehen. Die Story war rasant und unterhaltsam und ich war auch neugierig, was dahintersteckte. Allerdings sprang bei mir der Funke nicht richtig über. Ich hätte das Buch durchaus beiseite legen können, ohne es unbedingt wieder zur Hand nehmen zu wollen. Irgendwie fehlte mir der Tiefgang und ich habe einfach mehr erwartet. Ich empfand diesen zweiten Band schwächer als den ersten.
Der Thriller ist lesenswert, konnte mich aber nicht vollständig überzeugen. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.
Tatsächlich fand ich Teil 1 besser. Hier geht es eigentlich nur noch um den kiffenden Jan und Clans und Rocker. Mit den ursprünglichen "zwei junge lka profiler" hatte das leider nichts mehr zu tun. Immerhin hat mich das Ende versöhnlich gestimmt. Aber dieses Tammtamm nach Las Vegas hätten sie sich sparen können. Und irgendwie ist die Auflösung dieser Rapunzelsache an mir vorbei gegangen.. Nun ja, das war Kategorie Fitzek. Schade!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Der Bezug zum Märchen hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht, jedoch fand ich, dass dies eher eine Nebenrolle spielte. Auch hatte ich eher das Gefühl, dass die Tat rum um den Rapunzelmord nur eine Nebenhandlung war, denn der Focus lag eher auf Geschehnissen aus der Vergangenheit von Rabea. Auch interessant, aber mich hätte es mehr gefreut, wenn es mehr um das Eigentliche gegangen wäre. Für mich wurde hier einiges an Potential vergeudet. Im Mittelteil hat mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen können und plätscherte etwas vor sich hin. Erst gegen Ende nahm der Verlauf wieder an Fahrt auf, so dass ich dann doch noch gefesselt war. Nächster Wermuttropfen war das Ende, welches dann viel zu schnell erzählt war. Der Schreibstil ist sehr fließend und leicht verständlich. Durch die kurzen Kapitel wird ein gewisses Maß an Spannung aufgebaut. Durch die abwechselnde Sicht unterschiedlicher Charakter erhält man einen etwas tieferen Einblick in die Gedankenwelt der einzelnen Personen und erhält eine Ahnung warum und wieso so gehandelt wird. Im Laufe der Handlung treten eine Vielzahl an Charaktere auf. Jeder einzelne wird sehr gut und verständlich in das Geschehen eingeführt, bleiben allerdings alle oberflächlich beschrieben, so dass es nicht zu Langatmigkeit kommt. Alles im Allen ein unterhaltsamer Thriller, der meine Nerven jedoch nicht wie gewünscht strapaziert hat und dessen Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.
Sehnsüchtig habe ich auf Lars Schütz‘ Fortsetzung zu „Der Alphabetmörder“ gewartet, war es doch ein klares Highlight für mich. Leider kann der Autor in „Rapunzel, mein“ dieses Level nicht halten und enttäuscht mich mit einer einfallslosen Gestaltung seiner Story.
Das Buch beginnt mit einer Szene die vor 20 Jahren spielt und beschreibt wie Rabea und ihre Schwester von ihrem Fenster aus eine Hexe beobachten. Sofort stellte sich mir die Frage welchen Zusammenhang dies mit dem Rest des Buches hat. Denn dass ein Zusammenhang besteht, ist alleine anhand des Klappentextes schon klar. Im Folgenden beginnt dann die eigentlich Story und man steigt direkt voll in das Geschehen ein. In Kapitel eins werden ein Clan-Oberhaupt und ein Gang-Boss damit beauftragt einen baldigen Mörder zu töten. In Kapitel zwei begleiten wir dann eben diesen Mörder, den Rapunzel-Mörder, bei seiner Tat. Es geht also vor allem zu Beginn sehr schnell, wobei dem Leser Datums- und Ortsangaben über den Kapiteln dabei helfen sich zu orientieren. Daraufhin tritt dann Rabea Wyler das erste Mal auf. Sie hat den Posten von Jan Grall übernommen, der aufgrund der Geschehnisse aus Teil eins suspendiert wurde und noch während den laufenden internen Ermittlungen gekündigt hat. Als sie von dem Rapunzelmord erfährt, macht sie sich direkt auf den Weg. Und da kommt mein erstes Problem: Rabea wird nicht offiziell zu dem Mord hinzugerufen, sie begibt sich auf eigene Faust an den Tatort und begeht dabei einige Gesetzesverstöße, die ich wegen Spoilern nicht näher erläutern will. Das geht dann auch alles genauso weiter. Mithilfe von Jans Ziehtochter Miri und deren Freund David überredet Rabea ihn ihr zu helfen. Eigentlich wollte er die Fallanalyse an den Nagel hängen, aber natürlich macht er dann doch eine Ausnahme und nachdem er erst einmal Blut geleckt hat, stellt er mit Begeisterung Nachforschungen in Rabeas Heimatort in der Schweiz an. Natürlich kommt es, wie es kommen muss… am Ende begibt sich Rabea mehrmals in größte Gefahr, man kann sogar sagen in Lebensgefahr, und weil das noch nicht reicht, wird auch Jan am Ende noch schwer verletzt. Wieso ich das alles mit einem so negativen Unterton schreibe? Nun, weil ich das alles schon aus Teil eins kenne. Auch dort hielten die beiden sich nicht an die Regeln, gingen auf eigene Faust vor und – Überraschung – brachten sich in Lebensgefahr. Genau das gleiche Schema in der Fortsetzung dann wieder anzuwenden, finde ich doch sehr einfallslos. Und das ist wirklich schade, denn der Fall selbst und dessen Verwicklung in Rabeas Vergangenheit, sind absolut genial. Der Autor erzählt viele Stränge parallel, baut Spannung auf und regt zum Nachdenken an. So habe ich trotz dem oben erwähnten Punkt mitgefiebert und –gerätselt. Bis es langsam auf die Auflösung zuging. Beziehungsweise, nein, eigentlich war die noch ein ganzes Stück hin. Trotzdem war mir mit dem Auftreten einer bestimmten Person sofort klar wie sich alles entwickeln wird. Ich persönlich fand die Hinweise doch sehr eindeutig und so war dann im letzten Drittel auch noch die Spannung weg, die für mich das einzig Positive an dem Buch war. Ihr merkt vielleicht schon, wirklich begeistert bin ich nicht. Das Thriller-Debüt von Lars Schütz und gleichzeitiger Auftakt der Reihe, „Der Alphabetmörder“, war für mich ein Jahreshighlight und hat es sogar unter meine drei Bücher geschafft, die ich für die Gestaltung eines Buchempfehlungstisches bei Dussmann auswählen durfte. Nun könnte man vielleicht meinen, dass meine Erwartungen an Teil zwei dadurch einfach zu hoch waren, das glaube ich aber nicht. Denn der Grund dafür, dass mir dieses Buch nicht gefallen hat, sind die extremen Parallelen zu Teil eins und das sehr überspitzte Ende. Nachdem Rabea in Gefahr schwebte, muss auch noch Jan gefährdet werden, inklusive Verfolgungsjagd bis auf einen anderen Kontinent. Und das Schlimmste ist für mich dabei, dass sie immer wieder auch andere Personen gefährden, jedoch nie Konsequenzen folgen. Mir war das ganze Buch einfach zu viel und zu konstruiert, ohne dass wirklich etwas dahinter steckte, worunter der in der Grundidee gute Fall ebenfalls stark gelitten hat. Schade, denn in Teil eins hat Schütz bewiesen, dass er es eindeutig besser kann.
Die beiden Profiler Jan Grall und Rabea Wyler ermitteln in ihrem zweiten Fall. Eine junge Frau wird auf besondere Art ermordet und Rabea sieht sich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, denn es gibt gewisse Parallelen, die sie sieht, und nur sie... Wird sie das Verschwinden ihrer Schwester aufklären können? Wird sie ihre Schwester finden oder zumindest ihren inneren Frieden?
Der Fall beginnt spannend und verspricht gute Unterhaltung. Der Schreibstil ist leicht lesbar und flüssig wie beim ersten Fall und doch hat mich die ganze Zeit das Gefühl beschlichen, dass zwanghaft versucht wird eine ganz große Geschichte mit möglichst vielen Facetten zu bieten. Durch diese Vielschichtigkeit überschlagen sich die Ereignisse oft – fast schon zu oft. Ob alles so realitätsnah ist, kann bezweifelt werden, aber sicher ist in meinem Fall, dass mich die zahllosen Alleingänge Rabeas in diesem Band einfach nicht komplett überzeugt haben.
Der perfide Plan der hinter allem steckt, war dann überraschend gut und hat mich sogar wirklich gefesselt, sonst wäre das Buch für mich tatsächlich ein Reinfall gewesen. Doch hier schleichen sich leider manche Logiklücken ein.
Rabea und Jan gefallen mir als Team sehr gut und ich gebe sicher auch einem dritten Fall noch eine Chance, allerdings mit deutlich geminderten Erwartungen.
Insgesamt war es daher eher mittelmäßig und ich hatte doch mehr erwartet, nachdem mich der Alphabetmörder so überzeugt hatte.
Spannend, gruselig, intelligent ... "Rapunzel, mein" habe ich in Rekordzeit gelesen, ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen.
Es lag bestimmt zum Teil daran, dass mir die weibliche Hauptfigur, die Fallanalytikerin Rabea, gut gefällt. Obwohl sie persönlich (emotional) involviert ist und geografisch gar nicht zuständig war, klingt sie sich in einen Mordfall ein, der Parallelen zum Vermisstenfall ihrer kleinen Schwester hat. Sie ist sturr und lässt sich nicht abwimmeln, auch nicht beim Versuch, ihren suspendierten Kollegen Jan zur Mithilfe zu gewinnen. Eine toughe Frau, die von einem inneren Drang (mit Schuldgefühlen) getrieben wird, endlich die Wahrheit über ihre Schwester zu erfahren.
Die Verbindung von Märchen, Kindheitstrauma, Konditionierung und Profiling fand ich sehr interessant und hat mich an diverse Psychologieseminare erinnert. Zum Teil haben mich die verschiedenen Erzählperspektiven leicht verwirrt; gleichzeitig führt es zu einer extremen Nähe des Lesers zum Geschehen, man fühlt sich fast vor Ort anwesend... teilnahmslos bleibt wohl keine LeserIn zurück.
"RAPUNZEL" von Lars Schütz ist ein wirklich sehr guter Thriller,ich habe dieses Buch an einem Tag verschlungen. Ausgezeichnet trifft hier am besten,die Spannung war von der ersten Seite an da,und wurde von Kapitel zu Kapitel immer besser.Der Spannungsbogen hat sich immer mehr gesteigert und es wurde nie langweilig oder uninteressant,im Gegenteil. Lars Schütz hat mich mit diesem Thriller begeistert,denn dies ist eine Art,die ich besonders gerne lese. Spannend,actionreich,ich fieberte mit,ich wurde zum miträtseln angeregt. Auch ein wenig Witz konnte ich dem coolen Fallanalytiker Jan Grall entnehmen.Er ist mir sehr symphatisch. Hier passiert einiges in verschiedenen Städten und Ländern,es kommen einige Charactere vor,die ich aber alle schnell im Blick hatte. Die kurzen 74 Kapitel sind auf 407 Seiten und 4 Teile verteilt. Für meinen Geschmack sehr gut und flüssig zum runterlesen.
Das Cover ist auch sehr gut gelungen. Hier bekommt das Märchen Rapunzel eine ganz andere Bedeutung,passend zum Buch. Die Blutstropfen verraten schon,dass hier Blut fliessen wird,aber es wird nicht übertrieben. Dieser Thriller begeistert mit seiner interessanten und spannenden Art.
Der Thriller beginnt in der Schweiz,genauer gesagt in Burgdorf,20Jahre zuvor. Zwei kleine Mädchen sehen nachts bei starkem Gewitter eine Hexe am Fenster. Rabea Wyler,der Hauptcharacter,hat sie selbst mit eigenen Augen gesehen und kurze Zeit später wird ihre jüngere Schwester Marie entführt. Das einzige was von ihrer Schwester gefunden wird ist eine abgetrennte Hand ohne Leiche . Rabea wird später Profilerin und 20 Jahre später wird in der Nähe eines stillgelegten Märchenparks ein totes Mädchen ohne Hände und erdrosselt mit ihren eigenen langen blonden Haaren aufgefunden. Rabea ist geschockt und überzeugt,dass dieser Fall was mit ihren verschwundenen Schwester zu tun haben muss. Sie kommt dem Rapunzelmörder auf die Spur und bittet ihren Partner Jan Grall um Hilfe,der zuerst ablehnt. Er ist suspendiert und will einen Neuanfang wagen. Rabea erfährt von dem Mörder schockierende Neuigkeiten und begiebt sich mit ihm auf eine Flucht vor der Polizei,dem Satans Squad und dem Qabbani-Clan. Eine aufregende,gefährliche und extrem rasante und nervenauftreibende Geschichte beginnt .Rabeas überstürzter Aufbruch aus Koblenz,Ereignisse in Essen,ein Martyrium in Düsseldorf,dies und einiges mehr hat mich in diesem Thriller gefesselt. Jan Grall kommt den Orten dank seiner Ziehtochter und dessen Freund schnell auf die Spur und ist somit Rabea eine grosse Hilfe und sie kommen dem Turm des Schweigens gefährlich nah.
Mir hat "Strange the dreamer" unglaublich gut gefallen und mir fällt so viel ein, was ich schreiben möchte, dass ich hoffe, nichts zu vergessen ;) Laini Taylors Schreibstil ist sehr besonders und metaphorisch. Ich habe zuerst ein paar Kapitel gebraucht um mich daran zu gewöhnen, aber ich kann nichts Anderes sagen, außer, dass ich ihn liebe. Ich liebe Metaphern, einen schönen Schreibstil, der mir meine Gedanken mit bunten Bildern füllt. Diese Autorin ist eine Meisterin auf dem Gebiet der Sprache und kreiert mit ihren bloßen Worten ganze Welten, Städte, fantastische Welten, Götter und noch viel mehr.
Lazlo Strange ist ein sehr besonderer Protagonist und wird "Lazlo der Träumer" oder "Traumtänzer Lazlo" (S.28) genannt und lebt mehr in seiner Fantasiewelt als irgendwo sonst. Er ist genau ein Protagonist nach meinem Geschmack. Sympathisch, verträumt, verliebt und versunken in Büchern und er hat seine große Leidenschaft in Weep und dessen Geheimnissen gefunden.
Neben Lazlo liegt der Fokus ebenfalls auf Sarai. Ich möchte nicht gerne verraten/spoilern, was es mit ihr auf sich hat, aber ich habe mich sofort in sie, ihr Wesen und ihre Fähigkeiten verliebt. Sie ist sympathisch, ängstlich und sehnt sich nach Akzeptanz, Freiheit und Respekt. Sie und ihre Gefährten sind einsam, abgeschottet und leben in Angst.
Ich hätte noch so viel über sie lesen wollen, aber dies kommt sicher im zweiten Band. Da der englische erste Band im Deutschen gesplittet ist, bewerte ich es auch nicht negativ, dass das Ende von Band 1 ein wenig in der Luft hängen bleibt. Nicht mitten im Satz, aber auch nicht besonders günstig.
Auch die Nebencharaktere finde ich sehr plastisch und gut dargestellt, ich hoffe, dass wir sie im zweiten Band noch näher kennenlernen werden. Besonders Lazlos kleine diebische Freundin beginnt mir ans Herz zu wachsen.
Ich wollte die Geschichte gar nicht mehr aus der Hand legen und freue mich schon sehr auf Band 2, den ich mir sobald wie möglich nach Erscheinen kaufen werde. Ich bin einfach zu neugierig. Ein kleiner Bonus ist auch die Innengestaltung. Wunderschön. Auch die kurzen "Lexikonbeiträge" sind sehr besonders und haben die Geschichte sehr kreativ ergänzt.
Insgesamt eine magische, fantasievolle Geschichte, die mit tollen Beschreibungen, einem grandiosen Schreibstil, genialen Charakteren und einer spannenden Handlung überzeugen kann. Ich freue mich schon auf Band 2 und vergebe 5/5 Sterne.
„Rapunzel, mein“ von Lars Schütz ist bereits der zweite Fall rund um das Profiler-Duo Rabea Wyler und Jan Grall. Diese Tatsache war mir zunächst nicht bewusst, erst beim Lesen wurde mir dies klar. Jedoch steht dieses Buch für sich allein und man kann der Handlung auch ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Buche folgen. Allerdings haben mich die Andeutungen neugierig gemacht, so dass ich den ersten Fall bestimmt noch lesen werde. Nun zu diesem Werk. Der Anfang hat mich sofort mitgerissen und der Einstieg viel sehr leicht. Allerdings hatte ich nach dem Anfang etwas mehr erwartet. Der Bezug zum Märchen hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht, jedoch fand ich, dass dies eher eine Nebenrolle spielte. Auch hatte ich eher das Gefühl, dass die Tat rum um den Rapunzelmord nur eine Nebenhandlung war, denn der Focus lag eher auf Geschehnissen aus der Vergangenheit von Rabea. Auch interessant, aber mich hätte es mehr gefreut, wenn es mehr um das Eigentliche gegangen wäre. Für mich wurde hier einiges an Potential vergeudet. Im Mittelteil hat mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen können und plätscherte etwas vor sich hin. Erst gegen Ende nahm der Verlauf wieder an Fahrt auf, so dass ich dann doch noch gefesselt war. Nächster Wermuttropfen war das Ende, welches dann viel zu schnell erzählt war. Der Schreibstil ist sehr fließend und leicht verständlich. Durch die kurzen Kapitel wird ein gewisses Maß an Spannung aufgebaut. Durch die abwechselnde Sicht unterschiedlicher Charakter erhält man einen etwas tieferen Einblick in die Gedankenwelt der einzelnen Personen und erhält eine Ahnung warum und wieso so gehandelt wird. Im Laufe der Handlung treten eine Vielzahl an Charaktere auf. Jeder einzelne wird sehr gut und verständlich in das Geschehen eingeführt, bleiben allerdings alle oberflächlich beschrieben, so dass es nicht zu Langatmigkeit kommt. Alles im Allen ein unterhaltsamer Thriller, der meine Nerven jedoch nicht wie gewünscht strapaziert hat und dessen Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.
Der zweite Fall für Jan Grall und Rabea Wyler - kommt leider nicht an Teil 1 heran.
3,5 Sterne
Kurz zum Inhalt: Nach dem Alphabet-Mörder-Fall ist Jan Grall aus dem Dienst entlassen und hat sich nach Italien an den Lago Maggiore zurückgezogen, um ein Buch zu schreiben. Rabea Wyler arbeitet weiterhin als Fallanalytikerin für die Polizei und wird durch den neuesten Fall - ein blondes Mädchen, dem beide Hände amputiert wurden und welches mit seinen eigenen Haaren erdrosselt und in der nähe eines stillgelegten Märchenparks gefunden wurde - stark an die schreckliche Geschichte ihrer Schwester erinnert, die vor 20 Jahren vom Kindergarten entführt wurde und von der nur eine amputierte Hand gefunden wurde. Rabea kann den Mörder bald überführen, doch schnell wird ihr klar: Kris ist nur eine Marionette in diesem Spiel! Sie muss den wahren Täter ausfindig machen, und dafür braucht sie die Hilfe ihres ehemaligen Kollegen Jan...
Meine Meinung: "Rapunzel, mein" ist der zweite Fall für Rabea Wyler und Jan Grall. Der Spannungsbogen wird durch die kurzen Kapitel und die Orts-Sprünge zwar nicht sehr hoch, dafür konstant aufrecht gehalten. Der Fall mit der Rapunzel-Toten und die private Geschichte von Rabeas Schwester, die eigentlich im Vordergrund stand, haben mir sehr gut gefallen. Dass David, der neue Freund von Jans Ziehtochter Miri (die man aus dem Alphabetmörder-Fall kennt) ein genialer Hacker ist, ist natürlich sehr hilfreich. Doch leider erscheint Vieles - vor allem gegen Ende - ZU konstruiert und ZU gewollt. Viele glückliche Zufälle reihen sich aneinander. Und das macht die Geschichte dann leider unglaubwürdig, denn im echten Leben kommt so eine Zufalls-Glückssträhne auch nur äußerst selten vor. Das Ende - also die Zukunftspläne von Jan und Rabea - haben mir gut gefallen, und ich bin schon sehr gespannt, was da noch auf uns zukommen wird.
Fazit: Guter Plot, aber mit verbesserungswürdiger Ausführung. ZU viele glückliche Zufälle machen einen Thriller dann leider unglaubwürdig. Daher diesmal nur 3,5 Sterne.
"Rapunzel, mein" ist bereits der zweite Thriller rund um Profilerin Rabea Wyler und ihren Partner Jan Grall, kann jedoch auch ohne weiteres als Einzelband gelesen werden.
Als in der Nähe eines stillgelegten Märchenparks ein totes Mädchen ohne Hände aufgefunden wird, fühlt sich Rabea Wyler zwanzig Jahre in die Vergangenheit zurückkatapultiert. Damals verschwand ihre kleine Schwester spurlos und alles was man je fand, war ihre abgetrennte Hand. Hat der Täter von damals erneut zugeschlagen? Könnte es sein, dass Marie noch am Leben ist?
Was mir an "Rapunzel, mein" sehr gut gefallen hat, sind die Märchenkomponente und die beiden Protagonisten. Rabea Wyler und Jan Grall sind sehr vielschichtige Charaktere, an deren Leben und Vorgeschichten man sofort Interesse findet. Auch die Handlung selbst ist sehr spannend, vor allem auch deshalb, weil sie sehr verstrickt ist. Etwas gemangelt hat es mir persönlich allerdings an der Profiling-Komponente. Meiner Meinung nach, hätte diese durchaus noch vertieft werden können.
Insgesamt ist dieses Buch ein guter und spannender Thriller, der vor allem LeserInnen gefallen wird, die Thriller ohne viel Blutvergießen bevorzugen.
Rabea Wyler wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Nicht nur, dass sie immer noch mit dem Verlust ihrer Schwester vor 20 Jahren zu kämpfen hat, von der man einzig ihre verweste Hand gefunden hat. Nein, nun wird ein totes Mädchen aufgefunden, dem beide Hände abgetrennt wurden. Rabea erkennt sofort Parallelen in den beiden Geschichten und nimmt die Ermittlungen auf.
Dies ist der zweite Band um Profilerin Rabea Wyler und Fallanalytiker Jan Grall. Schon im ersten Band „Der Alphabetmörder“, der in sich abgeschlossen ist – die beiden Teile kann man unabhängig voneinnander lesen -, hat der Autor Erzähltalent bewiesen und auch der zweite Fall entwickelt sich zu einem regelrechten Pageturner. Kurze Kapitel und schnell wechselnde Schauplätze in verschiedenen Ländern erzeugen Spannung, der persönliche Aspekt der Profilerin zum Fall erhöht das Interesse an der Auflösung. Der Mörder scheint schnell gefasst zu sein, doch zu früh gefreut. Das große Ganze wartet noch auf die Ermittler. So simpel die Geschichte am Anfang wirkt, so komplex wird sie mit der Zeit. Da ich sehr viele Thriller von renommierten Autoren lese, bin ich sehr kritisch in der Beurteilung geworden. Dieses Buch kann aber durchaus mit denen von bereits etablierten Autoren mithalten.
Fazit: Spannender Thriller, den man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Der Autor beweist, dass er nicht nur eine Eintagsfliege zustande gebracht hat. Man darf gespannt sein, welche weiteren Werke er noch präsentieren wird.
"Rapunzel, mein" ist der zweite Teil um die Profiler Rabea Wyler und Jan Grall und nachdem mir Teil 1 schon sehr gut gefallen hatte, musste ich unbedingt auch die Fortsetzung lesen.
Das Buch beginnt sehr spannend und ich war schnell von der Handlung gepackt. Der Spannungsbogen baut sich stetig auf und kann mit so einigen Wendungen überraschen. Die Kombination von Märchenaspekten und Thriller fand ich sehr interessant und wurde vom Autor auch richtig gut verknüpft. Die Auflösung war für mich insgesamt sehr schlüssig.
Rabea und Jan waren wieder ein sehr interessantes Duo, bei denen ich sogar Aspekte des Privatlebens interessant finde. Zudem finde ich beide sehr sympathisch und würde sehr gerne noch mehr Bücher mit den beiden lesen.
Lars Schütz ist wohl nun auch der erste Thriller-Autor, der mich zum weinen gebracht hat. Um Spoiler zu vermeiden, kann ich jedoch nicht mehr dazu sagen.
Als im Grillo-Theater in Essen ein erdrosselt Mädchen ohne Hände gefunden wird, ist Profilerin Rabea schockiert, denn das einzige, was man von ihrer vor zwanzig Jahren verschwundenen Schwester gefunden hat, war eine Hand. Hat das Verschwinden ihrer Schwester etwas mit dem Mord zu tun?
Meine Meinung:
Das Buch hat echt einen gewissen Spannungsbogen, der sich auch über das gesamte Buch hält. Auch wenn mir an der ein oder anderen Stelle das Vorgehen von Rabea ein wenig fragwürdig erschien, ist das Buch insgesamt stimmig. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Ein wenig habe ich mit der recht häufiger Erwähnung des Alphabetmörders gehadert, da sicher nicht jeder dieses Buch kennt und Vorkenntnisse ganz gut gewesen wären.