In dem beschaulichen Küstenstädtchen Fowey an Cornwalls Südküste kennt jeder sie, und sie kennt jeden: Daphne Penrose, Postbotin der Royal Mail. Daphne liebt besonders die frühen Morgenstunden, wenn Fowey erwacht und sie mit ihrem Postfahrrad durch die kleinen Gässchen fährt. Eines Morgens allerdings wird die Ruhe gestört. Im Haus der Malerin Sandra McKallan scheinen sich merkwürdige Dinge ereignet zu haben, von der Bewohnerin fehlt jede Spur. Zur selben Zeit fischt Daphnes Mann Francis eine Leiche aus dem Hafen: den Reeder Edward Hammett. Als zwei weitere Tote auftauchen, wird Daphne und Francis klar: Der zuständige Chief Inspector, frisch aus London nach Cornwall versetzt, kann diesen Fall alleine nicht lösen. Die beiden beginnen zu ermitteln. Und zwar mit ihren ganz eigenen Methoden. Denn niemand kennt Fowey so gut wie Daphne und Francis Penrose!
Schon seit drei Ewigkeiten trägt Daphne Penrose in Fowey die Post aus. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrem Francis und die gemeinsame Tochter studiert in London. Ein freundliches vielleicht etwas ereignisloses Leben, könnte man meinen. Doch als Postbotin ist Daphne natürlich immer am Puls des Ortes, der sehr stolz ist auf seine berühmte Einwohnerin Daphne du Maurier, deren Namen Daphne nicht zufällig trägt. Während ihrer Arbeit entdeckt Daphne, dass die Malerin Sandra McKallan tagelang nicht in ihrem Haus war. Beinahe gleichzeitig hat Francis die traurige Pflicht, etwas aus dem Fluss zu bergen, dass sich als männliche Leiche entpuppt. Wie in einem kleinen Ort nicht anders zu erwarten kennt Francis den Toten.
Wer kann es auf den unbescholtenen Reeder Edward Hammett abgesehen haben. Der war doch gerade erfolgreich ins Kreuzfahrtgeschäft eingestiegen und vielen als ehrenwerter Chef und guter Kumpel bekannt. Nur mit seiner Ehe stand es nicht zum Besten. Aufgerüttelt von den Ereignissen begeben sich Francis und Daphne daran, herauszufinden, wie die Geschehnisse zusammenhängen. Grundsätzlich ist dafür zwar die Polizei zuständig, aber dem Heimkehrer aus London Chief Inspector Vincent trauen sie nicht allzu viel zu.
Mit viel Liebe schildert der Autor das kleine Städtchen Fowey (gesprochen Foy) an der Küste des Ärmelkanals. Wenn man sie kennt, denkt man an die Serie „Doc Martin“, die zwar an der Atlantikküste Cornwalls spielt, aber doch das cornische Flair ähnlich zu transportieren weiß, wie das vorliegende Buch. Man bekommt direkt Lust, den Ort und die Umgebung zu besuchen solange es noch geht. Dies wird durch die freundlichen Reisetipps am Ende des Romans noch verstärkt. Gestärkt mit einem guten Essen, könnte man sich gleich auf Daphnes Spuren begeben. Dass dabei der Fall etwas ins Hintertreffen gerät, ist durchaus verzeihlich. Nichtsdestotrotz beschert der Autor einen zwar ruhigen, aber klug konstruierten Kriminalroman, der durch seinen Lokalkolorit zu punkten versteht. Auch als Fremder fühlt man sich heimisch in dem kleinen Städtchen mit seinen liebenswerten Bewohnern, die meist friedlich sind.
Eine gute Urlaubslektüre. Ein spannender Krimi. Das Buch ist flüssig und leicht zu lesen. Die Hauptcharaktere kamen sehr sympathisch rüber. Es war einfach schön zu lesen, wie Francis und seine Frau Daphne auf eigene Faust ermittelten, ( weil die Polizei zu wenig Zeit hatte) sich manchmal in Gefahr begaben und wie sie sich gegenseitig unterstützten. Es waren auch sie und nicht die Polizei, die den Täter aufspürten. Auch Cornwall wurde sehr idyllisch und malerisch beschrieben, ein Grund, mal wieder nach Cornwall zu reisen.
Eigentlich sollte man meinen, dass es in Fowey, einem kleinen Küstenstädtchen in Cornwall, sehr beschaulich zugeht. Um so überraschender, dass ein angesehenes Mitglied der Stadt tot aus dem Wasser gezogen wird - und es war kein Unfall.
Ich war sofort in das Setting verliebt, denn der Autor beschreibt Fowey so toll, dass man es sich nicht nur sehr gut vorstellen kann, sondern auch sofort dorthin möchte.
Auch die Protagonistin ist mir sofort ans Herz gewachsen: Daphne Penrose ist die Postbotin in Fowey und kennt deswegen jeden - Veränderungen oder Abweichungen von der Norm fallen ihr deshalb sofort auf. Aus diesem Grund ist sie natürlich eine super Ermittlerin, auch wenn sie nicht zur Polizei gehört.
Die scheint auch lange im Dunkeln zu tappen und die falschen Schlüsse zu ziehen, deswegen ist es super, dass sich Daphne in die Ermittlungen einklinkt: Natürlich geheim. Das bringt sie in die ein oder andere Gefahr, aber sie lässt sich nicht schocken oder einschüchtern. Genau das hat mir richtig gut gefallen und es hat richtig Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zur Wahrheit zu begleiten.
Die ganze Geschichte ist anfangs sehr komplex und man muss sich ein bisschen hineinfuchsen, um die Bewohner des Städtchens und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Es wird hier schon jedes Klischee bedient, dass man von englischen Küstenbewohnern haben kann, das macht das Buch auch wirklich sympathisch. Am Anfang bin ich trotzdem ein bisschen durcheinander gekommen, das hat sich allerdings schnell gelegt.
Auch die Ermittlungen sind sehr spannend und bieten dem Leser Raum zum miträtseln. Es werden dunkle Geheimnisse aufgedeckt, die man dort gar nicht vermutet. Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen und wurde gut unterhalten. Sicher ist es kein Buch, bei dem dem Leser permanent das Herz vor Aufregung stehen bleibt, aber das muss es auch nicht. Denn die Wendungen und die stückchenhaften Informationen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird.
Am Ende wird alles lückenlos aufgelöst und ich denke, dass ich nicht spoilere, wenn ich verrate, dass Daphne einen großen Teil dazu beiträgt. Das "Happy End" wird nochmal von einem Knall und einer Art Showdown eingeleitet und rundet die Geschichte sehr gut ab.
Vor allem das Setting, der anschauliche Schreibstil und die sympathische Protagonistin haben mich bei "Post für den Mörder" überzeugt. Von mir gibt es 4 Sterne!
Als in Fowey, einer Küstenstadt in Cornwall, der Nachbar von Daphne und Francis tot aus dem Wasser geborgen wird, ist schnell klar, dass es sich um Mord handelt. Dann tauchen zwei weitere Leichen auf und plötzlich steckt Daphne mittendrin in ihren eigenen Ermittlungen, bei der sie die eine oder den anderen Bewohner*in Foweys von einer ganz anderen Seite kennenlernt.
Ein gut zu lesender, unterhaltsamer Krimi mitten im Cornwall-Setting. Ich mochte die verschiedenen Persönlichkeiten in (und um) das Dorf Fowey, den unaufgeregten Ton und dass die Handlung nicht so schrecklich vorhersehbar war.
An manchen Stellen waren es mir ein kleines bisschen zu viele Beschreibungen und Details der Landschaft und der Historie Cornwalls, denn ich habe das Buch durch puren Zufall gelesen und nicht, weil ich besonderes Interesse an Cornwall hätte.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich würde auf jeden Fall auch Daphnes zweiten und dritten Fall lesen.
Da ich bevorzuge, im Urlaub auch lokale Lektüre zu lesen, da fiel mir dieser Cornwall-Krimi in die Hände!
Spektakuläre Landschaftsbeschreibungen, Hinweise und Leseempfehlungen zu Daphne du Maurier, Ausflugs-+ Restauranttipps für die Region….. nur die Story ist vorausberechnend und flach!