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Palast der Stille

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Ein kleines Cottage auf einer Insel vor der Ostküste Amerikas, mitten im Winter, in der Stille. Ein Mann schaufelt Schnee, redet mit seiner Katze, beobachtet Vögel, genießt die Langeweile und zieht Bilanz über sein bisheriges Leben und Schaffen. Später macht er sich auf den Weg durch den tief verschneiten Wald zu der Kiefer, in deren Krone er einen Ausguck die Welt zu schauen, die Natur, sich selbst. "Mit wem reden wir, wenn wir allein sind? Mit uns selbst, wenn wir es können." Hansjörg Schertenleib erzählt von den Segnungen der Stille, selbst gewählter Einsamkeit und von der Liebe, der Liebe zu den Tieren, zur Natur – und zu den Büchern. Eindringlich, wahrhaftig und schwebend leicht.

176 pages, Hardcover

Published January 29, 2020

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About the author

Hansjörg Schertenleib

46 books6 followers
Hansjörg Schertenleib, geb. 1957 in Zürich. Ausbildung zum Schriftsetzer/Typographen; Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich. Zog 1981 ins Künstlerhaus Boswil; seit 1982 freier Schriftsteller. Von 1980 bis 1984 Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift «orte», seit 1985 journalistische Tätigkeit für verschiedene Zeitungen und Magazine, u.a. für Stern, Die Welt, Die Zeit, Zeit-Magazin, Magma, Film Bulletin, Weltwoche, Tages Anzeiger Magazin, NZZ, Bücherpick und sie+er. In der Spielzeit 1992/1993 Hausautor am Theater Basel unter Frank Baumbauer. Lesungen in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Norwegen, Finnland, Holland, Luxemburg, Irland, Schottland, Wales, England, Frankreich, Bulgarien, Ungarn, den USA, in Südafrika, Mexico, Kolumbien und Brasilien. Jurymitglied für den Christine-Lavant-Lyrikpreis in Wolfsberg, Österreich, und den Frank O´Connor-Prize in Cork, Irland. Gastprofessuren in Amerika und England. Von 2008 bis 2010 Dozent und Mentor am Literaturinstitut Biel. Lebte in Norwegen, Wien und London, seit 1996 in einem ehemaligen Schulhaus aus dem Jahr 1891 im County Donegal in Irland.


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7 (14%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Yvonne (go.for.a.walk.chuma).
340 reviews5 followers
February 22, 2022
"Du brauchst die anderen nicht, sie sind dir im Weg, wenn du herausfinden willst, wer du wirklich bist. Werden sollst du nichts, aber tun musst du etwas! Etwas, das dir Freude bereitet und ein Feuer in dir entfacht."

Eine einsame Hütte im verschneiten Maine ist der Schauplatz dieser Geschichte. Ein Mann lebt hier zurückgezogen, nur in Gesellschaft seiner Katze. Er schaufelt Schnee, beobachtet Vögel, genießt die Einsamkeit und erinnert sich ...

"Palast der Stille" ist ein Buch über Stille, Rückzug, Selbstbestimmung und der Liebe zur Natur und zu Büchern. Unaufgeregt leise, melancholisch und doch eindringlich ist diese Geschichte ein kleines Juwel. Sicher keine seichte Lektüre und trotzdem wunderbar leicht und voller Poesie.

Leseempfehlung. 🤍
Profile Image for Lukas Rupp.
244 reviews4 followers
January 21, 2021
Schertenleib gehört definitiv zu meinen Lieblingsautoren in der Schweiz. Er beschreibt Situationen haargenau, sodass man sich gut in die Szenarien hineinversetzen kann. Ausserdem liebe ich seine tiefgründigen und politischen Abschweifungen in seinen Büchern.

Im Buch „Palast der Stille“ bringt er dem Leser den Charme des Alleinseins nahe und beschreibt wie man in der Stille zu sich selbst und zu seiner Kreativität finden kann. Wir Menschen müssen uns wieder im Nichtstun und der Langeweile lernen. Dann wird es automatisch zu einer ruhigeren, friedlicheren Gesellschaft kommen, welche nicht mehr nach stetigem Wachstum, nach Geld strebt.
Profile Image for Thomas Aebischer.
265 reviews10 followers
May 6, 2022
„Der Palast der Stille“ hat mich stark an „Montauk“ von Max Frisch erinnert. Beide Bücher sind autobiographisch, spielen im Osten der USA und sind fragmentarisch aufgebaut. Schertenleib pendelt zwischen dem, was gerade gegenwärtig sich zeigt während seines Aufenthalts in seinem cottage in Maine. Es schneit und die Stille ist hörbar, er schreibt in der Ich-Form. Dazwischen tauchen Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit auf, Erinnerungen an das für ihn zu enge Zuhause in der Schweiz, Erinnerungen an Gelebtes und Verinnerlichtem und da schreibt er in der dritten Person. Im kleinen Buch tauchen sporadisch wunderbare Sätze auf, die - so schreibt Schertenleib - wie Fische an den Knöcheln vorüber streichen und nur schwer zu fangen sind. Ein Buch, das mich zwischendurch gelangweilt hat und dann plötzlich wieder funkelnde Edelsteine preisgab.
Profile Image for Ernst.
646 reviews31 followers
February 17, 2024
Sehr schönes poetisches philosophisches Buch in dem nichts und doch alles passiert.
4 reviews
January 1, 2026
3.5

"Ich bin am Ende.
Also stehe ich am Anfang."

Ein Mann zieht sich im mittleren Alter auf einer Insel in den USA zurück, um jeglicher Ablenkung und Gesellschaft aus dem Weg zu gehen und sich selbst wiederzufinden, indem er u. a. schreibt. Eine sehr stark autobiografisch erzählte Geschichte, bei der jedoch schwierig zu entziffern ist, was nun fiktiv und was real ist (und das ist auch gut so).
Eine gut ausgearbeitete Geschichte, die meiner Ansicht nach ihre Schwächen darin hat, dass die bewusst gewählte wirre Erzählweise und die Zerstreuung der Geschichte durch Rückblenden und Zeitsprünge, oftmals viele kleine Themen aufgreift und diese wieder fallen lässt. Dennoch hat es mir gut gefallen, dass der Protagonist sowohl aus der Ich- als auch aus der dritten Perspektive erzählt wird. Die Beschreibungen der verschneiten Natur und des warmen Rückzugsorts im Cottage, in dem der Protagonist alleine neben seiner Katze liest, Musik hört und schreibt, waren sehr schön erzählt.

Hier ein paar Stellen, die mir gefallen haben:

"Er will nicht länger effizient sein, strebsam, zwanghaft optimistisch und erfolgsorientiert, will nicht länger eingeschätzt und beurteilt werden, (...)"

"Er ist bereit, erneut ein anderer zu werden."

"Ich brauche nicht länger einsatzbereit zu sein, gehöre nicht länger zum Zug derer, die Tag für Tag motiviert ins Feld ziehen, stehe nicht mehr in Konkurrenz, habe nicht den Anspruch, alles zu sehen, zu hören, (...)"

"In den letzten zehn Tagen habe ich keinen Strich getan, nichts geschrieben, nicht ein Wort, nur neben der Katze gelegen und gelesen, Musik gehört, abends eine Kleinigkeit gekocht, wieder gelesen. Früher nahm ich mir solche Tage des Nichtstuns und Müßiggangs übel, fand mich faul, unproduktiv, unnütz, das ist ist vorbei und hat sich ins Gegenteil verkehrt."

"Ist es naiv zu glauben, das Schreiben bringe das Leben in Gang und halte es in Fahrt? Hilft das Schreiben, die schmale Traurigkeit, die sich immer wieder als Schatten über ihn legt, in Schach zu halten? Oder macht es sie größer und fundamentaler, weil es die Gründe und Erklärungen dafür liefert?"

"Ich gehöre zu den Unglücklichen, die sich nicht nur an Worte erinnern, wenn es sein muss an jedes, sondern auch an Gesten und Blicke."
Profile Image for Robin.
83 reviews
May 7, 2021
Liest sich irgendwie wie Wikipedia vermischt mit dem Gelabber eines alten Mannes. Langweilig, unspektakulär.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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