Ein handgeschriebener Zettel am Schwarzen Brett seiner Schule – »Wer will mit zum Toten-Hosen-Konzert nach Hamburg? Bus wird organisiert. Eintragen!« – markiert den Beginn eines Orkans, der Thees Uhlmann aus der Ödnis ins Paradies wirbelt. Es ist 1988, und wer wie Thees Uhlmann zwischen Helmut Schmidt und Angela Merkel als Punk in Deutschland aufwächst, der liebt die Toten Hosen für immer. Und lernt fürs Leben: »Befehl an alle! Bleibt besser klug.« Thees Uhlmann erzählt von einer Liebe, die seit 30 Jahren währt, von einer Freundschaft, die entstanden ist, von gemeinsamen Konzerten und Fußballausflügen und dem Blitz der Erkenntnis in den bizarrsten Situationen.
I mean, we all know on which side of the Die Toten Hosen / Die Ärzte schism I stand, so I don't fully share Thees Uhlmann's enthusiasm for Düsseldorf's finest punk rockers, but while I prefer the glorious noise of their competition from Berlin, "Die Hosen" are of course still legends, and rightly so. In this highly subjective text (the premise of the "KiWi music library" is to let celebs talk about their favorite musicians), Thees - singer, writer, and all-around popular dude - reminisces about the importance of the band for him as a teen in a northern German village and his later encounters with the band and its crew. He dissects songs and lyrics and draws connections between the attitude of the band and his personal convictions (Die Hosen and Die Ärzte have, without exaggeration, shaped the outlook on life of countless people who came of age in the last 30 years, including mine). And Thees also talks about the Band Aid 2 controversy!
This is the third text I read from the "KiWi music library", and due to the concept, the quality of those little books really depends on how relatable and interesting the authors are: Anja Rützel über Take That was fantastic, although I don't even like Take That, while Tino Hanekamp über Nick Cave was rather annoying, and I love Nick Cave. In this case, you have to give it to Thees that he has all the right arguments in favor of Die Hosen: Yes, singer Campino and his gang have certainly done some very uncool things for a punk band, but they never strayed from their moral compass and held on to their fundamental convictions - and that's more than you can say about most people. If you really want to learn about the band though, you will have to pick up a biography.
And if you have no idea who these people are: Shame on you!! :-) You can watch Die Toten Hosen headlining Europe's biggest open air festival here, and you can watch Thees cover a classic song by the band here. If you want to learn more about the book and the rest of the KiWi music library, you can listen to our new podcast episode (in German) here.
"Wenn Sie etwas Negatives über Die Toten Hosen lesen wollen, gehen Sie ins Internet. Es ist voll davon. Viel Spaß!"
Eins meiner Highlights dieses Jahr. Geschichte um Geschichte über Musik und Erlebnisse von und mit den Toten Hosen. Thees schreibt, als würde er bei einem Bier seine liebsten Anekdoten mit seinen liebsten Menschen teilen - und das ist einfach wunderbar. Eine herrlich kurzweilige Lektüre. Klare Leseempfehlung!
Ich kriegte das Buch von einem Freund aus lange zurückliegenden Zeiten am Gymnasium geschenkt; einem Freund, den ich seither leider viel zu selten sehe. Das Buch hat mich ultimativ in jene Zeit zurückgeworfen, als die Menschheit noch in 4 Arten geteilt werden konnte: Ärzte-, Hosen- und Onkelz-Fans sowie alle anderen (von Bob Marley bis Metallica). Auch wenn ich stets zu ersterer Sorte gehörte, hat das Buch einfach Spass gemacht – zu ähnlich die Stimmungen, die Beobachtungen, aber auch die Entwicklung seither, wenn man als Familienvater auf die eigene Pubertät zurückblickt. Dass zwischen Uhlmann und uns gut 8 Jahre liegen, verwischt sich wohl schon nur dadurch zur Unmerklichkeit, dass die musikalischen Trends aus Deutschland mit einigen Jahren Verzögerung bei uns in der Schweiz ankamen. Im letzten Kapitel zitiert Uhlmann einen Freund: «die geilen Geschichten passieren nur den Leuten, die sie auch erzählen können» – das trifft auf Uhlmann in beiderlei Hinsicht zu. Was den nicht uneigenwilligen Stil des Autors betrifft: über unsere Zeit könnten weniger konfus, als dass er es tat, wir auch nicht schreiben. Das ist nun einmal Punk. Sorry, wer nicht dabei war, muss das Buch dringend zur Stopfung der Bildungslücke lesen. Und wer dabei war, muss sowieso nichts. Darf aber trotzdem. Sogar als Ärzte-Fan.
Großartig. Als Hörbuch von Thees eingesprochen sicher nicht schlechter als selbst gelesen. Voller Hosenliebe, kurz und zum Lachen. Mit eigener Dorf- und Hosenvergangenheit einfach ein Vergnügen. Und warum Band Aid wird auch geklärt. Nur zu empfehlen!
Sowohl seine Musik mit Tomte, als auch Solo und sein Buch "Sophia, der Tod und ich" sind großartig. Dieses Buch ist zwar ein persönlicher Einblick in sein Leben und seinen engen Kontakt zu den Toten Hosen, bleibt aber über weite Strecken langweilig. Schade.
Ja, das war großartig. Ich bin ja mit den Hosen musikalisch sozialisiert worden und diese Liebe, die der Thees hier mit seiner unnachahmlichen Art versprüht fand ich ganz toll. Großartig, Danke Thees!
Lest dieses Buch, denn es ist sehr gut: Thees Uhlmann erzählt über seine Erlebnisse mit den Toten Hosen und ihrer Musik als würde man mit Freunden in der Küche sitzen und Geschichten aus der Jugend austauschen. Das ein oder andere Lied wollte ich mir direkt beim Lesen noch mal anhören, um mir die gelobten Gitarrenriffs vor Ohren zu führen.
Liebe Punkrocker. Das Warten hat sich gelohnt. Seid ihr alle gut drauf? Mögt ihr alle Limonade? Ist Purple Schulz das Größte für euch? Jungs, ihr seid auf dem komplett falschen Konzert. Das ist Punkrock. Das sind die Toten Hosen aus Düsseldorf. Applaus!“ (S.131)
Sommer 1988. Am schwarzen Brett des Gymnasiums in Hemmoor hängt ein Zettel, es werden Mitreisende zu einem Konzert der Toten Hosen am 10.12.1988 in Hamburg gesucht. Ruckzuck findet sich auf der Liste folgender Eintrag: „Thees Uhlmann, 9F“
„Ich war vierzehn, als ich mich in die Liste für das Konzert der Toten Hosen eintrug.“ (S.13)
So fängt die Geschichte von Thees und den Hosen an. Auf seine ganz eigene Art erzählt der Autor in dem Buch von seiner Liebe zu der Düsseldorfer Kapelle, von Begegnungen, Freundschaft und Respekt, von Ehrfurcht und Nervosität, davon wie es ist mit ihnen Musik zu machen und von kleinen und großen Momenten abseits der Öffentlichkeit. Thees Uhlmann erzählt von den Roten Rosen und den Broilers, er berichtet von dem Konzert der Hosen in der DDR, glänzt mit einem großartigen Fachwissen zum Thema Bläsersatz und hat ebenso wie ich Lieblingslied:
„Zu Liebeslied habe ich eine besondere Beziehung.“ (S.137)
Wenn es um das Band Aid 30 Projekt geht, dann ist das fast so etwas wie ein Hauch Peinlichkeit in den Zeilen, aber ganz ehrlich, so schlimm war das Lied nicht und für mein Empfinden wurde das von Campino ausgerufene Ziel erreicht:
„Wir müssen auf jeden Fall geiler sein also die Engländer!“, gab Campino als Ziel aus. Sportsmann durch und durch. (S.77)
Würde mich jemand bitten ein Buch über die Hosen zu schreiben, dann könnte ich natürlich nicht so viele persönliche Momente einbringen, aber ansonsten würde es sich vermutlich ähnlich begeistert lesen. Wenn Thees Uhlmann erzählt, möchte ich ihm einfach stundenlang zuhören, weil es sich ganz nah und persönlich anfühlt, ehrlich und unaufgeregt. Ich sehe ihn vor mir in der Küche sitzen, wie er schreibt, über zurückliegendes nachdenkt, glücklich oder mit einem leicht schiefen Grinsen von Situationen berichtet, besondere Ereignisse bewahrt hat und nun mit mir teil, so wie die Liebe zu den Hosen. Danke!
Wer die Hosen und Thees Uhlmann mag, dem möchte ich dieses wunderbare Buch ganz dringend an Herz legen. Es ist einfach großartig.
Ich habe Thees Uhlmann & Band erstmals 2013 als Vorband der Hosen in Köln erlebt. Seither bin ich Fan des Lachskopps aus Hemmoor ☺️ Ausführlicher könnt ihr das dann im Nachwort meines demnächst erscheinenden Buches "Überdosis Rockmusik" lesen. Thees Uhlmanns Buch ist jedenfalls sehr unterhaltsam, vor allem, weil ich ja weiß, wie Thees, Campino, Olly Schultz, etc. reden. So höre ich beim Lesen alles quasi im Originalton (es sollen angeblich nicht alle Menschen beim Lesen eine Stimme im Kopf haben - für die tut es mir dann leid). Aus jeder Zeile liest man die bedingungslose Hosen-Liebe, die bei Thees zu Teenagerzeiten auf dem platten norddeutschen Land begann („mit dem ständigen Wind, der von vorne kam“) und bis heute nicht endete. Das einzige, was ich dem Buch ankreiden könnte: Es ist viel zu kurz! Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Aus Sicht eines Hosen- und Thees-Uhlmann-Fangirls vergebe ich ⭐️���️⭐️⭐️⭐️ dafür
Meiner Ansicht nach gelungener als sein Roman – Thees schreibt ehrlich, authentisch und jugendlich über sich und seine Vergangenheit. Selbst wenn man sich in seiner eigenen Jugend nicht mit den Toten Hosen befasst hat, kommt der jugendliche Pathos extrem gut zur Geltung, sodass ich mich trotz variierender Künstler stark an mein eigenes 13-jähriges Ich erinnert fühlte. Genau das habe ich mir von der Lektüre erhofft. Leser:innen auf der Suche nach einem Band-Porträt sollten jedoch zu einer anderen Biografie greifen, hier bekommen wir nämlich eine ordentliche Portion Punk und Coming of Age geliefert.
Ich liebe Thees' poetische, kraftvolle Sprache, seine schönen Metaphern und sprachlichen Bilder, seine absurden Vergleiche. Ich höre gerne seine Geschichten - ob auf Konzerten zwischen seinen Liedern oder halt in der Form dieses Buches. Und dieses Buch ist Thees in Reinform. Es erzählt von Musik, Liebe, Aufwachsen, Jugend auf dem Dorf, Punk, Bier, Freundschaft und Eltern Sein. Und zwischendurch auch immer wieder über die Toten Hosen.
Hab es sehr gerne gehört. Er liest es selbst und ich glaube, so funktionieren seine Texte auch am besten: wenn er sie einem eindringlich, kraftvoll und manchmal leicht pathetisch um die Ohren haut.
Gekauft, weil ich die Idee der KiWi-Musikbibliothek generell einfach gut finde und mich die kleinen Büchlein schlicht ansprechen. Witzigerweise mag ich aber weniger Die Toten Hosen besonders gerne, noch bin ich allzu großer Fan von Thees Uhlmanns Musik; als Person und Autor finde ich ihn dagegen ziemlich gut. Und so ist auch seine Liebeserklärung an Die Toten Hosen sehr lesenswert. Über weite Strecken entfernt Uhlmann recht weit von der Band und erzählt angeregt und interessant über sein eigenes Leben bzw. Anekdoten daraus. Und das macht er einfach gut.
Ich bin weder Fan von Thees Uhlmann als Musiker, noch von den Toten Hosen, aber als eine Person, die selber ihre Lieblingsbands kennengelernt und mit ihnen gearbeitet hat, finde ich solche Geschichten iwie rührend. Aus der ganzen Reihe hat mich dieses Buch auch darum angesprochen, weil beide Seiten sich persönlich auch kennen und in einer Bubble sind mehr oder weniger.
Ich mochte den Humor und die Ironie des Autors, würde mir auch mehr Geschichten von ihm wünschen!
Richtig klasse Buch über die Toten Hosen. Aber nicht als Biografie, sondern sehr kurzweilige Geschichte wie sie in Uhlmann's Leben wichtig waren. Witzig, aufrichtig, und nett geschrieben. Klasse. Hat mir verdeutlicht wie wichtig mir die Hosen in meiner Jugend waren und dass ich nie bei einem Konzert war. Skandal.
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Nicht unsympatisch, wenn auch etwas schwafelig und von einer gewissen sozialdemokratischen Bräsigkeit (oder Gemütlichkeit) erfüllt. Er trinkt gern Bier und sitzt an seinem Küchentisch, wo er dann Leute anruft, das hab ich mir gemerkt. Gefiel mir aber nicht so schlecht, wie ich es befürchtet hatte. Mit Tomtes Musik kannste mich nämlich wirklich quer übers Land jagen.
Thees kann einfach wunderschön und authentisch schreiben und ich nehme ihm jedes Wort ab. Es ist toll, über sein Fandasein zu lesen und wie er ohne Kompromisse hinter den Toten Hosen steht. Damit ist es eine Lobrede auf beide.
A singer talking about his favourite band, talking about how his life touches their lives. You need to be a fan of both then it's a quick, joyful read. Maybe 3.5 stars book but all the memories coming back turned it to 4****.
Ein Buch, das voller toller Sätze ist! Manchmal schlägt Thees Uhlmann aber Umwege ein, von denen es ihm selbst schwerfällt, wieder zurück zur Spur zu finden...