Berlin, 1908: Amelie, Tochter eines Arztes und einer Hebamme, hat seit jeher einen Sie will Ärztin werden. Mit achtzehn nimmt sie als erste Frau in Berlin das Studium der Medizin auf. Schon bald ist sie – begabt und ehrgeizig – den Anfeindungen ihrer Kommilitonen ausgesetzt. Dennoch gibt sie nicht auf. Als dann jedoch einer ihrer Neider versucht, den Ruf ihrer Familie zu schädigen, wird die Liebe zur Medizin für Amelie auf eine harte Probe gestellt.
»In Sabine Fischs Roman wird Geschichte lebendig.« Petra Hartlieb.
Manchmal vergesse ich wie schwierig es früher für die Frau war ihrem Traumberuf nachzugehen. Ich finde hier wurde dieses Thema sehr schön aufgegriffen. Würde mich jetzt aber nie an das zweite Buch setzen.
Die Ärztin – eine unerhörte Frau von Sabine Fisch Ein Hörbuch über die erste Ärztin, die an der Berliner Universität den Abschluss machte – Hörbuch gehört dank Netgalley. Das Hörbuch war unterhaltsam und abwechslungsreich, es gab Einblicke in den gesellschaftlichen und medizinischen Standard Anfang des 20. Jahrhunderts und die Einschränkungen und Diskriminierungen durch Professoren und Kommilitonen, denen die ersten Medizinstudentinnen ausgesetzt waren. Aus dem Hörbuch geht nicht eindeutig hervor, ob die Geschichte biographisch oder weitest gehend erfunden ist, der Umgang mit der Studentin, die Lehrsituation und die medizinischen Methoden wirken authentisch. Die Personen sind interessant und vielschichtig dargestellt. Die Sprecherinnenstimme hat mir gut gefallen. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten, man sollte für dieses Hörbuch allerdings keine Probleme mit detaillierteren OP-Beschreibungen haben. #DieÄrztinEineunerhörteFrau #NetGalleyDE #SabineFisch #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Audiobuch #Historisch
Dieses Buch war eines der ersten Bücher für mich, in denen es nicht vorrangig um eine fiktive Geschichte, sondern viel mehr um Informationen zu unserer Vergangenheit geht. Das wurde von Anfang an gut umgesetzt und ich konnte die Story sehr genießen. Vor Allem die Protagonistin mit ihrem besonderen Ehrgeiz war mir schnell sehr sympathisch und ist mir immer mehr ans Herz gewachsen.
Es wurde alles relativ neutral erzählt. Gefühle von Charakteren standen nicht im Vordergrund, sondern allein die eigentliche Geschichte. Das war etwas, an das ich mich erst gewöhnen musste, aber ich war dann doch schnell in diesem Erzählstil gefangen. Was nämlich alles erzählt wird, von Frauenrechten bis hin zur Entwicklung der Medizin, war überaus interessant und informativ. Soweit ich es beurteilen kann, wurde gründlich recherchiert und so sogar ganze OPs mit ihren jeweiligen Abläufen beschrieben. Es war mir bis dahin gar nicht so bewusst, in welchem Umfang sich die Rolle der Frau im letzten Jahrhundert in unserer Gesellschaft verändert hat. Natürlich weiß man, dass sie vor dem zweiten Weltkrieg und früher kaum Rechte hatte und schon gar nicht „dazu da war“ zu arbeiten, aber das Ausmaß der Ungerechtigkeit kann man hier an eigener Haut miterleben.
Wenn man also weiß auf was man sich einlässt, dass das nämlich keine unterhaltsame Geschichte im ersten Sinne, sondern eher eine informative sein soll, kann man sehr viel aus dem Buch mitnehmen. Ich bin ohne Erwartungen an das Buch heran gegangen und bin schlussendlich begeistert, auch von der Sprecherin des Hörbuchs, die eine sehr angenehme und ruhige Stimme hat. Vielleicht hätte ich mich, wenn ich das Buch gelesen und nicht gehört hätte, zeitweise etwas gelangweilt, aber da ich das nicht mit Sicherheit sagen kann gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
Mitreißende Geschichte, mit medizinischem Hintergrund und daher ganz interessant zu lesen; aber nicht mein Schreibstil; zwischendurch recht dramatisch und traurig, dann aber ein kurzes knappes "happy" end
Schön geschrieben und ein gelungener erster Teil der zeigt, dass Frauen für ihre Rechte kämpfen sollen und niemals aufgeben dürfen und zusammenhalten müssen.