Jump to ratings and reviews
Rate this book

Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

Rate this book
Berlin, in einer nahen Zukunft. Die Stadt pulsiert dank der Hubot-Industrie: Robotik-Unternehmen stellen künstliche Partner innen her, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sind; jede Art von Beziehungswunsch ist erfüllbar, uneingeschränktes privates Glück und die vollständige Abschaffung der Einsamkeit sind kurz davor, Wirklichkeit zu werden. Doch die Zahl der Selbsttötungen hat sich verzehnfacht. Denn die neuen Wesen beherrschen zwar die hohe Kunst der simulierten Liebe, können aber keine Verantwortung für jene übernehmen, mit denen sie zusammenleben. Immer mehr Menschen gehen an sozialer Entfremdung zugrunde. Deshalb kommt Roberta auf den Markt. Sie soll die Angehörigen der Suizidant innen ausfindig machen, um dem Sozialamt die Bestattungskosten zu ersparen. Versagt sie, wird sie in Einzelteile zerlegt und an die Haushaltsrobotik verscherbelt. Und nicht jeder ist am Erfolg ihrer Ermittlungen interessiert.

Emma Braslavsky blickt einer Stadt ins Nachtherz und führt uns auf die dunkle Seite einer aufgekratzten Metropole. Ihr Roman ist Großstadtmärchen und Kriminalgeschichte und erzählt witzig und rasant von der Radikalisierung des Individuums, von der schmalen Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben und von der Allmacht der Algorithmen.

268 pages, Hardcover

First published August 12, 2019

3 people are currently reading
73 people want to read

About the author

Emma Braslavsky

15 books9 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
15 (15%)
4 stars
25 (25%)
3 stars
36 (37%)
2 stars
17 (17%)
1 star
4 (4%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Conny.
632 reviews87 followers
September 28, 2019
Berlin, Zukunft. Robotik-Unternehmen stellen künstliche Partner*innen her, die ihren Menschen jeden Wunsch erfüllen. Die Einsamkeit steht kurz vor ihrer Abschaffung, sollte man meinen – doch die Realität sieht anders aus, die Suizidrate ist so hoch wie nie. Eine neuartige KI namens Roberta soll die Polizei deshalb dabei unterstützen, die Angehörigen der Selbstmörder ausfindig zu machen, damit der Staat die horrenden Bestattungskosten nicht übernehmen muss. – In etwa so verspricht es der Einband.

Ich hatte mich sehr auf diesen Roman gefreut. Inhaltlich und auch sprachlich fand ich ihn dann allerdings ziemlich «underwhelming». Der grösste Teil der Geschichte dreht sich darum, wie sich Roberta durch absurde bürokratische Mühlen kämpft, was sehr ermüdend ist. Auf die Beziehungsgefüge zwischen Mensch und Roboter wird kaum eingegangen, sie werden (wenn überhaupt) nur oberflächlich beschrieben. Dazu kommen bemüht witzige Dialoge, keiner spricht so. Na ja, meins wars nicht.
Profile Image for Alina.
23 reviews
August 14, 2025
Ich bin mir ehrlich nicht sicher, ob die philosophischen Überlegungen ernst gemeint oder sarkastisch waren. Wird hier ein Roboter in gedanklichen Kinderschuhen gezeigt oder krasse Erkenntnisse? Konnte die Intention der Autorin nicht nachvollziehen, befürchte, es sollte letzteres sein, fand das Ganze jedoch unheimlich platt und banal. 222 Seiten Bürokratie-Dschungel wofür genau?
Hinweis: Das N-Wort wird dreimal reproduziert, gleichzeitig aber Rassismus und race als Themen überhaupt nicht angesprochen, wäre wirklich, wirklich nicht nötig gewesen.
Profile Image for Isabell Gebhardt.
Author 5 books14 followers
April 16, 2025
Spannende Geschichte trotz des bürokratischen Dschungels, durch den die Handlung führt. Die philosophischen Passagen waren mir irgendwann zu lang und das Ende hat mich nicht befriedigt, aber die Dystopie, in der die Recheneinheiten am Ende die glücklicheren Menschen sind, hat mich auch wegen des eigenwilligen Schreibstils wirklich gut unterhalten und trotz des Themas nicht deprimiert. Auch mal ganz schön, wenn es um KI geht.
2 reviews
July 30, 2020
Ich bin immer noch geflasht. So schön unaufgeregt, kein Terminator-Scheiß, kein Sci-fi-Blabla. Eine bescheidene Philosophie einer Maschine über das Menschsein. Heiter-tragisch-schön!
2 reviews
September 20, 2019
Tolle Hauptfigur! Super erzählt. Kleines Meisterstück in meinen Augen.
Profile Image for piasey.
38 reviews3 followers
June 18, 2023
Egal welches Genre, liebe Autorin & Team + Suhrkamp Verlag, es gibt keinen Grund, das N-Wort mehrfach ausgeschrieben abzudrucken.
16 reviews
February 28, 2024
Im gross und ganzen hat es mir gefallen. Den ersten Teil fand ich okay, da mich eine Figur etwas gestört hat, ansonsten wars spannend. Der mittlere Teil fand ich exzellent, ich dachte es entwickelt sich zu einem Krimiroman und es war auch sehr angenehm eine Hauptfigur zu haben, die effizient funktioniert. Der letzte Zeil habe ich glaube ich nicht ganz verstanden... Es kamen immer mehr Zitate auch dazu, die ich nicht ganz begriffen hatte, evtl. kann jemand anderes mehr damit anfangen.

Was mir sehr gefallen hat war die Spiegelung der Gesellschaft. Was passiert, wenn ein Patriarchat seine Wünsche durch Roboter umsetzen lassen kann? Ich fand dies sehr toll und hätte mir gewünscht noch mehr dazu zu lesen!

Die Geschichte finde ich sehr natürlich originell (nicht mühsam versucht, daher natürlich) und löst einige Gedankengänge aus.

Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, nicht unnötig etwas probiert um fancy rüber zu kommen, sondern sehr effizient, auf den Punkt gebracht.

Würde es empfehlen auch schon nur wegen der originellen Idee und Umsetzung wie auch dem Schreibstil.
106 reviews1 follower
August 22, 2020
Ein herausragender Roman, der eine stringent erzählte Story mit viel Poesie virtuos verquickt. Gleichzeitig handelt es sich um eine Dystopie (je nach Sichtweise auch Utopie) über das Leben von Menschen mit menschenähnlichen Maschinen - Hubots und das Leben dieser Hubots als Teil einer künftigen menschlichen Gesellschaft.
Der Roman spielt vor der Kulisse Berlins, was ihm noch einmal besonderen Pfiff verleiht, und schreibt weiter, was sich im Sozialgefüge der Metropole an manchen Stellen bereits heute abzeichnet. Dabei ist es bei der Schilderung des Erlebens seiner "Hubot"-Protagonistin stets subtil, manchmal komisch und immer durchdacht, so dass eine Aussage stets zu mehreren Deutungen anregt.
Für mich eine echte Entdeckung!
Profile Image for ~•verena•~.
493 reviews8 followers
September 20, 2024
Futuristisch: Roboter ermittelt im Suizid-Dezernat Berlin, mit dem Auftrag, jemanden zu finden, der die Bestattungskosten des Toten übernimmt.
Themen: Hubots, KI, Moral+Maschinen, Feminismus, Mutter-Sohn-Beziehung

War ok, inhaltlich nicht besonders gut oder schlecht. Durchwachsen
Interessante Ansätze und Themen (siehe oben), aus denen (bzw. deren Verknüpfung) man mehr hätte machen können.
Sehr ansprechend fand ich den Buchtitel und das Cover.

Zwei gute Zitate/Sätze, die es sich lohnt in Erinnerung zu behalten:
"Wovor habt ihr denn mehr Schiss, vor einer intelligenten Frau oder einer intelligenten Maschine?"

"Würde die Sonne in der Nacht scheinen, wäre sie sprachlos, was da alles zum Vorschein kommt."
Profile Image for Johanna.
27 reviews3 followers
April 5, 2022
Das Buch ist sehr schön geschrieben und hat mich viel darüber nachdenken lassen, was einen Menschen überhaupt menschlich macht! Sehr spannend!
95 reviews
November 23, 2022
Spannend und schräg mit einer KI in der Hauptrolle. Was und wer menschlich ist wird hier ganz schön auf den Kopf gestellt.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.