Jump to ratings and reviews
Rate this book

Jenseits der blauen Grenze

Rate this book
Rare Book

Paperback

First published July 21, 2014

14 people are currently reading
300 people want to read

About the author

Dorit Linke

7 books4 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
134 (29%)
4 stars
180 (39%)
3 stars
102 (22%)
2 stars
26 (5%)
1 star
13 (2%)
Displaying 1 - 30 of 47 reviews
Profile Image for Lisa.
1,108 reviews3,288 followers
August 11, 2019
If you are looking for a young adult novel that is historically and socially relevant, that is literary fiction on a high level with a complex structure and composition, and if you are looking for heartbreakingly real characters, living through the apocalyptic stage of the DDR as adolescents in the late 1980s, look no further.

This is it.

And it is an adventure too. Technically, the protagonists would have been only a few years older than myself, as they were 16 in August 1989, and that makes it all the more intense reading for me. I imagine my 13-year-old self back then reading about a girl of 16 swimming to freedom in the Baltic Sea. How is that even possible, physically? I had to stop reading to check the historical facts, and of course I found the tragic statistics of people so frustrated, so scared, so hopeless, that they were willing to risk all to swim out into the cold dark sea to get beyond the state control that had to lock its citizens into a country-size prison to keep them.

The novel tells the story of why two teenagers make the decision to risk their lives and give up everything they know, and at the same time, it is a tragicomedy of the historical decline. Despite the pain of the situation, there are funny elements that will make anyone who knows the context smile. A boy who leaves the DDR for Hamburg with his parents (officially approved) gets the advice to stop telling DDR jokes (his speciality) there as they won't make sense. And it is true, in a way. The humour is intertwined with the drama of the country that witnesses a complete economic breakdown, and tries to cover it up with propaganda that doesn't work anymore - at the dawn of global interconnectedness, with music and fashion travelling over borders to inspire people despite indoctrination.

It is a story of German trauma, individual and collective. It hurts, and it feels real.
Profile Image for Babywave.
358 reviews128 followers
July 4, 2023
Ich bin wirklich schnell durch dieses Jugendbuch gekommen.
Mich hat die Fluchtgeschichte von Hanna und Andreas wirklich bewegt.
Beide haben innerhalb des DDR- Regimes keine Zukunft mehr.
Sie beschließen mit 17 Jahren über die Ostsee zu fliehen…. Schwimmend.

Ich konnte die Hoffnung, den Wunsch nach Freiheit , die Verzweiflung und die massiven körperlichen Anstrengungen regelrecht spüren.

Als die Mauer fiel, war ich selbst 7 Jahre alt und noch Jungpionierin. Also konnte ich mich auch in einigen Rückblenden wiederfinden.

Auch ich hab das blaue Pionierhalstuch mit Stolz getragen. Auch ich war beim Altstoff sammeln mit dabei. Filinchen fand ich sehr lecker und in FDGB- Heimen wurde geurlaubt 😂.

Auch wenn das für mich schöne Kindheitserinnerungen waren, bin ich froh, dass ich mich selbst frei entfalten konnte und meine Kinder heutzutage ebenso. Wir dürfen reisen, unsere Meinung frei äußern und unabhängig von einer Parteizugehörigkeit stehen einem alle Türen offen.

Das sollte man immer wertschätzen und froh darüber sein, dass man sein eigenes Leben frei gestalten kann….. Frei und ohne Grenzen!

Ein großartiges Debüt. Und zum ersten Mal habe ich beim Lesen Karat gelauscht. ❤️
Profile Image for Claudia - BookButterflies.
567 reviews314 followers
June 18, 2023
1984 in der Nähe von Leipzig geboren, bin ich zwar ein Kind der DDR, aber kenne das Meiste doch nur aus Geschichten meiner Eltern. Und obwohl wir bereits 1991 „in den Westen“ zogen, musste ich bei vielen Anmerkungen in diesem Jugendbuch fröhlich schmunzeln. Filinchen und die Abrafaxe zum Beispiel, welche auch weit über die Wende hinaus in unserem Haushalt zu finden waren. Rostock kenne ich von meinen Reisen, daher konnte ich viele der genannten Orte (das Hotel Neptun ganz besonders) sehr gut einordnen und mir vorstellen.
 
Die Sprünge zwischen der Gegenwart mit Hanna und Andreas, wie sie schwimmend versuchen über die Ostsee aus der DDR zu fliehen und der Vergangenheit waren sehr gut gewählt. Es hält die Spannung der Flucht aufrecht und bringt nach und nach Licht ins Dunkle, wie es dazu kam und welche Beweggründe die beiden jungen Menschen haben, einen so lebensgefährlichen Weg auf sich zu nehmen. Wir erfahren was es bedeutete in der DDR aufzuwachsen und welche „Fehler“ dazu führen konnten, dass man nicht selbstbestimmt sein Leben aufbauen kann. Ich empfand die Beschreibungen des Lebens in der DDR als sehr authentisch. Besonders die Macht des Regimes über jeden Einzelnen wird sehr deutlich. Die enormen Einschnitte in die Freiheit der Menschen und was passiert, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt.
 
Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, vor allem aber Leute die sich „die gute alte Zeit“ zurückwünschen oder Flüchtlinge kategorisch ablehnen. Jede/r hat eine Geschichte und seine Gründe, in diesem Buch erfahren wir einige davon.
 
Den Schreibstil hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle noch etwas emotionaler gewünscht, aber es ist auch ein Jugendbuch, das darf man nicht vergessen. Ein sehr gutes Jugendbuch, welches offenbar auch im Unterricht gelesen wird (oder wurde?) was ich mir für mich gewünscht hätte. Vergesst Goethe und Co. – Bücher über die nahe Vergangenheit sind meiner Meinung nach so viel wichtiger!
 
Die Geschichte wird sicher noch lange nachhallen und ich schließe einen Re-Read nicht aus. Besonders bei der Gegenwart – der eigentlichen Flucht – war ich überrascht, dass es mich so packen konnte. Die Autorin hat das sehr gut hinbekommen, dass ich als Leserin richtig mitgefiebert habe.
Profile Image for verbava.
1,147 reviews162 followers
November 23, 2017
це, мабуть, страшне відчуття: коли тобі так погано, що ти готова в буквальному сенсі перепливти море, щоб тільки втекти. навіть знаючи, що шанси померти в дорозі значно більші, ніж дістатися до того берега.
книжка доріт лінке дуже страшна ще й тому, що її події відбуваються 1989 року, коли підрадянській німеччині, звідки й намагаються вирватися на волю головні герої, залишилися ледве місяці. і з поінформованої читацької позиції ніби здається, що от зачекали б вони ще трошки, – а водночас зрозуміло, що неможливо чекати.
Profile Image for Sarah Salazar.
158 reviews2 followers
December 19, 2022
Ich hätte nie gedacht, dass mich eine Flucht durch die Ostsee so sehr unterhält und absolut spannend geschrieben sein kann. Absolut empfehlenswert. Das Buch wurde mittlerweile sogar verfilmt und die Schwimmhalle für den Film, in der vor der Flucht trainiert wurde, ist sogar die, in der ich als Kind schwimmen lernte. 🥰
Profile Image for Laura.
71 reviews1 follower
September 13, 2025
Ich empfehle dieses Buch jedem, der aus Rostock kommt. Jedem, der nach 1990 geboren ist. Jedem, der vor 1990 geboren ist. Jedem, der etwas über das Leben in der DDR erfahren möchte. Jedem, der es sich nicht vorstellen kann im Sozialismus zu leben. Jedem, der sich fragt, warum jemand zum Flüchtling wird.
Einfach jedem.

Nachtrag: Wenn ich schreibe "jedem" verwende ich lediglich das generische Maskulimum. Weibliche und nonbinäre Personen sind ausdrücklich mit gemeint.
Profile Image for Andrea.
924 reviews46 followers
July 31, 2023
"Ich werde immer lügen müssen. Und ich werde immer anecken. Keiner erklärt einem hier irgendwas. Man muss Befehle befolgen können, das ist alles."
Andreas und Hanna wollen aus der DDR fliehen, wollen über die Ostsee schwimmen, 50 km weit bis in den Westen. Werden sie es schaffen?
Autorin Dorit Linke hat einen sehr intensiven und spannenden Jugendroman geschaffen. Wir sind mit Hanna und Andreas im Wasser und kämpfen gegen Wellen und Erschöpfung und sehen das rettende Ufer herbei. In Rückblenden erfahren wir etwas über ihr Leben in der DDR. Ich habe viel Neues gelernt, habe viel über den Ablauf in der DDR gelernt, über das Leben der Jugendlichen, ihre Träume und Hoffnungen und über die Steinen, die ihnen in den Weg gelegt werden. Aber vor Allem habe ich mit gezittert mit den Beiden bei ihrer Flucht. Ein Buch was mich mitgenommen hat und wahrscheinlich lange nicht loslassen wird.
Profile Image for Haley.
526 reviews74 followers
September 14, 2021
I received this book as an eARC from Netgalley. All opinions are my own!

Hanna and Andreas just want out of oppressive East Germany and the life that it's barely offering them. But there's only one way out - across the Baltic Sea.

I essentially devoured this book every single time I picked it up! Even though it goes back and forth from different timelines, I felt like the story was very cohesive and I was almost equally invested in both times of Hanna and Andreas' lives. Both of them were amazingly relatable and I loved getting to know them and their stories. I was rooting for them from the moment they first hopped into the Baltic. I had been worried that a book with younger characters might be harder to connect to, but that was certainly not the case with Hanna and Andreas!

It was so interesting to see what life in East Germany might have been like for children and how it really developed them and made them into who they were - and really tamped down on their hopes and dreams. I loved this kind of insight into history and a different perspective on that time period for the world.

If you like historical fiction, this is the action-packed, thought-provoking book for you!
Profile Image for Alex Nonymous.
Author 26 books560 followers
May 22, 2021
Thanks to the publisher for providing an eARC of Beyond the Blue Border in exchange for an honest review.

I want to start off by saying that I'm fairly sure this is a translation so there's a very good chance virtually all of my issues here don't pertain to this book in its original form. Beyond the Blue Border had the potential to be really, really compelling and I did find myself eager and anxious to find out how things turn out for our two main characters, but it was more in a "I want to get through this story so I can read the conclusion" sense than a "I'm really enjoying this story and can't wait to see how it develops". The narration style made it really, really hard to grip onto anything plot wise. I did really enjoy the ending and I think the slightly disjointed and disorienting narration style really helped bolster that despite all my issues with it in the earlier sections of the book.
Profile Image for Laury Glory.
213 reviews4 followers
February 21, 2021
(3,5- 4 Sterne)
Irgendwie haben mich die Rückblenden zwischendurch total aus dem Kontext und der Spannung gerissen, was aber total Geschmackssache ist.
Dennoch empfehle ich das Buch alleine schon aufgrund der wichtigen Thematik und dem wunderbaren, teilweise richtig poetischen Schreibstil von Dorit Linke unbedingt weiter.
Mich hat diese Geschichte sehr nachdenklich gemacht, teilweise total schockiert und eben besonders in den Abschnitten aus der Gegenwart total in ihren Bann gezogen.
♥ :)
Profile Image for Magnus.
4 reviews
August 17, 2024
Dorit Linke - Jenseits der blauen Grenze

„Wenn wir Sachsen-Jensi am Kurfürstendamm wiedersehen, wird er noch immer seine blöde Popperfrisur haben. Und sein BMW wird alt und verschrammt sein, aber das wird ihm nichts ausmachen. Uns auch nicht. Wir werden uns alle riesig freuen und unendlich stolz aufeinander sein.“
Ich bin hin und weg. Wenn ich mitbekomme, wie jemand oral ein Buch als Meisterwerk betitelt, dann vermute ich dahinter normalerweise zwar subjektiv wahres, objektiv allerdings wenig Ernstzunehmendes. So soll also auch dieser Text hier zwar von meiner Begeisterung für und meiner Meinung über die Lektüre handeln, am Ende aber eigentlich nichts als eine Empfehlung sein. Jetzt aber zum Buch.
Im Jahre 2014 ist der von Dorit Linke verfasste Jugendroman Jenseits der blauen Grenze im Magellan Buchverlag erschienen. Er ist 304 Seiten lang und handelt von zwei Jugendlichen, die schwimmend über die Ostsee aus der DDR fliehen.
Hannah und Andreas wurde die Gelegenheit auf den Schulabschluss genommen. Dazu hat ziemlich viel beigetragen. Zum Teil die Freundschaft der beiden, aber auch ihre Haltungen und die politische Position des sozialen Umfeldes. Nachdem den beiden das klar geworden ist, entschließen sich die beiden Rostocker, über die Ostsee nach Westdeutschland zu fliehen, um dort ihre Pläne für ihr Studium verwirklichen zu können. Die Flucht zieht sich durch das gesamte Buch, während Hannah, aus deren Perspektive erzählt wird, immer wieder Rückblenden auf Ereignisse macht, die ihr beim Schwimmen durch den Kopf gehen. Dabei lernt man die Situation der beiden Protagonisten kennen, die am Anfang der Rückblenden schön und ruhig hinüberkam und gegen Ende hin zerrissen und wie ein Scherbenhaufen dargestellt wird. Kontrolliert und zerstört vom Staat wegen politischer Missgunst und schlechtem Benehmen. „[…] – und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit.“
Ich finde das Buch sehr melancholisch mit einem genau richtig aufgezogenen Schuss Triste. Es begeistert mich mit dem Situationsnahem Stil, in dem es geschrieben ist, hält durch die Rückblenden auf das Leben der beiden gut bei Laune und sorgt dadurch auch für die Sympathie für die beiden Protagonisten. Allgemein ist das Buch sehr flüssig zu lesen und vermittelt gut, wie das Leben in der DDR häufig war.
Zusammengefasst fiebert man beim Lesen des Romans mit und kann sich sehr gut in das Geschriebene hineinversetzen. Ich empfehle dieses Buch allen, die es noch nicht gelesen haben und bereit sind die politischen Zusammenhänge zu verstehen.

17. August 2024
Profile Image for Sarina.
1,536 reviews
July 20, 2016

Zum Buchinhalt

Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes, verbindendes Seil um ihr Handgelenk rettet sie vor der absoluten Einsamkeit…

Meine Meinung

Als Kind der 1990er/2000er beruht mein Wissen über die DDR einzig und allein auf Erzählungen entweder von meinen Eltern/Großeltern, die Verwandte hatten, die dort gelebt haben oder von meinen Lehrern, die versucht haben unser Interesse für diese Zeit zu wecken. Bei mir ist ihnen das auf jeden Fall gelungen…Spätestens nach dem ich „Weggesperrt“ von Grit Poppe, ein wirklich wunderbares Buch, das mir sehr nahe gegangen ist, gelesen hatte. Danach wollte ich unbedingt noch mehr erfahren. „Jenseits der blauen Grenze“ ist ein ebenfalls ein sehr eindrucksvoller Roman, in dem mir Dorit Linke vor Augen geführt hat, wie schwierig das Leben in diesem Staat sein konnte, wenn man sich nicht dem System anpassen wollte.

Bereits auf den ersten Seiten ist die Spannung absolut präsent. Der Leser taucht nämlich in dem Moment in die Geschichte ein, als die beiden Protagonisten kurz davor sind ihre Flucht in die Tat umzusetzen. Sie verstecken sich hinter einem Busch, beobachten den Strand und warten auf den richtigen Zeitpunkt um sich in die Fluten zu stürzen. Dabei habe ich sofort gemerkt, dass ihre Flucht über die Ostsee keine spontane Aktion ist, sondern bis ins kleinste Detail durchgeplant wurde. Doch trotz dieser sorgfältigen Planung sind Andreas und Hanna unglaublich nervös und haben Angst, dass sie es gar nicht erst bis zum Wasser schaffen. Diese Sorge erweist sich allerdings als unbegründet und ehe man sich versieht, sind beide schon auf dem Weg in den Westen und in die Freiheit.

Ab diesem Punkt war ich vollkommen an die Seiten gefesselt und es ist mir richtig schwergefallen, dass Buch wieder aus der Hand zu legen. Wie man sich vielleicht vorstellen kann ist Hanna und Andreas Vorhaben kein leichtes. In den Stunden, in denen sie unterwegs sind, werden sie einerseits von ihrer Hoffnung, dass sich im Westen alles für sie ändern wird und sie von Seiten des Staates nicht mehr befürchten müssen, dass er ihnen Steine in den Weg legt, angetrieben. Andererseits werden sie von Angst, tiefer Verzweiflung und Erschöpfung begleitet. Zwar haben sie viel trainiert, doch das Schwimmen im Schwimmbad, ist nicht zu vergleichen mit dem Schwimmen auf offener See. Dieses stundenlange in Bewegung sein, raubt dem Körper Kraft und Energie, sodass es ihnen stellenweise leichter erscheint einfach aufzugeben. Ihre Gefühle konnte ich zu jeder Zeit nachvollziehen und nachempfinden, sodass meine eigene Stimmung ebenfalls zwischen Hoffnung und Resignation geschwankt ist. Gleichzeitig konnte ich sie nur bewundern, da es sehr viel Mut braucht um diesen Schritt zu wagen.

Irgendwie hat es mich aber auch traurig, dass zwei junge Menschen keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ihre Heimat zu verlassen und so eine riskante Art der Flucht wählen. Was genau sie dazu gebracht hat, erfahren wir in kurzen Rückblenden, die in die Handlung eingeflochten sind. Diese Rückblenden haben mich in eine mir fremde Zeit zurückversetzt, die jedoch dank der detailreichen Gestaltung der Umstände bzw. Umgebung wirklich authentisch wirkte. Ich habe Hanna, Andreas und ihren Freund Jens besser kennengelernt und gezeigt bekommen, dass die drei gerne einmal Witze über den Staat reißen und gegen das System rebellieren, was von ihren Lehrern und dem einen oder anderen Bürger alles andere als gern gesehen wird. Denn nur wer sich für den Staat engagiert, seine vorgegebenen Ideale erfüllt und zu 100% hinter dem Kampf gegen den Klassenfeind steht, kann es in der DDR zu etwas bringen. Alle anderen müssen mit Konsequenzen und Stolpersteinen rechnen. Letzteres ist genau der Grund, warum sich Hanna und Andreas letztendlich zur Flucht in den Westen entschieden haben.

Diesen Einblick fand ich unglaublich interessant, wenn es auch sehr tragisch ist, wie schwer den Menschen das Leben gemacht wurde. Natürlich war damals nicht alles schlecht, aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass damals vielen Unrecht getan wurde, sodass diese wie Hanna und Andreas keine anderen Ausweg sahen, als zu fliehen. Diese Versuche waren mal mit mehr mal mit weniger Erfolg gekrönt. Aus diesem Grund habe ich bis zum Schluss mit Hanna und Andreas mitgefiebert, mitgebangt und gehofft, dass sie es trotz all der Erschöpfung und den Schmerzen schaffen und nicht kurz vor dem Ziel scheitern werden.

Mein Fazit

„Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke ist eine absolut fesselnde und mitreißende Geschichte, die man - je weiter man zum Ende kommt – immerzu weiterlesen möchte. Das Buch überzeugt aber nicht nur in Sachen Spannung, sondern auch mit seinen Emotionen, die der Leser hautnah miterlebt und – fühlt. Wie die beiden Protagonisten Hanna und Andreas, schwankt man fast ununterbrochen zwischen Hoffnung und Resignation. Darüber hinaus bekommt man dank der Rückblenden einen guten Einblick in das alltägliche Leben der DDR und wird mit der Strenge des Regimes vertraut gemacht.
Profile Image for Lena Zheltova.
36 reviews15 followers
November 10, 2019
Потрясающая книга; прочитала, не отрываясь, за один вечер. Подростковые книжки иногда такие взрослые.
Profile Image for Michaela Ebling.
52 reviews
September 20, 2025
Ein wunderschönes Buch vor allen Dingen über eine unerschütterbare Freundschaft. Ich hätte gerne noch 1-2 Seiten über das Treffen mit Jens erfahren.
Profile Image for Barbara.
723 reviews27 followers
September 12, 2016
Bei DDR-Themen bin ich immer noch etwas skeptisch. So stand auch dieses Buch lange im Regal, bis ich endlich mal reinschmökerte und schon nach den ersten Seiten davon gepackt war. Es beginnt mit der Flucht von Hanna und Andreas (beide zu dem Zeitpunkt Anfang 20) über die Ostsee in den Westen. Eine Wahnsinnsvorstellung, 50 km oder mehr im Meer zu schwimmen! Die beiden haben sich mit einer Nylonschnur verbunden, damit sie den andern in der Dunkelheit nicht verlieren. Zwischen diese Handlung auf dem Meer, erzählt von Hanna, gibt es Rückblenden in die Schulzeit davor. Sachsen-Jensi war damals der Neue und bald schon dritte im Bunde. Immer wieder gibt es Stellen, in denen die Schüler ungerecht behandelt werden, so geschildert, dass ich richtig mitleide. Der Jugendroman wirkt authentisch und ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Autorin, 1971 geboren, stammt selbst aus Rostock und ich kann mir gut vorstellen, dass sie hier einiges aus ihrer eigenen Erfahrung eingearbeitet hat.
Profile Image for Elilysa.
128 reviews2 followers
May 9, 2022
Вода умеет ждать. Точит камень горы, весь мир. Вода всегда выигрывает.

"По ту сторону синей границы", словно сладкоголосая сирена, терпеливо заманивала меня на опасный утёс, дабы утопить в океане из нахлынувших эмоций. И если в вашей голове хоть на секунду промелькнула мысль: "Кто-то сказал чувства? Уikes. Оставьте это каким-нибудь экстравертам", то не спешите закрывать вкладку.
Первое, что нужно усвоить перед прочтением — оказывается надпись "не детская книга" на обложке красуется там не просто так.
Второе — уа-литература не всегда включает в себя принцесс с дарами или школьниц-отличниц с проблемами в делах сердечных.
Третье — стоит пополнить запасы бумажных платочков, чтобы не платить соседям за испорченный слезами потолок.

В своем романе Дорит Линке поднимает действительно много сложных тем для рассуждения, при попытке высказать свое скромное никому не нужное мнение на которые, в зависимости от региона, люди могли схлопотать либо неодобрительные взгляды соседей, либо пулю в голову. В целом книга потрясает своей глубиной, ибо в прямом смысле сначала окунает читателя по уши в жизненное дерьмо ночные воды Балтийского моря. Зачастую меня раздражает, когда повествование отрезает от себя кусочек и делает пожертвование в храм флэшбеков, однако здесь подобный прием очень лаконично вписался. Интрига все нарастала, а объем слезок умножился на три ведра. Автору удалось присобачить кота с безумно острыми коготками к моему сердечку и заставить буквально жить историей целых три дня. Не буду врать, книга шла тяжело, в основном из-за того, что кто-то увидев на горизонте жанр young adult расслабился, понадеявшись на легкое чтиво, но я рада, что выпал шанс прочитать ее.

"По ту сторону синей границы" — не просто роман с мрачными декорациями и миловидными героями. Это живой механизм из воспоминаний, который играет дивную песнь, полную страха и сомнений. До��ит Линке завлекает читателей искусно вырезанными персонажами, которые проведут экскурсию для всех желающих по запутанному лабиринту человеческих переживаний. При погружении в историю с головой главное — не потерять счет времени, маневрируя между строк, чтобы не сломаться под тяжестью нахлынувших чувств.

Можно ли сравнить человеческую жизнь с пламенем свечи? Люди удивительны. Они способны создавать необыкновенные вещи, могут в корне изменить чужую судьбу, но так же легко разрушить свою, заплутав в лесу самобичевания. Они словно маленькое чудо в потемках. И хоть век их недолог, однако в память о себе они всегда оставляют ожог в чужих сердцах. А благодаря книгам можно прожить сотню чужих жизней и из каждой истории подчеркнуть что-либо для себя. Счастье можно найти даже в тёмные времена, если не забывать обращаться к свету, верно? Окей, это цитата из "Гарри Поттера", но как метко подчеркнул господин Альбус Персиваль Вулфрик Брайан Дамблдор, главное в нужный момент разглядеть лучик света в другом человеке, чтобы не кануть в пучину, из которой нет выхода.

"По ту сторону синей границы" — это книга о преданной многолетней дружбе троих одноклассников из ГДР. Повседневные будни наполнены вечными баталиями с зомбированными коммунизмом учителями, дерзкими политическими анекдотами, а так же простыми детскими шалостями в условиях вечного контроля, дефицита и нищеты. Грустно наблюдать за тяжелым детством героев со взрослыми проблемами, которым не остается ничего, кроме как плыть по течению. Страшно, когда приходит осознание безысходности. По узким улочкам Ростока раскинулась паутина кровавых трещин, которые оставят после себя страшные шрамы в душах жителей с мертвыми глазами. Системе не нужны личности, ей нужен еще один винтик, который будет служить стране до конца дней, не задавая лишних вопросов, не причиняя неудобств. Деталь всегда можно заменить. Автор выливает весь трагизм ситуации без прикрас на страницы книги, крича и моля читателей не повторять ужасных ошибок прошлого. Конечно, люди сами кузнецы своего счастья, но готовы ли они изуродовать свою душу до неузнаваемости, закрыв глаза на гору костей невинных людей ради собственного комфорта?
Скользи сквозь воду, а не продирайся. Не борись с ней. Она все равно выйдет победителем. Приноровись к ней. Иначе у тебя нет шансов.

Начинка книги состоит из сплошного коммунистического стекла и радиоактивной капусты. Наконец, под свет софитов на сцену выходит другой вопрос. Стоит ли бороться с системой? Неизвестность пугает и не каждый решится на такой отчаянный шаг, как побег. Пусть жизнь полна адских пыток, а твоим хобби стало саморазрушение за счет алкоголя, но родину не выбирают. Да, некоторым этого аргумента вполне хватает. Будь тише воды и ниже травы и может тебе дадут спокойно умереть. Заманчивая перспектива, не так ли? Естественно, рано или поздно намертво закостенелая система сломается под порывом переменного ветра, разрушив старое и очищая место для нового, однако никому не дано знать будущее наперед. Наверное, мне, диванному критику 80lvl, легко рассуждать на эту тему, но так или иначе нельзя игнорировать тот факт, что всю жизнь люди сталкиваются с буллингом, абьюзом и другими гадостями из-за чего все внутри начинает вопить: беги! А когда кто-то заводит шарманку на тему "побег удел слабых", в памяти сразу всплывает притча о отце, сыне и осле, которая показывает, что любой твой шаг всегда будет кем-то осужден.

Прошерстив рецензии, наткнулась на мнение о том, что подобной литературе не место в неокрепших умах, которые еще не вполне понимаю, как работают политические терки. Спойлер! Никто не понимает. В мои школьные годы аналогичная литература была включена в школьную программу. Но наш мозг пилили отнюдь не немецкими школьниками, а суровым сюжетом с каннибализмом в тайге. Пожалуй, выводы после прочтения этих двух романов будут почти идентичными, но если Дорит Линке мягко тюкает читателей носом в берлинскую стену, то книга из моего детства пытается отмыть твоим лицом засохшие мозги с острого камня. Именно поэтому я придерживаюсь мнения о том, что подобные книги прекрасно отображают на холсте само понятие выбора человека. Понятно, что не все могут пройти такое тяжелое испытание, многих бросает в дрожь даже сама мысль о бунтарстве, однако решившись они уже становятся победителями. Возможно, кто-то опустит руки слишком рано, позволив неподъемной ноше выбить из себя веру в собственные силы, но все же кому-то кровью и потом удается совершить чудо, вырвав свободу прямо из рук проказницы-судьбы. Важно лишь то, что они сделали первый шаг, развеяли ядовитый туман, который отравлял их с малых лет, освободились и я чертовски горжусь ими!
Искренне хотелось бы, чтобы такие книги не оставались незамеченными, а поскорее забронировали себе место на пьедестале новой классики.

1 review
August 10, 2023
Extremely slow pacing. Despite being historically relevant, the characters are poorly written. So many fillers which aren’t relevant to main storyline. Beginning of the book is basically unreadable if you aren’t extremely patient. One of the worst books I’ve read.
Profile Image for Eva.
39 reviews
March 7, 2021
Was würdest du tun, wenn du deine Meinung nicht frei äußern dürftest? Wie weit würdest du für deine Freunde gehen? Würdest du dein Leben opfern, um in Freiheit leben zu können? In ‚Jenseits der blauen Grenze‘ beschäftigt sich Dorit Link mit diesen und weiteren Fragen rund um die gefährliche Flucht zweier Jugendlicher aus der DDR.

Inhalt:
Hanna und Andreas sind in der DDR groß geworden und haben große Hoffnungen für ihre Zukunft. Besonders Andreas hat große Träume, ist aber nicht bereit sich der DDR-Führung unterzuordnen. Nach mehreren Fehltritten, bei denen er zum Beispiel offen seine Meinung gesagt hat, fliegt er von der Schule und muss in einem Werk arbeiten. Auch Hanna, die Erzählerin des Romans, gerät durch ihre Familie in Schwierigkeiten und kann ihren Plan von einem Biologie-Studium nicht verfolgen. Als es Andreas zu viel wird, fassen sie den riskanten Plan, durch die Ostsee zu schwimmen, um die DDR zu verlassen.

Meine Meinung:
Der Roman beginnt sofort mit Andreas und Hannas Flucht aus der DDR und erzählt dann rückwärts chronologisch, wie es dazu gekommen ist. Dabei wechseln sich Szenen der Flucht mit Hannas Erinnerungen aus der Zeit davor ab. Generell finde ich diese Aufteilung klug, weil der Leser/die Leserin dann nicht bis zum Ende des Buches warten muss, bis es endlich spannend wird. Allerdings lässt sich dadurch auch der Spannungsbogen der Flucht nicht richtig aufrechterhalten. Als Leser wird man immer wieder aus dem Geschehen gerissen und in Hannas Erinnerungen geholt.
Diese zeigen eine relativ ‚normale‘ Jugend in der DDR, die dann aber vor allem für Hannas Freund Andreas immer mehr zu einer Art Gefängnis wird. Diese Teile des Buches sind zwar insgesamt rückwärts chronologisch, aber auch nicht durchgängig, sodass man teilweise etwas verwirrt ist, wo man sich gerade zeitlich befindet. Hier wäre eine klarere Struktur vor allem für jüngere Leser und Leserinnen sicherlich angenehmer. Hannas Erinnerungen zeigen viele typische Momente des Lebens in der DDR wie ihre Jugendweihe, aber vor allem Szenen aus der Schulzeit. Hier eckt vor allem Andreas immer wieder an und wird letztlich sogar von der Schule geworfen. Auch Hanna gerät zunehmend in Bedrängnis und muss schließlich die weiterführende Schule verlassen. Die Situationen in der Schule zeigen dabei immer wieder, wie schwierig freie Meinungsäußerung in der DDR war und dass Delinquenten jeglicher Art schnell mundtot gemacht wurden, indem sie zum Beispiel in bestimmte Einrichtungen geschickt wurden. Diese Methoden wirken aus heutiger Perspektive sehr radikal, waren damals aber vermutlich an der Tagesordnung. Insgesamt wird hier ein glaubwürdiger Einblick in den Alltag der DDR gewährt, der sehr gut zeigt, wie wichtig dort Konformität war und der auch Hannas und Andreas spätere Entscheidungen erklärt.
Die Geschichte wird aus Hannas Sicht erzählt, die nicht so aufmüpfig wie Andreas ist, aber trotzdem immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Sie möchte sich eigentlich konform verhalten, aber beispielsweise ihr verrückter Opa verhindert das. Auch das Verhalten ihres Freundes Andreas bringt Probleme für sie mit. Gleichzeitig gibt es auch noch ihren gemeinsam Freund Sachsen-Jensi, der jedoch wie ein Klischee-Sachse wirkt und weitere Nebencharaktere. Außer Hanna und Andreas wirken viele der Charaktere jedoch sehr stereotyp. Sachsen-Jensi beispielsweise spricht mit dickem Akzent, trägt immer unförmige Kleidung und ist sehr tollpatschig. Er hält sich meist an die Regeln, geht dann aber später plötzlich mit seinen Eltern in die BRD, was einen wenig erklärten Bruch erzeugt.
Sachsen-Jensi ist es jedoch am Ende, den Hanna und Andreas nach ihrer Flucht aus der DDR besuchen wollen. Ihre Flucht planen sie akribisch und besorgen sich alles Nötige dafür. Zunächst funktioniert ihr Plan auch sehr gut, aber natürlich ist die Ostsee wesentlich schwieriger zu durchschwimmen als ihr Hallenbad. Ohne viel verraten zu wollen, stoßen sie auf immer größere Probleme. Dieser Teil des Romans ist jedoch sehr spannend und vor allem zum Ende hin auch sprachlich toll gestaltet. Als Leser oder Leserin fühlt man bis zur letzten Sekunde mit Hanna mit und hofft, dass sie es schaffen.

Insgesamt ein interessanter Jugendroman, der glaubwürdige Einblicke in das alltägliche Leben in der DDR zeigt. Gepaart mit der Flucht der beiden Jugendlichen ist er ebenfalls sehr spannend. Im Hinblick auf die Charaktere und die Struktur gibt es jedoch einen Stern Abzug.
Profile Image for Christina Getrost.
2,430 reviews77 followers
August 30, 2022
Great historical fiction novel set in the former East Germany. Two teens try to escape the DDR by swimming across the Baltic Sea to freedom. Crazy! The story switches between the present, as the teens are in the perilous waters at night, and the past, showing how hard their lives were under Communism and what led up to their escape attempt. The book is very suspenseful, leaving you to wonder about their success or failure up until the very end. The writing, translated from German, is kind of choppy and straightforward, not exactly what I'd call literary, but it works fine to advance the plot and convey the tone of this sterile, bureaucratic nightmare they're living in. I thought it was a good depiction of life in the DDR in the 80's, with the music, crappy food, the Trabbi cars, the Socialist indoctrination at school and so on. The book includes a glossary that explains terms and government acronyms and policies, like the Abitur, delikat, Kombinat, the Intershop, etc. I happened to read this book a few months after I'd read Ruta Sepetys' book I Must Betray You, so it was interesting to compare these two books about life under Communism in the 1980's. And I soon plan to read Freedom Swimmer by Wai Chim, so I'll have a comparison with another teen who plans to swim away from a Communist country. Interesting!
Profile Image for Liralen.
3,352 reviews280 followers
November 19, 2022
East Germany: Hanna isn't always good at flying under the radar, but she does basically what she's told. She is, if not a star swimmer, an extremely strong one; her marks are well enough that she expects to take the Abitur and go on to university; she knows that East Germany isn't all that the authorities say it is, but it's still where she lives and where she envisions her future.

Then all that changes—and Hanna can no longer see a confined-but-promising future. Instead, her future is grey, as is that of her best friend; their third wheel is long gone. And so it comes to pass that Hanna and Andreas pour themselves into the Baltic Sea to attempt the impossible: swimming to freedom.

The book is told in back-and-forth narration, then and now, until almost the very end. While I definitely found the swim more engaging—the odds are not in their favour, and there's built-in suspense regarding whether they will survive—it could make for quite a repetitive story if it the swim weren't broken up...and, more than that, the 'before' sections give some fascinating insight into life in East Germany. (Imagine being told by your parents not to eat the lettuce, because it's likely to come from contaminated ground near Chernobyl—and yet having that be the greens that the government buys to put in school lunchrooms.)

I could have done without quite so much of the dialogue being shouted or screamed, although I'm not sure if that was just a translation thing—I read the English translation, and possibly the German was not quite so screamy. All round entirely engaging, though.
Profile Image for Maryam.
619 reviews27 followers
July 22, 2021
2.5 stars

The novel tells the story of two teenagers who are expelled from school for their activist work in which they directly challenged the socialist state of East Germany and instead of doing factory work, they decide to escape to the democratic west by swimming across the Baltic Sea for 25 hours.

There's humour (humour relating to the drama of their country), there's friendship. It's sweet, it's wholesome and it does address the issues German citizens face (sort of?).

Since this book is a translation, I can't really judge it but the narration and writing made it REALLY hard for me to get into this book. I tried my best to like this book but I just couldn't. This has the potential to be so much more but it fell far too short. However, all criticism aside, I really liked the ending.
Profile Image for BiblioBrandie.
1,278 reviews33 followers
February 6, 2022
I was really eager to read this book but so much was lost in translation, I fear. I also think that since this was written in German by a German author, it is assumed that the reader has a lot of knowledge and historical information about the time (which by the way, is never really discussed so I think middle grade readers would be lost). There are a lot of things mentioned, like socialism, Stasi, and calling someone a Saxon, that will just be lost on middle grade readers who are not familiar with the history of Germany. The grandfather was hilarious but many jokes went over my head. Will students grasp how bleak Andreas & Hanna's lives were? It's also long. And the main characters are out of high school, so probably too old for MG. The writing is disjointed and the narration style disorienting. I can't imagine any student enjoying this book.
Profile Image for Anne.
5,140 reviews52 followers
March 8, 2022
Originally published in German in 2014. Translated into English and published in 2021.
Hanna and Andreas live in East Germany and want to get out. They start making plans to swim the Baltic to Denmark even though it will take at least 25 hours to cross. The story alternates between their time in the water and their time in (East) Germany and what it was like their, prompting them to make their decision and how they prepared.
Translation is excellent; I would not have known that it was first published in German except for the "translated by" note. With the recent shenanigans by Russia causing people to flee the Ukraine, I feel that this topic is relevant again right now and students will be able to relate to why Hanna and Andreas made the decisions they did. Also has appeal for those who are looking for adventure/survival stories. Grades 7 and up
Profile Image for Ramona.
1,120 reviews
July 5, 2025
A story of teenagers who want another kind of life, to be living in a country with a different political system, where they are allowed to live, what they believe should be, a "normal" life. Hanna and Andreas are both smart, but their schooling is not what people, in a free society, would consider the norm. They attempt the unthinkable, the dangerous, the only way -to escape -to swim across the Baltic Sea. It is dangerous to speak against, to have doubts, about the political and schooling system, to want a different life. The book cover is great and really portrays what the story is all about. Told from two different time periods in their lives, an amazing tale of friendship, hopes, dreams, hardship, perseverance and fear.
My one negative thought - the profanity. Not needed.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Denise.
7,524 reviews137 followers
June 21, 2019
Having fallen afoul of the powers that be in the GDR in the summer of 1989 (and little knowing that only a few more months would change everything), teenagers Hanna and Andreas know that a bleak future deprived of all they once dreamed of lies ahead of them in the repressive state. In hopes of a better life, they instead decide on a daring and dangerous plan: They wade into the Baltic Sea and swim towards freedom. Fifty kilometers separate them from their goal - if they can make it.

It's rare for a story to keep me hooked despite not caring much for any of the characters, but this oe managed it. And yes, I admit, all the GDR jokes amused me quite a bit.
322 reviews
July 14, 2021
Packendes Buch über die Jugend in der DDR, das unter die Haut geht.
Der Leser bekommt einen Einblick in das Leben von drei Jugendlichen im Sozialismus, welcher ein beklemmendes Bild zeichnet und welcher mir so nicht klar war. Die Flucht über die Ostsee wird abwechselnd mit Episoden aus dem Leben der zwei Protagonisten erzählt, die erklären, wie es zu der Flucht kam. Die Flucht über die Ostsee wird spannend und authentisch erzählt, durch die Rückblenden wird die Spannung aber bisweilen unterbrochen. Das Ende ist stimmig, auch wenn ich mir mehr Informationen gewünscht hätte. Ein Buch, das viel mehr Aufmersamkeit verdient.
Profile Image for Julia.
139 reviews3 followers
February 12, 2016
Vielleicht kann man sogar schon so weit gehen und „Jenseits der blauen Grenze“ aus heutiger Sicht als historischen Roman bezeichnen, da er sich auf eine unglaubliche Art und Weise mit der DDR Geschichte auseinandersetzt. Der Roman von Dorit Linde war 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ist ein großartiges Werk, das man mit Faszination und Ergreifen liest. Es macht die damalige DDR-Realität vorstellbar und erzählt dem Leser eine unvergessliche Geschichte.
Hanna und Andreas halten es in der DDR nicht mehr aus. Von der Staatsmacht unterdrückt und all ihren Zukunftsmöglichkeiten beraubt bleibt ihnen nur die Flucht. Kein Abitur, kein Wunschberuf, stattdessen nur die Arbeit in einem Dieselmotorenwerk bringt die beiden dazu in den Westen zu wollen – über die Ostsee, also über die blaue Grenze. Fünfzig Kilometer schwimmen, mit nichts als dem, was sie am Körper tragen können. Dunkelheit, Kälte und körperliche Erschöpfung. Und nur eine Schnur verbindet die beiden im Wasser und rettet sie vor der absoluten Einsamkeit…
Dach Buch beginnt sehr unvermittelt. Hanna und Andreas stehen am Beginn ihrer Flucht über die Ostsee. Der Plan ist gut durchdacht, doch was die beiden Jugendlichen wirklich erwartet, können sie nicht wissen.
„Jenseits der blauen Grenze“ erzählt eine sehr berührende Geschichte. „Berührend“ allerdings nicht im Sinne von Romantik, sondern eher im Sinne von Ergreifung. Die beiden Jugendlichen, die sich im August 1989 zur Flucht entschieden haben, sprießen voller Leben und können die nahende Wende nicht absehen. Wer hätte das damals wohl auch tun können? Für den Leser, der nun einmal mehr weiß als die Protagonisten, ist dies sehr traurig. Aber macht das die Geschichte nicht noch lesenswerter?
Als Leser begibt man sich zusammen mit Hanna und Andreas au die Flucht. Das Buch ist nicht in normale Kapitel oder Ähnliches unterteilt, sondern lediglich in wechselnde Abschnitte. Während der Flucht erinnert sich Hanna, die Ich-Erzählerin, an ihr Leben in der DDR. Auch wenn die Flashbacks manchmal etwas verwirrend sind, da sie nicht alle in chronologischer Reihenfolge stehen, erfährt man so sehr viel über die DDR. Ich bin Geschichtsstudentin und hatte das Thema der DDR im Abitur. Demnach würde ich nicht sagen, dass ich wenig über die DDR weiß. Aber der Stoff, den Dorit Linde in den Roman einarbeitet, kann man so nicht kennen, wenn man kein Zeitzeuge ist. Das Buch ist unglaublich authentisch und real. Das Leben der Jugend in der DDR wird lebendig erzählt, so dass man die Gefühle und Handlungen zwischen verzweifelt und rebellisch mehr als nachvollziehen kann. Die Gedanken der Jugend, die man vielleicht wirklich stellvertretend betrachten kann, sind erschütternd. Es ist faszinierend, wie sich die Menschen in diesem Staat gefühlt haben, wie der Schulalltag aussah, wie man auf rebellische Handlungen reagierte und wie offen man mit der Not an allem, vor allem an westlichen Waren, klarkam. Besonders schön finde ich es, wie die berühmten Witze über die DDR ins Buch fließen. Es ist allzu bekannt, dass die Menschen, die die Witze vor den falschen Menschen erzählten inhaftiert und von der Stasi beobachtet wurden. Was das betrifft, haben die Protagonisten in „Jenseits der blauen Grenze“ wohl Glück gehabt. Doch allzu viel haben sie davon auch nicht, denn beobachtet werden auch sie im Alltag.
Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Die Authentizität ist in Büchern mit geschichtlichem Faktor sehr wichtig und die ist hier mehr als gelungen. Hanna ist Leistungsschwimmerin, fiel dem System aber des Öfteren negativ auf, weshalb sie das Abitur nicht machen darf und auch sportlich nicht vorankommen wird. Andreas ist ein absoluter Verlierer des Systems. Der Bad-Boy im Buch, von denen es viele gegeben haben muss. Und dann wäre da noch Sachsen-Jensi, der dritte im Bunde, der mit seinem niedlichen Humor besticht. Auch wenn nur Hanna und Andreas fliehen, handeln die Flahbacks doch immer von den drei besten Freunden, die eigentlich alle das Gleiche denken.
Der Schreibstil der Autorin ist klasse. In den Flashbacks, die einen großen Teil im Buch einnehmen, ist er flüssig und nah. In den Passagen der Flucht ist er umso interessanter. Er ist von der Anstrengung der beiden geprägt und von den Gedanken der Ungewissheit. Jederzeit können sie erwischt werden und das beschäftigt Hanna ungemein. Mit dem nahenden Ende, naht auch die körperliche Erschöpfung – und dem ist der Schreibstil angepasst. Die Sätze werden kürzer. Ellipsen beherrschen die Seiten. Man bekommt nur noch Gedankenfetzten mit. Dieses sprachliche Mittel finde ich einfach nur gut und ist sehr schlau eingesetzt.
Ich wurde im gesamten Leseprozess gefesselt. Dorit Linde, die selbst Leistungsschwimmerin war, erzählt die Geschichte authentisch und ergreifend. Sie bringt den Leser dazu ebenfalls entsetzt, traurig und verzweifelt zu sein. Man fühlt mit der Geschichte mit und lernt nebenbei noch eine Menge über den Alltag in der DDR. Ein Land, das noch gar nicht so lange von der Bildfläche verschwunden ist. Für mich bildet „Jenseits der blauen Grenze“ sowohl eine spannende Lektüre, als auch ein gut recherchiertes geschichtliches Werk. Ich möchte es mit dem Attribut „großartig“ beschreiben und verbleibe voller Respekt und Freude über dieses gute Buch mit 5 Spitzenschuhen.

geschichtentaenzer.blogspot.de
Displaying 1 - 30 of 47 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.