1. Gesetz: Die Leuchttürme gehören dem Konsortium. Wer sie nutzt, zahlt. 2. Gesetz: Die Sterne gehören dem Konsortium. Wer sie beobachtet, stirbt. 3. Gesetz: Die Zeit gehört dem Konsortium. Wer Zeit genau misst, stirbt.
Das Konsortium fackelt nicht lange. Als auffliegt, dass Mariettas Vater heimlich an einer genauen Uhr gearbeitet hat, wird er sofort verhaftet. Entsetzt nimmt Marietta die Uhr aus ihrem Versteck und ergreift die Flucht. Ganz woanders erbt Charles, Sohn eines Leuchtturmbauers, einen Sextanten und beginnt, die Sterne zu beobachten. Als das Aufmerksamkeit erregt, muss er ebenfalls fliehen. Auf verschlungenen Wegen lernen Marietta und Charles sich kennen. Beide besitzen sie etwas, das die Grundfesten des Konsortiums erschüttern kann …
Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit ist ein anspruchsvolles Jugendbuch, das mich vollkommen begeistert hat. Man muss viel zwischen den Zeilen lesen, es lädt zum Mit- und Weiterdenken ein und wird deshalb allen, die sich sonst gerne von Geschichten berieseln lassen, nicht gefallen. Das Ende ist erst der Anfang, den wir anschließend ausführlich in unseren Köpfen weiterspinnen müssen. Die Geschichte liest sich für mich wie eine Dystopie – und das ist sie auch gewissermaßen – nur betrachtet aus der Vergangenheit. Denn Mechanik, Zahnräder und Dampfantrieb, spielen hier die Hauptrolle, es handelt sich also um Steampunk. Dass Marietta mehr an Frauen als an Männern interessiert ist, wird nach und nach deutlich, jedoch spielt es für die Handlung eine eher untergeordnete Rolle (so, wie es meiner Meinung nach häufiger sein sollte). Ebenso wird die Wahrnehmung der Geschlechterrollen thematisiert. Für mich ist dieses Buch ein wahres Highlight deutschsprachiger (queerer) Jugendliteratur!
Kurzbeschreibung zu Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit
In einer Welt in der Gesetze alles widerspiegeln was Freiheit einschränkt sind wir beim Konsortium. Denn die haben Regeln an denen sie sich strikt halten und die die Bürger umzusetzten haben. Ein jedes Gesetz besagt, dass man die Zeit nicht genau messen darf sonst ist man des Todes. Gegen dieses Gesetz hat laut der Regierung Mariettas Vater verstoßen und wurde verhaftet. Mariettas Vater hatte für den Herzog eine Uhr gebaut, die genau die Zeit misst. Marietta ist schockiert und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater und lernt dabei, sich auf ihr Gefühl zu verlassen. Dann lernt man Charles kennen, der nach einem tragischen Unfall in seiner Familie einen Sextanten erbt und die Sterne beobachten soll. Sterne beobachten fällt unter das Gesetz Nummer 2. Eine Welt in der viel Fragen sind und in der diese zwei unterschiedliche Menschen einen langen Weg voller Geheimnisse gehen müssen um zueinander zu finden und ein Rätsel zu entschlüsseln das alles verändern könnte.
. Mein erster Eindruck
Eine klasse Story die sehr spannend daherkommt. Ich war neugierig auf die Welt, das Konsortium und die Gesetze die dort herrschen und wurde nicht enttäuscht.
. Meine Meinung zu Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit
Eine Welt in der die Gesetze des Konsortiums alles sind und deren nichteinhalten zum Teil auch mit dem Tode bestraft wird.
Genau in diese Welt wird man hier entführt. Hier lernt man die taffe Marietta Mejouffrouw kennen, die die Tochter des hiesigen Uhrmachers im Herzogtum ist, der bei allen geschätzt und angesehen wird. Umso schockierter ist es, dass ausgerechnet dieser rechtschaffende Mann im Auftrag der Regierung verhaftet wird, da er laut Anklage gegen das dritte Gesetz verstoßen hat.
Hier war ich gespannt, weshalb man laut Gesetz nicht die genaue Uhrzeit messen darf und vor allem weshalb man die Leute mit einem Uhrmacher in Sicherheit wiegen sollte, wo keinerlei Sicherheit ist.
Das Konsortium wird von vielen einfach als Regel akzeptiert ob sinnvoll oder sinnlos und man hat irgendwie aufgehört eigenständig zu denken. Wer denkt wird bestraft oder ist auf der Flucht.
Nachdem Marietta weiß, dass ihr Vater verhaftet wurde beginnt für sie ein Spießroutenlauf der besonderen Art. Denn sie hat die Uhr, die ihr Vater für den Großherzog angefertigt hat bei sich und muss fliehen um ihren Vater zu finden und sich selbst in Sicherheit mit dem Beweisstück zu bringen. Dabei trifft sie auf geheimnisvolle Fremde die ihr Rätsel aufgeben.
Sehr interessant wie sich Marietta im Laufe ihrer Reise verändert und taffer wird, ausspricht was ihr nicht passt und aus ihrer Reservehaltung herauskommt. Dabei hat sie ein gutes Gefühl wer Freund oder Feind sein könnte.
Dann lernt man Charles kennen, der den Sextant erbt und die Sterne beoabachten will. Er ist wie Marietta auf der Reise und auf der Suche nach Antworten. Dabei ist das Sterne beobachten eine Todesstrafe und Charles weiß das und er will nicht wie andere im Strom mitschwimmen sondern sich seine eigenen Meinung bilden. Charles gefällt mir sehr gut, wenn ich auch Marietta noch besser finde von der Charakteristika.
3,5⭐️ (mein zusammengefasstes review ist ganz untern) & ich empfehle @Janas.Booklove review Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll; Die Sprache und der Schreibstil sind nicht schwer zu verstehen aber sehr eigen & es braucht auf jeden Fall ein bisschen Zeit um hinein zu kommen. Mit der Zeit wird es aber besser. (außerdem ist die Schrift in dem Buch kleiner als normal bei anderen Büchern, hätte in der standard Schriftgröße sicher 70 Seiten mehr) Die Geschichte: Am Anfang unglaublich verwirrend, man glaub man ließt ein Buch in einer Serie über die man nichts weiß; der Text auf der Rückseite des Buches leitet den Leser meiner Meinung ein wenig in die falsche Richtung, aber vielleicht ging es auch nur mit so. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, man muss viel mitdenke, was aber nicht negativ ist. Bei der 1. Hälfte das Buches musste ich mich selbst ein bisschen zwingend das Buch weiter zu lesen, da es eben nich sehr verwirrend war & in meinen Augen keinen Spannung gab. Außerdem finde ich die Perspektivenwechsel nach jedem Kapitel ein wenig anstrengend, da man meist erst in den letzten Sätzen des Kapitel versteh um was es gerade geht, aber dann gleich wieder gewechselt wird. Die „Theaterstück Szenen“ fand ich am Anfang auch sehr verwirrend, weil sie keine eigenen Kapitel sind.
Review: Jetzt die große Frage, lohnt es sich / wie bewerte ich das Buch: ganz ehrlich, keine Ahnung! In meiner Sicht ist es kein Buch das man unbedingt lesen muss & atemberaubenden war, aber ich glaube das wollte das Buch auch nicht erreichen. Ich glaube man sollte es versuchen; das Problem dabei ist nur das man beim “versuchen” das ganze Buch lesen muss um es zu verstehen. Ich war am Anfang auch einige male davor es zu DNF, also nicht weiterlesen, was glaub ich auch für dich selbst spricht. Außerdem muss man das Buch glaub ich mehr als einmal lesen um es zu 100% zu verstehen & das werde ich sicher nicht machen. Es ist mehr Dystopie als Fantasy, hätte ich das gewusst, hätte ich es wahrscheinlich auch nicht gelesen & würde es daher nicht weiterempfehlen, wenn man sich nicht gedulden kann & mit großer Verwirrung am Anfang leben kann.
Im großen und ganzen wollte ich dem Buch zuerst 3 ⭐️ geben, tendiere aber jetzt eher zu 4, da es in dem Buch auch ein wenig über LGBTQ+ geht & mich das positiv überrascht hat, da ich es überhaupt nicht erwartet hätte, am liebsten würde ich dem Buch 3.5 ⭐️ geben aber das geht leider nicht.
Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt diese Rezension zu verfassen und bin ehrlich gesagt auch etwas zwiegespalten, was die Bewertung angeht. Denn auf der einen Seite ist die Geschichte spannend und die Charaktere interessant, doch andererseits muss man als Leser erst einmal einige Hürden überspringen, um überhaupt die Geschichte zu lesen. Dazu gehört unter anderem einfach die Gewöhnung an dem Schreibstil. Es fiel mir insbesondere zu Beginn schwer dranzubleiben und habe daher auch sehr lange für das Buch gebraucht. „Das Konsortium“ eignet sich meiner Meinung nach nicht als eine einfache Lektüre für Zwischendurch, sondern erfordert Konzentration, um zu verstehen, was abläuft. Insbesondere am Anfang ist das der Fall, denn die Geschichte wirkt zunächst rätselhaft. Doch gibt man dem Ganzen eine Chance, bessert sich das im Laufe der Handlung und wird spannender und interessanter. Es herrschen strenge Regeln und Gesetze. So darf man niemals die genaue Zeit kennen oder gar die Sterne beobachten. Doch Marietta und Charles, die sich erst später kennenlernen, haben gegen diese Regeln verstoßen und müssen fliehen. Und so beginnt ein Abenteuer… Diese Dystopie mag mit der Zeit zwar spannender werden, doch es konnte mich einfach nicht von der ersten Seite an fesseln und sorgte zunächst erst einmal für Schwierigkeiten. Ich lese ehrlich gesagt lieber Bücher mit einem erkennbar roten Faden. „Das Konsortium oder: die ungenaue Zeit“ von Martin Gries bekommt von mir deshalb 3 von 5 Sternen.
Ein wirklich lustiger und interessanter Weltenbau, aber ich glaube das war zu viel für nur ein Buch und das Ende war enttäuschend. Das Tempo war am Anfang super, aber es bereitete mich auf viel mehr als das vor, was letztendlich passierte. Die zweite Hälfte empfand ich als zu langsam und zu einfach zugleich, und es gab keine Charakterentwicklung mehr. Ich habe die queere Darstellung auf jeden Fall geschätzt und wie viel Spaß der Autor mit dem Layout hatte. Mir gefielen auch die Szenen zwischen den Kapiteln mit dem Puppenspiel, Es war eine originelle Idee, einige Weltenbau vorzustellen.
Dieses Jugendbuch überzeugt mit einem ganz besonderen Schreibstil, welcher die Atmosphäre der Geschichte wunderbar widerspiegelt. Auch der Inhalt kann überzeugen, mit einer einzigartigen Idee und toll ausgearbeiteten Charakteren. Für alle, die mal wieder etwas Neues lesen wollen.
Eher 4.5 als 5 Sterne. 0.5. Sterne abzug, weil das Buch eine teils etwas spezielle Sprache besitzt. Es hat aus diesem Grund auch das Potential dereinst ein Klassenlektüre-Klassiker zu werden. Ein Deutschlehrer würde die Sprache wohl als "literarisch hochwertig" kategorisieren, oder etwas in der Art.
Die Story ist aber wirklich extrem gut gemacht. Fans von Jeff VanderMeers Southern Reach Trilogie werden es lieben. Die Geschichte hat eine sehr ähnliche Atmosphäre des Ungewissen.
Mich würde echt interessieren, ob der Autor pro oder kontra Globalisierung ist.
Hat spannend und ungewöhnlich begonnen, ist ab der Mitte des Buches aber immer verworrener und langweiliger geworden. Genervt haben u.a. auch der prätentiöse Schreibstil und die vielen offenen Fragen. Leider nichts für mich.