De geschiedenis van de ongewone en misschien wel meest besproken liefdesrelatie tussen twee schrijvers-filosofen van onze eeuw. Het fascinerende van de verhouding tussen Simone de Beauvoir en Jean-Paul Sartre, die zo'n vijftig jaar duurde, is de vrijheid die zij elkaar liet. Zij begonnen en ontwikkelden een diepe relatie zonder bezitsneigingen en jaloezie. Axel Madsen heeft in deze dubbele biografie het leven van beide Franse auteurs gevolgd. Hij schildert de hoogtepunten uit hun leven, maar ook de moeilijkheden die de beide intellectuelen, elk met een eigen temperament, zo nu en dan met elkaar kregen.
Axel Madsen (Kopenhagen 1932) studeerde in Parijs en woont sedert 1962 in Californië. Hij kende Simone de Beauvoir en Jean-Paul Sartre goed en heeft hen meermalen geïnterviewd. Hij schreef ook de bekende André Malraux biografie.
Dieses Buch behandelt die gesamte politische und philosophische Geschichte des 20. Jahrhunderts (mit französischem Fokus), führt einen durch mehrere Kriege, behandelt so gut wie jedes Buch, das die beiden geschrieben haben. Neben all dem macht ihr außergewöhnliches intimes Leben weniger Zeilen aus, als der Titel vermuten lässt. Es war sehr interessant, aus einer so individuellen Perspektive ein ganzes Jahrhundert beschrieben zu sehen, der Unterschied von politischem Engagement damals und heute, die zu bekämpfenden Probleme, die damals für Aufruhr sorgten und heute teilweise noch immer so bestehen. Der Stellenwert von Philosophie, damals und heute. Ich hatte noch nie einen so guten Einblick in das 20. Jahrhundert und dabei lässt einen der trockene Schreibstil sich nur anhand von Fakten ein Bild machen. Man bekommt ein Gefühl für den vibe. Sehr toll!
Zitate:
"Viel ärgerlicher aber war, dass Zazas Mutter versuchte die Freundschaft der beiden Mädchen zu stören, aus Angst, ihre Tochter könne eine Intellektuelle werden und aus diesem Grund keinen Mann finden."
"Aber Pradelle schien genau wie Jaques ein wenig Angst vor ihr zu haben und eine ganze Zeit fragte sie sich, ob Männer überhaupt bereit wären, eine Frau wie sie zu heiraten."
"Unwahrhaftigkeit bedeutet den Versuch des Bewusstseins, sich vor der Verantwortung einer ständigen Entscheidungsfindung zu drücken, indem es vorgibt, an ein bereits bestehendes Ego gebunden zu sein."
"Simone kletterte auf die Berge in der Nachbarschaft; Satre saß in seiner Baumhöhle und arbeitete."
"Statt noch einen Schritt weiter als ihre älteren Geschlechtsgenossinnen zu gehen, versuchen die Frauen von heute es schön zu finden, dass sie auf der Stelle treten. Das ist falsch, weil ein Ende nur dann wertvoll ist, wenn es einen neuen Anfang bedeutet."
“Everything happens as if awareness constitutes the ego as a false image of itself, as if consciousness were hypnotized by this ego which it had established and become a part of.”