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Die Reise

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568 pages, Hardcover

First published January 1, 1977

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Bernward Vesper

5 books1 follower

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Community Reviews

5 stars
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3 (7%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for GloriaGloom.
185 reviews1 follower
May 18, 2019
Il viaggio è un magnifico e terribile calderone di frammenti postumi - l'autore è morto nel '71, sucida, al termine di un periodo di ricovero coatto presso una clinica psichiatrica di Amburgo - che Gunther Grass ebbe a definire come "non benefico, ma necessario". Romanzosaggio recita il frontespizio feltrinelli: ma l'ultima edizione italiana è del 1980 e ancora a venire tutte le contemporanee fantasiose possibilità di declinazione della forma romanzo. Bernard Wesper è stato un noto critico e giornalista , rappresentate di spicco della sinistra extraparlamentare tedesca al volgere degli anni '60, figlio di un altrettanto noto, assai retorico, poeta nazista e marito di quella Gudrum Esslin, militante della Rote Armee Fraction, che con con il marito, qualche anno dopo, condividerà lo stesso destino di suicida di stato.
Il viaggio è in realtà un resoconto di viaggi differenti: un viaggio reale e disperato attraverso le strade tedesche su una recalcitrante e incidentata macchina per raggiungere il figlio, un viaggio metaforico indotto dall'assunzione di LSD e un viaggio attraverso la sua infanzia - semplice resoconto - in una nazione fotografata nel corso di una imposta denazistificazione e del distacco -violento, feroce- dell'autore nei confronti del padre padrone(anche viaggi minori, deviazioni appena accennate, come una, bellissima, milanese, dove il bagaglio teorico dell'osservatore tedesco -fermo a Gramsci- si arrende di fronte alla prassi di una fulminea occupazione di case.). I viaggi si intersecano senza soluzione di continuità e di stile letterario all'interno del libro, il collante che li unisce è quel senso del tragico, quei cupi prodromi di Stammheim che Wesper riesce solo a intuire e , per ovvi motivi di cronologia, a non definire compiutamente. E' un caledoscopio di fatti, persone, teorie che volteggiano sui resti di un '68 che una volta tanto non è fiaba romantica ma materia viva e confusa allo stesso tempo: sfilano Grass, Ingeborg Bachmann, la comune di berlino, i militanti della raf, Cooper e Laing e mille altri congelati dall'autore in episodi minimi, non sequenziali e ulteriormente filtrati dalla sua violenza espressiva e dalla discesa inarrestabile in suo inferno personale.Libro aperto, allo stesso tempo laboratorio di scrittura in divenire, tentativo fallito e impossibile di un mappaggio omnicomprensivo e descrizione reale e crudele di un tarlo che erode Wesper e la sua scrittura fino alla sua tragica fine: la paura e la certezza di riconoscere dentro di se e nel suo popolo quel nazista sonnecchiante che l'ipocrisia retorica di Kennedy ha messo a dormire d'ufficio - ich bin ein berliner.
Profile Image for Armin.
1,246 reviews34 followers
February 28, 2017
Erst mal vier Sterne für ein Riesenfragment, das sich in seiner Einzigartigkeit jeder üblichen Kategorisierung entzieht.
Profile Image for Mikael  Hall.
163 reviews14 followers
December 27, 2022
This has been one of my most challenging reads, not only because of the German language which I slowly readapted to. The content is fragmentary spaning genres, ages, stages of consciousness and the author's rapid descent into madness. From trip-rapports on LSD and trip-rapports from the kaleidoscopic drug that's reality we wander through the pre-stages to the 1968 rebellion, through its cenit and then into its turbulent aftermath. Politics, philosophy, history, love, drugs and biography is interwoven allowing us to grasp the personal and world shattering implications of the rebellion, of the question: what did you do? Asked to countless German and European parents. And just as suddenly we're draged backwards into autofiction where Vesper retails his childhood and youth, still returning to his prescent. His father the Nazi reichsauthor, the transformation of society as it collapsed around the young Bernward, how Stunde Null breaks his father a beastial yet pitiful patriarch, holdning onto every last piece of the Nazi world he loved so much. In the end the editor provides us with the last correspondence between the author and himself. We see the darkside of Bernward only glimpsed when his son is mentioned. (A son that, to my suprise, survived to become a philosopher and playwriter.) We se how his biography, his substance abuse and the loss of the love of his life slowly crushes his mind turning him into a strange portrait of the father he hated so. As a time document this book is invaluable and anyone interested in postwar Europe it is a must read.
This entire review has been hidden because of spoilers.
60 reviews22 followers
Did Not Finish
June 13, 2026
"Diese Aufzeichnungen folgen nicht im geringsten einer Assoziationstechnik. Sie haben nichts mit Kunst oder Literatur zu tun. Ich bin darauf angewiesen, die Spitzen der Eisberge wahrzunehmen. Das ist alles. Es interessiert mich nicht, ob sich jemand durchfindet oder besser, ich habe es aufgegeben, zugleich genau und verständlich zu sein. Ich interessiere mich ausschliesslich für mich und meine Geschichte und meine Möglichkeit, sie wahrzunehmen."

Ich muss das Buch leider bereits nach hundert Seiten abbrechen. Nicht, weil es schlecht ist, überhaupt nicht. Es ist nur.. Naja. Wo anfangen. Das Buch ist ein unter Einfluss von LSD entstandenes Konvolut aus extremer Wirrnis. Die Thematik an sich ist ultraspannend: Es geht um Bernward Vesper selbst, Sohn des NS-Schriftstellers Will Vespers und ehemaliger Partner von RAF-Terroristin Gudrun Ensslin, mit der er auch ein Kind hatte. Er reflektiert in diesem Text auf, wie gesagt, extrem WIRRE (da ja auch unter Drogen stehend) Weise den Bezug zum verhassten Heimatland Deutschland, zum Vater, zum Dorf, zu sich selbst. Er switcht total schnell zwischen Gesprächen mit Burton und Vergangenheitsreminiszenzen, ich kam so oft nicht hinterher. Da sich Vesper 1971 das Leben nahm, konnte der Text nie überarbeitet werden und ist nun einfach so und kommentarlos publiziert worden. Jemand hat in den Rezensionen bemerkt, dass es sehr viel Hintergrundwissen voraussetze über die damalige Zeit und dass der Text förmlich nach einer kommentierten Version schreie. Diese würde auch ich mir wünschen; Ich glaube, dann wäre ich eher drangeblieben, aber so, so ist es für mich wirklich mehr wie ein bedeutungsschwangerer und doch nicht zu entziffernder Schwirl, der mich frustriert zurücklässt.
Vesper ist leider total in Vergessenheit geraten in der Deutschen Literaturszene, ich hab noch nie von ihm gehört und bin eher aus Zufall auf ihn gestossen. Dabei ist er der Begründer der "Neuen Subjektivität", die jetzt ja völlig in den Trend zur Autofiktion übergegangen ist!

Trotzdem einige schöne Sätze (der Typ war zum Teil echt poetisch! macht LSD, dass man bessere Sätze schreibt?):

"Das individuelle Produktionsmittel Schreibmaschine, die technische Fortsetzung des Gänsekiels, ist veraltet. Die Bibel ist verschwunden, doch die Zelle ist geblieben. Und die Zeile. Sie zwingt die Gedanken in einen linearen Prozess, die Widersprüche erscheinen als Hierarchie, eins folgt aufs andre, also auch aus dem andren, wat schrifft, dat blifft, bleibt gleich für alle, obgleich nicht alle gleich sind. Niemand, der schreibt, kann sich dem Zwang der Linie entziehen. (...) Standpunkt und Gegenstand müssen sich auf einer Waffenstillstandslinie einfrieren lassen, die ihnen beiden nicht adäquat ist."

"Ich kannte Burton zuvor nicht, und habe auch keine Ahnung, wo er jetzt steckt, und hier, in diesem verdammten Haus - warum verdammt, alle Häuser dieser Erde sind verflucht, und es wird Zeit, dass wir aufwachen und das registrieren! - werde ich ihn übrigens auch nicht mehr kennenlernen."

"und Krüger kam, wie immer etwas zu spät und zögernd und wissend (und so als sparte er sich bei diesem Ereignis für irgendein nächstes auf, etwas ganz Entscheidendes)"

"und der Mann hinter der Kasse machte sich einen Job daraus, der lustige, gefällige, aufgeputschte Mann zu sein (ich stelle mir immer vor, was er zu Hause macht, ob er da zusammenbricht, Weinkrampf?)"

"und das Meer schien warm zu atmen."

"Die Sache ist, dass sie es von Geburt an mit dir machen, du aber dreissig werden musst, bis du merkst, dass sie es mit dir gemacht haben. Good night."

"Er ging später noch in einige Geschäfte, um Kuchen zu kaufen."

"Ich habe seit mehreren Tagen den Wunsch, zu malen. Aber in diesem Haus gibt es keine Mittel, sich auszudrücken. Die Leute brauchen so etwas nicht."

"Entweder sind alle Städte fremd, oder keine ist es."

"Interessant finde ich, was für ein kaputter Typ aus der sogenannten "heilen Welt" meiner Jugend herausgekommen ist - wird man das als Beweis gelten lassen?"

"Die Burgeoisie lebt exhibitionistisch. Ihre ganze Lebensweise ist auf Wirkung berechnet, d.h. darauf, sich selbst ernst zu nehmen, um von anderen ernst genommen zu werden. (...) Sie kann nie ein Ich entwickeln, weil sie immer in der Küche isst, um das Wohnzimmer für "den anderen" zu schonen. (...) Das ist die Scheisse, in die wir hineinerzogen worden sind und wir müssen erst zur totalen Verantwortungslosigkeit zurückfinden, um uns überhaupt zu retten. Die "Bewegung" vertauscht nur das Ziel, ist aber zur Befriedigung der Bedürfnisse nicht in der Lage. Sie opfert schlimmstenfalls unsere Generation. Aber es geht jetzt darum, die Freiheit hier zu beginnen, d.h. das Ich zu entwickeln. Das ist alles."

Beim Niederschreiben merke ich, wie viele Goldschätze dieser Text doch in sich trägt. Ich werde mir das Buch kaufen und über längere Zeit immer wieder darin lesen. Mich vom vollen integralen Verständnis verabschieden. Es trotzdem wagen.
Profile Image for Tom Ghostly.
20 reviews28 followers
Read
May 18, 2024
Bernward Vesper’s „Die Reise“ (the trip; over 600 pages long) is conceptually one of the most remarkable German-language texts in the second half of the 20th century, as Vesper experimented quite a bit with LSD while writing it – probably a little bit too much, because the author temporarily went mad & commited suicide in a mental ward after having written hundreds of pages, the text therefore remaining a fragment. I would not consider it „a good read“, but it’s an absolutely fundamental document of the 60s in Germany & an exemplary text of a literary movement called „Neue Subjektivität“ (new subjectivity). It includes newspaper reports, diary entries, parts of an autobiography, political essays, LSD induced passages, (metafictional) reflections, letters, & much more.
Below you’ll find a letter Bernward Vesper sent to his soon to be publisher on August 23rd, 1969:

I’m currently working on the first draft of a text laboriously labeled as „novel essay“ and called: TRIP [not „Die Reise“, „the journey“]. It is an experimentally accurate record of a 24-hour LSD trip, both in its outer and inner course. The text is constantly interrupted by reflections, recordings of momentary perceptions, etc. [...].
I then want to rewrite this first transcript in further trips until a „final form“ is achieved. As anyone with experience knows, this is a tremendous mental and physical effort. You have to work with tapes, etc. […] I also want to include pictures (my own) etc. that refer to places and situations (LSD drawings). The whole thing - this to the publisher - is very important to me, because it covers about 30 years. I assume that the superficial „reader“ will find it interesting because the entire reality of the experience (from Ginsberg to Schiller, Bloch to Grass) emerges […]

Sadly, this novel-essay remains mostly untranslated.* Although Vesper was the partner of RAF-terrorist Gudrun Ensslin for some time, he's kind of forgotten today outside of German Studies.

*There's an Italian translation listed here on Goodreads & also something that looks like one from the Netherlands.
Profile Image for Christel.
604 reviews18 followers
February 6, 2022
Mögen kann ich das Buch nicht, dafür ist ein zu unfertiges Konvolut. Aber es ist sehr wichtig, für meine eigene Erinnerung an die Gedanken der siebziger Jahre und für das spätere Schreiben.
Profile Image for eulenspiegel.
9 reviews
October 6, 2022
Einer der wichtigsten Texte nach '45; in vielerlei Belangen seiner Zeit weit voraus und in seiner Radikalität allerhöchstens mit Brinkmann zu vergleichen. Leider auch sehr voraussetzungsreich, was das Knowhow seiner Entstehungszeit betrifft. Es schreit eigentlich nach einer kommentierten Neuauflage.
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