Uiii. Das ist es was mir jetzt gerade durch den Kopf geht, denn das Buch hat mich süchtig gemacht und dieses Ende lässt mich auf heißen Kohlen auf Band 2 warten.
Aber mal angefangen beim Cover.
Auch wenn ich das Cover sehr schlicht und vielleicht sogar ein wenig langweilig finde, da es so dunkel ist, muss ich sagen, es passt gut zum Inhalt der Story. Der Titel ist ebenfalls sehr gut gewählt, denn nur durch einen Mondlichtkuss kommen wir zur Thematik der Geschichte.
Die Storyline
In Mondlichtkuss treffen wir auf die 17-Jährige Luna, die wie es sich für eine High School Schülerin gehört voll in den angeblichen Bad Boy der Schule, Damian, verknallt ist.
Natürlich denkt sie, dass dieses Interesse ganz und gar einseitig ist, bis er sie plötzlich zu einem Fest einlädt. Mit dieser Einladung bringt er wortwörtlich alles durcheinander, was Luna bisher kannte und für wahr gehalten hat, denn ihr wird offenbart, dass sie in Wirklichkeit eine Wölfin ist. Und nicht genug, nein, sie ist natürlich eine Alpha Wölfin. Für alle die sich in den Werwolfgeschichten nicht auskennen, der Alpha Wolf ist das oberste Mitglied eines Rudels. In etwa wie ein König für sein Königreich. Dementsprechend sind die Erwartungen die nun an Luna gestellt werden enorm hoch und als Mädchen, dass 17 Jahre lang eine "Lüge" gelebt hat, dreht Luna natürlich durch. Sie rennt in den Wald und ab da nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Nachdem es für mich in den ersten drei Kapiteln sehr schnell ging und ich das Gefühl hatte mitten in einem Jugendbuch gelandet zu sein, hat mich die Geschichte spätestens ab Kapitel 5 süchtig gemacht.
Ich finde ganz besonders interessant, wie Luna mit Kiran unserem männlichen Protagonisten umgeht und wie sich ihr Charakter entwickelt.
Vom schüchternen und unauffälligen Schulmädchen wächst sie in der Geschichte zu einer selbstbewussten jungen Frau heran, die weiß was sie möchte und es sich nicht nehmen lässt ihre Wolfgene und Fähigkeiten zu nutzen. So knurrt sie in Extremsituationen gerne mal animalisch.
Für mich steht fest, dass die Storyline ein enormes Tempo an den Tag legt. Innerhalb der 310 Seiten passiert einiges und vorallem auch unerwartetes, was mich das ein oder andere Mal überrascht hat.
Susanna Schober hat definitiv einige Überraschungen auf Lager und ich finde, dass sie auch sehr gut weiß, wie sie die Spannung halten kann. Auch wenn das Buch nicht allzu komplex war, hat es mich gefesselt, sodass ich nicht anders konnte als es an einem Stück durchzulesen.
Für alle die, die Cliffhänger nicht mögen, spreche ich an diesem Punkt mal eine Warnung aus, denn mit einem solchen endet die Geschichte. Ich persönlich kann relativ gut mit ihnen umgehen und muss sagen, dass mich das Ende ein wenig verwirrt zurück gelassen hat.
Ganz so sicher, ob da alles so ist, wie es scheint bin ich mir nicht. Damian hat voll verkackt bei mir und auch Lunas Brüder, sowie Kiran sind mir nicht mehr ganz so geheuer. Ich hoffe wirklich, dass Luna sich nicht nur verarschen lässt.
Jetzt beim Revue passieren lassen wundert mich ein wenig, dass Luna plötzlich absolut keinen Kontakt mehr zu ihren Schulfreunden hat und weder sie, noch alle anderen weiter zur Schule gehen. Es ist, als würde diese Schulpflicht plötzlich nicht mehr existieren.
Die Charaktere
Wie bereits erwähnt gibt es Luna unsere Protagonistin, die meines Erachtens nach einen realistischen Teenager verkörpert, der dank der neuen Erkenntnisse in seinem Leben ziemlich aus der Bahn geworfen wird.
Ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen, da sie vom schüchternen Mauerblümchen zur selbstbewussten jungen Frau geworden ist.
Zwischen Menschlich reagiert sie in ihrer Rolle als Alphawölfin manchmal vielleicht etwas heftig, aber ich konnte ihre Entscheidungen stets nachvollziehen.
Auch konnte ich mir dank der Beschreibungen ein gutes Bild von ihr machen, sodass ich Gedanklich stets alles vor Augen hatte.
Zu Kiran muss ich leider sagen, was aber Geschmackssache ist, dass ich ihn im Shawn Mendes Vergleich (welcher Damian gilt) viel lieber gesehen hätte, als eben unseren zweiten männlichen Protagonisten. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Umso mehr Punkten konnte Kiran dafür mit seinem Verhalten, denn seine Interaktion mit Luna war einfach schlichtweg nur Couplegoals.
Seinen Charakter finde ich sehr interessant, denn er hat mit seinem ersten Eindruck definitiv und hochhaus (entschuldigt die Wortwahl) verkackt. Diesen ersten Eindruck hat er dafür umso besser wieder gut gemacht, sodass auch ich ihm zum Ende hin verfallen bin.
Damian ist hingegen mit seiner Persönlichkeit einfach nur für den Mülleimer. Ganz nach dem Motto außen Hui, innen Pfui. Ich hätte mir gewünscht, dass er in seinem Alter ein bisschen weniger voreingenommen an fremde heran tritt. Leider jedoch denken er, wie auch die anderen Nebencharaktere, die Lunas Familie bilden,vollkommen in Vorurteilen und sind somit völlig eingeschränkt in ihrer Zwischenmenschlichen Wahrnehmung. Er und auch die anderen verbauen sich wirklich alles, was ich ihnen als Leser an Sympathie zukommen lassen würde, mit ihrem wirklich abschreckenden Verhalten.
Ich hoffe, dass auch sie in Band 2 eine bessere und vorallem positive Charakterentwicklung mitmachen, die sie ein wenig angenehmer werden lässt.
Der Schreibstil
Susanna Schobers Schreibstil ist sehr rasant und direkt. Sie hält sich nicht allzu lange mit unnötigen und ewig scheinenden Beschreibungen auf, was ich sehr angenehm finde. Auch Grammatikalisch hat man mit Mondlichtkuss absolut keine Probleme, denn es gab keine enormen Fehler, die meinen Lesefluss gestört haben.
Das Buch ist dementsprechend flüssig und angenhem zu lesen. Es wird nicht langweilig und man hat nicht das Gefühl, dass es zu lange oder gar unnötige Szenen gibt.
Gewünscht hätte ich mir tatsächlich, dass auch die Liebesszene der beiden geschrieben wurde. Nachdem das Vor und das Danach so detailliert und wirklich gut beschrieben wurde, hat mir das finale Knistern und Kribbeln irgendwie gefehlt.
Die Hoffnung eine solche Szene in Band 2 zu finden habe ich also!
Fazit
Ich kann Mondlichtkuss allen empfehlen, die gerne in Jugendbüchern versinken und eine süße Geschichte für zwischendurch lesen wollen. Für mich war es das erste Buch mit der beliebten Werwolfthematik und ich muss sagen enttäuscht bin ich nicht.
Mir hat es gefallen, jedoch lässt mich der Jugendbuchcharakter leider einen Nachgeschmack da, der dafür sorgt, dass ich keine Höchstbewertung geben kann.
Dementsprechend vergebe ich wirklich verdiente 4 von 5 Sterne.
⭐⭐⭐⭐