Vor 50 Jahren forderte Aretha Franklin >>Respect<<. In den 1990ern rebellierten Riot Grrrls und heute vermarkten Superstars wie Beyoncé eine sexy Version des Feminismus. Dennoch bleiben Festivalbühnen, Feulettons und Clubnächte männerdominiert. Dabei gibt es Role Models an jeder Ecke und in jedem Jahrzehnt, in dem Frauen zu Gitarre, Mikrofon oder DJ Software griffen. Ihre Geschichten werden hier erzählt. Es geht um Selbstermächtigung und Gleichberechtigung, um Drugs & Rock'n'Roll, um Sex und Sexualität.
In rund 140 Texten schreiben Journalist*innen, Musiker*innen, Fans und Freunde über Bands, die sie prägten, über Künstlerinnen, die dem Feminismus eine neue Facette gaben, über Lieblingsplatten, Lebenswerke und Lieder, die sie mitgröhlen - vom Klassiker bis zum Außenseitertipp
Ein wunderbares Buch, zum Schmökern, Verschenken und viele neue Lieblingsmusik entdecken. Die Kapitel sind relativ kurz und handeln von weiblichen Musikerinnen, von Laurie Anderson bis Taylor Swift, geschrieben von Fans und Musikkenner_Innen. Sehr empfehlenswert für Musikliebhaber_Innen, Feminist_Innen und alle, die es werden wollen.
Vorab: Mein 13-jähriges gitarrenschrammelndes Ich hätte so viele Vorbilder dringend nötig gehabt.
These Girls ist eine wundervolle Zusammenstellung bekannter und unbekannter Musikerinnen von den 40ern bis heute (und aus den westlichen Genres). Die Beiträge sind informativ bis mysteriös, erzählen die Biografien der oder auch von den Zusammentreffen mit den Idolen. In der dazugehörigen Spotify-Playlist finden sich die passenden Stücke.
Einzige Wermutstropfen: „Girls“ wirkt auf mich persönlich mehr verniedlichend als empowernd, der Einschluss nicht-binärer Künstler*innen wäre außerdem schön gewesen.
Schöne Idee, die Umsetzung ist teilweise nicht so gelungen. Teilweise passen die Jahreszahlen nicht. Manche Texte waren cool, andere enttäuschend (der über Lady Gaga ist nur hate, was soll das?)
Immer toll, über Frauen in der Musik zu lesen! Stilistisch sind natürlich nicht alle Texte gleich stark, manchmal hat mich ein wenig gestört, dass öfters entweder erwähnt wurde, dass die Frauen ihre Texte nicht selbst geschrieben haben oder wie sexy sie sind. Sicherlich toll für Menschen, die immer mal wieder neue Musik entdecken wollen