Warum muss immer so etwas Beklopptes wie die Liebe dazwischenkommen?
Die 18-jährige Sanni hat bisher ein wildes, freies Leben geführt, bei dem Partys, Alkohol, Drogen und Sex auf der Tagesordnung standen. Mit dem Abitur in der Tasche interessiert es sie nicht, was nach dem Sommer sein wird. Niko beschäftigt hingegen, wie er es seinen strengen Eltern rechtmachen kann. Doch trotz aller Unterschiede verbindet Sanni und Niko eine ganz besonders tiefe Freundschaft - die vor allem für Niko mehr als nur Freundschaft ist. Alles ändert sich, als die beiden unverhofft miteinander im Bett landen. Zum ersten Mal konfrontiert Niko Sanni mit seinen Gefühlen und stellt sie vor die Wahl: Beziehung oder ein Ende der Freundschaft. Sanni ist hin- und hergerissen, empfindet sie doch auch mehr für Niko. Aber kann Sanni für die Liebe wirklich ihre Freiheit aufgeben?
Gnadenlos ehrlich und packend erzählt Michaela Kastel von den ganz großen Gefühlen und diesem einen Sommer, der alles verändern kann.
Dieses Buch ist seit längerer Zeit leider mal wieder ein Buch, das mich sehr enttäuscht hat! Ich hatte große Erwartungen an die Handlung, die sich nicht erfüllt haben. Ich erhoffte mir ein völlig neues Jugendbuch, das aus der Reihe tanzt, aber dabei glänzt.
Dabei ist die Idee hinter der Geschichte eigentlich perfekt, nämlich einen Buchcharakter zu erschaffen, den man als Leser auf Anhieb eben mal nicht gleich mag, sondern seine Entwicklung beobachten darf. Die Protagonistin Sanni ist ein solcher Charakter. Sie lebt ihr Leben in freien Zügen, nimmt keine Rücksicht auf andere, hat eine rebellische Ader und liebt Sex bis zum umfallen. Doch die Seite von ihr, in der sie merkt, dass sie etwas falsch macht, kommt zu kurz. Sanni wurde von ihren Eltern kaum geliebt, während ihr Freund Niko ein perfektes Leben mit perfekten Eltern führt. Auch hier sind die beiden das komplette Gegenteil voneinander. Sie lieben sich, aber können überhaupt nicht damit umgehen. Das Buch enthält viele Szenen, in denen ich geschockt, genervt oder angewidert war und keinesfalls begeistert.
So grob es klingt, ich fand das Buch einfach anstrengend! Die Charaktere haben sich nicht weiterentwickelt, die Handlung zog ung zog sich, wobei man bereits von Anfang an wusste, worauf es hinauslaufen wird. Vom Buchende war ich ebenfalls nicht überrascht und hatte es genauso erwartet.
Der Schreibstil der Autorin war okay. Ich mochte ihre bildliche Erzählweise und wie sie Sanni ihren Freund Niko als einzigen Charakter immer mit "Du" ansprechen lässt. Doch mit ihrem Schreibstil hat sie hauptsächlich nur negative Empfindungen in mir auslösen können. Von einer Geschichte und einem Schreibstil erwarte ich viel mehr, nämlich davon begeistert zu werden. Dies geschah leider nicht in "C'est la fucking vie".
Das Buch hat wirklich ein wunderschönes Cover und sticht einem sofort ins Auge. Es passt zur Protagonistin Sanni und sieht ebenfalls auf Bildern einfach toll aus! Es sichert dem Buch definitiv ein Pluspunkt und macht einiges, was mich persönlich im Buch gestört hat, wieder gut.
Nachdem ich mich durch die Seiten gequält habe und das Buch eigentlich am liebsten abgebrochen hätte, bin ich sehr erleichtert, dass ich es doch bis zum Ende durchgelesen habe. Die letzten Seiten konnten mich nochmal davon überzeugen, dass das Buch einiges zu bieten hat. Womöglich sollte man sich einfach auf die Geschichte einlassen und jeder sich sein eigenes Bild verschaffen. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen, deswegen kann ich es euch nicht unbedingt weiterempfehlen!
Joa. Ein Einblick in das Elend moderner Beziehungen, und dafür ist es nicht übel. Man kriegt Kopfschmerzen von dem Auf und Ab zwischen Liebesideal, gegenseitig erhobenen Ansprüchen und die triste Realität, dass man diese nicht erfüllen kann und will. Leider find ich es eher uninteressant, reichen Teenies darüber zuzuhören, wie sie sich zwischen einem Studium an ner Privatuni in London und einer Reise nach Australien entscheiden müssen. Es erinnert auch an diese unzähligen Highschoolfilme, wo man weiß, dass die Große Liebe nur bis zum Home Coming eine Rolle spielt, und wenn das Collegeleben startet, alle aber klar ihre eigenen Wege gehen werden.
Meine Meinung: Ich sah das Cover und war sofort verliebt. Und auch der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Jedoch bekam ich etwas ganz was anderes als was ich erwartete.
Der Einstieg in das Buch war seltsam. Aber nicht auf eine Schlechte Art und Weise.. Man merkt gleich das der Schreib / Erzählstil hier, zumindest für mich, so komplett anderes und neu ist. Wir werden als Leser als DU angesprochen. Und wer mit DU aber genau gemeint ist, erfährt man sehr schnell am Anfang. Irgendwie bekommt die ganze Geschichte dadurch etwas absolut persönliches, verträumtes und auf die eine oder andere weise auch etwas Poetisches.
Auch wird einem schnell klar das die Autorin sich hier kein Blatt vor dem Mund nimmt. Was mir ziemlich gut gefallen hat. Das einzige "Manko" was ich gleich zu Anfang einfach erwähnen muss - Irgendwie fand ich nicht so den richtigen "roten faden". Es fühlte sich für mich, auch im Nachhinein, gar nicht wirklich wie ein Roman/Jugend - Buch an, sondern eher wie ein Brief oder ein Tagebuch Eintrag an. (Wenn ihr wisst was ich meine) Es ist wirklich gut, wenn man sich mal an die Tatsache gewöhnt das hier nichts vollkommen "neues" passiert. Es geht hier "einfach" ums Leben, um seine Selbstfindung, die Liebe, die Freundschaft und auch ein bisschen über Familie und auch über Freunde die Familie sind. Und um die Tatsache das es oft nicht EINFACH ist.
Es hat für mich auch Zeitweise ein klein wenig eine Traurige Stimmung, aber auf eine "Lebensbejahende" irgendwie Poetische art. Dadurch wurde ich nicht irgendwie Deprimiert sondern eher Neugierig darauf gemacht was noch passiert.
Dieses Buch ist für mich etwas so vollkommen neues und hat mein Interesse von Anfang bis Ende gehalten. Schön finde ich auch hier das einem der eignen Fantasie / Interpretation reichlich Raum gelassen wird. So das man, besonders am Ende hin, sich so zu sagen in das Gefühl bzw. das Ende so hinein "träumen" kann wie es der Leser gerade "braucht".
Ich brauchte dringend einen Schönen Abschluss. Und für mich war es das dann auch.
Cover: Absolut unglaubliches Cover. Es hat einen Eckigen Buchrücken und ist komplett aus holz. Unglaublich und neu. Andersartig. Wundervoll. Genau wie das Buch.
Fazit: Für mich etwas unglaubliches, neues, interessantes, fast schon poetisches, schön und gleichzeitig auch traurig und irgendwie "Wahr". Eine Erzählung aus dem Leben, über das Leben und die Liebe, die Freundschaft und der Familie. Mit einem einmaligen, wundervollen Erzählstil.
Alles in allem hat mir das Buch unglaublich gut gefallen. Es ist anders und Neu und man muss sich sicherlich auch auf das Buch und die Story einlassen. Aber dann wird man nicht enttäuscht.
Normalerweise ist das nicht mein Buchgenre, doch aus einem mir unerklärlichen Grund habe ich es mir gekauft. Vorgestern. Gestern habe ich es begonnen zu lesen und heute beendet. Spricht für sich oder? Das Buch ist sehr packend.
Der Anfang hat mir ehrlicherweise nicht sehr gefallen... einfach die Art, welche Sanni an sich hat... das gleichgültige Partygirl... das ist nicht so meins... auch ihre Einstellung, dass man mit Verantwortungsgefühl und ohne Party, OneNight-Stands und Alkohol ein langweiliges Leben führt finde ich problematisch...
doch mit der Zeit lernt man sie besser kennen, beginnt sie zu verstehen, sieht aber auch ihre Veränderung. Ich kann sie sogar verstehen, dass sie sich bedrängt fühlt. Ich verrate nicht von was.
Ich finde das Buch durchaus realistisch geschrieben von den Beziehungen zwischen den Jugendlichen her. Das Bild der Eltern wiederum finde ich nicht realistisch, oder dass es um England vs Australien geht... naja, ich denke einen anschaulichen Konflikt musste die Autorin schaffen, auch wenn der nicht sehr realitätsnah ist (dass beide so reiche Eltern haben...).
Aber Sanni und Niko. Eine bittersüsse Liebesgeschichte. Der Titel des Buches passt zu gut.
Das Buch ist von der Sprache und vom Einband her etwas völlig neues für mich. Das hat glaube ich das ganze irgendwie noch spannender gemacht.
Ich kann mir einfach nicht helfen. Hier stimmte für mich einfach nichts. Die Protagonisten waren unnahbar und wirkten wie leblose Statisten in ihrer eigenen Geschichte. Ich kam nicht an sie ran, konnte keine Verbindung aufbauen und irgendwie waren mir ihre Geschichten dann auch irgendwann total egal. Und zur Story selbst kann ich nur sagen: Das soll aus dem realen Leben gegriffen sein? Puhhh dann haben aber alle ein sehr wildes reales Leben nach der Schule gehabt und ich habe irgendwie was zwischen Abschluss und Beruf erlernen vergessen 🤷♀️ Oder mein reales Leben war einfach zu real. Denn ich konnte wirklich, so leid es mir auch tut, nichts damit anfangen. Dieses hin und her, nicht wissen was man wirklich will, sich einfach treiben lassen, dann wieder kindisch und irgendwie total naiv handeln um dann im nächsten Moment absolut cool und erwachsen wirken zu wollen, war nicht das was ich lesen wollte. Ja diese Geschichte ist nicht das typische Young Adult Zuckerwatte College Leben. Diese Geschichte hat es teilweise echt in sich, dennoch konnte sie mich als Erwachsene einfach nicht packen. Ich glaube ich bin zu alt für sowas 🙈
Für den Buchklub lese ich sogar Bücher, deren Cover und Titel mich gleichermaßen abstoßen.
Besonders die zweite Hälfte des Buches war langatmig und repetitiv. Der Schreibstil ist eine Mischung aus verträumtem Liebesgedusel und versuchter Coolness. Dann werden noch Drogen, Sex und Parties hinzugefügt, fertig ist der Jugendroman. Ich frage mich nur: Welcher Teenager will sowas lesen?
Nachdem Michaela Kastel das Herz des deutschen Thriller-Lesers erobert hat, wagt sie sich jetzt auf ein komplett anderes Terrain. Mit C’est la fucking vie geht ein AllAge-Roman auf den Markt, der mit seinem Cover mit Sicherheit großes Interesse bei der Zielgruppe weckt. Doch man darf sich nicht von der verspielten, wunderschönen Optik in die Irre führen lassen, denn den Leser erwartet ganz und gar keine zuckersüße Jugend-Lovestory. Ganz im Gegenteil ist dieses Wagnis von Michaela Kastel ein wahres Überraschungspaket, das die Leserschaft sehr wahrscheinlich in zwei Lager spalten wird. Die Protagonistin ist schwierig und ein Charakter, der auf einiges Unverständnis stoßen dürfte. Als Leser hat man das Gefühl, so gar nicht warm mit ihr zu werden, und in so manchen Situationen möchte man am liebsten zwischen die Seiten greifen, Sanni herausziehen und ein- oder zweimal kräftig durchschütteln. Damit sie zur Vernunft kommt. Oder zu dem, was die meisten Leser unter Vernunft verstehen würden. Denn Sanni ist auf eine sehr selbstbewusste Art eigen – und gerade das macht ihren besonderen Reiz aus. Man muss sie nicht mögen, doch es empfiehlt sich, in jedem Fall am Ball zu bleiben. Ganz anders als Sanni schließt man den zweiten Hauptcharakter Niko gefühlt sofort ins Herz. Er scheint genau das zu sein, wovon jedes Mädchen in diesem (und vielleicht auch im späteren) Alter träumen. Aufmerksam, zuvorkommend, vertrauenswürdig und eine Seele von Mensch.
Auch wenn man das Buch einige Male am liebsten gegen die Wand werfen möchte, weil man so viele Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen kann, und man mit der Lektüre einige Startschwierigkeiten hat, lohnt das Weiterlesen. Nicht nur wegen der Entwicklung der beiden Protagonisten, auch alle Nebencharaktere üben eine besondere Faszination aus. Selbst wenn man im eigenen Umfeld nie derartige Menschen hatte oder hat, schafft Michaela Kastel es, ihren Charakteren diesen gewissen Hauch Authentizität zu verleihen, dass man das Leben und den Umgang der Clique quasi aus nächster Nähe erfährt. Sprachlich an die Zielgruppe angepasst und doch mit einem erwachsenen Unterton wird dem Leser eine besondere Geschichte erzählt – und zwar ganz anders als erwartet. Um ihre Botschaft zu vermitteln, lässt sich Michaela Kastel allerdings reichlich Zeit und könnte damit die Geduld des einen oder anderen Lesers durchaus überstrapazieren. Wer durchhält, wird am Ende jedoch mehr als entlohnt. Ob es ein Happy End gibt, muss wohl jeder Leser selbst entscheiden. Denn C’est la fucking vie erzählt nicht nur über die erste Liebe und Freundschaft, sondern auch von Verständnis, persönlicher Weiterentwicklung, Zukunftsperspektiven und vor allem davon, sich selbst treu zu bleiben und nicht für andere zu verbiegen.
Fazit: Nach einigen tiefgehenden Erwachsenen-Thrillern beweist Michaela Kastel, dass sie ihren Tiefgang durchaus auch in der Jugendliteratur transportieren kann. C’est la fucking vieist entgegen der coverseitigen Suggestion keine glitzerpinke Liebesgeschichte, sondern ein echtes Überraschungspaket. Allerdings auch eines, das den Leser zeitweilig an seine Grenzen zu bringen versteht. Hier sind Durchhaltevermögen und ein Blick über den eigenen Tellerrand hinaus gefragt – doch wer sich drauf einlässt, darf sich am Ende auf eine horizonterweiternde Belohnung freuen.
New Adult und ich sind keine Freunde und ich war sehr skeptisch, was C’est la fucking vie angeht. Es wurde mir immer schmackhafter gemacht und am Ende siegte meine Neugier und das war eine gute Entscheidung. Wir haben hier eine Protagonistin, die absolut kein Mauerblümchen ist und ihr ist egal wie die Zukunft aussehen wird. Sie lebt den Moment. Bei Niko ist dies nicht der Fall, er versucht immer gut zu sein und Versagen kränkt ihn. Ihn kränkt es auch, das er mehr für seine beste Freundin Sanni empfindet als er sollte. Eine nette Runde nun ja Bettsport bringt dann alles durcheinander. Niko möchte nicht einfach nur ein Freund mit gewissen Vorzügen sein . Er will mit Sanni zusammen sein und Sanni hat Angst um ihren Lebensstil. Das hat man schonmal gelesen und zu Beginn war ich leicht genervt weil es in die bekannten Richtungen ausschlägt und dann kam das Überraschende. Ich konnte nicht mehr aufhören bis ich die letzte Seite erreicht hatte. Das lag vor allem am traumhaften Schreibstil von Michaela Kastel, der wirklich für sich steht. Ich mochte besonders Niko von der ersten Seite an. Ich denke in ihn können sich viele hineinversetzen. Man muss immer gewisse Maßstäbe erfüllen egal ob man es kann oder nicht, man wird dazu verpflichtet. Der Plot hat mich wirklich überrascht, weil ich das einfach nicht erwartet habe. Ich will nicht so viel verraten, das müsst ihr schon selbst lesen. Das ist New Adult wie ich es mag. Charaktere die denken und sich entwickeln können und dazu noch ein guter Stil sowie ein guter Plot. Hallelujah! [Biite hier einen himmlischen Chor einfügen] Zudem ist es nicht von der Stilart besonders sondern auch von der Erzählart. Zunächst ist man etwas verwirrt, aber das legt sich. Michaela Kastel zeigt wie die Liebe wirklich ist und nein die Liebe ist nicht immer ein Early-Taylor Swift Video á la Love Story/You belong with me. C’est la Fucking vie ist keine rosa zuckersüße leichte Lektüre. Sondern eine wundervolle Story mit Tiefgang und einer besonderen Botschaft. Von mir eine absolute Leseempfehlung und das ist bei New Adult wirklich selten.
Keine Lügen, kein Aufplustern oder Verstecken, nur die nackte, rohe Wahrheit. Je roher, desto besser. In der Rohheit der Dinge liegt ihr ganzer Reiz. Bei mir gibt es keine Fassade. Wer mich nimmt, kriegt, was er sieht. (S. 38)
Der Sommer nach dem Abi: Sanni wird ihren Achtzehnten feiern, sich treiben lassen, mit ihrer Clique in den Tag hineinleben. Sie fiebert darauf hin, nach Australien zu reisen, am liebsten mit ihrem langjährigen besten Freund Niko – wenn der sich endlich dazu entschließen kann, mal nicht auf seine Eltern zu hören. Doch dann entwickelt sich alles anders als geplant und lang Unterdrücktes drängt an die Oberfläche. Auf einmal steht sie vor der Wahl: Niko verlieren oder sich zum ersten Mal in ihrem Leben auf eine echte Beziehung einlassen?
Was mich neugierig gemacht hat:
Schon „Worüber wir schweigen" habe ich wahnsinnig gern gelesen und das neue Buch von Michaela Kastel war danach ein Must Read für mich. Ich war total gespannt auf die Umsetzung des Lebenshungerthemas und dieser sehr besonderen und nicht ganz unkomplizierten Beziehung zwischen zwei jungen Menschen mit gegensätzlichem Naturell.
Dieser dickere Pappeinband ist toll gewählt und passt super zur Geschichte. Titel und Cover dagegen hätten mich jetzt, wäre ich nicht schon Fan der Autorin gewesen, nicht wirklich angesprochen, da ich sie als zu effekthascherisch empfinde (was die Story definitiv nicht nötig hat).
Wie es mir gefallen hat:
Ich feiere Michaela Kastel für ihre Charaktere! Das tue ich wirklich. Im wahren Leben würden sie mich wahrscheinlich fertigmachen mit ihren Ecken und Kanten, ihren Grundeinstellungen und ihrer Sicht aufs Leben ... und doch: Sie faszinieren mich und erreichen mich irgendwo tief innen. Es ist unfassbar spannend, sich auf ihre Gedankenwelt einzulassen, durch sie vielleicht sogar das eine oder andere über Menschen zu lernen, die man bisher nie verstanden hat. In diesem Buch betrifft das in allererster Linie die Protagonistin und Ich-Erzählerin Sanni. Sie wirkt so selbstbewusst und verloren zugleich, besserwisserisch und nichtsahnend, wild und verletzlich. Und so intensiv auf der Suche nach mehr Leben. Ihr Gegenpart Niko, den sie die ganze Geschichte über mit „Du" anspricht (was mir persönlich sehr sehr gut gefallen hat) ist viel bodenständiger, zukunftsorientierter, zielstrebiger. Hier prallen zwei Welten aufeinander, die zusammengehören, paradox und traurigschön. Auch die Nebencharaktere (die Clique, Sannis Mitbewohnerin, Nikos Freundin, die Eltern, ...) fügen sich gut ins Ganze ein.
Während viele „oberflächlichere" und Dinge die Handlung zu dominieren scheinen, brodeln darunter tiefgründige Fragen. Was, wenn man einander liebt, aber seine Liebe grundsätzlich anders auslebt? Was, wenn die Definitionen von Beziehung viel zu weit auseinanderklaffen, um vereinbar zu sein? Und was passiert überhaupt mit zwei Individuen, die es plötzlich (nur noch?) als Paar gibt? Gibt es dabei eine Machtverteilung? Welche Prägungen haben wir mitbekommen, was unsere Vorstellung von der Liebe angeht? Der Autorin gelingt es auf eindrückliche Weise, die Entwicklung einer vielleicht schon lange mehr als freundschaftlichen Beziehung in all ihren Facetten zu zeigen. Zu kaum einem Zeitpunkt kann man wirklich sagen, ob Glück oder Zweifel überwiegen, Unsicherheiten und Opfer oder das Über-sich-Hinauswachsen.
Der Erzählstil des Buches hat mich sehr für sich eingenommen und eine richtige Sogwirkung auf mich ausgeübt. Allerdings finde ich es ein bisschen widersprüchlich, dass Sanni so eine poetische Sprache in den Mund gelegt wird. Das passt eigentlich so gar nicht zu ihr. (Trotzdem hätte ich es nicht anders haben wollen, dafür liest es sich einfach zu toll!)
Mit ein paar Dingen und auch dem Ausgang habe ich mich persönlich schwergetan. Das gilt aber nur eingeschränkt als Kritikpunkt. Ich halte den Verlauf schon für sehr authentisch und passend für die Charaktere. Dennoch sehe ich ein bisschen zu viel von aktuellen Trends darin und hätte mir mehr Kommunikation und Gegenseitigkeit gewünscht, selbst wenn es gleich geendet hätte. So ringe ich noch sehr mit dem „Hätte" und „Wäre" und frage mich, was inwieweit noch offen ist und gut oder schlecht weitergehen könnte.
(Für wen) Lohnt es sich?
Es lohnt sich auf jeden Fall! Allerdings finde ich, dass es kein reines Jugendbuch ist, sondern eher für Leser*innen ab der Altersstufe der Charaktere (17+) und drüber, weil es auf den Partys usw. hart zur Sache geht. Tatsächlich hätte ich die Figuren, hätte es keine Angabe dazu gegeben, sogar auf Anfang/Mitte 20 geschätzt. Aber andererseits passt der Sommer nach dem Abi natürlich gut zu den Thematiken, auf die das Buch hinauswill. Meiner Meinung nach eine Geschichte mit sehr viel Potenzial zum Reflektieren und Nachdenken und weniger leichte Unterhaltung, als man erwarten könnte.
In einem Satz:
„C'est la fucking vie" ist absolut mitreißend erzählt, wirft viele bedeutsame Aspekte des Erwachsenwerdens und von Liebesbeziehungen auf und wirkt nach dem Lesen lange nach.
Dieses Buch und mich verbindet eine Art Hassliebe, wie ich sie nur selten erlebt habe. Bereits im Vorfeld war ich am strugglen, ob ich es überhaupt lesen mag, denn als ich das Buch zum ersten Mal in der Vorschau entdeckt habe und den Klappentext las, da dachte ich: Hab ich schon tausendmal gelesen.
Wer mich aber kennt, der weiß, dass ichs mir ja dann doch ganz gerne nochmal anders überlege und mir vor allem doch immer ein eigenes Bild machen muss. Und genau deshalb hatte ich mich also dann doch auf eine Leserunde zum Buch beworben und es eben nun gelesen.
Und jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, weil ich doch ein bisschen was dazu zu sagen habe.
Vielleicht starte ich einfach mal damit, dass ich das Buch am Anfang überhaupt nicht mochte, wobei das so eigentlich auch nicht stimmt. Ich war nämlich direkt begeistert von Michaela Kastels außergwöhnlichem und fantastischen Schreibstil. Der hat mich echt beeindruckt. Die persönliche Anrede von Sanni an Niko hat mich allerdings zunächst ein bisschen verwirrt, denn Bücher in dieser Art sind doch sehr selten und deshalb vielleicht auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber einfach darauf einlässt, dann ist man schnell voll dabei.
Richtig abgenervt war ich dagegen direkt von Protagonistin Sanni, die sich egoistisch und ich möchte fast schon sagen "toxisch" verhält. Vor allem in Bezug auf Niko, ihren besten Freund.
Niko und Sanni sind seit Kindesalter die besten Freunde. Wo Sanni hingeht, da ist auch Niko. Für mich als Leserin war schnell klar, dass sich die Freundschaft der beiden in etwas weitaus größeres verwandelt hat. Und es war auch absolut sichtbar, dass Niko tiefere Gefühle für Sanni hegt. Erst dachte ich, dass sie es einfach nicht merkt, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto offensichtlicher wird, dass diese Gefühle erwidert werden, auch wenn Sanni sie überhaupt nicht zeigen kann. Stattdessen vergrault sie durch ihre absolut blöden Aktionen jede Freundin die Niko anschleppt.
Sanni ist absolut ziellos, hat keinen Plan was sie mit ihrem Leben anfangen soll, treibt von einer Party zur Nächsten und lebt am liebsten in den Tag hinein. Richtig krass unsympathisch die Gute.
Und genau das war der Punkt, warum ich echt versucht war, das Buch abzubrechen. Drangeblieben bin ich dann, weil ich einfach wissen wollte, ob Sanni eine Wandlung erlebt und auch deshalb, weil mir eine befreundete Bloggerin gesagt hat: Bleib dran, es wird !
Und es wurde. Ab circa der Hälfte flogen die Seiten nur so dahin und Sanni erlebt tatsächlich die ersehnte Wandlung. Plötzlich und mit jeder weiteren gelesenen Seite, wurde ein Schuh aus Sannis Verhalten. Die Angst vor Gefühlen, die Planlosigkeit, ihre Unsicherheiten, die sie hinter dieser rotzigen Fassade versteckt, werden immer greifbarer.
Es erfolgt ein Wendepunkt in der Geschichte, den man bereits nach Lesen des Klappentextes erahnen kann. Doch wer glaubt, die Geschichte würde sich jetzt in eine rosarote Richtung entwickeln, dem kann ich diesen Zahn direkt ziehen: Tut es nicht. Die Geschichte bleibt spannend, entwickelt sich, aber eben anders, als man annehmen möchte.
Und das immer wieder. Sanni will sich ändern, was ihr nur erstmal nur bedingt gelingt. Das Leben bietet immer wieder Verlockungen, bei denen sie wirklich mit sich ringt. Durch Nikos Bodenständigkeit wird sie einerseits offener für Zukunftspläne, aber andererseits auch in eine Ecke gedrängt, in der sie nicht stehen möchte. Es ist ein unglaublich intensiver Kampf mit sich selbst und es war großartig zu sehen, wie sie für sich selbst einsteht und sich durch blöde Situationen beißt. Auch Niko erlebt eine Wandlung und irgendwann waren die Rollen so vertauscht, dass ich total bei Sanni war und mich Niko aufgeregt hat. Total verrückt, aber vielleicht nachvollziehbar, wenn ihr das Buch selbst lest.
Fakt ist, dass mich die Geschichte ab der Hälfte total für sich einnehmen und gewinnen konnte. Ich hab das Buch innerhalb eines Tages verschlungen und bin noch immer überrascht, wie aus einem "Ich breche ab" ein "Großartig" werden konnte.
Eine Anmerkung habe ich zum Schluß allerdings noch: Das Buch wird als Jugendbuch geführt und ab 14 Jahren empfohlen. Für meinen Geschmack passt es aber tatsächlich besser ins Genre New Adult, denn es gibt reichlich Nacktheit und Sex, viel Alkohol und Drogen und die Sprache ist mitunter ein wenig derb.
C'est la fucking vie ist ein Roman aus der Feder von Michaela Kastel und im Ueberreuter-Verlag erschienen. Als ich das erste Mal von dem Buch gehört hatte, ist mir der Titel und das wunderschöne Cover natürlich aufgefallen und ich habe mir den Inhalt näher angesehen. Leider ist der Klappentext nicht so ganz ansprechend, denn man denkt, es wäre wie ein x-beliebiges Jugendbuch mit einer Liebesgeschichte, in der aus besten Freunden Liebende werden. Aber ganz falsch, denn die Geschichte bietet so, so viel mehr. Es ist eine Geschichte, wie aus dem realen Leben mit einer Liebe, die Grenzen überschreitet und noch mehr.
Das Cover finde ich wie gesagt richtig schön, ich bin ja der Fan von eher schlichteren, aber doch auffallenden Covern. Hier mag ich die Mischung aus dem weißen Hintergrund, den blaugefärbten Blumen und Blättern und natürlich der neonpinken Schrift, die super raussticht. Was ich aber noch mehr loben muss, ist die Gestaltung des Buches, denn dieses ist in Holz gebunden und somit ziemlich kompakt, die Oberfläche dementsprechend rau und die Farben noch kräftiger als auf dem Bildschirm. Echt der Wahnsinn vom Verlag, ein ganz besonderes Schätzchen im Regal!
Sanni ist jung, gerade mit der Schule fertig und will nur noch eins für den Sommer: Leben, Freiheit und Spaß. An keinerlei Verpflichtungen gebunden lebt sie in den Tag hinein, für die nächste Party, für den Alkohol und den Sex. Sie ist zufrieden, jedoch ist da ihr bester Freund Niko. Er war schon immer an ihrer Seite, es hieß immer Sanni und Niko und irgendwann passiert das Unvermeidliche: Sie kommen sich näher, verbringen eine durchfeierte Nacht zusammen und Sanni steht vor der Entscheidung: Beziehung oder Ende ihrer Freundschaft. Liebe oder Freiheit. Für was soll sich Sanni entscheiden? Denn sie liebt Niko, oder? Aber rechtfertigt Liebe auch jeden Preis? Sie merkt, das ist ihr verdammtes Leben und alles andere als leicht...
Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz Besonderes, das merkt man bereits auf der ersten Seite, denn nicht nur weiß die Autorin genau mit Worten und ihrer Bedeutung umzugehen, sie findet die perfekte Mischung aus leichter Geschichte und Ernsthaftigkeit. Ebenso speziell ist die Erzählperspektive, denn man erlebt die Geschichte aus Sannis Sicht, jedoch gibt es hier die persönliche Anrede "Du", was die Charaktere einem noch näher bringt und mir gänzlich unbekannt war. Jedoch war genau das für mich einzigartig und toll an diesem Buch.
"Ich glaube, allmählich verstehe ich, was es heißt, in einer Beziehung zu sein. Es geht nicht um Hingabe, sondern um Aufopferung. Vielleicht sind Hingabe und Aufopferung sogar ein und dasselbe. Ich wünschte, Liebe wäre simpel." (Seite 287)
Dann kommen wir zu den Charakteren, die mir vom Alter nicht sehr fern sind und dementsprechend war mir der Umgang und die Redensart, die durchaus auch eher derber ist, bekannt. Die Charaktere selbst sind mir jedoch von ihren Eigenschaften her umso ferner, so war Sanni gewiss keine leichte Person zunächst, sehr ichbezogen und sie besaß eine sehr easy going-Lebensweise, was einen mehr als nur einmal ärgert. Jedoch habe ich sie dafür auch etwas beneidet, denn nicht jeder kann ohne Sorgen in den Tag leben wie sie. Und vor allem, was mich noch mehr begeistert hat, ist ihre wahnsinnige Entwicklung, die sie durchmacht und das Buch prägt. Auch die anderen Charaktere, sei es Niko oder Sannis Freunde haben Ecken, Kanten und ihre Fehler und das macht sie unbeschreiblich authentisch und passend für diese alles andere als rosarote Geschichte.
Wenn diese Geschichte um Sanni und Niko eins nicht ist, dann einfach und leicht. Wer hier einen lockeren Jugendroman sucht mit Happy End und schönen Momenten ist hier eindeutig falsch. Was diese Geschichte ist, das ist so viel mehr. Sie ist roh, sie ist real, sie ist brutal und ehrlich und vor allem ist sie voller Höhen und Tiefen, genau wie das reale Leben. Sie lehrt einen so viel, über seinen eigenen Wert, über den Preis von Liebe und Beziehung, über die Zukunft und über Menschen, die man in seinem Leben hat. Sie hat mich mitten ins Herz getroffen und das Ende hat mich zu Tränen gerührt, denn dazu passend ist es auch alles andere, als das was man sich vorgestellt hat und doch konnte die Geschichte nur so enden. Ich vergebe volle 5***** und danke der Autorin für die Geschichte von Sanni und Niko, die einem so viel mitgibt und mich so überrascht hat. Totale Leseempfehlung von mir und bleibt dran, es lohnt sich wirklich!
In „C'est la fucking vie“ geht es um, die 18- jährige Sanni, die ein Leben voller Partys, Alkohol, Se* und Drogen führt. Sie interessiert es nicht was im Sommer sein wird. Auf der anderen Seite ist da Niko der es seinen strengen Eltern immer recht machen muss. Beide haben eine besondere Freundschaft, doch als beide zusammen im Bett landen stellt Niko ihr ein Ultimatum. Was wird Sanni wählen ??
Sanni ist eine typische 18-jährige, die ihre Freiheit liebt und gerne unabhängig ist und nicht immer auf andere angewiesen ist. Sie freut sich auf den Sommer, weil sie ihren Abschluss geschafft hat und erstmal ein Leben ohne Verpflichtungen führen will.
Niko hat es leider nicht so einfach wie Sanni, denn seine Eltern sind sehr streng und er kann sich bei ihnen nicht alles erlauben. Beide sind beste Freunde und machen sehr viel zusammen. Doch ein Ereignis ändert alles und auf einmal sind beide miteinander mit Bett gelandet….
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird am meisten aus der Perspektive von Sanni erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren. Die Nebenfiguren wie ihre Clique sind ebenso authentisch und gestalten, die Geschichte mit. Die Kulisse der Stadt hat einfach wie die Faust aufs Auge zum Buch gepasst. Man entdeckt immer wieder neue Dinge zusammen mit den Charakteren.
Die Spannung und Handlung haben sich langsam mit jeder Seite mehr aufgebaut. Sanni will den Sommer genießen, nachdem sie ihren Schulabschluss geschafft hat und Drogen und Partys all das soll dazu gehören. Dabei soll natürlich auch ihr bester Freund Niko sein. Dieser hat, aber sehr strenge Eltern, die gute Noten verlangen und dass er keines Falls ärger macht. Als Sanni und er unverhofft zusammen mit Bett landen eröffnet er ihr von seinen Gefühlen, die nicht mehr nur Freundschaft sind. Was wird, nun geschehen wird Sanni sich für eine Beziehung entscheiden? Bisher hat sie nie zugegeben, dass sie Gefühle für Niko hat. Wird es nun eine Chance für beide geben ? Ist Sanni bereit auch etwas aufzugeben für Niko ? Ich habe mit beiden mitgefiebert und konnte mich kaum aus dem Buch lösen. Natürlich ging es mir wie vielen, dass ich am Anfang Sanni nicht direkt sympathisch fand und erst im Verlauf des Buches mir eine bessere Meinung bilden konnte.
Das Cover hat mir damals schon auf der Messe in Frankfurt gefallen und hat meine Neugier geweckt.
Fazit
„C'est la fucking vie“ ist eine besondere Jugendbuchgeschichte, die mich auf eine besondere Art mitgenommen hat. Ich bin gespannt was noch kommen wird von der Autorin.
"C`est la fucking vie" ist das dritte Buch von Michaela Kastel. Nachdem sie zwei Thriller beim Emons Verlag rausgebracht hatte, gibt es nun einen Coming of Age-Roman, der im ueberreuter-Verlag im Februar 2020 erschien:
"Sanni ist 18, hat endlich ihren Abschluss in der Tasche und ist vor allem eins: hungrig nach Leben. Einem wilden, freien Leben ohne Kompromisse und Verpflichtungen. Niko ist da das Gegenteil. Dennoch verbindet Sanni und Niko eine besonders tiefe Freundschaft - die nach einer durchfeierten Nacht ins Wanken gerät, als Niko Sanni mit der alles entscheidenen Frage konfrontiert: Beziehung oder eine Ende der Freundschaft. Aber kann Sanni für die Liebe wirklich ihre Freiheit aufgeben?"
Das Buch habe ich bereits vor einigen Tagen beendet, allerdings brauchte ich einen Moment, um darüber schreiben zu können. Der Leser wird schonungslos in eine Gefühlswelt gezogen, die es nicht zulässt, durchzuatmen. Sanni ist dabei so nachvollziehbar gestaltet, dass es gar keine Identifikationsmöglichkeit braucht (übrigens eine große Befürchtung, die ich hatte, denn Sanni entspricht so gar nicht meinen Einstellungen). Die Art und Weise, wie der Leser in diese Welt gezogen wird, würde ich nach drei Werken der Autorin mittlerweile als ihren Schreibstil bezeichnen, denn diese Eigenschaft fand ich bereits in den anderen Büchern vor. Dazu kommt ihre locker leichte Schreibweise, die es leicht macht, der Geschichte zu folgen und sich vollkommen auf die Welt einzulassen. Bei diesem Buch ist die Geschichte recht monoton gestaltet, die Situationen der Zerissenheit und Harmonie sind ähnlich gestaltet. Das lässt es dadurch aber nicht langweillig werden, denn diese ähnlichen Situationen fokussieren die Emotionen wieder auf die Gefühlswelt.
Dieses Buch ist in sich so stimmig, dass die Wirkung nicht verfehlt wird. Michaela Kastel beweist, dass sie sich auch im Jugendbuch zurecht finden kann und sich dabei aber wieder treu bleibt und lieber in die Kerbe schreibt, als in dem Strom der stetig gleich Bücher zu schwimmen.
Für mich ist dieses Buch ein Highlight und hat seine 5 Sterne defintiv verdient.
„Sie war keine von uns. Sie war nicht Teil dieses kleinen Universums aus Sternschnuppen, die nur funkeln, wenn sie zusammen sind. „ - Kapitel 2 (Seite 16)
Kurzmeinung: Ungewöhnlicher Jugendroman mit rebellischer, etwas realitätsferner (für mich) Protagonistin
Inhalt: Sanni lebt ein ausschweifendes Teenagerleben voll Parties, Alkohol, Drogen und Sex. Doch als ihr bester Freund Niko mehr von ihr will als nur Freundschaft, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt.
Meine Meinung: „C‘est la fucking vie“ ist im Grunde eine Geschichte über die erste Liebe, Selbstfindung und die Zukunft. Mit Sanni wurde hier ein ungewöhnlich rebellischer Charakter erschaffen, der manchmal für mich nicht ganz greifbar und realitätsnah war und doch ihr Leben in vollen Zügen genießt, mit allen Konsequenzen. Die wilden Parties, der Sex mit fremden Typen - Sie lebt im Hier und Jetzt. Doch auch ihre Zweifel, Ängste und Zukunftsängste werden hier wirklich super porträtiert. Denn man weiß eben nicht immer sofort, was man will. Im krassen Gegensatz dazu steht Niko: bodenständiger, zukunftsorientiert und eher der Beziehungsmensch. Und trotzdem hat auch er sein Päckchen zu tragen.
Eine Beziehung zwischen den Beiden scheint von Anfang an zum Scheitern verurteilt zu sein und doch ist da ein Funken Hoffnung.
Besonders auffällig ist hier der besondere Schreibstil der Autorin, der wirklich wunderschön ist. Es wird aus Sannis Sicht erzählt, aber sie duzt Niko, sodass der Leser praktisch Sanni ist. Damit war es besonders spannend die Geschichte zu verfolgen und trotz dessen ich keinen richtigen Draht zu Sanni finden konnte, machte es mir die Perspektive einfach in ihre Rolle zu schlüpfen.
Fazit: Eine Geschichte über das Leben, die Liebe und die Zukunft. Lesenswert und mit einigen erotischen Ausblicken. Allerdings einer schwierigen Protagonistin, mit der es mit schwer viel mich zu identifizieren.
„C’est la fucking vie“ von Michaela Kastel hat ein sehr schönes Cover und war schon auf der Frankfurter Buchmesse 2019 ein echter Blickfang. Wie bei einigen anderen Bücher aus dem ueberreuter-Verlag, hat auch dieses hier den Einband aus dicker Pappe, was ich toll finde. Bei „C’est la fucking vie“ handelt es sich um ein Jugendbuch, in der die Protagonisten gerade ihren Schulabschluss gemacht haben und sich nun neuorientieren müssen. Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen die besten Freunde Sanni und Niko. Die Handlung wird allerdings nur aus Sannis Perspektive erzählt, was ich sehr schade fand, da ich mich am ehesten mit Niko identifizieren konnte und somit gerne mehr über ihn und seine Gedanken gelesen hätte. Ich muss zugeben, dass es äußerst interessant war zu lesen, wie unterschiedlich junge Menschen sind. Sanni ist eher die wilde, unabhängige junge Frau, die es liebt mit ihrer Clique zu feiern und keine Gedanken daran verschwendet wie ihre Zukunft aussehen soll, denn sie will ohnehin erstmal reisen. Niko hingegen hat eine ungefähre Vorstellung davon wie sein Leben verlaufen soll, ist eher zurückhaltender und möchte ein geregeltes Leben haben - wozu auch eine feste Beziehung gehört. Aber auch die Familienverhältnisse der beiden sind verschieden und kommen in diesem Buch besonders zur Geltung. Während Niko eine Familie hat, die sich um seine Zukunft sorgt, geben Sannis Eltern ihr alle Freiheiten der Welt. Für Sanni sind eher ihre Freunde ihre Familie. Die Liebesgeschichte an sich ist etwas kompliziert, was mitunter daran liegt, dass Sanni und Niko kaum gleiche Interessen haben und sehr verschieden sind. Das einzige was die beiden verbindet ist deren Clique und die jahrelange Freundschaft. Gefühle existieren zwar auf beiden Seiten, werden aber unterschiedlich gehandhabt. Ich war daher sehr neugierig, wie die Geschichte weitergehen und vor allem welches Ende es nehmen wird. Ich muss aber auch zugeben, dass ich Sanni etwas anstrengend fand, da sie eine etwas rebellische Art hat. Zugleich war ich aber auch ein wenig schockiert darüber, wie die jungen Leute ihre Zeit verbringen. Partys, Alkohol, Drogen und Sex – ohne ging es nicht, insbesondere bei Sanni. Die Autorin hat einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, denn die Erzählung wird in der „Du“-Form – also direkt an Niko gerichtet - geschrieben. Es ist zwar mal etwas ganz anderes, dennoch hat es mir leider nicht so gut gefallen. „C’est la fucking vie“ von Michaela Kastel ist keine leichte Lektüre mit Happy End, sondern zeigt die nackte Wahrheit über das Leben vieler (nicht aller!) Jugendlichen. Ich finde allerdings, dass das was uns die Autorin hier zeigt, schon zur extremeren Sorte gehört. So oder so – es ist ein Auf und Ab und zeigt, dass Liebe auf der einen Seite zwar etwas Schönes sein, auf der anderen Seite aber auch vieles kaputt machen kann. Ich finde, „C’est la fucking vie“ ist lesenswert, da es echt mal etwas anderes ist. Der Fokus liegt hier vielmehr auf den realen Verhältnissen und nichts wird schöngeredet – insbesondere die Liebe nicht. Ich vergebe 3,5-4/5 Sterne
Ein Sommer der alles ändert. Sei es Freundschaften, Einstellungen und auch sich selbst.
Denn in diesem Sommer steht für Sanni fest, das sie nach ihrem Abitur eigentlich nur eines sein will und zwar frei, während ihr bester Freund in der Mühle des Lebens seiner Eltern festhängt und versucht denen alles recht zu machen.
Sanni und Niko sind die besten Freunde bis eines Nachts zwischen beiden mehr passiert und die Frage wie es weitergehen soll zwischen ihnen alles verändert.
Kann Liebe ausreichen im Leben?
Der erste Blick
Ein toller Titel mit einem Buchcover kombiniert das mir gleich aufgefallen ist.
Meine Meinung zu C’est la fucking vie
Ich war neugierig was sich hinter dem Titel alles verbirgt.
Gleich zu Anfang wird man in die Erzählperspektive von Sanni mitgenommen, die bildhaft ihren Sommer, die Gefühle und auch ihre Gedanken mit einem teilt. Dazu auch die Gefühle die sie für ihren besten Freund Niko hat, der im Gegenstaz zu ihr bodenständiger ist und auch eine wilde Seite hat, die er aber zu unterdrücken versucht.
Die beiden ziehen sich an und doch sind sie sich fern finde ich.
Dazu die Einstellung von Sanni, die ihre Freiheit genießen und ihr Leben, in jeder Beziehung auskosten möchte, passen nicht ganz zu Niko. Aber trotzdem kommen sie sich näher, denn zwischen beiden merkt man diese gewisse Anziehung und ist gespannt wie es endet. Ich finde es klasse geschrieben und es ist eindeutig komplett anders als ich es mir vorgestellt hatte.
Fazit
Tolle Story die einen in einen unvergesslichen Sommer entführt.
C'est la fucking vie war ein reiner Cover-Kauf. Ich war hingerissen von dem fantastischen Cover und habe es in einem Rutsch, ohne Luft zu holen, gelesen. Und doch kann ich jetzt nicht wirklich sagen, ob ich begeistert bin oder ob es mich ratlos zurücklässt. Ob ich mit Sanni mitfühlen kann, die nach dem Abi irgendwie vor sich hintreibt - Sex, Drugs, Rock n Roll- und nicht recht weiß, was sie will. Oder ob ich es mit Niko kann, der es ein bisschen zu sehr weiß - nämlich Sanni, ganz oder gar nicht. Am Ende sind sie am Anfang, nur weniger als vorher - oder doch mehr als zuvor? Ich weiß es nicht. C'est la fucking vie hinterlässt beim Lesen das Gefühl von heißen Sommertagen und durchtanzten Nächten, nach abgestandenem Bier nach durchfeierten Nächten - vertraut und zu lange her. Wie ein Foto einer Sommer, eingefangen in Papier.
Ich wusste schon von Anfang an, dass ich dieses Buch einfach zum Spaß, als einfache Sommerlektüre lesen würde.
Fand ich es gut? Nein. Doch es war genau was ich erwartet habe.
Was mich dennoch angeekelt hat ist, dass sogar wenn ich die Protagonistin, Sanni, gar nicht mochte, es als „normal“ gesehen wurde, sie sogar von ihren Freund und bester Freundin angefaucht wurde, als sie sexuell belästigt wurde. Was soll das? Wie ekelhaft ist es, dass dieses Buch sich mit diesem Thema gar nicht auseinandersetzt? Wieso ist es „normal“, nur weil die Hauptfigur als Person oft casual Sex hatte? Das habe ich gehasst.
Niko war noch nerviger als Sanni, da er die ganze Zeit versucht hat sie zu ändern und für einen Typen mit „viel Beziehungserfahrung“ einfach die ganze Zeit verkackt hat.
Das wars!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Ende ist so schön und traurig zugleich. Dieses Buch ist so viel besser als alle Liebesgeschichten, die ich bisher gelesen habe. So viel ehrlicher (und realistischer). Der Schreibstil ist einfach unglaublich. Besonders dieser macht die Geschichte, die im Endeffekt auch eine Liebesgeschichte ist, so viel besser. Ich denke, dass das Buch auch viel mehr ist als eine Liebesgeschichte – nämlich eine Lebensgeschichte. Was möchte ich mit meiner Zukunft anfangen? Und treffe ich meine Entscheidungen so wie ich möchte oder wie ich glaube, dass andere es möchten. Was macht das Ende so grandios? Dass Sanni auf sich hört, auf das was sich für sie in diesem Moment richtig anfühlt.
This book was literlly discribing my current situation. I live in Vienna and soon iam going to gratuate and i need to find something to do with my life. Am I going to study? Am I going to travel?
I do not have any answers for that yet but what I can say is that i feel less alone with my problem since reading this book. This book is just beautiful and i love how Sunni and Niko are described. I also live in Vienna and i love drinking such as visiting my favourite club Flex. (Also its the first book I read that is playing in Vienna. I could image every situations perfectly.)
If you are not a teenager i would not recommend this book. But all in all i loved it so much.
Ich bin einfach nicht in der Lage das Buch weiterzulesen. Ich finde Sanni dermaßen überheblich und eingebildet, dass ich jedes Mal wütend geworden bin, wenn ich weitergelesen haben. Und die Story langweilt mich. Sehr schade, weil der Klappentext so vielversprechend war!