»Liebe Juli, ich komme in zwölf Tagen. Bist Du da? Jakob« Juli, eine Schriftstellerin mit Stapeln unbezahlter Rechnungen, exzentrischen Freunden und einer Neigung zu überlebensgroßen Träumen, bleiben zwölf Tage, bis sie Jakob wiedersieht – den Mann, der ihr das Herz gebrochen hat. In dieser Zeit trifft sie auf zwölf Menschen. Das Porträt einer eigenwilligen jungen Frau in zwölf verrückten und skurrilen Begegnungen.
Das ist so ein Buch, mit dem ich nichts anfangen kann. Lauter realitätsferne Figuren, die ein unmögliches Leben führen. Es gibt keine wirkliche Handlung, nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Man erfährt nicht viel, eigentlich gibt es keinen roten Faden. Zusätzlich dieser Schreibstil, den man in allen Romanen dieser Art findet. Ist das Kunst, hohe Literatur, die ich nicht verstehe oder gibt es da im Grunde nichts zu verstehen?
was ich alles an diesem roman liebe: - juli als figur, die so unfassbar kleingehalten wurde von jakob und innen drin so groß und toll und mutig is - ALLE ausnahmslos ALLE figuren, denen juli begegnet (alle total schrill & liebenswert, it‘s giving mariana leky) - die allgemeine melancholie, v.a. das ende (benedict wells kreiert ähnliche atmosphären) - die zitate berühmter autor:innen am ende jedes kapitels!
ich habe dieses buch ganz zufällig in der mängelexemplar-kiste bei thalia entdeckt und das cover hat mich irgendwie angesprochen (so wie gefühlt jedes diogenes buch). vorher habe ich noch nie von astrid rosenfeld gehört und ich bin mit keinen großen erwartungen an das buch herangegangen. in dem moment als ich aber angefangen habe zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. astrid rosenfeld hat es geschafft mich mit ihrer poetisch-authentischen sprache von der ersten seite aus in einen bann zu ziehen, der mich dieses buch hat verschlingen lassen. für mich hatte die ganze geschichte einfach die perfekte mischung aus skurrilität, authentizität, tiefgründigkeit und melancholie. die charaktere waren alle total liebenswürdig und zu juli und ihren gedanken konnte ich irgendwie auch sehr relaten. normalerweise kann ich geschichten mit offenem ende gar nicht leiden aber hier hat es mich nicht gestört, im gegenteil sogar. die vielen fragen die sich durch dieses kleine buch ziehen werfen nur noch mehr fragen auf, jedoch auf die beste art und weise. ich kann dem nichts mehr hinzufügen, außer, dass ich mich ein bisschen in dieses buch verliebt habe und dankbar bin für alle umstände, die mich an genau diesem tag, in genau diese thalia filiale geführt und mich dort genau dieses buch finden lassen haben. zwölf mal juli ist definitiv mein neues comfort book! <3
Eine etwas verrückte und vielleicht gewöhnungsbedürftige Geschichte, aber dennoch mit genug Tiefe. Empfehlenswert für alle die nach einem Buch suchen, das man schnell fertig lesen und trotzdem einige Weisheiten daraus mitnehmen kann. Mir hat es gefallen, auch wenn es etwas skurril war 😊
Ein wunderbares Buch, grotesk, melancholisch und witzig zugleich. Juli und die anderen kauzigen Charaktere wirken authentisch. Viele Stellen sind für mich relatable gewesen, vorallem das Kleinhalten durch Jakob oder Julis Beziehung zu ihrem Vater. Die Erzählweise ist sehr eingängig und das ist der erste Buch seig Langem, welches ich in einem Sitting ausgelesen habe.
Die Geschichte hat mich an Mariana Lekys Stil erinnert - nur in schlecht. Ich glaube es wäre Potential da gewesen aber alle Charaktere und die Handlung waren so erzwungen anders, dass es genervt hat wie realitätsfern das ganze Buch war, schade. Vor allem das Ende hat mich sehr enttäuscht (wahrscheinlich bewusst, aber trotzdem naja)
Die Begegnungen mit der Mutter, dem Vater, Nachbarn, ihrem Agenten und anderen lösen Erinnerungen aus, die der Hauptfigur die Tiefe gibt, die sie braucht um bis zur letzten Seite interessant zu bleiben. Aber auch die tote Taube ziert den roten Faden, der schließlich in einer Botschaft endet, die Juli ganz für sich allein erhält.
Die Autorin schafft es mit wenigen Sätzen eine labile Figur zu zeichnen, die sich einst an einen Menschen klammerte und alles verlor, dabei vielleicht sogar sich selbst. Gewürzt mit Fakten, die keiner braucht und gespickt mit mehr oder auch weniger bekannten Zitaten lässt sie den verrückten Alltag unserer Zeit beinahe überkochen. Aber nur beinahe, denn rechtzeitig erhält Juli ihre Botschaft und die Leser sind entlassen, um sich selbst die vielen offen gebliebenen Fragen zu beantworten oder eben nicht.
Ich mochte den eindringlichen Schreibstil, das Thema, die Figuren und doch bleibt ein “hm” zurück. Zu viele offene Fragen, die jetzt um mich herum schwirren auf der Suche nach Antworten. Vielleicht sind sie es gerade, die diesen Roman haften lassen; diese Fragen, deren Antworten nicht mehr wichtig sind, wenn sie es überhaupt jemals gewesen sind. Astrid Rosenfeld hat mich überrascht mit ihrem Mut, die Fragen offen zu lassen und die Geschichte an dem Punkt zu beenden, an dem sie fertig erzählt war.
3,5* - aber ich runde auf! Warum? Es ist eher ein Büchlein, als ein wirkliches Buch. Wäre es länger gewesen hätte es, hätte Juli, mich sicherlich irgendwann genervt - aber in dieser Kürze mochte ich es gern!
In diesem Buch geht es um Juli. Juli, deren große Liebe Jakob sie plötzlich verlassen hat. Juli, die auch fünf Jahre später dieser Liebe nachtrauert. Juli, die geschockt ist, als Jakob sich wieder meldet. Juli, die Ängste, Sorgen und Geldnöte hat. Juli, die irgenwie anders tickt... Und es geht um zwölf Menschen, die Julis Leben tangieren und bereichern, die ihr Halt geben, manchmal auch das Gegenteil...
Das Buch beginnt mit einer Nachricht von Jakob. Nur ein paar kleine Worte, die in Juli unglaublich viel auslösen. Nach fünft unerträglichen Jahren für Juli möchte Jakob sich mit ihr treffen. Das wirft Juli natürlich komplett aus der Bahn. In zwölf Tagen soll es soweit sein. Der Countdown ist für Juli eine Odyssee. Im laufe des Büchleins lernen wir zwölf Menschen aus Julis Umfeld kennen. In jedem Kapitel kommt eine(r) zu Wort. Mal ist es die Mutter, mal ihr Agent, mal jemand völlig fremdes. Und mit jedem Kapitel lernen wir Juli ein bisschen besser kennen. Sie scheint etwas neben der Spur, auf eine sympathische Art und Weise. Kümmert sich um ihre Mitmenschen und geht offen auf die Leute zu. Mit jedem Kapitel wuchs aber auch meine Sorge um Juli. Was geht nur in ihr vor? Braucht sie vielleicht Hilfe? Das Buch wirft viele Fragen auf, die gleichzteitig auch die Antworten sein könnten.
Meiner Meinung nach hat Astrid Rosenfeld hier ein psychologisch sehr interessantes Buch geschrieben, über eine junge Frau, die ihren Platz im Leben noch lange nicht gefunden hat.
Kleines Büchlein, das sich sehr einfach und schnell lesen lässt. Die Geschichte ist zutiefst melancholisch, sehr abgedreht aber auch unterhaltsam. Trotzdem hatte die Lektüre keinen Mehrwert für mich. Das Ende ist mir bisher noch ein Rätsel - was will sie uns damit sagen?
Lieblingszitate: Stefan Zweig hat gesagt: "wer sich einmal selbst gefunden hat, kann nichts mehr verlieren." Was ist mit denen, die sich nicht gefunden haben? Haben sie alles auf dieser Welt verloren? (20)
Und der David, der David beobachtet ist nie zufrieden mit David. Ich möchte tanzen, mich selbst vergessen, aber der andere David lässt es nicht zu.. (41)
habe dieses buch innerhalb von 2h gelesen. es hat mir nicht besonders gefallen. war etwas zu "over the top" wie es Autoren gerne tun und einen Charakter so schräg wie möglich machen. die schräge Hauptdarstellerin, die total schräg ist und total komische Angewohnheiten hat. I mean c'mon - wieso so unrealistisch? habe es fertig gelesen; würde es niemandem weiterempfehlen, bzw. wüsste nicht wem.
Habe das Buch in weniger als 3 Stunden gelesen. Anders als die beiden Vergänger-Bücher von Rosenfeld ist "Zwölf Mal Juli" sehr viel dynmaischer, aber nichts, was einen tage- oder wochenlang absorbiert. Ein Buch, das den Kopf schön frei spült und lauter absurde, überzeichnete Charaktere. Geschmackssache, sicherlich, aber ein schönes Buch für einen kurzweiligen Abend.
ein ganz leichtes aber auch schwermütiges buch, ich hab viel über die verschiedenen charaktere und dialoge nachgedacht und die geschichte sehr genossen.
Sie schafft es einfach immer wieder, mich mit ihrer Erzählweise und sanften Sprache so einzuwickeln, dass ich immer weiterlesen möchte, auch wenn das Erzählte alleine diesen Effekt kaum hätte. Astrid Rosenfeld ist eine Sprachzauberin und dafür würde ich ihr 4 Sterne geben. Diese Wertung ist aber Büchern vorbehalten, die mir auch inhaltlich in Erinnerung bleiben (werden).
Amüsante, kurzweilige (Ja? Nein? Doch? Vielleicht?)Liebes-Geschichte mit offenem Ende, gewissermaßen. Diesen Punkt mochte ich nicht, die schrägen Dialoge und erhellenden Zitate am Ende jedes Kapitels aber sehr.