Bill Gates, Judi Dench, Stephen Fry, Margaret Atwood, David Attenborough, Annie Lennox, Jude Law, Marina Abramović, Andy Murray, Patrisse Khan-Cullors – das sind nur einige von über sechzig faszinierenden Persönlichkeiten, die Richard Reed für sein Buch getroffen hat. Reed hat sie gebeten, ihren wertvollsten Ratschlag fürs Leben mit seinen Lesern zu teilen. Jede der beschriebenen Begegnungen wird ergänzt um ein eigens angefertigtes Porträt des britischen Künstlers Samuel Kerr. Was im Leben wichtig ist ist ein kluges, hochunterhaltsames Buch für alle Lebenslagen, das sich zudem sehr gut verschenken lässt.
Die Idee hinter dem Buch ist sehr reizvoll, nämlich Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Bereichen nach ihrem wichtigsten Ratschlag für das Leben zu befragen.
Allerdings trieft der Text vor Moralismus und Beweihräucherung und die Ratschläge sind selten überraschend und originell, sondern eher vorhersehbar. Wie der Autor den Befragten huldigt, ist mitunter etwas peinlich. Dies war wohl oftmals der Preis für die Befragung.
Auch ist das Buch durch Skandale, mit denen einige der Befragten zu tun haben, wie etwa die Epstein Files, schlecht gealtert und vermittelt dadurch einen unfreiwilligen Blick hinter die moralische Scheinwelt der High Society.
Ich habe dieses Buch zum Abitur von meiner Schule geschenkt bekommen. Nun knapp 3 Jahre später habe ich es endlich geschafft alle Ratschläge gelesen. In dem Buch sind Ratschläge für jede Situation zu finden: ob man sich nun in einer guten oder schwierigen Lage befindet, ob man Motivation braucht oder sich daran erinnern sollte, dass Erfolg eben nicht alles ist (obviously). Btw wenn Bill Gates einen einzigen Ratschlag geben dürfte, wäre es, immer die Liebe zum Lesen zu pflegen :)
Ein schönes Buch fürs Bücherregal, das durchaus zum Nachdenken anregt. Natürlich; es enthält Plattitüden und Wiederholungen, was allerdings zu erwarten ist, wenn Menschen nach Ratschlägen gefragt werden. Die Auswahl der Persönlichkeiten ist stark von der britischen Herkunft des Autors geprägt, aber insgesamt doch genug abwechslungsreich, um auch deutsche Leserinnen und Leser anzusprechen. Mir hat es gefallen als "Buch zwischendurch", als ich eine Pause zwischen zwei Fantasy Epen brauchte.