Christoph Simon - der Autor, der aus dem Nichts kam. Im Gepäck Franz, der traurige Held, und dessen Freund MC der Dachs; in weiteren Rollen sein Kumpel Rambo Riedel, der unvergleichliche Hauswart Eryilmaz und schliesslich Franz? behinderter Bruder Julian; Doro Apfel, Lehrerin aus der ehemaligen DDR, hält den Jungen auf Trab und dann, ja dann ist da noch Venezuela, heissblütig und militant, andauerndes Thema aller Tag- und Nachtträume von Franz.
Ach ja, die Pupertät. Wie toll war es in der Schule unwichtigen Problemen nachzuhangen, sein Leben nicht allzu ernst zu nehmen und dafür der Drogenkonsum ansteigen zu lassen. So versucht auch Hauptfigur Franz im Debütroman von Christoph Simon seinen drohenden Rausschmiss aus dem Gymnasium und die aufkeimende Liebe zu seiner Nachbarstochter zu ignorieren.
Der Erstling von Simon ist ein frischer und frecher Roman, der wunderbar das Gefühl der Jugend transportiert und immer wieder mit urkomischen Einfällen überrascht. Dabei aber den Gehalt auch etwas verliert und für mich somit keine grossen Erkenntnisse bereit hielt. Im Schulalter kann dieses Buch aber einige Dinge bewirken.
Der Protagonist dieses Schulromans aus der Berner Oberländer Kleinstadt Thun am schönen Thunersee heisst Franz Obrist. Er hat schon ein paar Mal wiederholt und möchte immer im Gymnasium bleiben und kiffen und träumen oder sterben.
Aber dann tut er dann doch ein paar schöne, ausserordentliche Dinge, beweist Mut, trauert um einen Freund und hilft anderen, den Knopf zu lösen. Zum Schluss küsst er ein Mädchen namens Venezuela Lüthi (wie der Töfffahrer Tom) und ist frei.
Grandioser Erstling von Christoph Simon. Thun ist überall, wie ein Datsun Cherry im Vergleich zu London oder Singapur.
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