Dass Frank Goosen Beatles-Fan wurde, hatte mit Schwarzarbeit zu tun. Mit den Worten »Gib mir kein Geld, gib mir lieber ein paar Platten für meinen Jungen!« ließ Goosen Senior sich Ende der Siebziger von einem Elektrohändler für ein paar nach Feierabend angeschlossene Steckdosen mit Beatles-Scheiben bezahlen. Damit war es um den 13-jährigen geschehen. In diesem Buch spürt Goosen seiner lebenslangen Obsession für die »Fab Four« nach: in der Erinnerung an seine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet und an den Originalschauplätzen in Liverpool: kenntnisreich, berührend-persönlich und irre witzig!
Cute little book that focuses on how the Beatles affected the author's life. I thought some parts were quite amusing (the misunderstanding of the lyrics "I've got arms that long to hold you (...) I've got lips that long to kiss you" as them having abnormaly large arms and lips made me laugh), but it's really too short a book to be anything deeper than that. I thought the last part about fictional books about the Beatles was really interesting, I would have loved to see a full list of all the novels that have been published. Will have to go and find out.
I read the ebook from the library, but the hardcover editions are really beautiful. Great as a little present for a Beatles fan.
Ein weiteres recht unterhaltsames Buch der Reihe KiWi Musikbibliothek - jener Reihe, in denen Autorinnen und Autoren ihre ganz persönliche Beziehung zu einem/einer Musiker/-in erzählen. Es handelt sich hier also um keine "reine" Musikbiografie, und man sollte schon einen "guten Draht" zu der porträtierten Person/Band oder zumindest dem/der Autor/-in haben, um diese Büchlein in vollem Umfang zu genießen. Ich finde diesen Ansatz durchaus interessant, und habe mir nach dieser "Lesart" bereits Take That von Anja Rützel gegönnt (Rezension), nun also Frank Goosen über die Beatles, da bin ich ja lesetechnisch auch durchaus ein wenig interessiert dran.
Das Buch ist, grob, in drei Teile gegliedert. Im ersten erzählt Frank Goosen seine eigene Geschichte in Bezug auf die Beatles nach: Wie er die Band als Junge erstmals schätzen gelernt hat, wie er nach und nach die Alben entdeckte, wie er als 14-Jähriger die Ermordung von seinem großen Idol John Lennon erlebte und vieles mehr. Das zu lesen bzw. hören hat sehr viel Spaß gemacht. Zum einen, weil Goosens Erinnerungen wirklich sehr authentisch, real und liebevoll sind - und er sie auch gekonnt erzählt. Zum anderen, weil ich, gut zehn Jahre später, ähnliche Erfahrungen gemacht habe, vor allem was das schrittweise Entdecken des musikalischen Katalogs betrifft.
Teil zwei fällt dann leider leicht ab. Hier berichtet Frank Goosen von einem Urlaub, den er mit seiner Familie in Liverpool verbracht hat, auf den Spuren der Fab Four. Größtenteils spielt dieser Teil während einer Taxi-Touri-Fahrt zu markanten Beatle-Orten der Stadt. Das ist zwar noch immer recht unterhaltsam, vor allem dank des allwissenden und unterhaltsamen Fahrers und seiner Infos. Auf der anderen Seite wirkt die Familie ein wenig zu stark als unterhaltsames Beiwerk mit dem Vater, dessen Leidenschaft von den anderen eher müde belächelt wird, und zwei Söhnen im Teenageralter, die eher so mäßig interessiert an Irgendwas sind. Sorgt für ein wenig Slapstick, hätte ich aber nicht zwingend gebraucht.
Ähnlich dann der dritte Teil, in dem Goosen anhand der Diskographie nochmals alle Alben kommentierend durchgeht. Hey, sowas finde ich im Prinzip spannend, habe ich selbst auch schon gemacht. Und ich fände es auch spannend, das mit jemanden gemeinsam zu tun oder darüber zu diskutieren. Weniger spannend finde ich es allerdings, jemand anderem dabei zuzusehen/-hören, selbst aber nicht agieren zu können.
Zwischen den Teilen zwei und drei hat Goosen dann noch ganz kurz drei Bücher vorgestellt, die sich mit alternativen Realitäten in Bezug auf die Beatles befassen (also, was, wenn John und Paul sich nie getroffen hätten, wenn John nicht ermordet worden wäre usw.). Das schaue ich mir vielleicht nochmal näher an.
Alles in allem gute Unterhaltung, auch als Hörbuch gut. Allerdings sollte man schon ein gewisses Faible für die Beatles haben und sich darauf einstellen, dass es nach dem ersten Teil leider nicht mehr besser wird.
Wer kennt nicht den Fernsehclip, in dem eine Horde kreischender junger Frauen in Richtung einer Bühne stürmen? Aber nein, nein, ich rede nicht von Take That, den Backstreet Boys oder New Kids on the Block, nein, ich rede von der "Urvätern". Den Beatles. Frank Goosen nimmt uns in seinem Beitrag zur KiWi Musikbibliothek auf drei verschiedene Reisen mit. Der erste Abschnitt erzählt von seiner Zeit als Jugendlicher, als er die Beatles auf Grund seines Vaters für sich entdeckte. Die Beatles hatten sich zu der Zeit zwar schon aufgelöst, aber Frank Goosen konnte die einzelnen Karrieren der Beatles live mitverfolgen und erleben, wie sich die einzelnen Mitglieder musikalisch entwickelten. Mit seinem typischen Ruhrpott-Charme erzählt auch zeitgleich, wie es war, in dieser Zeit erwachsen zu werden und wie Musik sein Leben beeinflusst hat. Der zweite Teil ist als Nostalgie-Reise nach Liverpool aufgemacht. Frank Goosen, seine Frau und seine beiden Söhne begeben sich im Liverpool der heutigen Zeit auf die Spur der Beatles. Auch wenn vieles nicht mehr so ist, wie zu der Jugendzeit der Beatles war, bietet die Reise Frank Goosen einen Blick darauf, wie seine Lieblingsband von damals in der heutigen Zeit angekommen ist und was die heutige Generation mit dieser Musik anfängt. Der letzte Abschnitt führt uns in seinen Keller. Kisten werden geräumt, CDs und Platten werden sortiert und man kommt zu dem Schluss, dass früher vieles anderes und manches auch wesentlich besser war. ;-) Für Fans der Beatles und für Musikinteressierte lädt das Buch sicherlich zum Schwelgen ein, ansonsten ist das kleine Buch ein Stück Zeitgeschichte.
Buchtitel: Frank Goosen über The Beatles Autor: Frank Goosen Verlag: Kiepenheuer & Witsch ISBN: 9783462054064 Ausgabe: E-Book Erscheinungsdatum: 13.02.2020
Inhalt: "Dass Frank Goosen Beatles-Fan wurde, hatte mit Schwarzarbeit zu tun. Mit den Worten »Gib mir kein Geld, gib mir lieber ein paar Platten für meinen Jungen!« ließ Goosen Senior sich Ende der Siebziger von einem Elektrohändler für ein paar nach Feierabend angeschlossene Steckdosen mit Beatles-Scheiben bezahlen. Damit war es um den 13-jährigen geschehen. In diesem Buch spürt Goosen seiner lebenslangen Obsession für die »Fab Four« nach: in der Erinnerung an seine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet und an den Originalschauplätzen in Liverpool: kenntnisreich, berührend-persönlich und irre witzig!"
Meinung: Zuallererst möchte ich mich bei NetGalley, dem Verlag und beim Autor für dieses Rezensionsexemplar bedanken! Fangen wir direkt mit dem Inhalt an. Dieser hat mich leider doch etwas enttäuscht. Natürlich sollte man nicht erwarten, dass man mittlerweile noch ein Buch finden, in dem noch viel Neues über "The Beatles" zu finden ist, schließlich wurde ja langsam wirklich schon alles gesagt. Trotzdem fand ich es durchaus sehr enttäuschend, dass die Vier doch etwas kurz in diesem Werk gekommen sind, zumindest kürzer als gedacht. Es handelt sich hier vielmehr um eine Biographie des Autors, in der er seine Liebe zu der Band aufarbeitet. Wenn man den Klappentext gelesen hat, erwartet man doch etwas mehr Inhalt zur Band und für eine reine Geschichte der Fan-Liebe, finde ich den Titel des Buches auch etwas ungünstig gewählt. Dieses ist wiederum in drei Teile gegliedert. Der erste Teil ist durchaus interessant, da Goosen hier seine Geschichte, wie er zum Fan geworden ist, erzählt. Auch Teil zwei konnte mich noch durchaus überzeugen, da der Autor hier über seine Reise nach Liverpool spricht. Leider konnte ich dem dritten Teil des Buches eigentlich recht wenig abgewinnen, da es hierbei hauptsächlich darum ging, wie man Schallplatten hört. Thematisch fand ich das dann nicht allzu passend. An dieser Stelle hätte man möglicherweise noch etwas mehr über "The Beatles" einbauen können. Insgesamt fand ich den Schreibstil dafür durchaus angenehm. Dieser war nämlich recht locker und witzig, wodurch es einem trotz so mancher inhaltlichen Enttäuschung leicht gefallen ist, das Buch zu lesen.
Fazit: Alles in allem ist es mehr eine recht persönliche Geschichte zu der Band, welche eher als Biographie durchgeht. Wenn man also nicht allzu viel neue Informationen über "The Beatles" erwartet und einfach nur ebenfalls ein Fan ist, dann ist das Buch genau passend!
Toll und unaufgeregt geschrieben, sehr geradeaus. Frank Goosen macht aus seiner fast schon irrationalen Verehrung der Beatles keinen Hehl, was instant sympathisch ist sich im Buch auch abbildet. Zudem hat es mir die Beatles noch einmal viel näher gebracht. Natürlich kenne ich sie, und ich hatte mir auch eingebildet, ganz gut, aber offenbar muss ich mich nochmal bewusster durch ihre Diskographie hören. Und das ist doch etwas Tolles, was man von so einem Buch mitnehmen kann!
Ich lese Frank Goosen ganz gerne und war deshalb sehr angetan von dem Buch. Er beschreibt erst seine Beatles-Sozialisation als Zuspätgeborener, begibt sich auf Spurensuche in Liverpool und hört dann nochmal das Gesamtwerk durch. Sehr kurzweilig, komisch und lesenswert.
Goosen, der nicht Zeitzeuge der Beatles aber von John Lennons Tod war, zieht uns in seine Super Fan Origins mit rein. Der zweite Teil ist dann doch zu zahm, wenn er mit seiner Ehefrau und den zwei Söhnen eine nostalgische Kaffeefahrt nach Liverpool unternimmt. Die jugendliche Besessenheit nach der Musik und den Persönlichkeiten hinter den Beatles kommt dann nur bedingt zum Vorschein.
Macht fast mehr Sinn für weitere Beatles-Fans oder neugierige Einsteiger rund um den Kult hinter der Band.
Die Beatles in drei Akten. Berührungspunkte, Spurensuche, Memorabilia. Ein Beatles-Fan, der die Fab Four nie live erleben konnte und erst dadurch den Mythos hochleben lässt. John, Paul, George, Ringo – für die Ewigkeit.