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Unfollow - Wie Instagram unser Leben zerstört

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Nena Schink ist süchtig. Ihre Instagram. Alles beginnt mit einem Für das Jugendportal vom Handelsblatt soll sie selbst zur Influencerin werden. Nena, die sich sonst wenig um die Meinung anderer schert, bettelt nun bei ihren Freundinnen um Likes und Kommentare. Sie räkelt sich vierzig Minuten lang im Bikini auf einer Wassermelonen-Luftmatratze, die sie nur fürs Foto mit in den Urlaub genommen hat.
All das kostet sie Zeit. Lebenszeit. Zwei Stunden täglich. 14 Stunden wöchentlich. 672 Stunden jährlich. Das sind 28 Tage, ein ganzer Monat. Verschwendet an Instagram. Nena beginnt sich zu Warum sexualisiert sich eine Generation, die alle Chancen hat, freiwillig? Wieso machen wir uns abhängig von einer virtuellen Scheinwelt? Für die Influencerinnen ist Instagram ein Geschäft. Mehr nicht. Die Wä Follower und Likes. Aber worin besteht eigentlich ihr Job? Warum investieren große Mode- und Kosmetikfirmen Tausende von Euros in die Mädchen hinter den Accounts?
Nena will es wissen, taucht ein in die funkelnde Instagram-Welt, trifft die Influencerinnen in der Realität, besucht ihre glitzernden Events und beschließt, etwas gegen diese Scheinwelt zu unternehmen. In ihrem Buch zeigt sie auf, warum wir Instagram anders nutzen müssen. Inklusive Lösungsvorschlägen für die eigene Instagram-Nutzung. Ihre Hör auf ein Follower zu sein. Werde zum Influencer deines eigenen Lebens.

240 pages, Kindle Edition

Published February 7, 2020

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About the author

Nena Schink

3 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 30 of 46 reviews
Profile Image for Kai.
32 reviews
March 1, 2020
Wenn ein Buch ein "wir" oder ein "unser" bereits im Titel trägt, ist Vorsicht geboten. Nena Schink erklärt anhand ihrer eigenen Instagram-Nutzung, inwiefern diese App für "uns" schädlich ist - oder zumindest versucht sie es. Mehrere Dinge haben mich an diesem Buch gestört:
1. Schink hat sich nicht auf eine Zielgruppe festgelegt. Das Buch liest sich mal wie ein Ratgeber für heranwachsende Mädchen, dann wieder wie eine Hommage an ihre Familie und Freund*innen, stellenweise wie ein Erfahrungsbericht für Frauen, die bald ins Berufsleben (konkreter: in ein Berufsleben, das dringend Expertise mit Social Media erfordert) einsteigen werden, aber meistens wie ein privates Konsumtagebuch. Dieses "wir", das mir von Schink angeboten wird, hat keinerlei Identifikationsmoment für mich bereitgestellt und mir das Gefühl gegeben, dass hier nicht ausreichend abstrahiert wurde. Der Erzählton ist bemüht locker, fast dahingerotzt, und soll den Leser*innen den Eindruck vermitteln möglichst nah an Schink dran zu sein. Damit imitiert sie genau die Selbstdarsteller*innen, die sie in ihrem Buch anzukreiden versucht.
2. In vielen Passagen habe ich internalisierten Frauenhass wiedergefunden, zu dem ich mir mehr Reflektion gewünscht hätte. Bloggerinnen werden zu "Bloggerinas". Der abschätzige Begriff "Spielerfrau" wird ständig in ebenso abschätzigem Ton verwendet. Schink gibt vor welche Vorstellungen von Weiblichkeit akzeptiert (so sein wie Schink) und welche auf verspottende Art abgelehnt werden sollen (viel schminken: no go, auf Instagram Haut zeigen: gefährlich für die spätere Jobsuche). Trotzdem nicht vergessen: Instagram-Konsum reduzieren Mädels! Die gewonnene Zeit müssen wir girls dazu nutzen unsere Traummänner zu finden (no shit: einer der Tipps in der Einleitung). Diese heteronormativen, einengenden Vorstellungen von Weiblichkeit finde ich nicht gerade empowernd - im Gegenteil. Mir leuchtet auch bis jetzt nicht ein, weshalb fast ausschließlich weibliche Influencerinnen kritisiert werden. Wo wir schon beim dritten Punkt wären.
3. Journalistischer Anspruch. Schink ist stolz auf ihre Arbeit als Journalistin, auch ihre Dankbarkeit diesen Beruf auszuüben, spürt man als Leser*in in vielen Passagen im Buch. Aber: Journalist*innen sind dazu da, für Laien Zusammenhänge und Sachverhalte einzuordnen. Warum werden eben die Influencer*innen im Buch erwähnt? Nach persönlichem gusto von Schink oder nach Follower*innenzahlen? Nicht ersichtlich. Warum ist ein Großteil der Interviews in diesem Buch aus ihren alten Artikeln vom Jugendportal des Handelsblatts recycelt? Hatte Schink keine Zeit tiefgründigere Recherche zu betreiben? Was zum Geier sollen die "Notiz an mich selbst" Kästen am Ende eines jeden Kapitels? "Nie wieder auf einer Luftmatratze posieren" oder "mit einem Glas Wein in der Hand durch das nächtliche Athen tanzen" etc. etc. Jede einzelne dieser Boxen war für mich ein Fremdschäm-Moment. War die Funktion weitere Seiten auf Biegen und Brechen zu füllen? Wahrscheinlich.
Alles in allem hätte ich Schink ein kritischeres Lektorat gewünscht. Kürzen, kürzen, kürzen, besser recherchieren, nochmal in Erinnerung rufen, wie man zitiert und welche Quellen sinnvoll sind (t-online.de, really?) und dann wäre eventuell ein halbwegs spannender Erfahrungsbericht bei rumgekommen. Vor allem hätte ich mich gefreut, wenn sie es geschafft hätte die strukturellen Probleme, die Instagram mit sich bringt zu benennen, nicht die individuellen ihrer ehemaligen Lieblings-Influencerinnen. Anstatt ausführlicher auf die Werbung einzugehen, die sie als Hauptproblem von Instagram identifiziert, straft sie auf polemische und unsolidarische Weise die Frauen ab, die zwar die Geld- und Datenmaschine Instagram erhalten, dieses jedoch nicht zu verantworten haben.
Mein Fazit: Lest euch Schinks Artikel auf Orange durch und spart euch die knapp 15€.
Profile Image for xKarenina.
22 reviews1,204 followers
August 8, 2021
Ich muss mich leider den negativen Reviews hier anschließen und fasse mich kurz mit meiner Meinung dazu:
Zwar stellt Nena Schink durchaus richtige und wichtige Fragen, mir fehlt es aber an (journalistischem) Tiefgang. Ich mag aber auch mit der falschen Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen sein.
Was ich so oder so verstörend finde: für eine selbst ernannte Feministin reproduziert die Autorin unreflektiert ganz schön viel internalisierte Misogynie. Und während sie selbst für sich „online“ viele Grenzen zieht, sollen das wohl Menschen in ihrem realen Umfeld besser nicht (ein Beispiel: ihre Freundinnen lobt sie dafür, dass diese ihre eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellen; da frage ich mich, ob dieses Maß an Selbstaufgabe gesund ist und als erstrebenswert dargestellt werden sollte). Seufz - die Intention dieses Buches ist wundervoll, die Umsetzung entspricht nicht meinen Vorstellungen einer differenzierten, journalistischen und feministischen Betrachtung.
Profile Image for LesEley.
46 reviews2 followers
October 17, 2022
Ich frage mich selbst, warum ich dieses Buch zu Ende gelesen habe…
Mit dieser Lektüre wollte ich mich eigentlich meiner inhaltlichen Seminarplanung widmen. Allerdings konnte ich für diesen Zweck keine Erkenntnisse gewinnen.

Einerseits bezeichnet sich Schink immer wieder als Feministin. Andererseits arbeitet sie sich an verschiedenen Influencerinnen und ihrem vermeintlichen Fehlverhalten ab.

Reflexive Geistesblitze kommen der Autorin selbst beim Shoppen im New Yorker Luxuskaufhaus Bergdorf Goodmann. Unter anderem an dieser Stelle scheint durch, dass die Sicht auf die Welt aus einer mehr als privilegierten Bubble beschrieben wird.

Insbesondere der folgende zitierte Absatz enthält für mich mit Blick auf Schinks’ Arbeibeitgeber die pure Heuchelei:

„Ich konnte nicht alle Informationen, die
ich in dem vergangenen Jahr gesammelt habe, verwenden und musste in Einzelfällen die Namen unkenntlich machen. Ich akzeptierte alle Bitten. Zähneknirschend. Obwohl es mir bei manch einer Begebenheit regelrecht wehtat, sie wieder aus meiner Word-Datei zu löschen. Warum ich das trotzdem tat? Die freie Meinungsäußerung ist das höchste Gut unserer Demokratie. Wir dürfen sie nicht mit Füßen treten, indem wir Menschen, die uns vertrauen, hintergehen, würde das doch nur dazu führen, dass sie auch bei anderen Personen genau darauf achten, was sie von sich geben.“
(Seite 102)

Ich kann nicht leugnen, dass dieses Buch etwas in mir ausgelöst hat (…), erhoffte Anhaltspunkte für die Vorbereitung meines Seminars konnte ich jedoch nicht finden.

Zum Schluss bleibt zu sagen: das Wort Bloggerinas möchte ich nie wieder lesen müssen!!!
Profile Image for Markus Amadeus Cosma.
43 reviews14 followers
March 25, 2023
SPONTANE IMPULSE [fortlaufender Posten]:

Achtung! Glücksdiktat-Gläubige warnt vor Auflösung der Menschlichkeit in der Selbstinszenierungsfalle!

Um was handelt es sich hier?

Wohl... um die...

...digitalen und sozialen Luxusprobleme in Form tagebuchähnlicher "Betrachtungen" einer Autorin, die selten das Reflexionsniveau einer Pubertierenden übersteigt (Zitat: "Auch ich bezeichne meine Freundinnen und mich am liebsten als Mädchen. Und fühle mich auch mit 27 Jahren noch nicht als Frau"), es streckenweise bedauerlicherweise sogar unterschreitet - und das trotz eines Universitätsstudiums. Letzteres scheint mit fortschreitender Zeit ohnehin an Aussagekraft zu verlieren, was das geistige Niveau der Absolventinnen und Absolventen betrifft.

Das Fazit der "privilegierten" Sich-die-Seele-leer-Schreibenden lautet - man höre und staune: Mensch, lebe mehr in der Wirklichkeit und weniger in der sozialmedialen! Und (nicht zu vergessen): Schau Dir ganz genau an, wie realitätsfern, verlogen, ungesund und konsumistisch der ganze Instagram-Zirkus ist!

Für eine derartige "Erkenntnis" bedarf es aber wahrlich keiner 240 Seiten an akkumulierten persönlichen Erlebnissen und einfachen Recherchen und Zitaten (aus wohl gemerkt argumentstärkeren Büchern), die - dramaturgisch gesprochen - simplen "Standardsituationen" entsprechen...

Aber wie Frau Schenk so "schön" schreibt: "Leider hört mein Herz nicht auf rationale Argumente." Damit ist eigentlich alles gesagt - außer: Handelte es sich bei dem Buch um ein romantisches Werk... Wo bliebe dann die Romantik? Lassen wir die Autorin noch einmal selbst zu Wort kommen: "Hauptsache wir sind in unser Leben verliebt."

Der Vorhang fällt... Standing Ovations!

Dann tritt die Hauptdarstellerin erneut auf die Bühne - mit einer sehr persönlichen Botschaft: "Jede Person muss für sich selbst entscheiden, was sie im Internet von sich preisgibt und was sie lieber weglässt..."

Plötzlich meldet sich eine Freundin aus der ersten Reihe, die ihre Tränen nicht unterdrücken kann: "Ich bin der Meinung, dass die Freundschaften, die auf Instagram zelebriert werden, meistens nicht die wahren sind..."

Ein anderer Zuschauer weiter hinten - die Wortmeldung der Freundin ignorierend: ["Ich habe gehört, sie wollen ihre Erlebnisse in Form eines Buches zu Papier bringen?"]

Frau Schenk: "[Ja.] Ich schreibe es, weil ich die leise, größenwahnsinnige Hoffnung hege, dass dieses Buch den Unterschied machen wird."
Profile Image for Literarischunterwegs.
362 reviews42 followers
July 29, 2020
Ich empfand das Buch als sehr bereichernd. Grundsätzlich sollte jeder junge Mensch dieses Buch lesen und sich dann entscheiden wie er mit Social Media: Instagram, Facebook und Co. umgeht. Mir in mittleren Jahren sind viele dieser Dinge bewusst und ich habe diese auch immer so gehandhabt. Bis auf Instagram, in sehr geringem Maße und seit einem halben Jahr gar nicht mehr, nutze ich diese Medien nicht. Ich gehöre zum Glück einer Generation an, die nicht mit solchen Medien groß geworden ist und sich daher auch nicht vorstellen könnte, sich öffentlich so zur Schau zu stellen. Wobei dies sicherlich auch ein Charakterzug meinerseits ist. Viele der in diesem Buch genannten Dinge, sehe ich genauso wie die Autorin und habe dies auch immer so propagiert. Ich bin auch der Meinung, dass man diese Medien nicht verteufeln sollte, sondern so wie mit allem im Leben, den rechten Umgang damit lernen sollte und muss. Und diesen rechten Umgang darf und sollte jeder für sich selbst definieren. Auch diesen Ansatz vertritt die Autorin. Und auch dies sehe ich genauso.
Profile Image for Sarah.
195 reviews43 followers
September 17, 2020
What I liked: Instagram has a lot of problems and I’m veery addicted to it and there were some helpful insights
What I didn’t like: this girl talks so much about feminism but there is so much girl hate in this 🙃 she talks in such a mean way about influencers, while also saying that you shouldn’t talk badly about people and judge them based on their posts? She also talks so bad about people who look „slutty“ on social media which is dumb.
So yeah I agree with some of the points but really didn’t like the author
Also her final words of this book were literally: „live, love, laugh“ 😂
Profile Image for Lina.
53 reviews2 followers
June 25, 2024
Nena Schinks Buch „Unfollow – Wie Instagram dein Leben zerstört“ ist ein ehrlicher Blick auf die Schattenseiten von Instagram und deren Auswirkungen auf das persönliche und soziale Leben. Die Autorin teilt ihre eigenen Erfahrungen und bringt damit viele berührende und nachdenklich stimmende Momente in die Erzählung(en) ein.

Besonders beeindruckt haben mich Schinks ehrliche und bewegende Beschreibungen ihrer eigenen Erlebnisse und der Einfluss, den Instagram auf ihre zwischenmenschlichen Beziehungen hatte. Ihre Offenheit ermöglicht es den Lesern, eine starke emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen und sich in vielen ihrer Gedanken und Gefühle wiederzufinden. Schinks Reflexionen über ihre persönlichen Kämpfe und die Auswirkungen der sozialen Medien auf ihr Selbstbild und ihre Beziehungen sind tiefgründig und regen zur Selbstreflexion an.

Ein Aspekt des Buches, der mir weniger gefallen hat, sind die oft abfälligen Bewertungen über Blogger*innen und Influencer*innen. Obwohl ich die Kritikpunkte der Autorin in Bezug auf die Oberflächlichkeit und den Druck, den diese Profile ausüben können, nachvollziehen kann, empfinde ich es als problematisch, eine ganze Berufsgruppe pauschal zu verurteilen. Jeder hat das Recht, seinen Lebensunterhalt auf die Weise zu verdienen, die für ihn oder sie am besten geeignet ist, solange dabei niemand zu Schaden kommt. Diese pauschale Kritik erinnert mich an die oft verurteilenden Haltungen gegenüber Berufen wie der Prostitution. Es wäre doch eine verdrehte Welt, sich darüber aufzuregen, dass Frauen in diesen Berufen tätig sind, anstatt die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Strukturen und Zwänge zu hinterfragen.

Insgesamt bietet „Unfollow“ wertvolle und aufschlussreiche Narrative, die viele wichtige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt. Dennoch wäre eine differenziertere Betrachtung und respektvollere Behandlung der Berufsgruppen, die sie kritisiert, wünschenswert gewesen. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt das Buch ein bedeutender Beitrag zur Diskussion über die Auswirkungen sozialer Medien auf unser Leben.
Profile Image for Janinas.Library.
240 reviews101 followers
September 7, 2020
In „Unfollow - Wie Instagram unser Leben zerstört“ schildert die Autorin scheinbar ungefiltert ihre Erfahrungen mit der App Instagram, und ihren Einblicken in die Bloggerszene und wie die App ihr Leben und das vieler anderer beeinflusst.

Ich glaube, kein Blogger sei es über Mode, Lifestyle oder Bücher kann sich von der Insagramsucht so einfach freisprechen. In der heutigen Zeit ist die App der Dreh- und Angelpunkt der Bloggerszene. Nichts geht mehr ohne sie und „richtige“ Blogs bekommen schon lange nicht mehr so viel Aufmerksamkeit.

Ich persönlich habe das Buch als sehr bereichernd wahrgenommen, auch wenn ich mit der Autorin nicht in allen Punkten einer Meinung bin.
Nena Schink stellt einige interessante Fragen bezüglich unserem Medienkonsum, die mich wirklich nachdenklich gemacht haben. Ein großer Abschnitt des Buchs beschäftigt sich mit dem Thema Neid. Im privaten Leben würde ich mich als überhaupt neidfreie Person betiteln. Mir war es schon immer egal, was Andere besitzen und ich freue mich dafür, was sie erreichen. Aber hier auf Instagram ertappe ich mich häufiger dabei, wie ich neidisch auf den Erfolg oder einen bestimmten Post schaue. Mich frage, warum bestimmte Verlage den Blogger schon wieder ausgewählt haben für eine besondere Aktion. Das ist einfach nur furchtbar! So möchte ich nicht sein!!!
Deshalb habe ich mir fest vorgenommen mehr darauf zu achten und Bloggern, Verlagen und allen Accounts zu entflogen oder stumm zu stellen, die mir nicht gut tun. Aber natürlich auch an mir zu arbeiten und über das glücklich zu sein, was ich erreicht habe.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat an dem Buch ist die teilweise doch etwas anprangernde Art der Autorin gegenüber Bloggern. Hier hätten meiner Meinung nach im Buch keine Blogger namentlich genannt werden dürfen! Ich bin der Meinung: Bloggen kann ein Beruf sein und Niemand darf dafür verurteilt werden. Wenn bestimmte Blogger einen persönlich herunterziehen, sollte man diesen einfach entflogen. Wer bei diesem Buch eine objektive Analyse der App Instagram, sowie Zahn und Fakten erwartet ist bei diesem Buch ebenfalls falsch. Wie die Autorin selbst betont, dass es sich um subjektive Eindrücke handelt.
Wichtiger den je, gilt es bei diesem Buch: Lest das Buch und bildet euch eure eigne Meinung!
Profile Image for Ascari Vau.
415 reviews
February 10, 2020
Ein Buch, das definitiv nachdenklich macht, da die Autorin viele kluge Fragen betreffs des eigenen Social Media-Konsums stellt.

Ich würde mich jetzt zwar nicht als ausgemachten Instagram-Junkie bezeichnen (Dafür nervt mich mittlerweile einfach zu viel an dieser Plattform), aber die Mechanismen und Algorithmen werden auch auf anderen Netzwerken angewendet (Youtube, Facebook etc.).

Am Interessantesten (und wahrsten) ist wohl die Feststellung, dass jede Minute Lebenszeit, die man mit den Apps am Telefon verbracht hat, unwiederbringlich verloren ist ... Schon deswegen sollte man sich wohl wirklich immer wieder mal fragen, wofür man immer wieder im Netz so lang herumhängt: Um Influencern bei dem perfekten Fake ihres Lebens zuzusehen?

Diese und andere Botschaften bringt die Autorin recht gekonnt und unterhaltsam herüber, lediglich den Schreibstil fand ich zeitweise ein bisschen zu betont jugendlich. Das Du bei der Anrede ist in Ordnung, jedoch denke ich, dass nicht nur junge Menschen das Problem haben, nach Social Media und der damit flüchtigen Aufmerksamkeit süchtig zu sein. Und mich hätten ehrlich gestanden durchaus noch ein paar Zahlen mehr interessiert, die Daten, auf die sich die Autorin stützt, kamen mir zeitweise etwas schwammig vor ...

Trotzdem in Summe ein Buch, das ich gern und schnell gelesen habe, weil ich es wirklich interessant fand zu sehen, was da mittlerweile im Influencer-Bereich alles abgeht.



Profile Image for Verena.
37 reviews
February 8, 2022
Für jemanden der Social Media nicht mehr nutzt und zeitweise darüber nachdachte, wieder auf den Netzwerken aktiv zu werden, war das die nötige Bestätigung, es nicht zu tun. Der Großteil des Inhalts besteht aus keinen bahnbrechenden Erkenntnissen. Auch der Schreibstil war meiner Meinung nach für eine Journalistin des Handelsblattes eher..naja. Aber in gewisser Weise zielgruppengerecht für Instagramnutzer. Das Buch enthält viel zu viele Pauschalisierungen, alles in allem aber definitiv lesenswert falls man sich dabei ertappt, sozialen Netzwerken zu viel Bedeutung beizumessen.
Profile Image for Isabelle Neumann.
97 reviews26 followers
March 9, 2023
Total banal, wenig sachliche Information.
Wenn man sich für das Thema interessiert, besser: "Influencer: Die Ideologie der Werbekörper" von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt lesen.
Profile Image for Michelle.
172 reviews
October 19, 2025
Ich hatte mich auf ein Buch gefreut, welches sich kritisch mit den sozialen Medien, hier Instagram, befasst. Bekommen habe ich ein Buch, welches auf mich sehr einseitig wirkte, statt beide Seiten einer Medaille zu beleuchten. Ich nutze Instagram auch schon viele Jahre und es stimmt absolut das Instagram seine negativen Seiten hat, das kann man einfach nicht abstreiten. Es gibt aber auch eine andere Seite. Instagram kann verbinden, kann Freundschaften entstehen lassen, kann neue Wege eröffnen, Inspiration sein, Motivation schenken und vor allem in vielen Bereichen informieren und aufklären.
Was mir auch missfällt: Die Autorin kritisiert in erster Linie nur weibliche Nutzerinnen, ob bekannt als Influencerinnen oder private Nutzerinnen, Frauen bekommen ihr Fett weg. Sehr oft fällt das, in meinen Augen, abfällige Wort Bloggerinas. Unter anderem in der Aussage:"...weil ich nichts lächerlicher finde als die abgemagerten Bloggerinas, die auf Instagram so tun als würden sie jeden Tag Burger, Pommes und Süßigkeiten essen."
Wenn ich konstruktiv kritisieren will, dann bitte nicht mit Bewertungen.
Ich bin davon ausgegangen, dass sie in erster Linie hauptsächlich von ihren eigenen Erfahrungen mit Instagram schreibt, denn im Klappentext steht: Alles beginnt mit einem Experiment. Viel davon gibt es meiner Meinung dann aber nicht zu lesen, außer sich wiederholende Passagen.
Wie sie zur Plattform kam, was diese Plattform mit ihr gemacht hat, was sie kritisch sieht, was vllt nicht. Das kommt teilweise auch vor, aber was ich am Ende wirklich mitnehme ist der erhobene Mahnfinger mit den Worten, dass sie hofft man möge aus ihren Erfahrungen lernen.
2 Sterne, weil sie durchaus wichtige Punkte anspricht und verdeutlicht. Ein Buch in dieser Form hätte es aber nicht gebraucht.
Profile Image for Maria.
628 reviews14 followers
February 9, 2020
Unfollow! von Nena Schink ist eine recht schonungslose und offene Darbietung über das Leben mit einem intensiven Konsum von Instagram. Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert: "Mein persönliches Erwachen", "Die Welt der Influencer" und "Auf der Suche nach der perfekten Instagram-Lösung".

Die Autorin schildert offen und scheinbar ungefiltert ihre Erlebnisse mit dieser App und wie diese ihr Leben beeinflusst. Darüber hinaus bietet das Buch einen kleinen Einblick in die Welt der Influencer/innen ohne dabei anprangernd zu sein. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um eine Schmähschrift oder Verunglimpflichungen einzelner, sondern bleibt eher allgemeiner. Wobei dennoch bestimmte Maschen anhand einzelner Beispiele dargestellt und erläutert werden. Schlussendlich bietet das Buch auch Reflexionsfragen, anhand derer man als Leser/in seine eigene Handhabe und die eigene Motivation hinter der Instagram-Nutzung hinterfragen kann.

Dieses Buch ist für jeden Menschen hilfreich, der einen kleinen Einblick in die Welt der Insta-Influencer haben möchte, viel mehr aber für alle jene, die gern weniger Zeit mit der App verbringen würden, den richtigen Weg dazu aber nicht recht finden.
Profile Image for Jennifer Köster.
16 reviews
April 29, 2020
Es war gut zu lesen, allerdings finde ich es schade, dass Nena Schink, zwar immer wieder wissenschaftliche Studien nennt, auf diese aber kaum eingeht. So bleibt das Buch sehr oberflächlich und ist mehr ein Erfahrungsbericht inklusive ihrer eigenen Artikel, die als Quelle angegeben werden. Sprachlich einfach gehalten. Trotzdem regt es zum Nachdenken an.
Profile Image for Ronja.
88 reviews4 followers
July 21, 2023
Die meisten Aussagen sind wenig bis gar nicht belegt. Wirkt mehr als würde sie influencer verallgemeinern und nur schlecht reden. Bezeichnet sich selbst als Feministin trifft aber immer wieder aussagen, welche fragwürdig für eine Feministin sind. Viele Geschichten drum herum welche nicht wirklich mit der Thematik zu tun haben.
Thematik leider nicht gut umgesetzt meiner Meinung nach :(
Profile Image for Laura.
67 reviews
October 17, 2022
konnte mich selbst nicht so damit identifizieren, aber super interessante infos über das influencer life & große empfehlung für alle, die ihre instagram nutzung überdenken wollen
Profile Image for Sophia.
79 reviews1 follower
June 26, 2024
coole Gedanken zu Instagram. Ich habe gemerkt, das ich echt froh bin, dass Instagram mich nie so gepackt hat.
Profile Image for Ricarda.
42 reviews3 followers
August 17, 2020
Bisschen flach, keine neuen Infos, sie wirkt sympathisch, aber weiterhelfen tut das Buch nicht. Zeigt eigentlich nur, dass alle zu viel auf Instagram sind, aber keiner wirklich sich davon abwenden möchte, egal wie sehr man es versucht. Es ist zum Teil der Gesellschaft und des Informationenfluss geworden.
Profile Image for Clara.
7 reviews4 followers
July 20, 2020
Wer sich eine objektive Analyse des Phänomens Instagram, gepaart mit Zahlen und Fakten, wünscht, ist mit "UNFOLLOW" von Nena Schink eindeutig an der falschen Adresse. Die Autorin selbst betont, dass es sich um subjektive Eindrücke handelt. Ihr Werk sei weder eine Abrechnung mit dem "Berufsbild Influencer" noch eine vollständige Analyse der Instagramwelt. Zwar ist das Buch gespikt mit einigen Studien, unverkennbar ist aber: Das Buch ist geschrieben für heranwachsende Mädchen, die sich mitten im Instagramwahnsinn befinden.

Die sprachliche Gestaltung zielt auf eine private, freundschaftliche Atmosphäre ab und liest sich teils wie ein Tagebucheintrag, was zu einem sehr flüssigen und einfachen Lesen führt.

Die ersten beiden Teile des Buches liefern interssante Denkanstöße, vor allem die Zitation ihrer Mutter dürfte einige Leserinnen berühren und die warnende Stimme der eigenen Eltern hören lassen. Die Autorin invesitiert viel Arbeit, um den Leser hinter die Kulissen des vermeintlich perfekten Influcenerlebens blicken zu lassen. Besonders der zweite Teil gefällt mir persönlich daher sehr.

Der dritte Teil hingegen entpuppt als fatal. Was als eine Art "Analysehilfe des eigenen Instagramverhaltens" dienen soll, verkommt zur absoluten Selbstreflexion der Autorin, gepaart mit einer ständigen Rechtfertigung vor sich selbst, ohne jeglichen Mehrwert für den Leser. Nach der Beschreibung ihres digitalen Ausmistens und der Aufforderung, sich selbst fragen zu müssen, was einen inspiriert, empfiehlt die Autorin journalistisch geprägte Instagramaccounts. Was gut gemeint ist, wirkt hier vollkommen deplaziert. Zudem trifft die Autorin vollkommen unnötige Aussagen über ihr Privatleben. Beispiele dafür, welchen Luxus ihr Vater ihr finanzierte oder ihre Lebensmotto, dass sie angeblich bereits mit 14 fand, sind bestenfalls dazu geeignet, ihre Leserinnen zu verunsichern, statt ihnen Mut zuzusprechen.

Nena Schink bekennt in ihrer Danksagung, wie schwer ihr guter Ausdruck zu Beginn ihrer journalistischen Karriere fiel. Dies ist leider auch in diesem Werk noch deutlich spürbar. Die Absichten hinter diesem Buch sind gut, wichtig und richtig. Ob diese jedoch an jeden Leser, besonders an die Zielgruppen herangetragen werden bleibt für mich fraglich.
Profile Image for N9erz.
262 reviews4 followers
February 14, 2020
Instagram - die Social Media Plattform die momentan am meisten boomt. Jeder hat sie, jeder will Teil von der Community sein und insgeheim will eigentlich jeder gerne mit seinem "normalen" Leben sein Geld und seinen Unterhalt verdienen.

Doch was ist das ach so normale Leben, dass wir auf Instagram tagtäglich von den Influencern sehen? Ist es wirklich "nur" ihr Leben oder doch eine 24-Stunden Werbesendung?
Nena Schink hinterfragt die ganze Maschinerie und das obwohl sie selbst ein Teil davon war. Wie positiv gestaltet sich unser Leben mit Instagram oder verschwenden wir unsere Zeit und zweifeln wir dadurch nur noch mehr an uns selbst.

Gerade weil ich mich selbst immer wieder genau im Stuhl zwischen diesen beiden Meinungen sehe wirklich eine interessante Lektüre für mich. Ich verachte die Maschinerie der Influencer bis zu einem gewissen Grad, die dauernden ach so persönlichen Empfehlungen und Werbungen hinter denen nur hohe Werbegagen stecken. Hinterfrage die Sinnhaftigkeit von Instagram Freundschaften immer wieder, das Gefühl der Verbundenheit obwohl größtenteils nur eine sehr einseitige Beziehung besteht.
Trotzdem versucht man zeitgleich doch irgendwie sich selbst auf Instagram darzustellen und freut sich über jedes Like und Kommentar, macht sich Gedanken darüber warum manche Posts besser funktionieren als andere und was man verbessern könnte... Würde wir jemand für meinen "normalen Alltag" mit zusätzlichen Goodies alla gratis Artikeln, Einladungen und vielem mehr Geld zahlen würde ich es wahrscheinlich irgendwo auch nehmen.

Doch würde es mich glücklich machen? Meine alltäglichen Hobbies zu einem Zwang der Repräsentation zu machen? Wahrscheinlich nicht. Zum Glück bin ich alt genug um den Werbewahnsinn hinter den Influencern immer schon gesehen zu haben aber gerade die jüngeren Generationen sehen oftmals wirklich vermehrt nur die "Freundschaften" zu uns eigentlich unbekannten Menschen.

Definitiv eine Lektüre die zum Nachdenken anregt. Weder ein Manifest zur Verbrennung von Instagram noch zur Ausrottung der Influencer. Mehr ein Schrift um das eigene Nützen der Plattform zu hinterfragen und den eigenen Sinn dahinter zu erkennen und zu sehen.
99 reviews
January 29, 2023
Ich war wenig begeistert. Besonders, nachdem ich die Autorin recherchiert habe und festgestellt habe, dass ich das Buch einer Verschwörungstheoretikerin las. Nicht nur das; nein, auch noch das Buch der besten Freundin Lindners Frau. Als Leser könnte einem kaum etwas Schlimmeres passieren.

Nun zum Buch selbst: es kratzte enorm stark an der Oberfläche. Gerade von einer Journalistin hätte ich deutlich mehr erwartet. Es finden sich unzählige „Beobachtungen“ wieso die „Bloggerinas“, wie sie sie nennt, sich so peinlich darstellen - nicht aber wirklich fundierte Fakten. Ich finde es überdies auch schwierig, sich moralisch und soziokulturell über Blogger erheben zu wollen. Zumal das Bloggen heutzutage eben ein neuer, anerkannter Beruf ist.
Ich habe auch nur bedingt dazulernen können.
Profile Image for Bücherelli.
151 reviews42 followers
August 5, 2022
Ich stehe dem Buch ein wenig zwiegespalten gegenüber - daher gibt's auch keine Sterne. Auch wenn ich Nena in ihren Ansichten und Erlebnissen oftmals zustimme, gibt es auch vieles, was ich kritisiere bzw. hinterfrage.

Kurzfassung: Von Instagram als Suchtmittel erfolgt ein Umdenken auf einen kritischen Umgang mit diesem Medium in einer Selbstreflexion der Autorin, dabei fehlt es leider stellenweise an Tiefgang, gut recherchierten Fakten und neuen Informationen. Dennoch regt es zum Nachdenken an.

Langfassung:

Wir alle sind von dem Drang getrieben, etwas darzustellen. Bewusst oder unbewusst möchten wir leuchten, glänzen, bedeutsam sein. Und es gibt Menschen, die wir bewundern. Denen wir nacheifern, bei denen wir den Wunsch verspüren ein wenig zu sein wie sie. Mit denen wir uns umgeben in der Hoffnung, dass ihr Strahlen auf uns abfärbt.


Nena Schink hat nach einem erfolglosen Versuch nun doch endlich ihre journalistische Reise angetreten. Für “Orange by Handelsblatt” bringt sie wöchentlich ihre Kolumne “Nenas Welt” heraus. Am Anfang ihrer Karriere hat sie sich auch als Influencerin versucht - aufgrund eines Selbstversuchs aus journalistischem Interesse. Auch sie ist dem Likewahn und der Inszenierung eines perfekten Lebens verfallen - und hat damit ihr Umfeld ziemlich genervt. Bis sie irgendwann festgestellt hat: Sie möchte kein Fake mehr sein und ihre Zeit lieber offline verbringen.

Ich wollte mit meinen zahlreichen privaten Posts nicht in meinem Job vorwärtskommen, sondern einfach nur meine Follower, darunter auch Menschen aus meiner Vergangenheit, beeindrucken.


Das Buch ist flott geschrieben. Kurze Kapitel, knackige Sätze. Man merkt, dass Nenas eigentlicher Beruf etwas mit dem Schreiben zu tun hat. Sie kann ihr Handwerkszeug. Zumindest was das Formulieren betrifft. Beim Recherchieren bin ich mir nicht immer so sicher. Vieles wird nur oberflächlich angeschnitten. Hier mal ein Beispiel: Einem Spiegel-Artikel zufolge verbringen wir Menschen knapp zwei Drittel unserer Redezeit mit Berichten über das Leben der anderen. Sie zitiert hier einen Artikel vom Spiegel. So schön, so gut. Allerdings ist unklar, woher der Spiegel seine Quelle bezieht, auch wenn in weiteren Absätzen Studien genannt werden, fehlt doch ein eindeutiger Beleg. Echte Recherchearbeit würde für mich bedeuten, der Sache noch tiefer auf den Grund zu gehen und gleich richtig zu zitieren, das heißt diese Information richtig zu belegen und nicht blind wiederzugeben.

Was mich sehr irritiert hat in dem Buch sind die fett markierten Sätze, die so gut wie auf jeder Seite vorkommen. Wirkt ein bisschen wie Sätze, die sie besonders gut findet. Wobei ich ihr da nicht immer zustimmen kann. Und wenn es nur darum geht einen Satz bzw. eine Aussage zu betonen, dann ist mir eindeutig zu viel markiert. Auch die Notizen haben mich etwas genervt: “Notiz an mich selbst: Städte ohne Instagram erkunden.”

Leider wird auch nicht konsequenz gegendert. Es ist in Ordnung, wenn man es nicht tut, aber wenn man gendert, dann sollte es einheitlich durchgezogen werden und nicht immer nur mal sporadisch gemacht werden. Außerdem stört es mich, dass fast nur Frauen in dem Buch erwähnt werden. Jegliche Beispiele - bis auf eines - beziehen sich auf Frauen. Es sind natürlich auch hauptsächlich Frauen aus dem Bereich Lifestyle und Mode, was sie auch am Anfang des Buches dadurch relativiert, dass viele Influencer*innen in diesem Bereich tätig sind. Nichtsdestotrotz sind eben nicht nur Frauen in diesem Bereich sozial medial unterwegs und mehr Diversität wäre wünschenswert gewesen. Was auch gar nicht thematisiert wird - oder wenn ist es so kurz, dass es mir gar nicht aufgefallen ist - sind psychische Probleme, die mit Instagram einhergehen können. Scheinbar ist Nena Schink davon weitgehend verschont geblieben, allerdings wäre es trotzdem nett gewesen, darauf einzugehen. Instagram kann in dieser Hinsicht das Leben auch stark beeinflussen - Depressionen z.B. hängt stark mit übermäßigen d.h. krankhaften Medienkonsum zusammen, vor allem bei jungen User*innen. Wenigstens erläutert sie den Suchtfaktor dieses Mediums - hierfür gibt sie sogar ein anschauliches Beispiel, wie viel Zeit sie dafür tatsächlich aufgewendet hat. Die Zahl ist erschreckend.

In den letzten fünf Jahren habe ich vermutlich dreitausend Stunden auf Instagram verbracht. 140 Tage. Vier Monate. In dieser Zeit ist keine einzige wertvolle Erinnerung entstanden.


Eine Passage in dem Buch hat mich sogar zum Weinen gebracht, weil es mich an persönliche Erlebnisse erinnert hat. Sie erzählt von ihrer Urgroßmutter und, dass sie die letzten Momente mit ihr außerhalb des Digitalen genossen hat. Sie hat nicht mal an Fotos gedacht, sondern den Moment gelebt. Sie unterstreicht das mit der Aussage, dass man Momente wie diese verpasst, wenn man ständig nur online lebt. “Momente für Instagram” erzeugen laut ihr keine authentischen Erinnerungen. Irgendwo stimme ich ihr an diesem Punkt zu, irgendwo aber auch nicht. Es hat auch bei mir im Leben einen Punkt gegeben, da habe ich einen Menschen durch seine letzten Augenblicke begleitet. Und ich habe auch keine Fotos gemacht. Und doch wünschte ich, ich hätte welche. Egal wie schlimm irgendwer ausgesehen hätte. Es geht mir dabei auch nicht darum, es zu posten. Es geht mir darum, dass ich diesen Moment gerne festgehalten hätte, um später meine Erinnerung visuell zu unterstützen.
Und auch wenn ich zu gefühlt 90 Prozent nur unnötigen Content auf Instagram produziere, wie so viele, gibt es doch den ein oder anderen Moment, den ich aufgenommen habe und im Nachhinein froh darüber bin, weil es mir eine positive Erinnerung gibt. So wie das mit dem Festhalten von Momenten schon immer geplant gewesen ist. Und ja, im ersten Moment ist das Video oder das Foto entstanden, mit der Absicht es zu posten. Im Nachhinein bin ich aber über manches froh, weil es jetzt abgespeichert auf meinem Handy ist und ich es mir immer wieder ansehen kann. Und dafür finde ich dann Apps wie Instagram doch ganz schön praktisch. Heißt aber nicht, dass ich unnötigen Content und Bildbearbeitung unterstütze - ganz im Gegenteil.
Was ich sagen will: Ich stimme voll zu, den Moment ohne ständigen Blick durchs Handy zu leben, bin aber auch dafür ihn auf irgendeine Weise festzuhalten. Es muss nicht unbedingt Instagram sein, aber bei Nena klingt es etwas so, als sollte man generell weniger fotografieren oder filmen und da kann ich eben nicht zustimmen.

Mit deinem Aussehen wirst du empfangen, mit deinem Verstand verabschiedet. (Zitat von Nenas Uroma, das an dieser Stelle nicht nur zutreffen ist, sondern ich generell sehr schön finde).


Alles in allem mag ich dennoch ihre reflektierte Sicht, die sie die Jahre über annimmt. Wie sie sich und das Verhalten anderer Social Media Nutzer*innen kritisch hinterfragt. Ich mag das Prinzip von: Was gibt mit diese Person auf Instagram, der ich folgen will? Freude? Dann ist es die richtige Wahl. Und was sie auch bestärkt, ist, sich nicht nur von fremden Leuten zu trennen, die einem negative Gefühle vermitteln, sondern auch von bekannten. Ja, auch der beste Freund darf gehen, wenn das Profil kaum Freude bringt.
Nach ihrem ersten Kapitel habe ich gedacht, dass sie ihr Instagram vollständig gelöscht hat. Ich hab sie auch gesucht und bin überrascht gewesen, doch noch ein Profil vorzufinden. Im ersten Moment ist mir das etwas heuchlerisch vorgekommen. Warum sie trotzdem noch ein Profil hat, obwohl gerade der Anfang des Buches wie eine Hasstirade auf die App wirkt, erklärt sie dann noch ausführlicher. Es geht nicht darum, sich komplett von den sozialen Medien abzuschotten, es geht darum einen reflektierten und kritischen Umgang mit zu erlernen. Es gibt auch Content, der bildet und informiert. Und auch ich versuche seit geraumer Zeit meinen Feed und die Leute, denen ich folge, dementsprechend anzupassen. Sie hat ziemlich viele Gedanken niedergeschrieben, die ich auch immer wieder mal habe. Und sie hat mich mehr über dieses Thema nachdenken lassen - und das ist ja auch der Sinn des Buches.

Wenn auch vielleicht etwas ungeschickt verpackt, transportiert das Buch dennoch eine wichtige Message. Nimm dich dem Trend der Zeit ruhig an, aber vergiss dabei nie es zu hinterfragen. In diesem Sinne miste ich jetzt wohl meine social contacts aus.
Profile Image for Valerie.
306 reviews11 followers
February 9, 2020
Die Droge Instagram

„Denn eines ist sicher: Die wahren Glücksmomente passieren nur offline.“ (S.218)

Die 27-jährige Nena Schink ist Journalistin. Für ein Experiment sollte sie „Influencerin“ auf Instagram werden – und fand sich prompt in einer Spirale aus scrollen, hunderte von Fotos zu machen, um das perfekte Bild zu finden, regelmäßig zu posten, folgen und liken… Nun berichtet sie, wie sie es wieder herausgeschafft hat. Schink beginnt mit ihrem eigenen Bezug zu Instagram, behandelt dann verschiedene Influencer, welche sie teils auch interviewt hat, und schließt mit ihrer Suche nach der „Instagram-Lösung“, wie sie es nennt. Sie redet davon, dass sie selbst Influencerin war, obwohl man das im eigentlichen Sinn wohl nicht so behaupten kann, ihre Follower-Zahl lag gemäß Angaben im Buch bei knapp 5000. Die Interviews mit Influencern und Schinks Beobachtungen dazu waren teils interessant zu lesen. Auch der letzte Abschnitt gefiel mir, sie schlägt ein digitales Ausmisten mit Hilfe folgender Fragen vor: Warum folge ich dieser Person? Inspiriert mich diese Person? Welchen Mehrwert bieten mir ihre Stories? Bringt es mich in der Realität weiter, dieser Person auf Instagram zu folgen?

Ich finde das Thema Instagram Sucht aktuell und hochinteressant, und einige Punkte, die Nena in ihrem Buch behandelt, sind gut gewählt und regen zum Nachdenken an. Trotzdem konnte mich der Schreibstil nicht so mitreißen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, Schink bringt viele Beispiele – ich hätte mir einen professionelleren Stil erhofft. Dennoch brachten mich viele Punkte zum Nachdenken, sodass auch in Zukunft meine Instagram Nutzung überdenken will. Ich war etwas überrascht, dass Schink die App nach wie vor nutzt, wenn auch anders als früher. Denn: wäre uns Süchtigen nicht am Meisten geholfen, wenn wir die App einfach löschen? Insgesamt ist das Thema nicht schlecht umgesetzt, aber ich hatte mir mehr erhofft.
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619 reviews
September 4, 2023
Wie abhängig macht Instagram? Und ab wann gilt man als "Gefangener" dieser App? Was macht es mit unserer Seele und unserem Blick auf uns selbst? Haben wirklich die Anderen ein besseres, schöneres, leichteres Leben als man selbst? Wieviel von den Posts und Reels ist echt und authentisch? Wer sind die Personen hinter den Profilen?

Die Autorin versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen und zeigt die Probleme von Social Media und Instagram im Besonderen auf. Lohnt es sich, seine Zeit mit dem Folgen und Beobachten der Profile Anderer zu vergeuden?

Nena Schink teilt ihr Buch in drei große Abschnitte ein. Für mich war der erste Part der Interessanteste , da sie hier von ihren eigenen Erfahrungen spricht. Auch der zweite Part war gut, zeigt er doch wie das Influencerleben so sein kann. Ein Leben auf dem Präsentierteller ohne persönliche Freiheit und stets mit dem Druck im Nacken Content liefern zu müssen. Keine Pause, kein Treibenlassen und Nichtsdokumentieren, keine Feier, keine Urlaube ohne Fotos, die dann noch aufgehübscht werden müssen. Neben den Einnahmen erhalten die Influencer:innen dann noch gratis Sprüche, Kommentare, Beleidigungen und Hass dazu und auf die, sind die wenigsten Influencer:innen vorbereitet. Der dritte Part war die Suche nach der perfekten Instagram-Lösung. Diesen Teil habe ich nur überflogen, weil er mich leider gar nicht angesprochen hat.

Insgesamt ist es ein subjektives Buch mit ein paar wenigen harten Fakten. Der Blick auf die InstaWelt ist eher oberflächlich gehalten. Die Autorin versucht einen kleinen Einblick in die Welt der Influencer:innen auf Instagram zu geben und aufzuzeigen, welche Auswirkungen und welchen Einfluss die bearbeiteten Bilder und die Influencer:innen auf die Menschen, die sie häufig nicht persönlich kennen, haben.

Am Ende stellt sich mal wieder die Frage: Braucht man diese Influencer:innen in und für sein eigenes Leben? Wohl eher nicht.
3 reviews
January 4, 2021
Nena Schink hat eine stark negative Meinung zu der Plattform Instagram, die sie in drei großen Teilen gut und schlüssig begründet. Im ersten geht es um ihre persönlichen Erfahrungen mit der Plattform. Im zweiten werden Influencer*innen, Events un generell das (Schein)Leben der Personen hinterfragt. Im dritten Teil geht es darum, wie die Autorin ihr Instagramverhalten hinterfragt hat und welche mögliche Lösungen sie für sich entwickelt hat. Dieser Teil soll den Anstoß zur persönlichen Reflexion geben.

Auch wenn ich die Plattform selbst als nicht komplett negativ empfinde, habe ich von Schinks Überlegungen profitiert. Wenn ich ehrlich bin, dann verbringe auch ich viel zu viel sinnlose Zeit auf Insta. Durch das Buch habe ich auf jedenfall mein Verhalten auf der Plattform hinterfragt und nehme mir jetzt auch mal eine Auszeit davon. Danach möchte ich die Plattform dennoch weiter nutzen, nur bedachter. Ich möchte das was mir einen Mehrwert bringt beibehalten und den Rest ziehen lassen. Mal schauen wie das funktioniert.

Was mich am Buch gestört hat war, dass die eigenen Erfahrungen und Meinungen oft generalisiert wurden, obwohl die Autorin selbst im Buch geschrieben hat, dass sie Generalisieringen nicht gut heißt. Der Inhalt des Buches beschränkt sich größtenteils auf die negativen Aspekte der Plattform und räumt Instagram im Vergleich zu anderen Plattformen einen großen Stellenwert ein, das ist aber auch so intendiert. Wer sich also eine ausgewogene Darstellung erwartet sollte zu einem anderen Buch greifen. Wer sich aber mit den negativen Aspekten von Instagram konfrontieren möchte, sollte das Buch lesen.
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20 reviews
February 6, 2022
Ich hatte das Buch gelesen, obwohl ich einerseits kein Suchproblem mit Instagram habe und andererseits meinen Instagram-Account schon gelöscht hatte. Trotzdem hatte ich während meiner "Insta-Zeit" immer das Problem, dass ich zulange, auf dieser Explorer-Seite war und mich nach der Nutzung schlecht gefühlt habe. Und dieses Buch gewährt einen sehr sehr realistischen Einblick hinter die Kulissen eines Influencers. Was das ganze ansprechender macht ist, dass die Autorin Nena Schink nicht einfach so von dieser Sucht spricht, sondern selber Erfahrung damit gemacht hat. Dazu ist sie aus beruflichen Gründen selber zur Influencerin geworden; diese "Geschichte" sorgt dafür, dass der Leser versteht, JEDER kann dem Instagram-Wahn entkommen.
Jedoch sind meiner Meinung nach manche Aussagen von Schink sehr extrem und kann manchmal ihre Position nicht ganz nachvollziehen (, da sie einfach zu extrem ist, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass sie viel näher an der ganzen Influencer-Geschichte dran war).
Den letzten Teil, wo es darum ging eine Lösung für seinen eigenen Instagram-Konsum zu finden, habe ich nur durchgeblättert, da ich kein Instagram mehr habe. Aber, was ich da gelesen hatte, würde ich behaupten, dass ihre Ansätze Personen mit einem Suchtproblem gut mitnehmen und helfen könnten.
Profile Image for Nauplius.
54 reviews5 followers
March 20, 2023
A book written firmly from the viewpoint of someone who cares a lot about looks and likes but detests it.
The author pretends that this is most of society/the reader, so she can blame instagram for "exploiting " "our" collective wish to be pretty and famous for being pretty. Asks why a picture based app is focused on pictures, not intellectual achievments.... Is shocked about advertisement not being realistic... Extreme anger at the whole concept of influencer-based marketing, but no clear outline on why it's bad, more of a vague disgust.
The low point of the book is when she talks about getting a hate message by a 15(!)-year old and it actually affects her self esteem and she writes back justifying her looks. That's just depressing. All in all an incredibly sad and shallow book, the author adds in hate about "bloggerinas" as she calls influencers throughout the book, making her claims to have feminist concerns ring very hollow.
Profile Image for Sarah.
564 reviews58 followers
January 14, 2021
Ich habe gerade dieses Buch beendet. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, und dadurch konnte ich ihren Schilderungen sehr gut folgen. Ihre persönlichen Erfahrungen fand ich spannend, und auch zu welchem Ergebnis sie zum Schluss gekommen ist. Dennoch finde ich es kritisch alles so zu pauschalisieren, und an manchen Stellen hätte man nicht mit diesem „journalistischen Blick“ nenne ich es jetzt mal, der irgendwie immer etwas negatives sucht was man den Leuten erzählen kann, rangehen sollen, denn nicht alles an Instagram ist schlecht und nicht jeder Influencer ist unauthentisch, so dass man ihm entfolgen sollte. Trotzdem konnte ich viel aus dem Buch mitnehmen und habe schon beim lesen einige Leute denen ich folge aussortiert, denn wo Nena recht hat hat sie recht: das Glück sind nicht die Follower und Likes, sondern die Momente die dein Herz nachhaltig berühren!
Profile Image for Lea.
3 reviews1 follower
October 21, 2021
Ich fand das Buch gut, weil ich oftmals die selben Ansichten teilte. Ich habe Instagram schon vor einigen Monaten gelöscht. Deshalb stimme ich auch mit dem Ende nicht ganz überein. Bevor ich Instagram löschte, habe ich auch versucht, einfach ein neues Profil zu machen, und nur mir bekannten Menschen zu folgen. Doch nur ein interessanter Post auf der Explore Page und Zack - der Algorithmus zieht mich wieder in den Instagram Wahnsinn. Nach meiner Realisation habe ich es endgültig gelöscht. Das Selbe ist mir auch bei Tiktok passiert. Vielleicht bin ich auch einfach zu anfällig für diese Art von Sucht, aber seit ich es realisiert habe, nutze ich kaum noch soziale Medien, ausser Whatsapp und Youtube. Ich rate jedem das Selbe zu tun. Ich denke, es gibt keinen gesunden Umgang mit Instagram. Genau wie auch kein Schlückchen Alkohol gesund sein kann.
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Profile Image for Christina.
159 reviews
February 20, 2020
Ein sehr interessantes Buch, das mich zum Nachdenken über die App und mein eigenes Social Media-Verhalten angeregt hat. Spannend war auch, einen Einblick in die sogenannte Welt der Influencer zu bekommen. Das Buch liest sich sehr schnell, ich war in zwei Tagen damit fertig. Es ist kein klassischer Ratgeber basierend auf Studien etc. Die Autorin schildert ihre Erfahrungen und gibt ihre Tipps weiter, wie sie nun mit Instagram umgeht. Man erkennt sich in der einen oder anderen Situation wider und kann für sich und das eigene Verhalten vieles mitnehmen.
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