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Das Päckchen: Roman

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Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des „Abrogans“ erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun …

222 pages, Paperback

Published June 10, 2019

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About the author

Franz Hohler

130 books35 followers
Hohler wuchs in Olten auf und besuchte die Kantonsschule Aarau bis zur Matura 1963. Dann begann er das Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Zürich. Während des Studiums führte er sein erstes Soloprogramm pizzicato auf (1965). Dessen Erfolg ermutigte ihn, das Studium abzubrechen und sich ganz der Kunst zu widmen. Sein Werk umfasst unter anderem Kabarettprogramme, Theaterstücke, Film- und Fernseh-Produktionen, Kinderbücher, Kurzgeschichten und Romane.
Er arbeitete immer wieder mit anderen Künstlern zusammen, beispielsweise auf der Bühne und am Fernsehen mit dem Pantomimen René Quellet, mit Hanns Dieter Hüsch oder als Autor und Produzent für Emil Steinberger.
Charakteristisch für Hohlers Werk ist der Wechsel zwischen politischem Engagement und reiner Fabulierlust. Oft geht er auch von feinen Alltagsbeobachtungen aus, die unversehens ins Absurde kippen. Hohler begleitet sich bei seinen Auftritten oft selbst auf dem Cello (Celloballaden). Am 8. Dezember 2011 trat er mit seinem Programm "Das Grosse Buch – Kindergeschichten für Erwachsene" an der 20. Jubiläumsausgabe des Arosa Humor-Festivals auf.
Er ist seit 1969 mit der Germanistin und Psychologin Ursula Nagel verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er wohnt in Zürich-Oerlikon.[1][2]
Hohler ist Präsident der Prix-Courage-Jury. Er ist Mitglied beim Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz und bei International PEN.

Franz Hohler currently lives in Zurich.
He is the author of many one-man shows and satirical programs for television and radio.He wrote theater pieces, children's books, stories and novels, and is equally loved and feared for his sharp, witted and pointy humor.
In 2002 he received the Kassel Literary Prize for Grotesque Humor.
One of his most famous works is the "Totemügerli". A "Swiss-German" story based upon a fabulous creature using word- creations, which do not exist.

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Community Reviews

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5 (2%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Daniel.
25 reviews2 followers
November 24, 2017
Das Päckchen erinnert vom Stil her an frühere Romane des Autors. Es liest sich leicht. Nach und nach erfährt der Leser, was es mit dem geheimnisvollen Päckchen auf sich hat. Dessen Geschichte wird parallel auf zwei Ebenen erzählt, einmal in der Gegenwart und einmal im Mittelalter. Wie in anderen Werken von Franz Hohler spielen auch in diesem Roman einige übernatürliche Zwischenfälle eine wichtige Rolle für den Verlauf der Geschichte.
Profile Image for mo (sie).
449 reviews14 followers
July 6, 2025
*2.5
erst wollte ich ja schreiben, dass schweizer autoren sich einfach zu oft geschichten aussuchen, die einer erzählung eigentlich nicht wert sind. bei aller kritik muss ich aber sagen, dass ich die geschichte eigentlich mochte und sie spannend fand. gerade die beschreibungen der orte, die ich kenne, sowie der bergtouren, fand ich ganz nice. aaaaber:

den schreibstil mochte ich nicht besonders, wie so oft bei schweizer autoren (und sogar den wenigen autorinnen, die ich gelesen habe), so viel indirekte rede, was alles einfach unpersönlich und die charaktere forgettable macht. dann auch noch so wenige frauenfiguren und ein sowas von versemmelter bechdel-test, jaqueline war ja noch ok an sich - warum zur hölle wird ihr seitensprung nie mehr angesprochen tho? und warum drückt man einer weiblichen figur ohne kinderwunsch plötzlich ein "kindlein" (ächz) auf? und dann findet sie's natürlich super und reduziert auch gleich happily ihr pensum deutlich mehr als ihr mann, was die vorherige, an sich ja sinnvolle diskussion der schwierigen situation zur vereinbahrung von mutterschaft und arbeit in der gegenwärtigen schweiz einfach redundant macht und die offensichtlich doch nicht so fortschrittlichen ansichten des autors durscheinen lässt?

dann ist das ende auch im mittelalter-zeitstrang einfach richtig unbefriedigend, zumal maria die ganze zeit kaum was gemacht hat als kranke pflegen und schöne augen haben (ausser natürlich der überaus relevanten erwähnung, dass ihr nach geburt des sohnes brüste gewachsen sind - danke franz, das hab ich gebraucht anstelle einer komplexen frauenfigur).

zusätzlich dinge, die mit der geachichte wenig zu tun haben, wie die unnötige erwähnung des m-worts (wenn das auch "zeitgemäss" gewesen sein mag, aber maria wird ja auch nicht als weib bezeichnet), verwendung des diskriminierenden begriffs "taubstumm" und rassistische untertöne gegenüber den ostasiatischen tourist*innen.

dann tüpflischiisserisches, wie, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein novize nach zwei jahren eine erinnerung braucht, dass frauen nicht ins kloster dürfen (war einfach gübig im narrativ, äuä), warum "nachtessen" schreiben aber esszetts brauchen (sehr tüpflischisserisch at this point und mehr persönliche präferenz).

und dann zuletzt: an einer stelle war ich ultra verwirrt, dass einer der beiden polizisten plötzlich "frau rot" war. und ich war zugegebenerweise vorher schon salty, aber an diesem punkt hätte ein genderstern an vorheriger stelle halt tatsächlich zur KLÄRUNG des satzes beigetragen und spätestens da komme ich nun nicht umhin, mich selbst in dieser review ein bisschen spöttisch über die aussage des autors zu äussern, gendern verhunze die deutsche sprache - es sei an dieser stelle ans totemügerli erinnert (da hets em schöppelimunggi aber bös im schiissacherli guuget).

ich würde hohler all die vielen grösseren, kleineren und tüpflischisserischen verfehlungen sehr viel weniger übel nehmen, hätte er einsehen können, dass es seinen senf in dieser debatte nun wirklich nicht braucht. stattdessen bin ich halt jetzt pissed mit einem weiteren lieblingsautor meiner kindheit und kann allem anschein nach seine romane nur noch mit missgünstigem blick lesen, und das find ich eigentlich scheisse. aber sorry franz, ich bin halt eben kein student und meine queeren friends existieren deiner sturheit zum trotz. dosenthunfischfressende pinguine, grosse zwerge und das ganze auswendige tami totemügerli waren und sind mir so wichtig, aber erwachsenwerden entzaubert eben si viele kindheitsheld*innen.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
September 27, 2019
„Er blickte die Frau nochmals an, die einen Ernst so dringend um Hilfe geboten hatte, und wenn dieser Ernst nicht reagierte, dann war ihr vielleicht wirklich geholfen, wenn er für den anderen Ernst einsprang.“ (Zitat Seite 13)

Inhalt
Auf dem Berner Hauptbahnhof klingelt ein öffentlicher Telefonapparat. Der Zürcher Bibliothekar Ernst Stricker hebt spontan ab. Eine ihm unbekannte Frauenstimme fragt, ob er Ernst sei und bittet ihn, sofort zu ihr zu kommen, sie müsse ihm dringend ein Päckchen übergeben. Als er dieses später öffnet, findet er darin ein lateinisch-althochdeutsches Wörterbuch aus dem 8. Jahrhundert. Handelt es sich tatsächlich um ein Original und wo war es über all die Jahrhunderte versteckt gewesen? Nicht nur er will das wissen ...

Thema
Dieser Roman vereint Einblicke in das mittelalterliche Klosterleben mit der Spannung eines Kriminalromans. Die aktuelle Handlung spielt in der Schweiz.

Charaktere
Ernst liebt seinen Beruf als Bibliothekar und er führt mit seiner Frau Jacqueline in ruhiges Leben. Das Buch weckt sofort sein Interesse. Er recherchiert akribisch und hartnäckig, um das Rätsel der Herkunft zu lösen und plötzlich wird es für ihn sehr gefährlich.
Der neunzehnjährige Haimo muss auf Wunsch seines Vaters, wie im 8. Jahrhundert für jüngere Söhne üblich, in das Benediktinerkloster in Regensburg eintreten. Schon bald erkennt der Abt Haimos Begabung und Begeisterung für das Schreiben. Doch Haimo kann auch Maria, die Tochter des Leinengerbers, nicht vergessen.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die einander abwechseln. In der Jetztzeit sucht Ernst nach den Hintergründen betreffend die Herkunft der alten Handschrift. Die Geschichte Haimos in der Vergangenheit erzählt die Entstehung des Buches und langsam zeigt sich Stück für Stück die rätselhafte Reise dieses wertvollen Originalwerkes durch die Jahrhunderte. Die Sprache ist erzählend, beschreibend. Die Handlung macht neugierig und ist spannend.

Fazit
Ich habe diesen Roman zufällig entdeckt und mit Vergnügen und Begeisterung gelesen. Für Leser, die eine gute, geschickt entwickelte, aber immer glaubhafte Geschichte zu schätzen wissen, die auch sprachlich Freude macht.
Profile Image for Sandra.
350 reviews1 follower
June 20, 2018
Der Sprecher Gert Heidenreich hat eine sehr angenehme Stimme. Ich habe ihm gerne zugehört. Er hat eine gute Betonung und es wird nicht langweilig. Mit knapp über fünf Stunden hat das Hörbuch eine gute Länge. Es war auf jeden Fall nicht das letzte Hörbuch von ihm, welches ich höre.
Im Gegensatz zu der Gegenwart wird ebenfalls in der Vergangenheit erzählt, wie das alte Buch entstand und wie es den weiteren Weg gefunden hat.

Der Protagonist Ernst war recht sympatisch, auch wenn ich oft seine Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Er ist ein spontaner Mensch, der aus einer Augenblickslaune entscheidet und sich dadurch in diese Situationen im Buch befördert. Aus diesem Grund kommt es auch, dass er alle in seinem Umfeld anlügt und weiter ins Geschehen rutscht.

Die Story um ein uraltes Buch ist super und konnte mich auch in der Umsetzung überzeugen. Es ist spannend und faszinierend. Dieser Thriller konnte mich gleich fesseln, auch wenn ich eigentlich selten dieses Genre lese/höre.
Eine Empfehlung an alle, die mal wieder eine spannende Story hören möchten.
202 reviews1 follower
May 5, 2022
Ich bleibe bei meiner Meinung: Franz Hohler schreibt extrem unterhaltend, in einfachem Stil gehaltener Sprache und ist ein Meister (!) der Kurzgeschichte. Er sollte wirklich dabei bleiben. Auch dieser Roman überzeugte mich vor allem wegen seinen Formulierungen und der Grundkonstellation (mysteriöser Telefonanruf, „geheimes“ altes Buch, Nachforschungen, Verknüpfungen mit einer zweiten Geschichte und Geheimnissen). Leider blieben mir fast alle Figuren eher fremd, auch wenn ich aus verschiedenen Gründen bei zweien aus persönlichem Interesse einen Bezug gehabt hätte. So blieb das Buch eine nette Lektüre, aber es hätte mir als Kurzgeschichte gereicht.
1 review
December 15, 2022
Dieses Buch spielt in vielen Teilen von Bern, meine Heimatstadt. Der Bibliothekar Ernst Stricker wird durch das annehmen eines Telefontates ungewollt zu einem Detektiv. Er sucht den Besitzer des sogenannten Abrogans und möchte dieses ihm zurückgeben. Dieses Buch ist geeignet für interessierte Leser, die sich für Kriminalgeschichten interessieren und in der gelesenen Handlung vertraute Orte wiedererkennen möchten. Ich persönlich finde das Buch einigermassen spannend, jedoch als ich es gelsesen habe, hatte ich teilweise keine Motivation mehr weiter zu lesen und habe es für einige Tage liegen gelassen und mich dann wieder dahinter gesetzt.
Profile Image for Barbara.
723 reviews27 followers
December 23, 2020

Der Bibliothekar Ernst Stricker steht neben einem öffentlichen Telefon, als es klingelt. Eine ihm unbekannte ältere Frau bittet ihn bzw. einen Ernst um Hilfe. Daraus entspinnt sich eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, wovon eine im Mittelalter die Reise eines jungen deutschen Benediktiner-Mönchs mit einer Handschrift (das Abrogans-Original) nach Italien schildert.
Lokalflair (Ernst bewegt sich in Zürich und Bern), ein Hauch vergangenen Zeitgeists (Taxcard...) und ein kleiner Spannungsbogen machen den Roman zu einer sympathischen und kurzweiligen Lektüre.
Profile Image for Bruno Laschet.
697 reviews21 followers
January 3, 2026
Ein spannender, interessanter und geschichtlicher Roman. Es geht um das älteste erhaltene Buch in deutscher Sprache, dem "Aprogans". Durch eine Verwechslung erhält ein Bibliothekar ein Päckchen mit einem Originalexemplar dieses Buches. Nun wechselt die Erzählung in die Vergangenheit und berichtet wie das Buch entstanden ist, ein zweiter Zeitstrahl landet im 2. Weltkrieg in einem Kloster in Italien und dann sind wir wieder in der Gegenwart und hoffen, dass das Rätsel dieses Päckchen gelöst wird. Gute Sprache und gutes Ende.
Profile Image for Fabula.Ferox.
5 reviews
February 24, 2019
[...] Im Kern trägt das Buch eine interessant Grundidee. Aber die Ausführung lässt an so vielen Stellen zu wünschen übrig. Vor allem durch den inkonsequenten Schreibstil wirkt Das Päckchen auf mich wie eine Vorstufe zum fertigen Buch, wie ein grob formuliertes Konzept, das noch ein einige Überarbeitungen vor sich hat, bevor es in den Druck geht. Die Geschichte ist verschenktes Potential und frustrierend unausgereifter Text. [...]
http://fabulaferox.de/das-paeckchen-f...
Profile Image for Verena.
10 reviews
July 31, 2021
Der Beginn war verlockend, auch das Thema. Die Idee ist gut, der Stoff spannend. Allerdings ist die Handlung (es sind zwei parallele Handlung) nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die nicht in das große Ganze der Geschichte eingebettet sind, sondern sehr oft in der Luft hängen. Der Roman liest sich zwar zügig, zurück bleibt aber leider nicht viel - bei mir zumindest. Schade. Aus dem Stoff hätte man mehr machen können.
Profile Image for Ulrike.
452 reviews2 followers
February 15, 2018
Mein erster Hohler... kannte ihn vorher nicht.
Mir hat das Buch gefallen - ich hab auch keine Vergleichsmöglichkeiten mit seinen anderen Werken.
Ich fand die "alte" Geschichte sehr interessant, verwoben mit der "neuen", die ja ein richtiger Krimi war.
Amüsant die schweizer Ausdrücke, die klingen so nett in meinem bayerischen Ohr :-)

Profile Image for Nebulosa.
11 reviews1 follower
January 18, 2021
Gute Unterhaltung, easy read und doch berührte mich die Geschichte. Empfehle es weiter
10 reviews
February 3, 2021
Es fesselt und zieht einen hinein in vergangene Zeiten, verwebt Geschichten der Vergangenheit und der Gegenwart. Einfach spannend, ich liebte alles an diesem Buch
Profile Image for theminimalbookclub.
85 reviews
May 29, 2020
Der Roman wird - wie Circlestones Books Blog passend beschreibt - "in zwei Handlungssträngen erzählt, die einander abwechseln. In der Jetztzeit sucht Ernst nach den Hintergründen betreffend die Herkunft der alten Handschrift. Die Geschichte Haimos in der Vergangenheit erzählt die Entstehung des Buches und langsam zeigt sich Stück für Stück die rätselhafte Reise dieses wertvollen Originalwerkes durch die Jahrhunderte." Ich fand jedoch beide Handlungsstränge unfassbar langweilig. Die Geschichte von Haimos beinahe einschläfernd. Zu keiner Zeit kommt auch nur die geringste Spannung auf, das Ende ist unbefriedigend und stumpf. Einzig die Passagen von Ernst und seiner Frau oder Ernst in der Kirche in Bern lassen etwas Humor durchblicken und beschreiben den Charakter zutreffend. Wäre das Buch nicht so kurz, ich hätte es nicht zu Ende gelesen.
Profile Image for Felix Fischer.
19 reviews
December 8, 2018
What a fantastic voyage through the middle age. I started to really appreciate old books.
Displaying 1 - 19 of 19 reviews

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