Beim Einkauf hatte ich keine Ahnung, was auf mich zukommt, weil ich nur nach Titel gegangen bin. AHHH. uff der Anhang am Ende mit all den Kontroversen zu Der Müll, die Stadt und der Tod, fast wie eine Kurzdokumentation. Insgesamt nicht für mich, provoziert auf jeden Fall eine Reaktion beim Lesen, sehr grafisch in der Sprache, Beleidigungen, negativ-konnotierte Begriffe. Bei Nur eine Scheibe Brot habe ich den roten Faden und Sinn mehr gesehen, während Der Müll sich meiner Meinung nach verliert, selbst bei gewollt-beschriebenem Chaos. Fassbinder's Bemerkung zum reichen Juden-Charakter im Buch habe ich verstanden, aber gleichzeitig verstehe ich auch die Reaktionen, weil ich das selber auch beim Lesen angezweifelt habe, ob man das nicht besser umsetzen hätte können, um seine beschriebene Intention klar zu machen. Ein reicher Jude, der 'den anderen die Häuser wegkauft' ('Schuld ist am Unglück anderer') und ein Mann, der seine Partnerin schlägt, und anscheinend schwule Tendenzen entwickelt/hat? Das kann schon ohne Erklärung oder guter Umsetzung schiefgehen. Und hier ist es etwas schiefgegangen, meiner Meinung nach. Vielleicht/Wahrscheinlich/es scheint so wollte er eine Satire/Karikatur von den Menschen, die so denken/handeln, schreiben, aber nicht ganz gelungen.
tw/cw: Tod, Mord, Sexarbeit, häusliche Gewalt, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Misogynie, Konzentrationslager, Holocaust, Homophobie, Gewalt, Spielsucht, Betrug, Masochismus etc.