Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert die Stadt. Am Schmutzigen Donnerstag, dem Auftakt der Solothurner Fasnacht, wird am Fuß des Krummturms die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine Tätowierung mit der Zahl 666 bringt Hauptmann Dominik Dornach auf eine frühere Mordserie im Rotlichtmilieu, deren Opfer das gleiche Tattoo aufwiesen. Während Dornach und seine Ermittler ersten Hinweisen nachgehen, wird seine im Irak für die UNO tätige Tochter von Terroristen ins Visier genommen, und Dornachs Welt droht in einem sich immer schneller werdenden Strudel aus Angst zu versinken.
Dieses ist mein erstes Buch von Christof Gasser. Leider habe ich den Fehler gemacht, mit diesem vierten Band der Reihe zu starten. Es funktioniert zwar, aber ich glaube, man hat mehr Lesefreude, wenn man die Vorgänger auch bereits gelesen hat. Hin und wieder fehlte mir hier doch etwas Vorwissen. Ansonsten war es ein solider, sehr temporeicher Krimi mit mehreren Handlungssträngen. Ich bin neugierig geworden auf weitere Bücher der Reihe.
Auch der vierte Band rund um die Solothurner Kantonspolizei und Hauptmann Dominik Dornach konnte mich wieder vollauf begeistern. Seit ich die Schweizer Krimis aus dem Emons Verlag entdeckt habe, begeistert mich einer mehr als der andere.
Es ist der schmutzige Donnerstag, der Auftakt des Solothurner Fastnachtstreiben, wo sich allerlei bunt gemischtes Volk herumtreibt. Im Gewühl fällt auch ein Mord nicht wirklich auf und so wird am nächsten Morgen eine junge Frau tot am Fuße des Krummturmes gefunden. Was zuerst nach Selbstmord aussieht, wird bald zu Mordfall. Bei der Obduktion wird am inneren Oberschenkel die teuflische Zahl 666 gefunden. Karin, die ebenfalls mitten im ausgelassen Treiben unterwegs war, hat einen Streit ihrer neuen Kollegin Luana mit der Ermordeten beobachtet. Bei der Nachfrage bleibt Luana ziemlich bedeckt, doch bei weiteren Recherchen finden Dornach und Karin heraus, dass beide Frauen anscheinend Kontakt zum Rotmlichtmilieu haben. Kurze Zeit später gibt es die nächste Tote.... Zur selben Zeit befindet sich Dornachs Tochter Pia mit ihrem Freund Rafik im Irak. Sie sind für das UNO Kinderhilfswerk im Krisengebiet eingesetzt. Dabei kommt es zu einem terroristischen Anschlag auf die beiden. Dornach fliegt zu seiner schwerverletzten Tochter in den Irak und Angela Casagrande übernimmt währendessen die Ermittlungen in den Frauenmorden.
Dominik ist neben seinem fordernden Job ein kleiner Weiberheld. Nach Jana Cranach und der Tändelei mit der Staatsanwältin Angela Casagrande, bandelt er diesmal mit der neuen Amtsärztin an. Doch auch diese Frau bringt ihm kein Liebesglück. Obwohl die privaten Situationen immer wieder Teil der Krimihandlung sind, nehmen sie nicht überhand. Dazu kommt Dornachs Freundschaft zu Jana Cranach von der Europol, die in diesem Teil wieder eine größere Rolle spielt und deren Vergangenheit aufgedeckt wird. Die Charaktere sind wieder authentisch, vielschichtig und haben alle Ecken und Kanten.
Christoph Gasser widmet sich in seinen Solothurn Krimis immer wieder Themen wie Migration, Fremdenhass, Politik und in diesem Band ist auch das Rotlichtmilieu Thema, sowie der "Teufel" - in welcher Gestalt auch immer.
Die Geschichte wechselt ständig zwischen den einzelnen Schauplätzen. Dadurch schraubt sich die Spannung immer mehr nach oben. Dazwischen gibt es kurze Rückblicke in die Vergangenheit, die in kursiver Schrift geschrieben sind. Die Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge werden erst am Ende ersichtlich und gipfeln in einem grandiosen Showdown. Ein komplexer Krimi, deram Ende alle Fäden zusammenführt und doch wieder etwas Platz für einen weiteren Band der Reihe lässt.
Schreibstil: Der Autor schreibt fesselnd, temporeich und ausdrucksstark. Obwohl er keinen Schweizer Dialekt verwendet, ist das Lokalkolorit durch Bräuche, bestimmte Plätze und Bauten, Speisen oder bestimmte Worte immer vorhanden. Ein Glossar mit den verwendeten schweizer Begriffen befindet sich am Ende des Buches.
Fazit: Ein weiterer spannender und komplexer Krimi aus der Feder von Christof Gasser. Mich hat er bereits nach seinem zweiten grandiosen Krimi als Fan gewonnen. Allen anderen Lesern kann ich seine Krimis nur ans Herz legen. Auch "Solothurn tanzt mit dem Teufel" ist wieder ein absoluter Pageturener mit aktuellen Themen. Eine Empfehlung!
atemlose, teuflische Spannung... Fee erzählt von der Geschichte: Dominik Dornach arbeitet bei der Solothurner Kantonspolizei. Auf seine Tochter Pia wird bei einer UNO-Hilfsmission im Irak ein Attentat verübt, dabei stirbt ihr Freund. Außerdem geschehen in Solothurn mehrere Morde. Die Welt um Dornach bricht zusammen, beruflich und privat werden Menschen, die ihm wichtig sind, entführt bzw. fast umgebracht.
Fee zum Buch: Erstmal muss ich erneut unbedingt einer meiner Lieblingsautorinnen Milena Moser danken, weil sie Christof Gasser bestärkt hat, dass er dranbleiben soll, Bücher zu schreiben. Erst war ich von Blutlauenen begeistert, dann von Solothurn trägt Schwarz und nun von Solothurn tanzt mit dem Teufel. Sorry, wenn ich mich wiederhole, aber es wäre ein Verlust, wenn es die Bücher von Christof Gasser nicht gäbe. Und ich bemühe mich jetzt auch, den Namen richtig zu schreiben. Zu meinem Verdruss muss ich gestehen, dass ich in vorherigen Rezis das leider nicht geschafft habe. „Solothurn tanzt mit dem Teufel“ ist Band 4 in der Serie um Daniel Dornach. Die Bücher sind in sich abgeschlossen, so dass man die anderen 3 Bände nicht lesen muss, um zu verstehen was vor sich geht. Aber was soll ich sagen? Man verpasst was, wenn man sie nicht liest!!!
Das Cover: Mir gefällt das Cover sehr gut, genauso wie der Rückentext. Am Schluss kommt dann noch die Legende mit den Begriffserklärungen. Das fand ich toll, denn alles kannte ich auch noch nicht. Alles in allem ein perfektes Buch mit Softcover-Umschlag. 1*
Der Schreibstil und die Geschichte: Beim Schreibstil war ich wieder ganz zuhause. Zuerst ist die Geschichte ziemlich verwirrend, bis dann die ganzen Stränge zu einem zusammengefügt werden und es ein fulminantes, überraschendes und überaus spannendes Highlight gibt. Wow, wow, wow, kann ich dazu nur sagen. Tja, und beim „Mörder“ hab ich mich ja total verhauen. Und nun hab ich endgültig einen neuen Lieblingsautor.
Lokalkolorit: Irgendwie scheint immer noch niemand schwyzerdütsch zu sprechen. Aber es gibt megaviele Schweizer Worte und Wendungen in dem Buch und auch viele Schauplätze, von daher bin ich sehr begeistert.
Charaktere: Die Charaktere sind wieder sehr gut beschrieben, so dass ich mir alle vorstellen konnte. Meine Lieblingscharaktere sind immer noch Jana und Pia. In diesem Buch noch zusätzlich Angela Casagrande, was für eine grandiose, wenn auch leichtsinnige Aktion. Ich konnte mir alles gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen. Ich hoffe sehr, dass es ein Wiedersehen mit Jana gibt.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit: Das Buch war von Anfang bis Ende megaspannend, die Charaktere supertoll und das Highlight wahnsinnig brillant. Agatha Christie wäre hellauf begeistert davon!! Ich bin noch völlig fertig und möchte dem Buch 10 Sterne geben, denn es ist einfach teuflisch – dramatisch – virtuos!!!
++ Den Figuren wird dieses Mal viel zugemutet [#4 - Dornach & Casagrande]
Ich habe diese Reihe durch Band 5 kennengelernt und daher war ich schon auf einige Ereignisse in diesem Buch vorbereitet. Das hat der Spannung aber nicht geschadet, trotzdem empfehle ich, diese Reihe chronologisch ab Band 1 zu lesen.
Was anfangs nach einem Routine-Fall aus dem Rotlichtmilieu ausschaut, entwickelt sich zu einer brandgefährlichen Ermittlung, bei der auch das engste Umfeld von Dominik Dornach in Lebensgefahr kommt. Wir treffen wieder alle bekannten Figuren aus den Vorgängerbänden und besonders Dornachs Tochter Pia wird dieses Mal weit über das erträgliche hinaus belastet. Zur Handlung möchte ich gar nicht viel mehr schreiben, damit ich nicht zu viel verrate. Es geht diesmal um Prostitution und wie auch schon in den Vorgängerbänden um organisierte Kriminalität mit Clanbezug.
Christof Gasser hat neben der Krimihandlung auch wieder relativ viel Raum für die Entwicklung der Personen offen gelassen, ohne zu sehr ins Drama zu fallen. Es gibt überraschende Wendungen und manchen Schockmoment.