Umweltethik, Tierethik, Ethik des Miteinanders. Manchmal etwas preachy, aber das ist in unserer aktuellem Lage auch notwendig.
Dies war mein erster Eindruck noch zu Beginn des Buches. Am Ende angelangt kann ich sagen, dass es sich um äußerst wichtiges Buch handelt, aber auch um philosophisches/wissenschaftliches. Zum einen ist Pelluchons Argumentation damit immer gut fundiert, denn sie leitet ihre Aussagen stets von der Geschichte der Philosophie und anderer Wissenschaften her, zum anderen ist vieles leider damit für Leser außerhalb des Fachs nur schwer nachzuvollziehen. Ich habe, trotz Studium der Philosophie und Kenntnis der meisten der verwendeten Fachbegriffe, auch manches nicht verstanden und bedauere das etwas. Es macht es auch schwerer dieses Buch anderen zu empfehlen, obwohl es sehr empfehlenswert ist. Man möchte allerdings seinen Mitmenschen durch solch eine Empfehlung Kopfzerbrechen bereiten. Es wäre schade, wenn es hier bei vielen Worten und wenig Wirkung bliebe.
Eine Stelle, die mir (unter zu vielen sehr zitierwürdigen Stellen) besonders gefiel:
„Das Subjekt der Wertschätzung dagegen wirft auf den anderen einen Blick, der ihn individualisiert. Obwohl die Wertschätzung nicht mit der Bewunderung identisch ist, teilt sie mit ihr wie mit der Liebe die Gabe, den anderen fühlen zu lassen, dass er unersetzlich ist.“ (S. 265)