Ein Kriminalroman aus dem Herzen des Ruhrgebiets, schnörkellos und herrlich zynisch.
Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden – die Essener Kunstszene ist in Aufruhr. Als kurz darauf auch sein Agent ermordet wird, steht Hauptkommissarin Frederike Stier vor einem Rätsel. Auf der Suche nach einem Motiv ermittelt sie zwischen Sammlern und undurchsichtigen Galeristen und kommt dem Täter am Ende näher, als ihr lieb ist.
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich nun seit knapp 10 Jahren in Essen lebe und vom letzten Regional-Krimi aus dem emons-Verlag sehr begeistert war.
"Kohlenwäsche" konnte mich leider nicht so überzeugen. Der Mordfall an sich und auch der wiederkehrende Handlungsort Zollverein sind durchaus spannend konzipiert. Allerdings lag für mich der Fokus zu stark auf den persönlichen "Baustellen" der, zu Beginn des Romans auch äußerst unsympathisch dargestellten, Ermittlerin. Als die ersten 50 Seiten überwunden waren, habe ich das Buch dennoch gerne zu Ende gelesen.
Ein richtig unterhaltsames Buch ausm Pott! Locker geschrieben, mit lebendigen Figuren, überraschenden Plot Twists und jeder Menge Ruhrgebietsflair. Die Hauptfiguren haben Charakter, die Geschichte bleibt spannend und sorgt immer wieder für ein Lächeln. Hat Spaß gemacht zu lesen - Glückauf ⚒️