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Das Knistern der Sterne: Roman

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Stella, arbeitslos und frisch verlassen, ist in einem ziemlich desolaten Zustand, als sie auf den siebzigjährigen Balthasar trifft. Der ehemalige Literaturprofessor lädt sie ein, ihn auf eine Kreuzfahrt zu begleiten. Seine einzige Stella darf keine Fragen zu seiner Vergangenheit stellen. Spontan sagt sie zu, und die Reise beginnt wie ein Traum, der sich erfüllt. Stella genießt das Leben an Bord, die Weite des Ozeans, die sternenklaren Nächte, erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und findet langsam zu sich selbst zurück. Doch dann wird immer deutlicher, dass Balthasar etwas zu verbergen hat. Und auch Stella wird mit einer unbequemen Wahrheit über ihr Leben konfrontiert.

273 pages, Kindle Edition

Published January 13, 2020

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About the author

Claire Hoffmann

7 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Diekleineraupe27.
49 reviews1 follower
June 11, 2020
Stella ist arbeitslos und frisch getrennt. Sie lebt seit einigen Tagen in einer Jugendherberge und ist in einem desolaten Zustand. Und dann trifft sie auf den siebzigjährigen Balthasar, der sie auf eine Kreuzfahrt einlädt. Bedingung ist, das sie jeden Abend mit ihm zu Abend ist und ihr von ihrem Tag erzählt während er die Tage inkognito in seiner Kabine verbringen wird. Eine weitere Bedingung ist, dass Stella keine Fragen über seine Vergangenheit stellen darf. Sie stimmt dem zu und verbringt Ihre Tage auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff und diniert Abends mit Balthasar. Des weiteren geniest Stella das Leben auf dem Schiff und lernt dort unterschiedliche Menschen kennen, lässt sich auf verschiedene Abenteuer ein und findet langsam wieder zu sich selbst. Doch dann wird immer deutlicher, dass Balthasar etwas zu verbergen hat und auch Stella wird mit einer unbequemen Wahrheit über ihr Leben konfrontiert.


Nach dem ich den Klappentext gelesen habe, war ich wirklich sehr auf die Geschichte gespannt. Das Cover lädt schon zum zugreifen ein, aber hätte ich den Klappentext vorher nicht gelesen, wäre das Buch vielleicht nicht in meine Buchsammlung gelandet. Doch der Inhalt hat mich sehr überzeugt und somit habe ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht und habe mich aufs Abenteuer „Kreuzfahrt mit einer fremden Person“ eingelassen.
Der Schreibstil ist in Ordnung, sodass mir der Einstieg recht leicht gefallen ist und ich die ersten Seiten relativ schnell gelesen habe. Aber irgendwann wurde die Geschichte sehr holprig, die Gespräche zwischen den beiden Hauptprotagonisten sehr „gewollt“ und „gekünstelt“ - ich konnte mich weder in Stella noch in Balthasar einfühlen und die anfängliche Sympathie für beide verschwand von Seite zu Seite. Leider habe ich mich immer wieder dabei erwischt, Seiten quer gelesen zu haben und immer wieder das Buch bei Seite legen zu wollen. Zwischendrin habe ich auch den Faden verloren. Alle Protagonisten waren mir einfach zu blass und ich konnte mich in wirklich niemanden gut hineinversetzen. Alle Figuren dieser Geschichte hatten ihre eigenen Probleme, die nur kurz angeschnitten wurden und hier völlig der Tiefgang fehlte. So schnell der Spannungsbogen nach oben ging, um so schneller ging er wieder.

Doch Stellas Begegnung mit dem 10 jährigen Luis, der aufgrund einer Atemwegsinfektion mehr oder weniger auf dem Schiff Leben muss und seine Mutter zur Crew des Schiffes gehört, setzte einige humorvolle Akzente, sodass ich mich immer wieder gefreut habe, wenn Luis aufgetaucht ist.

Eine wirklich tolle Idee – Neuanfang nach verlorenen Job und Liebe kombiniert mit einer spannende Kreuzfahrt und einem großes Abenteuer – aber an der Umsetzung hapert es leider sehr.
Eine Geschichte, die nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Profile Image for Helena.
159 reviews11 followers
January 30, 2020
Tiefe lässt sich nicht erzwingen

Stella befindet sich am tiefsten Tiefpunkt ihres Lebens, als sie Balthasar begegnet. Der siebzigjährige Herr lädt sie bereits nach dem ersten Kennenlernen ein, ihn auf einer Kreuzfahrt zu begleiten. Nach anfänglichem Ablehnen willigt Stella schließlich ein – zu verführerisch ist die Vorstellung von einer sorgenlosen Reise auf einem Kreuzfahrtschiff. Und Balthasar stellt ihr auch nur eine einzige Bedingung: am Ende des Tages soll sie ihm beim Abendessen von ihren Erlebnissen erzählen. Gerne geht Stella dieser Bitte nach. Mit der Zeit wird jedoch immer deutlicher, dass Balthasar etwas zu verbergen hat, doch Stella ist viel zu sehr mit ihrer eigenen Selbstfindung und dem Glücklichmachen von anderen beschäftigt, um der Sache gründlich nachzugehen. Bis es zu spät dafür ist…

Ich muss zugeben, dass mich das wunderschöne Cover magisch angezogen und auch der Klappentext neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Da ich selbst noch nie eine Kreuzfahrt gemacht habe, dachte ich mir, ich könnte virtuell mitreisen und nebenbei einer spannungsreichen Geschichte folgen. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht erfüllt, denn der Roman fiel ganz anders aus, als ich ihn mir vorgestellt habe. Die im Roman vorkommenden Figuren sind ein-, höchstens zweidimensional, die Geschichte vorhersehbar, die Gespräche, die im Roman geführt werden, sind kurios und voller Gemeinplätze [Die Autorin hat zudem die äußerst befremdliche Angewohnheit folgende Zeichenabfolge » – – – « zu benutzen, wenn jemand statt zu antworten auf irgendeine Weise reagiert, was weder für die Identifikation mit den Figuren förderlich ist, noch den Versuch, in die Romangeschichte einzutauchen, erleichtert und wird, soweit ich weiß, nicht einmal in der Dramatik praktiziert, ganz zu schweigen von der Epik] und die von der Autorin beabsichtigte Tiefgründigkeit der Geschichte ist eine nervenraubende Pseudotiefe – höchstens bei den eingestreuten Zitaten lohnt es sich manchmal länger zu verweilen. Man vergisst keinen Augenblick lang, dass man es mit Fiktion zu tun hat und das ist wahrlich kein Zeichen guter Prosa. „Das Knistern der Sterne“ war mein erster Roman von Claire Hoffmann und wird auch mein letzter bleiben. Er wird sicher seine Anhänger finden, mich konnte er nicht begeistern.
486 reviews
February 3, 2021
Besonderer, aber durchaus herausfordernder Roman über Neuanfänge und die Macht von Begegnungen

„Das Leben ist, was wir aus ihm machen. Die Reisen sind die Reisenden. Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind.“

Stella steht vor den Trümmern ihrer Existenz: Ihre Ehe ist gescheitert und auch ihre Arbeit als Masseurin hat sie nach einem unglücklichen Zwischenfall verloren. Jetzt wohnt sie in einer Jugendherberge und hat keinen Plan. Da trifft sie auf Balthasar. Der ältere Herr bittet Stella, ihn auf einer Kreuzfahrt zu begleiten. Dort soll sie ihm jeden Abend beim Abendessen Gesellschaft leisten, darf aber keine persönlichen Fragen stellen. Stella willigt ein. Schon bald bemerkt sie, dass Balthasar ein großes Geheimnis hat, dem sie unbedingt auf den Grund gehen möchte.

Autorin Claire Hoffman pflegt einen sehr individuellen Sprachstil. Sie schreibt klar und verständlich, aber auch sehr „dicht“. Hinter jedem Satz steckt noch eine tiefere Bedeutung, das ist zum Lesen äußerst spannend. Es war oft ein Genuss, in die hintergründigen Sätze einzutauchen, mitunter wurde es aber auch recht anstrengend und herausfordernd. Ich musste schon sehr genau und aufmerksam lesen, um keine Anspielung, keine Entwicklung zu verpassen. Claire Hoffmann nimmt Stellas Sicht ein, erzählt von vielen besonderen Begegnungen, die die Hauptfigur erlebt. Wenn die gemeinsamen Abendessen von Stella und Balthasar auf dem Schiff thematisiert werden, gebraucht die Autorin nur wörtliche Rede. Wie in einem Ping-Pong-Spiel reagieren die beiden immer wieder spontan auf die Aussagen ihres Gegenübers. Die Szenen erinnern an ein Theaterstück oder ein Drehbuch.

Stella mit ihrer „verqueren Geschichte, ihrer Neugier, ihren gebrochenen Flügeln und ihrer unbeschädigten Lust aufs Leben“ ist ein tiefgründiger Charakter. Früher verfügte sie über ein besonderes Gespür für Menschen, das ist ihr aber abhanden gekommen. Sie vermittelt jetzt den Eindruck von Orientierungslosigkeit und Verlorenheit. Auf der Suche, ihre „Gabe“ wiederzuerlangen, begibt sie sich mitunter auf Abwege, verhält sich manchmal so unverständlich, dass ich als Leserin sie gerne auf den „richtigen Pfad“ zurückführen wollte.
Balthasar mit seiner Menschenphobie meidet jede Form von Gesellschaft. Er benimmt sich oft seltsam, ist schwer einzuschätzen, undurchschaubar. Aber für Stella sind die anstrengenden Gespräche mit ihm anregend und bereichernd: „Seine klugen Gedanken gaben ihr immer wieder das Gefühl, die Welt sei irgendwie doch zu verstehen, die Gewissheit, dass ihr eigenes Innenleben nicht einfach nur ein Chaos war, und dass es sich lohnte, sich Gedanken zu machen und den Dingen auf den Grund zu gehen.“
Komplettiert werden Stella und Balthasar von dem ungewöhnlichen Jungen Luis, den sie auf dem Schiff kennenlernen. Luis, der auf Stella wie „ein verkleideter Zwerg“ wirkt mit seiner Tapferkeit und seinem Witz.
Auf dem Schiff trifft Stella auf verschiedene Personen, die sie teilweise zu ihrem Glück zu zwingen versucht. Aber vielleicht ist es auch andersherum? Hoffmanns Figuren sind alle sehr speziell: besonders, interessant, sie fordern sich gegenseitig heraus, verändern sich durch den Kontakt mit anderen, werden manchmal gar durch andere zu besseren Menschen. Eine überaus abwechslungsreiche, faszinierende Figurenauswahl und -konstellation ist der Autorin gelungen.

„Das Knistern der Sterne“ ist kein einfacher Roman. Autorin Claire Hoffman kann schreiben, hat definitiv was zu sagen. Sie gibt dem Leser einiges zum Nachdenken, reiht einen Denkanstoß and den nächsten, da verliert man wie Stella schon mal die Orientierung, den roten Faden. Vielleicht ist das aber genauso gewollt. Das Ende stimmt versöhnlich und zuversichtlich, möglicherweise ist eine kleine Nuance zu „rosa“. Dennoch, es passt. Ich wünsche mir sehr, dass Stella mit ihrem Resümee Recht behält und in der Welt Gehör findet: „Man muss einander helfen, es gibt keine andere Möglichkeit zu leben auf dieser Erde. So einfach ist das. Und so kompliziert.“
Ein ungewöhnliches, nachdenkliches Buch über Neuanfänge, Geheimnisse und Beziehungen, voller kleiner, feiner Lebensweisheiten. Mitunter etwas verworren und herausfordernd, aber für mich auf alle Fälle eine lohnenswerte und bereichernde Lektüre. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen und genossen habe.
Profile Image for Simonica Sacher.
229 reviews2 followers
July 8, 2020
Danke an den Diana Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares!

Leider konnte mich diese Geschichte nicht überzeugen. Der Klappentext klang wirklich interessant und tiefgründig, während mich auch das Cover mit dem abgebildeten Kreuzfahrtschiff ansprach. Ich habe mir Tiefe und Ernsthaftigkeit in diesem Buch vorgestellt und wurde dabei leider enttäuscht.
Die erste Begegnung der zwei Protagonisten Stella und Balthasar war unterschiedlich. Stella kam mir wie ein aufgeregtes, kleines Kind vor, das Mamas Lieblingsteller zerbrochen hat und sich jetzt versteckt. Sie flüchtet vor ihrem ehemaligem Leben und dabei dachte ich anfangs noch, dass es die Schuld anderer ist.
Doch im weiteren Verlauf des Buches lernt man sie besser kennen und ihr Charakter bleibt weiterhin kindlich und impulsiv. Man lernt, was für Fehler sie in ihrem Leben begangen hat und dadurch wurde sie mir nur noch unsympathischer. Für vieles hätten einfache Taten gereicht, um diese wieder gerade zu biegen, aber auf diese Idee ist die Protagonistin gekommen.
Balthasar war mir anfangs wirklich sympathisch und ich dachte an einen einsamen, aber lieben alten Mann, der nach etwas Gesellschaft sucht. Sein Angebot auf eine kostenlose Kreuzfahrt hätte ich allerdings nie angenommen, nachdem die beiden sich erst zweimal begegnet sind.
Doch auch hier wurde mir Balthasar im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Nicht sein schwerwiegender Fehler war Schuld (den kann man nämlich wirklich verzeihen), aber seine Abweisung und seine begründete Scheu zur Außenwelt. Als ehemaliger Professor mochte ich allerdings seine Buchzitate, die Stella Einsicht gaben und wichtige Themen ansprachen.
Ein Protagonist, den ich wirklich gemocht habe, war Luis. Der Arme leidet an einer Atemwegserkrankung und muss dementsprechend auf dem Schiff leben, zu dem auch seine Mutter als fester Bestandteil der Crew gehört. Mit der frechen Art, der Intelligenz und dem kindlichen Charakter brachte er Spannung und Witz mit in das Buch, weshalb ich mich immer freute, wenn er erschien.
Wie schon erwähnt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, die leider nur oberflächlich war und somit verloren ging. Leider wurden auch die Ausflüge auf den Kreuzfahrten fast gar nicht beschrieben, was ich etwas schade finde. Ich finde zu einer Kreuzfahrt gehört dies dazu und das hätte beschrieben werden sollen. Die Nebencharaktere hätten auch gute Geschichten bringen können, aber auch hier waren diese eher zweidimensional dargestellt.
Vor allem an den Gesprächen beim Abendessen hat es mich gestört, dass es nur wörtliche Rede gab. Oftmals wurden die beteiligten gar nicht angesprochen, weshalb es für mich teilweise schwer erkenntlich war, wer welche Äußerung hervorbringt.
Nichtsdestotrotz gab es immer wieder lustige Szenen und lehrreiche Zitate. Eigentlich ein wirklich schönes Buch mit einer guten Idee, nur an der Umsetzung mangelt es.
37 reviews
March 15, 2021
Die arbeits- und auch hoffnungslose Stella ist an einem schier auswegslosen Punkt in ihrem Leben angelangt. Sie hat viel verloren - teilweise selbstverschuldet und weiß nicht, wohin sie ihr weiteres Leben führen wird. Sie hat ihre Gabe verloren und kann und will ihren Beruf als Masseurin derzeit nicht mehr ausüben. Alles hat sich zum Schlechten verändert. Da lernt sie Balthasar kennen, einen geheimnisvollen älteren Mann, der ihr ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet. Er nimmt sie mit auf eine Kreuzfahrt. Was hat dieser seltsame Mann zu verbergen und will er von ihr? Stella lässt sich darauf ein und erlebt so "Das Knistern der Sterne." Man mag sie naiv, kindlich, ungestüm, unreif, widersprüchlich oder mutig, impulsiv und voller Lebenshunger finden. Denn genau so ist Stella! Ich finde sie toll und das Buch ist einfach wundervoll geschrieben! Da jeder Mensch auf der Suche nach seinem Glück widersprüchlich agiert, fand ich alles nachvollziehbar und authentisch.

Claire Hoffmann hat ein zauberhaftes Buch vorgelegt. Mich hat es sehr berührt, gerührt, nachdenklich sowie und zum Weinen und Innehalten gebracht und - mich rundum gut unterhalten. Es ist voll von poetischen, verschachtelten Sätzen, Lebensweisheiten und Glücksmomenten und auch traurigen Begebenheiten. Ich habe sehr gerne alle Menschen an Bord dieses Schiffes kennengelernt, alle Begegnungen hatten ihren Sinn. Ein Buch über Neuanfänge, Optimismus, Mut, Vertrauen, Menschlichkeit und auch Schwächen und Vergebung. Ein Roman, der uns lehrt, dass es niemals zu spät ist, nochmal von vorne anzufangen, und dass man ehrlich zu sich selbst sein sollte. So sagt ja ein bekanntes Zitat: "Das Leben ist nichts für Feiglinge" und "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." All diese Gedanken gingen mir bei diesem gelungenen Werk in den Sinn, als ich zum Ende des Buches kam.

Ich kann dieses poetische, wunderschöne, positive Buch nur jedem ans Herz legen. Genau so etwas kann man derzeit brauchen!
Profile Image for Bunny.
94 reviews
August 25, 2024
mit eines der besten Bücher die ich je gelesen habe.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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