Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, entscheidet sich für eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, »immer mit der Natur als Freund und Gehilfe«. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit und Achtsamkeit. Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten.
Dieses Buch wurde bereits unter dem Titel »Señor Gonzalez und der Garten des Lebens« veröffentlicht.
Für all jene, die ihr Leben und unsere heutige Gesellschaft ernsthaft hinterfragen (wollen) ist diese kompakte Geschichte einen Urlaubstag am Strand (oder im Freibad) wert. Der Autor greift zentrale Themen der Nachhaltigkeit und der Entwicklung unserer Gesellschaft auf.
Der Erzählstil würde jetzt für sich keinen Preis (oder fünf Sterne) gewinnen. Den Anspruch sollte man hier allerdings auch nicht mitbringen. Vielmehr gelingt es dem Autor jedermann einen einfachen Einstieg in die Welt und Denkweise des Protagonisten zu ermöglichen.
Und letztendlich für sich selbst zu entscheiden, ob und wie man die Anregungen der Geschichte für sich selbst mitnimmt und nachhaltig seinen Teil dazu beiträgt, dem beängstigenden Wandel der Menschheit in ihrem Konsumwahn gegenzusteuern.
Ein wunderschönes Buch darüber was im Leben wirklich zählt. Innerer Frieden, Vielfalt, aber allem voran Dankbarkeit. Kann das Buch jedem wärmsten empfehlen. Ich habe es schon ein zweites Mal gelesen und wieder hat es mich zum Nachdenken angeregt. Es regt einen dazu an, dass eigene Handeln zu überdenken. Schöne Lektüre für einen verregneten Tag. Dazu eine Tasse Tee :)