Zwei spannende Kurzromane, die in der selben Polizei-Behörde spielen, einige Polizisten kommen in beiden Romanen vor. Die Inhaltsangabe sagt eigentlich schon alles was man spoilerfrei sagen kann.
Mir haben beide unterschiedslos gut gefallen. Mir gefällt das detaillierte Hintergrundwissen über den Alltag einer Polizeibehörde. Yokoyama verpackt in seine Romane immer auch Kritik am bestehenden System. In der ersten Geschichte geht es um die teils dubiosen Stellenbesetzungen und Versorgungsposten für altgediente Beamte, sowie den skrupellosen Konkurrenzkampf, und in der zweiten Story geht es um die schwierige Rolle von Frauen im Polizeidienst.
Sprachlich sind die Texte geradlinig und eher trocken, der bürokratische Ton passt aber irgendwie zum Setting. Das ist mein zweites Buch des Autors. 64 habe ich vor einigen Jahren gelesen und nur mit viel Mühe bis zum Ende, es war zwar spannend und interessant, aber weil es sprachlich nicht gerade erfrischend ist, konnte ich mich danach nicht überwinden, auch noch 17 zu lesen, obwohl der schon lange hier rumliegt.
2 hatte ich nun als Hörbuch und damit funktioniert es viel besser, natürlich sind die Romane auch kürzer und viel zielstrebiger mit weniger Wiederholung ähnlicher Abläufe (was in 64 zusätzlich erschwerend war). Nach der Lesung hätte ich gerne gleich den nächsten Roman von ihm angefangen (aber nur als Hörbuch), werde also Ausschau halten, was ich noch von ihm als Hörbuch in die Finger bekomme.