Side Effect von Lukas Erler ist ein Actionthriller für Jugendliche, der mich leider nicht begeistern konnte.
Zum einen leidet das Buch an einem langweiligen Hauptcharakter, dessen einzige Charaktereigenschaft es ist, einem Mädchen hinterher zu schmachten. Die Nebencharaktere sind zwar deutlich interessanter, aber in den nicht mal 200 Seiten findet sich gar nicht die Zeit wirklich auf ihre Hintergrundgeschichte einzugehen.
Die Geschichte an sich beginnt unrealistisch und endet unrealistisch. Die Handlungen der Charaktere sind meist unüberlegt und völlig unsinnig, gehen in der Regel aber immer erfolgreich und ohne negative Konsequenzen aus. Besonders viel Spannung schafft der Roman aber auch nicht aufzubauen, ein Problem, was sich erneut durch die Länge des Buches erklären lässt. Das Ende fühlt sich unverdient und zu schnell erreicht an und lässt mich als Leser mit einem leeren Gefühl zurück.
Die Prämisse an sich ist interessant, die Umsetzung jedoch nicht.
Mit Überarbeitungen und vor allem einer Ausbauung der recht kurzen Geschichte, hätte dieses Buch einen soliden Jugendroman abgegeben. Völlig hoffnungslos ist dieses Buch nämlich nicht, aber die einzelnen Lichtblicke, wie interessante Dynamiken zwischen den Charakteren oder tiefsinnigere Gespräche, werden letztendlich doch von den negativen Seiten des Buches überschattet.