Immer mehr Menschen klagen über soziale Kälte, Stress am Arbeitsplatz und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Peter Maffay hat einen Ort geschaffen, der frei ist von Hektik und Leistungsdruck: seinen Biohof Dietlhofen. Verbunden mit sehr persönlichen Einblicken in sein Leben erzählt er, wie er auf dem Gut Gemüse und Kräuter anbaut. Wie erfüllend es ist, den Hof zu einer Begegnungsstätte zu machen. Und wie ein neues Verständnis von Natur und Schöpfung uns Sinn und Orientierung geben kann.
Bei Peter Maffay denkt man nicht zuerst an die Zukunft, sondern eher an die Vergangenheit. Ich persönlich denke bei ihm an Musik, an Tabaluga, an einen Promintenten.
Dieses Buch zeigt den Menschen hinter all dem, auch wenn es sich dabei keineswegs um eine Biographie handelt.
Ich zum Beispiel wusste bereits, dass er eine Stiftung auf Gut Dietlhofen hat, aber nicht, wie er zu dieser gekommen ist. Oder was ihn dazu animiert hat. Und auch nicht, wie er über die heutige Zukunft mit all ihren positiven, aber auch erschreckend negativen Seiten denkt.
Er beschreibt die Anfänge seiner Stiftung, er beschreit seine Bemühungen diese aufzubauen und auch auftrecht zu erhalten.
Und er spricht auch davon, welche Rolle die Kirche und Gott dabei gespielt haben. Ich muss sagen, dass ich mich mit diesem Teil nicht unbedingt identifizieren konnte, aber ich konnte auch verstehen, warum er Peter Maffay so wichtig ist, dass er zumindest seinen Platz im Buch finden musste.
Peter Maffay gibt einen Einblick in sein Leben, dass man von aussen gar nicht vermuten mag. Gerade den Part, in dem er über seine Kindheit erzählt hat mich sehr gefallen und man spürt deutlich, wie naturverbunden er schon damals war.
Das hat sich bis heute nicht geändert.Und anhand der Bilder, die dem Buch beigefügt sind, kann ich verstehen, warum er sich gerade dort auf Gut Dietlhofen so wohl fühlt.
Perter Maffay widmet sich in diesem Buch ausserdem der Nachhaltigkeit. Was können wir tun, um unserem Planeten ein bisschen von dem zurück geben, was er uns gibt?
Müssen wir dazu unser Essen aus dem Ausland importieren oder die Natur zerstören, die uns soviel mehr gibt, als nur schönes Aussehen?
Anhand des Wissens, dass Peter Maffay vermittelt, merkt man, dass er nicht nur einfach dahin sagt, was er denkt, sondern es auch wirklich so meint.
Er macht sich Gedanken um das, was um ihn herum passiert. Sei es der Umweltschutz, die Nachhaltigkeit oder das Klima.
Und das sollten wir alle tun. Wir alle können nicht nur von einer sicheren Zukunft träumen, sondern auch etwas dafür tun.
Wenn wir es nur wollen.
Das Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht an den Musiker Peter Maffay denken, sondern den Menschen kennenlernen wollen, zu dem er außerdem der Musik geworden ist.
Like most Germans of my generation, Peter Maffay's music is part of my childhood and when I hear it it brings the 1970 and early 80s right back. Can't say I ever liked it much then, but some of it was also just that as as a teenager in the early 80s in Germany, no way could you like the music your parents liked to listen to and sing along in the car! I listened to some of his music before I listened to this book on audible, especially some of his later songs which I have never heard as I have emigrated to the UK and I have to say, whilst I still would probably not chose it, it's not at all bad.
However, both my children and I were huge fan of his stories around the little green dragon Tabaluga, which is a wonderful children's series, dealing with the the small and the very big issues of our times. Absolutely fantastic creation.
I came across this book by coincidence and I listened to it mainly because Gut Dietlhofen, which he owns and together with his staff and collaborators does some fantastic work around organic farming, conservation and most of all helping traumatised and handicapped children recover or just give them a break. Turns out, Gut Dietlhofen is not far from where I come from, so at my next visit, I will go and have a look. It sounds like a magical and inspirational kind of place.
Peter Maffay is reading this small volume himself and talks about his upbringing, what influenced him and why he spends clearly quite a considerable amount of his own money on these charitable projects. It's his life philosophy, so for that only you need to rally admire my mother's favourite singer :).
Mein Papa ist großer Maffay Fan und auch an mir ging somit dessen Musik nicht vorüber. Wobei man dazu sagen muss, dass bei uns auch damals im Schulmusikunterricht "Tabaluga" nicht fehlen durfte. Lieder wie "Ich wollte nie erwachsen sein" waren 1993 (ich zu der Zeit zarte 9) wirklich toll. Umso neugieriger war ich auch auf dieses Buch, denn ich mag an dem Musiker auch sein soziales Engagement. Er macht auf Missstände aufmerksam und scheut sich nicht davor, seine Meinung kund zu tun. Was man von dieser hält ist ja immer Ansichtssache, aber auch einmal gegen den Strom zu reden erfordert Mut.
In "Hier & Jetzt" erzählt Peter Maffay von seiner Kindheit in Rumänien, seinem Leben und Wirken. Egal ob Stiftung oder allgemein sein Einsatz für Kinder, greift er nebenher im Buch ein paar weitere wichtige Themen aus der Politik auf, die meiner Meinung nach, angegangen werden sollten. Seinen Ansatz, finde ich hier auch recht interessant und überdenkbar. In vielen Sachen teile ich seine Meinung, wobei wir wieder beim Thema sind: Das muss nicht jedem gefallen, aber noch gibt es eine Meinungsfreiheit.
Beeindruckend fand ich seine Bodenständigkeit und die Sachen die ihn erden. Der Ausflug nach Gut Dietlhofen war wahnsinnig interessant für mich. Zu sehen wie es dazu kam, wie der Hof arbeitet und was da Alles so geschieht, war spannend. Ich stelle mir das Gut als einen wahnsinnig erholsamen Ort zum Verweilen ein. Sei es im Café oder auf einer der vielen Parkbänke am See.
Fazit
Locker leicht vom Sprachstil her führt Peter Maffay über das Gut Dietlhofen. Man begleitet Maffay praktisch bei einem Rundgang über das Gehöft. Themen die an den diversen Stationen dazu passen, werden aufgegriffen. Zum Beispiel an der kleinen Kirche erzählt der Musiker, wie er zum Thema Glaube steht. Er redet über seine Tabulgahäuser und Erfolge die er mit seiner Stiftung und seinen Höfen hat. Aber, auch über Fehlschläge, die er hatte. Man merkt, zumindest meiner Meinung nach, wie sehr dem Musiker die Themen Umweltschutz, Kinder und Unterstützung, derer die es brauchen, am Herzen liegt. Das macht ihn noch sympathischer und auch wahnsinnig authentisch.
In diesem Buch wirbt Peter Maffay für mehr Gemeinschaftssinn und eine nachhaltige Landwirtschaft
Während viele nur reden und fordern, ist Peter Maffay ein Mann der Tat. Er engagiert sich schon viele Jahre für bedürftige Kinder mit seiner Stiftung und der Drache TABALUGA ist untrennbar mit Peter Maffay verbunden. Weniger bekannt ist, dass Peter Maffay sich sehr für biologische Landwirtschaft interessiert. Hier in diesem Buch erzählt er, wie er zum Besitzer eines bayerischen Gutshofs wurde und wie er dadurch echte Heimat gefunden hat.
Sein Gut Dietlhofen liegt südlich von München in der Gegend von Weilheim und nach dem Schwärmen von Peter Maffay ist das ein ganz besonderer Ort. Man wird von Hühner und Bisons begrüßt und kann im Hofcafe bei selbstgemachtem Kuchen und einer Tasse Kaffee die Seele baumeln lassen.
Mit seinen mittlerweilen 70 Jahren, hat er viel erlebt und über einige Erfahrungen erzählt er hier in diesem Buch. Es geht nur am Rande um die Musik. Es geht vielmehr um die zahlreichen Menschen denen er begegnet ist und welche Projekte er mit seiner Stiftung umsetzt.
Im ersten Teil des Buches geht es überwiegend um das Hofgut und im zweiten Teil geht er einigen gesellschaftskritischen Gedanken nach. Er kritisiert den Flächenfraß, fragt sich ob immer neu gebaut werden muss, statt Bestehendes zu verwenden und bezieht auch Stellung bei dem Thema Asyl und Migration. Immer in einem ruhigen Ton, ohne anzuklagen. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen und einige Punkte haben mich auch nachdenklich gemacht.
An einigen Stellen, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es hauptsächlich um Werbung für das Gut Dietlhofen und die Stiftung Maffay geht. Das wäre aber zu oberflächlich betrachtet.
Peter Maffay wirbt mit diesem Buch tatsächlich, aber weniger zum Selbstzweck, sondern für mehr Bewusstheit, mehr Miteinander und ein Bewahren der Schöpfung.
Ich bin mit der Musik von Peter Maffay aufgewachsen, war schon als Kind auf Konzenrten mit meinen Eltern. Die LP von Tabaluga besitze ich heute noch. Allerdings bin ich kein Hardcore-Fan, verfolge ihn nicht und weiß nichts über sein Privatleben. Ab und zu höre ich einfach gerne seine Musik. Das Buch umfasst mehrere Stationen auf Maffays Bio-Hof Gut Dietlhausen. Fast die ganze erste Häflte des Buchs fühlte es sich wie eine langgezogene Ortsbeshreibung an, gespickt mit ein paar persönlichen Ellementen. Das ändert sich, für mich, ab dem Kapitel "Die Kirche" in dem Maffay nicht nur über seinen Glauben, sondern über die "Kirchen" allgemein schreibt. Vielleciht habe ich ab da auch aufmerksamer gelesen, aber ab dann hört man immer mehr politische Hintergrundgeräusche, die den einen oder anderen auch mal zum Nachdenken bringen kann. Wer sich mit Öko-Landwirtschaft, Politik oder Pädagogik auskenn, wird hier nichts neues finden, ausser Gedanken eines 70jährigen, der selbs vertrieben wurde und in seinem Leben einiges (Musikerkarriere, Stiftungen, Bauernhöfe usw.) aufgebaut hat. Keine Autobiografie, trotzdem lernt man was über den Menschen Maffay.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und so hat mir Peter Maffay quasi alles selbst erzählt, was ich wahnsinnig schön fand, zumal ich seine Stimme sehr mag. Ich wusste zuvor nicht, was ich von diesem Buch halten sollte. Ich hab einfach mal los gelegt und mich überraschen lassen. Die Erzählung brachte einem Maffays Leben näher, weil eben sehr viele biografische Elemente darin waren, was mir sehr gefallen hat. So war es auch spannend zu hören, was diesem erfolgreichen Sänger so durch den Kopf geht. Wie er isst, wie er lebt, wie er sich gewandelt hat. Er hatte teils einige sehr interessante Ansichten, die ich teils auch teilen konnte. Zudem gab er mir neue Denkanstöße mit Informationen, die ich bisher noch gar nicht kannte. Und all das geschah auf eine sehr vertrauliche und äußerst charmante Art und Weise. Die Informationen wurden ansprechend und vor allem leicht verständlich verpackt. Es war keine schwere Kost. Es war ein angenehmer Spaziergang durch Diedlhofen. Ein super Buch für zwischendurch.
Peter Maffay ist in Deutschland vor allem als Sänger bekannt. In diesem Buch geht es jedoch weniger um Musik als vielmehr um wichtige Werte für unsere Gesellschaft. Maffay gibt persönliche Einblicke in seine Lebenserfahrungen und wirbt für seine Überzeugungen. Das alles wird an einem traumhaften Ort festgemacht, dem ökologisch betriebenen Bauernhof, Gut Dietlhof.
Der bekannte Sänger wird 1949 in Siebenbürgen geboren, in Rumänien. Seine Familie leidet unter dem Regime und wandert 1963 nach Deutschland aus. Dort wird Maffay als 20jähriger „entdeckt“, und seine steile Musikkarriere beginnt.
Auf dem Land aufgewachsen, sehnt er sich nach einem Leben in der Natur. Eine Zeit lang lebt er in Kanada, doch da seine Lieder vor allem in Deutschland gefragt sind, muss er sehr viel reisen. Als nächstes baut er auf Mallorca ein Landgut auf, doch inzwischen fühlt er sich am ehesten in Deutschland zuhause. Da ist es für ihn wie ein Wunder, dass er einen schönen und bezahlbaren Bauernhof in der Nähe seines Wohnorts finden kann, das Gut Dietlhof in Bayern.
Nach einer kurzen Erläuterung seiner Lebensstationen, geht Maffay im Rest des Buchs auf wichtige Werte ein. Dabei nimmt er den Leser mit auf einen Spaziergang über sein Gut. An jeder Station greift er ein aktuelles Thema auf und beschreibt seine Hoffnung für die Zukunft. Denn dieses Buch ist auf jeden Fall sehr hoffnungsvoll und positiv. Maffay wünscht sich eine bessere Welt für seine und unsere Kinder, und er möchte Schritte aufzeigen, um dieses Ziel zu erreichen. Er ist überzeugt, wenn alle umdenken, können wir diese Welt retten.
Der Leser erfährt viele wichtige Fakten, zum Beispiel über die Bedeutung des Wassers für unseren Planeten, über nachhaltiges Leben und über gesunde Landwirtschaft. Aber auch kontroverse Themen spart er nicht aus, wie beispielsweise die Flüchtlingspolitik.
Das Gut Dietlhof wird als einen traumhaften Ort beschrieben, an dem traumatisierte Kinder Erholungszeiten erleben können, der Kunde seinen Salat selbst pflücken und bezahlen kann, und es im zugehörigen Café stets eine gute Tasse Kaffee und ein nettes Wort gibt.
Menschen und Begegnungen sind Maffay besonders wichtig. Darum gibt es auf dem Gut auch viele Orte, an denen Gemeinschaft erlebt werden kann; die Mehrzweckscheune, die Kapelle, das Café und die Freizeithäuser.
Die Aufzählung der vielen Vorzüge des Guts wirkt manchmal zu positiv, fast unecht, aber um das zu beurteilen, müsste man sich vor Ort selbst ein Bild von diesem Bauernhof machen. Aber beim Lesen schleichen sich doch manchmal leise Zweifel ein. Einerseits umweltbewusst und nachhaltig, andererseits viele Flüge nach Mallorca und Kanada. Die Welt schützen und ein einfaches Leben führen, doch jeden Morgen eine halbe Stunde Autofahrt, um warme Eier aus dem Stall zu holen. Lieben und aus Fehlern lernen, doch immer mal wieder eine neue Ehefrau. Der Glaube als wichtiger Wert, aber an welchen Gott? Es klingt als würde es eher auf den Glauben ankommen, als auf den Gegenstand des Glaubens. Gott kann demnach das sein, womit jeder sich gerade wohlfühlt.
Trotz dieser Zweifel überwiegt das Positive an diesem Buch. Sehr schön ist, dass Peter Maffay sich nie rühmt für seine vielen guten Werke. Er sieht sie ganz einfach als ein Zurückgeben für alles, was er empfangen hat, und er betont immer wieder, dass es nicht er ist, der das alles macht, sondern sein wunderbares Team. Es ist beeindruckend, dass dieser Künstler sich gerne für bedürftige Menschen in Rumänien und für benachteiligte Kinder auf der ganzen Welt einsetzt.
Fazit: Ein rosaroter Blick auf einen traumhaften Ort in Bayern, mit vielen Vorschlägen, wie wir alle zusammen für eine bessere Welt sorgen können. Empfehlenswert!
Meine Meinung Auf dem Cover ist der bekannte Musiker Peter Maffay abgebildet. Allerdings nicht wie man ihn kennt mit Gitarre, sondern mit einem Salatkopf. So führt das Buch gleich ins Thema ein.
In dem Buch, welches 272 Seiten hat, erfährt der Leser viel Unbekanntes vom Musiker Peter Maffay. Das Buch ist sowohl eine Biographie, als auch eine Führung durch das Gut Dietlhofen.
Herr Maffay wurde in Kronstadt im Jahr 1949 geboren und wanderte mit seinen Eltern im Jahr 1963 nach Bayern aus. Hier wurde er Musiker.
In seiner Heimat in Rumänien galt es als die große Freiheit, sich durch ein Stück Land selbst versorgen zu konnten. Diesen Kindheitstraum versuchte sich Herr Maffay erst in Kanada und Mallorca zu verwirklichen. Allerdings stellte sich heraus, dass er nur in Deutschland bekannt ist und dort Menschen zu seinen Konzerten gehen. Die dauerhafte Trennung von Tonstudio und Wohnort war nicht sinnvoll.
In seinem Buch „Hier und Jetzt“ veröffentlicht der Autor seine Lebensphilosophie, die er neben seinen Liedern auch in seinen Projekten vorstellt. Er selber sagt, dass er kein Mann für die Talkschau sei. Er möchte fundiertes Wissen weitergeben. Ihn treibt als Familienvater die Sorge um, die Welt in einem bewohnbaren Zustand für seine Kinder zu hinterlassen.
Herrn Maffay geht es sehr darum die Beziehungen zwischen Menschen zu stärken.
„Der Mensch braucht zum Menschsein ein Gegenüber. Reden Austausch von Erfahrungen, Wissen und Standpunkte sind wichtig. Labern und Lästern ist Zeitverschwendung.“
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Verständlich und nachvollziehbar werden schwierigere Sachverhalte erklärt und ausführliche tiefergehende Erklärungen eingeschoben. So erfährt der Leser von vielen Projekten, die der Musiker mit anderen Kollegen durchgeführt hat. Beim Rundgang im Hof wird nicht nur auf die einzelnen Tiere eingegangen. Herr Maffay greift deren Geschichte auf bzw. Menschen, die er im Bezug zu den Tieren z.B. Bisons und Leonhard Little Finger kennengelernt hat. So verflechtet sich das Buch mit anderen Menschen und deren Projekte, die sich auch um den Erhalt der Erde kümmern.
Immer wieder sind Zitate und Lebensweisheiten bekannter Persönlichkeiten eingeflochten z.B. Henry Ford eingebunden. Er soll gesagt haben, ob ich es schaffe oder nicht. Ich habe immer Recht.
Ich als Leser kann mit dem Buch über mein eigenes Leben nachdenken und selber meine Schlüsse ziehen.
Fazit Eine Lektüre für Peter Maffay Fans, die Ihren Musiker besser kennen lernen wollen und unbekannte Seiten finden möchten.
sympatisch, bodenständig und engagiert für eine bessere Welt
Peter Maffay lädt den Leser zu einem Rundgang durch den Biohof Gut Dietlhofen ein, erzählt dabei auch von seinem Leben, seinen Ansichten zu Kirche, Gläubigkeit, Regeln, Gemeinwohl, Politik, Nachhaltigkeit, Wertschätzung und respektvolles Miteinander, Zukunftschancen unserer Kinder und vielem mehr.
Dabei erhält man einen Einblick in sein Leben, angefangen von der Kindheit sowie den Lebensbedingungen in Rumänien, von der Auswanderung nach Bayern, von verschiedenen Lebensstationen, wie in Kanada oder auf Mallorca. Neben dem Traum der Selbstversorung und Landwirtschaft wollte Peter Maffay auch für die Gemeinschaft etwas bewegen, betont immer wieder, dass das Gemeinwohl vorgehe und man Visionen und Pläne brauche und verfolgen müsse um etwas zum Besseren zu verändern.Wie konsequent sich Peter Maffay für diese Ziele einsetzt, war mir vor Lesen dieses Buches nicht bewußt; ich kannte ihn nur als Musiker, seine Musik der späten 70er und frühen 80er Jahre und selbstverständlich auch die Werke um Tabaluga. Mich hat es sehr überrascht, über seine verschiedenen Stiftungen und Projekte, sei es, auf Gut Dietlhofen benachteiligten, kranken und traumatisierten Kindern eine Ferien-/Auszeit, einem Betreuten Wohnen den Platz für Ökologische Landwirtschaft zu bieten oder Aufbauhilfe in Rumänien, wie Verlegung der Wasserversorgung oder Verteilen von Blumensamen zu leisten. Gerade bei solchen Beschreibungen erfährt man immer wieder nebenbei, wie vernetzt Peter Maffay ist, beispielsweise wurde die Wasserversorgung zusammen mit den "Böse Onkelz" finanziert und durchgeführt. Auch die Beschreibungen seiner Weltsicht kommen sehr bodenständig, respektvoll und weitsichtig daher und man merkt, dass es sich nicht um einen jungen Hüpfer, sondern um einen lebenserfahrenen, aber jung gebliebenen Siebzigjährigen handelt, dem man den Durchblick und die Weisheit des Alters anmerkt.
Insgesamt fand ich es sehr interessant, über Peter Maffays Lebensweg und seine Projekte zu lesen; der Schreibstil war angenehm, zuweilen recht humorvoll und die begleitenden Fotos machten einiges noch besser vorstellbar.
Peter Maffay | „Hier und Jetzt: Mein Bild von einer besseren Zukunft“ | Lübbe | €20,00 Er steht seit fünfzig Jahren auf der Bühne und ist der erfolgreichste Musiker Deutschlands. In seinem Buch „Hier und jetzt“ führt uns Peter Maffay jedoch weg von dem Glamourleben eines Rockstars. Er schreibt von seiner bescheidenen Kindheit in Rumänien, Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben und seiner Vision einer besseren Zukunft. Mit seinem 2015 erworbenen Biobauernhof „Gut Dietlhofen“ versucht er, diese Zukunft schon heute Wirklichkeit werden zu lassen. Das Buch liest sich wie ein schöner Spaziergang über das Gut, eigentlich geht es aber um viel mehr. Es spricht Themen an, die uns alle beschäftigen und gesellschaftliche Relevanz besitzen. Neben Klimawandel, Konsum und Ökologie steht vor allem die Zwischenmenschlichkeit im Vordergrund, die Frage danach, was uns wichtig ist und wie wir in Zukunft leben möchten.