Der neue Thriller von Bestsellerautor Andreas Winkelmann: Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr – immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Viola bleibt jetzt abends lieber zu Hause. Zum Glück gibt es ja Netflix und den Lieferdienst. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben... Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät...
Andreas Winkelmann ist ein deutscher Schriftsteller und Thrillerautor. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.
Andreas Winkelmann is a German writer and thriller author. He lives with his family in a lonely house on the edge of a forest near Bremen. When he is not diving into human abysses, he crosses the Alps on foot, climbs the highest mountains there or fishes and hunts with bow and arrow in the wilderness of Canada.
Diese Lieferung blieb leider ohne Atmosphäre Alles was übrig bleibt, ist eine Pizza auf dem Tisch. Sie ist unangerührt. Von der Frau, die sie bestellt hat fehlt jede Spur. Durch einen anderen Fall stoßen Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald auf Hinweise, dass hinter der mysteriösen Entführung doch mehr stecken könnte als zunächst vermutet. Ein verstörter Täter, der seine Opfer überlistet und jahrelang gefangen hält. Die Lieferung ist der neuste Thriller des deutschen Bestseller Autors Andreas Winkelmann. Ich war anfänglich positiv überrascht, ließ der Klappentext doch vermuten, dass es sich zum größten Teil nur um die „Lieferung“ und anschließende Entführung drehen würde. Dem war jedoch nicht so, nach dem Prolog lief die Geschichte aus einer ganz anderen Richtung an. Wie auch schon in anderen Romanen baut Andreas Winkelmann hier wieder verschieden Perspektiven ein. Neben dem Blickwinkel der Ermittler gibt es auch die des Opfers, die Sicht des Täters und rückblenden in dessen Vergangenheit. Was sicherlich als Abwechslung gedacht war brachte leider zu viele Informationen über das Wesen des Täters. So konnte man sich nie zur Gänze auf das Verwirrspiel der wechselnden Verdächtigen einlassen. Die Ermittlungen waren zwischendurch leider ein heilloses Namens- und Aktionen Chaos, nicht zuletzt auch weil Winkelmann zum Teil viel zu große Handlungssprünge macht. So hatte man als Leser ein ums andere Mal das Gefühl etwas überlesen zu haben. Mein größter Kritikpunkt ist aber die fehlende Atmosphäre. Nach dem mich der Anfang an „Tief im Wald und unter der Erde“ und „Blinder Instinkt“ erinnerte war die Hoffnung auf den ein oder anderen beklemmenden Gänsehaut Moment schon groß. In diesem Punkt hat er mich wirklich enttäuscht. Selbst in der Opferperspektive, die das meiste Potenzial bot um den Leser die verängstigte Stimmung spüren zu lassen, ließ er dies leider ungenutzt. Nach gefühltem ewigen hin und her der Verdächtigen wird auf den letzten 20 Seiten das „Wer? Wie? Und Warum?“ mehr oder weniger lieblos dahin gekleckert. Alles, was in diesem Buch mühevoll und detailreich ausgearbeitet oder angepriesen wurde, waren letzten Endes nur Erklärungen für Nebensächlichkeiten, deren Relevanz doch fragwürdig war. Leider blieb die Kulisse der Gefangenschaft auch weit hinter dem, was man aus ihr hätte rausholen können. Die Idee der Story und auch der Background des Antagonisten, war an sich interessant aber die Spannung ging im Verwirrspiel zum größten Teil flöten und die Auflösung der Identität des Täters ließ doch arg zu wünschen übrig. Da der Leser zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte diesen zu entlarven kam nicht mehr als ein „achso“ Effekt zustande. Schade, Andreas Winkelmann kann mehr aber diesmal hat es leider nicht gereicht. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, ging aber leider nicht tief genug um mich aus der Realität zu entführen. Fazit: Kann man mal nebenbei lesen, hat das typische Winkelmann Schema aber muss man definitiv nicht gelesen haben. Die Lieferung bleibt leider dank fehlender Atmosphäre und zu vielen, aufwendig Konstruierten aber unwichtigen Details, weit hinter früheren Erfolgen.
Kurzbeschreibung: Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr – immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Viola bleibt jetzt abends lieber zu Hause. Zum Glück gibt es ja Netflix und den Lieferdienst. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben… Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät…
Absolut beklemmend!
Ich habe schon so einige Bücher von Andreas Winkelmann gelesen. Deshalb kam ich natürlich auch an Die Lieferung nicht vorbei.
Diesen Thriller habe ich abends begonnen. Ich konnte nicht schlafen und dachte, ein Buch wäre ja jetzt ganz schön. Und ich griff zu Andreas Winkelmann. Noch in dieser Nacht habe ich das Buch beendet. Und danach musste ich noch eine knappe halbe Stunde belanglose Videos auf Youtube gucken, bis ich mich getraut habe, wirklich das Licht auszumachen. Dem Autor ist es wieder so unglaublich überzeugend gelungen, eine verstörende Stimmung zu erzeugen, dass ich kurzzeitig meiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr traute.
Ich glaube, diese kurze Anekdote von meinem Leseerlebnis sagt schon eine ganze Menge über Die Lieferung. Die Geschichte ist absolut beklemmend. Oftmals hatte ich Gänsehaut und ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Einschübe aus der Kindheit des Täters fand ich auch sehr spannend. So bekam man ein paar Hintergrundinfos.
Insgesamt habe ich Die Lieferung von Andreas Winkelmann inhaliert. So viel Spannung, dass es für meine schlaflose Nacht beinahe zu viel war. Also wenn ihr nach einem absoluten Gänsehaut-Thriller sucht, dann greift zu Die Lieferung.
Zunächst einmal einen herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag (@rowohltverlag) für dieses tolle Rezensionsexemplar! Das ist für mich der erste Winkelmann gewesen und definitiv nicht der letzte! Wo fühlt man sich eigentlich am wohlsten und sichersten? Wohl zu Hause in den eigenen vier Wänden. Das scheint aber nach diesem Thriller wohl doch nicht so ganz zu stimmen. Viola fühlt sich seit Wochen heimlich beobachtet und verfolgt, aber sie kann nichts Genaues feststellen. Niemand außer ihrer Freundin Sabine glaubt ihr, bis die Freundin auf einmal verschwunden ist. Viola verlässt nun nicht mehr das Haus, sie bestellt eine Pizza, aber sie wird nie aufgegessen werden….. Derweil wird in den Schwarzen Bergen nahe Hamburg eine völlig verstörte abgemagerte bleiche Frau aufgefunden und ins Krankenhaus kommt. Bevor der Polizist Jens Kerner etwas über sie erfahren kann, stirbt sie. Bei der Recherche nach der unbekannten Person stoßen Jens und seine Mitarbeiterin Rebecca auf weitere verschwundene Frauen. Und schließlich geraten auch die Ermittler ins Visier des Täters. Die Ermittlungen gestalten sich puzzleartig, nach und nach werden in den einzelnen Kapiteln weitere Bilder wie in einem Memoryspiel aufgedeckt und der Leser kommt so dem Täter immer näher auf die Spur, bis er vermeintlich meint, den Täter zu kennen. Doch Winkelmann verwirrt den Leser immer wieder etwas und führt ihn auf die falsche Fährte. Winkelmann hat es geschafft, mich gegen Ende des Buches in einem kurzen Augenblick zu einen offenen Mund zu verhelfen, so sehr hat mich jene Passage geschockt. Großes Kino. Die Story wird in vielen kleinen kurzen und durchaus knackigen Kapiteln erzählt. Sehr oft, eigentlich fast immer, enden diese mit einem Cliffhanger. Das führt natürlich unweigerlich dazu, zum nächsten Kapitel zu gehen und weiter zu lesen. Die von Beginn an vorhandene Grundspannung wird dadurch auch durchgängig gehalten. Winkelmann schreibt schnörkellos und knackig, sein Schreibstil ist flüssig, die Seiten fliegen wie man so schön sagt nur vorbei. Das ist nicht so daher geschrieben, das ist so. Das Buch ist wirklich sehr schnell gelesen. Man mag es wirklich nicht aus der Hand nehmen. Die Protagonisten sind der 53jährige Jens Kerner sowie seine im Rollstuhl sitzende Mitarbeiterin Rebecca. Zwischen beiden entspannt sich auch ein leichtes Liebeswirrwarr. Die Ermittler sind mir sofort sehr sympathisch gewesen, insbesondere Kerner mit seinen vielen kleinen Wehwehchen gefällt mit ausgesprochen gut. Sie sind sehr gut skizziert, wenngleich es auch nach meinem Geschmack ein wenig an Tiefe fehlt, aber nur ein wenig. Dennoch wurden sie gekonnt dargestellt. Auch der Täter kommt nicht zu kurz. In Rückblenden, die einen Großteil dieses Thrillers ausmachen und das Buch gekonnt spannend und informativ gestalten, wird dessen Kindheit dargestellt und erzählt und man leidet innerlich mit ihm mit, weil er so gar keine Liebe von den Eltern, aber auch nicht von seinen Mitschülern erhält. Natürlich endet das Mitgefühl recht schnell. Insgesamt hat mich dieser Thriller überzeugt, auch wenn es mich nicht vollends umgehauen hat. Ein gutes Buch, das ich jedem Thrillerliebhaber dennoch uneingeschränkt empfehlen kann. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.
Der zweite Teil der Reihe hat mir deutlich besser gefallen als der Reihenauftakt. Die Szenen waren knackiger und spannender, die Charaktere waren gut gezeichnet, es kam keine Langeweile beim Lesen auf. Im Vergleich zum ersten Teil konnte mich der Spannungsbogen hier definitiv bei der Stange halten, ich war quasi permanent neugierig darauf, wie es weitergehen wird. Auch die Ermittlungen erscheinen mir diesmal logischer und schlüssiger, nicht so sehr an den Haaren herbei gezogen, nicht so unglaubwürdig und willkürlich. Ich denke, Andreas Winkelmann hat bei mir jetzt doch wieder eine Chance ;)
Spannend ab der ersten Seite, nur das Ende lässt für mich ein paar Fragen unbeantwortet. Der Autor ist für mich ein Überraschungsfund. Werde gleich mit dem nächsten Teil weitermachen.
Endlich wieder was neues von Andreas Winkelmann. Das Buch geht super los und man lernt Viola kennen, die sich verfolgt fühlt. Ihre beste Freundin Bine ist entsetzt und unterstützt Viola, geht sogar zur Polizei um ihre Lage zu schildern. Gleichzeitig taucht ein völlig verstörtes Mädchen im Wald auf und verstirbt kurze Zeit später. Außerdem bekommt der Leser zwischendurch immer wieder Einblicke in die Kindheit des Täters, was ich echt heftig und zugleich auch interessant fand.
Die Protagonisten waren allesamt relativ interessant, aber nicht so intensiv beschrieben wie ich es sonst von dem Autor kenne. Am liebsten habe ich tatsächlich von Jens und Rebecca gelesen. Außerdem fand ich diesmal einige Längen im Buch ein bisschen störend, war ich bisher auch nicht so gewöhnt. Auch die falsch gelegten Fährten waren diesmal sehr auffällig konstruiert. Aber trotzdem eine coole Story, spannend und von Seiten des Täters voller Wahn. Das liebe ich ja. Zum Ende hin hat das Buch dann aber nochmal richtig viel an Fahrt aufgenommen und ich bin noch einige Male überrascht und schockiert worden. Vor allem mit Rebecca habe ich so mitgelitten und gezittert. Der Täter und die Zusammenhänge im Hintergrund waren dann zum Teil auch nochmal eine große Überraschung und zum Schluss sind dann auch keine Fragen mehr offen geblieben.
In den Harburger Bergen wird eine völlig verstörte, blasse junge Frau gefunden. Alles an ihr lässt darauf schließen, dass sie jahrelang ohne Tageslicht eingesperrt war. Noch bevor der Hamburger Kommissar Jens Kerner sie verhören kann, stirbt sie. Zeitgleich: Viola fühlt sich seit einiger Zeit verfolgt. Ständig hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Sabine, die für ein paar Tage bei ihr bleiben kann. Was gibt es besseres, als einen gemütlichen Serien-Abend mit einer Pizza vom Lieferdienst? Doch die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben...
Der zweite Teil der Reihe um den Kommissar Jens Kerner und seine Assistentin Rebecca Oswald war wieder sehr spannend. Ich konnte das Buch oft kaum weglegen und die Leseabschnitte waren im Nu verschlungen.
Ich mag sowohl den Schreibstil von Andreas Winkelmann, als auch den gewählten Schauplatz Hamburg. Auch das Ermittlerduo hat mir wieder sehr zugesagt. Hier hätte ich mir aber gewünscht, ein bisschen mehr Informationen zur Beziehung zwischen den Beiden zu erhalten. Eigentlich verlief diese recht ähnlich wie in Band eins, was ich ein wenig schade fand - eine kleine Entwicklung wäre schön gewesen.
Auch der Fall bzw. die Fälle waren super. Mich hat es beim Lesen fast ein bisschen gegruselt. Winkelmann schafft es einfach, aus Alltagssituationen richtige Horrorszenarien zu schaffen. Gerade als Frau fühlt man sich ja doch oft verfolgt, gerade auf dem Heimweg bei (einsetzender) Dunkelheit. Davon zu lesen hat mir regelmäßig einen Schauer über den Rücken gejagt.
Leider war im Endeffekt aber nicht alles schlüssig. Eine etwas ausführlichere Auflösung hätte dem Buch in meinen Augen gut getan. So blieb für mich doch noch einiges offen.
Alles in allem aber ein Thriller, der sehr lesenswert ist. Ich freue mich schon auf Band 3 und vergebe 4 / 5 ⭐.
Bis zur Mitte des Buches fand ich es leider echt zäh. Zu viele Handlungsstränge, die für mich zunächst gar nicht zusammenpassten. Die zweite Hälfte hat es dann echt rausgerissen: Rasantes Tempo, erhöhter Herzschlag - Winkelmann in Höchstform.
„Die Lieferung“ Andreas Winkelmann ▫️◾️▫️ Schon oft habe ich dieses Buch in diversen Sozial Media Kanälen gesehen und mehrheitlich auch gute Stimmen dazu vernommen, weswegen das Buch auf meiner Liste gelandet ist. Und dann, so aus dem nichts, wurde es mir geschenkt. @metallicat77 und @frank_the_tank_wegener vielen Dank dafür 🤗! ▫️◾️▫️ Um was gehts: Einer Jägerin läuft im Wald eine bleiche, total verstörte Person über den Weg. Kommissar Jens Kerner ermittelt um herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Zur selben Zeit kann sich Viola May dem Gefühl nicht erwehren, verfolgt zu werden. Nur ihrer besten Freundin Sabine vertraut sie sich an und gemeinsam versuchen sie den Stalker zu finden und zur Rede zu stellen, bis Sabine plötzlich verschwindet und Viola sich in einem Alptraum wiederfindet. Und auch das verhagelt Jens ordentlich die Petersilie. ▫️◾️▫️ Da ich im Nachhinein herausgefunden habe, dass es sich um den zweiten Teil der „Kerner/Oswald“ Reihe handelt, möchte ich zu Protokoll geben, dass dieses Buch sich toll ohne jegliche Vorkenntnisse lesen lässt. Es wird zwar hin und wieder etwas erwähnt, dies habe ich jedoch als erweiterte Backstory aufgefasst und es hat sich super eingefügt. ▫️◾️▫️ Ich mochte Jens und vor allem seine Kollegin vom ersten Moment an. Die coole alte Socke mit seiner vierrädrigen „Red Lady“ und kleinen Lastern der vlt. manchmal schwer von Begriff ist. Und dann Rebecca, selbstsicher und klug und sich nie um nen sarkastischen Spruch zu schade. Herrlich. Klar gibt es auch klischeehafte Rollen, denen man manche Handlungen einfach durchgehen lassen muss, auch wenn sich deren Verhalten nicht so ganz nachvollziehen lässt. Das fällt aber im großen Ganzen nur wenig ins Gewicht. ▫️◾️▫️ Einen Bonuspunkt gibt es für den grandiosen, nie in den Vordergrund gezwungenen Witz des Autors. Manche Sätze, Zitate oder Anmerkungen haben mich laut lachen lassen. Ganz meine Wellenlänge! ▫️◾️▫️ Ich war echt überrascht und hab das Buch förmlich inhaliert. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Deshalb gebe ich 5/5 Sterne.
"Die Lieferung" ist der zweite Teil rund um den Ermittler Kerner. Mir hat der zweite Band ein wenig besser gefallen als der erste.
Der Fall ist diesmal sehr spannend und diese Spannung baut sich deutlich besser auf als im vorherigen Teil. Es gibt einige Wendungen und man kann über den Täter sehr viel miträtseln.
Kerner bleibt für mich als Ermittler aber weiterhin sehr blass und ohne richtige Persönlichkeit. Ich bin zwar auch kein Fan davon, wenn das Privatleben der Ermittler zu viel Platz einnimmt, aber hier fehlt leider etwas was den Charakter ausmacht. Rebecca ist hierbei deutlich interessanter und leistet für mich die bessere Arbeit.
Insgesamt war das Buch wieder sehr flüssig zu lesen und ich bin gespannt auf den dritten Teil.
Jooooooa, es war okay. Habe die letzten 80 Seiten etwas quer gelesen, sodass ein gefühlt rasantes Ende auf mich wartete.. Zwischendurch fehlte mir etwas Geschwindigkeit.
Eigentlich dachte ich, die Story ist ziemlich geradlinig aufgebaut: Eine Frau bestellt Pizza, wird entführt und am Ende gerettet. Deswegen hat mich der Anfang des Buches schon sehr überrascht: Die nackte, verstörte Frau wird im Wald aufgegriffen, die Polizei tappt im Dunkeln. Von einer Bestellung ist hier nicht die Rede.
Am Anfang hat man das Gefühl, dass man zwei unterschiedliche Storys liest, zum einen die der namenslosen Frau, zum anderen verfolgt man Viola, die sich verfolgt und bedroht fühlt. Man ahnt zwar, dass es eine Verbindung geben könnte, doch es sind zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die die Spannung aufrecht erhalten.
Mit hat sehr gut gefallen, dass man das "Opfer" Viola recht gut kennenlernt, da man ihren Alltag, ihre Freundin und ihre Ängste sehr genau beschrieben bekommt. Als Leser kann man hier eine Verbindung aufbauen und fiebert richtig mit, denn auch wenn man ahnt, was kommt, will man doch nicht, dass ihr etwas passiert.
Das Ermittler-Team Jens Kerner und Rebecca hat mir sehr gut gefallen. Die Beiden sind mit Herzblut bei der Sache, lassen sich nicht durch Vorschriften aufhalten und verfolgen jede noch so kleine Spur. Dass Rebecca ein körperliches Handicap hat und sie im Rollstuhl sitzt, hält sie nicht auf - und das macht sie noch sympathischer.
Am meisten Gänsehaut hatte ich bei den Kapiteln, in denen man - ohne den Mörder zu kennen - erfährt, wie er die entführten Frauen behandelt. Denn körperlich misshandelt oder vergewaltigt werden sie nicht, aber das macht es nicht weniger schlimm. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, nur, dass ich wirklich gelitten habe.
Es dauert eine Weile, bis die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt werden, aber genau das sorgt dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht und habe auch versucht dahinter zu kommen, wer denn nun die Frauen entführt und auf diese perfide Art misshandelt, hatte aber keine Chance. So muss es sein!
Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht und meine sehr hohen Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich bin begeistert und hoffe, dass es vielleicht diesmal nicht ein ganzes Jahr dauert, bis etwas Neues von Andreas Winkelmann erscheint. Von mir gibt es 5 Sterne.
Mein erster Winkelmann - und enttäuscht hat er mich definitiv nicht. Leider aber auch nicht so mitgerissen, wie manch anderer Thriller. Der Fall war gut und auch die Charaktere sind authentisch und sympathisch. Gerade am Anfang waren die vielen verschiedenen Perspektiven eher sehr verwirrend und der Fall hat bei mir bis ca. zur Mitte des Buches gebraucht, um richtig spannend zu werden. Daher von mir eine 3-Sterne-Bewertung.
Leider nicht das, was ich nach dem Lesen des Klappentext erwartet hatte. Mir persönlich war zu wenig Spannung in der Geschichte. Die Charaktere waren gut beschrieben, ich hatte zu jeder Person ein Bild und deren Charaktereigenschaften im Kopf. Die Handlung an sich fand ich interessant, allerdings hatte ich durch den Klappentext einen anderen Schwerpunkt erwartet.
BIST DU ZUHAUSE WIRKLICH SICHER? Eigentlich ist das eigene Heim ein Ort zum Wohlfühlen und unser sicherer Hafen. Doch ist das wirklich so?
Der Thriller nimmt so schnell Fahrt auf, dass man als Leser sofort in die Geschichte reinkommt. Der spannende Anfang hat mich total überrascht.
Der Anfang spielt auf einem Waldstück, wo eine völlig desorientierte Frau herumirrt und nur wirre Worte von sich gibt. Die junge Frau ist in einem miserablen körperlichen Zustand und ihre Klamotten sind voller Blut. Die Polizisten ergreifen sie, doch niemand dringt zu ihr durch. Außer dem Satz „Darling, Licht meines Lebens“ spricht sie kein Wort und scheint mit jeder Minute verrückter zu werden.
Nach diesem spannungsgeladenen Anfang flaut es etwas ab, aber ich persönlich finde, dass es das ganze Buch über eine gewisse Grundspannung gab.
Parallel dazu wird die Handlung von Viola May erzählt, die augenscheinlich einen Stalker zu haben scheint. Sie fühlt sich schon länger beobachtet und traut sich kaum noch aus dem Haus. Bei ihrer besten Freundin Sabine findet sie Trost und Verständnis und sie versucht alles, um ihr zu helfen. Plötzlich verschwindet Sabine spurlos und Viola wird der Boden unter den Füßen weggerissen…
An dieser Stelle möchte ich nicht näher auf den Inhalt eingehen, da ich sonst spoilern müsste.
Die Charaktere in dieser Geschichte mochte ich durchweg sehr gerne. Allen voran die Ermittler waren super ausgearbeitet und ein eingespieltes Team. Aber auch die Nebendarstellerin Sabine hat sich in mein Herz geschlichen – ihre forsche und offene Art fand ich sehr erfrischend in diesem Thriller.
Perspektivisch wechselt der Leser zwischen Vergangenheit und Gegenwart und dadurch wird man gekonnt ihn die Irre geführt. Auch der Schreibstil von Andreas Winkelmann ist für mich definitiv ein Lob wert. Das Buch liest sich sehr flüssig und es gibt für mich keinerlei Ungereimtheiten oder dergleichen. Auch der Horroranteil hält sich sehr gering, worüber ich sehr dankbar war.
Am Ende laufen die Handlungen der einzelnen Charaktere ineinander über und ich war mir oft nicht sicher, was nun Sache ist. Auch spannend fand ich, dass es keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den Opfern zu geben schien. Ein bisschen zu hektisch kam für mich dann die Auflösung, denn diese erstreckte sich über nicht allzu viele Seiten.
FAZIT. Ein toller Thriller, der mir Lust auf mehr Winkelmann Bücher gemacht hat! Ich habe definitiv mitgefiebert, gezittert und auch ab und an Angst bekommen. Für Thrillerfans ist dies definitiv ein gelungenes Buch, auch wenn es mir manchmal zu sehr dahingeplätschert ist. Das Ende jedoch macht es wieder wett – hier hätte ich mir sogar gewünscht, dass die Endhandlung sich über einen längeren Zeitrahmen erstreckt.
Das Cover ist absolut passend zur Geschichte, ich finde es auf jeden Fall sehr ansprechend und gut gelungen.
Regina ist Jägerin, sie sitzt in der Nacht alleine im Wald auf dem Hochsitz als sie plötzlich eine seltsame Entdeckung macht. Eine junge Frau läuft durch den Wald, sie ist nackt, abgemagert, fast kahlköpfig und ist so bleich, dass sie aussieht wie ein Geist. Sofort telefoniert Regina um Hilfe anzufordern, aber als sie der jungen Frau helfen möchte fehlt von dieser jede Spur. Was bleibt, ist ein Handyfoto.
Der 53 Jahre alte Jens Kerner übernimmt die Ermittlungen für diesen Fall. Sofort sucht er gemeinsam mit einem Team den Wald nach der Frau ab bis sie schließlich gefunden wird. Verängstigt und völlig geisteskrank wird sie eingefangen und ins Krankenhaus gebracht.
Viola May wohnt alleine in einem Mehrfamilienhaus in Hamburg. Ihrer besten Freundin Sabine gesteht Viola ihre Ängste, sie fühlt sich verfolgt und beobachtet. Und tatsächlich fällt auch Sabine ein Mann auf, der Viola bei einer gemeinsamen Shoppingtour wie ein Schatten zu verfolgen scheint und der später auch auf einem Handyfoto auftaucht, das Sabine gemacht hat.
Am Anfang gibt es sehr viele Handlungsstränge: Jägerin Regina, die besten Freundinnen Viola und Sabine, den Polizisten Jens Kerner und sein Team und dessen gute Freundin und Sachbearbeiterin bei der Polizei Rebecca, die im Rollstuhl sitzt. Da habe ich mich erst einmal gefragt, wie das alles zusammenhängt, wenn man dann aber eins und eins zusammenzählt, kommt man sehr schnell drauf. Daher hatte ich am Anfang die Befürchtung, dass die Geschichte ein bisschen zu vorhersehbar ist, war sie dann aber doch nicht ganz. Es gibt trotz allem sehr viel Spannung und interessante und unerwartete Wendungen, also alles, was ein guter Thriller braucht.
Was der Entführer mit den Frauen macht ist grauenhaft, schockierend und sehr gut beschrieben. Der Schreibstil im Allgemeinen passt einfach super und ist auch sehr leicht verständlich. Man kann die Wut des Täters und die Angst der Opfer wirklich mitfühlen, so dass es den einen oder anderen Gänsehautmoment gibt, vor allem wegen der Grausamkeit, die die Opfer in der Gefangenschaft erleiden. Auch die Beweggründe des Täters sind absolut plausibel und aus dessen Sicht sinnvoll dargestellt.
Fazit
Ein wirklich gutes Buch mit einer tollen Aufmachung. Auch wenn es sich am Anfang manchmal ein klein bisschen zieht, wird es dann zum Ende hin immer spannender, so dass man es gar nicht mehr weglegen möchte. Genauso muss sich ein Thriller lesen lassen. Mir hat es einfach gut gefallen und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr – immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Viola bleibt jetzt abends lieber zu Hause. Zum Glück gibt es ja Netflix und den Lieferdienst. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben... Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät...
Meine Meinung :
Ich konnte das Buch gar nicht weglegen. Es war spannend und gut. Tolles Ermittlungsteam. Kann ich empfehlen. Ein Punktabzug: diese Liebesgeschichte, auch wenn sie nur angedeutet ist, brauche ich in einem Thriller nicht. Mir hätte es gereicht, dass es gute Kollegen sind oder gute Freunde
Auch Band 2 hat mich wieder mitreißen können, was auch sehr an den beiden Ermittlern lag. Jens Kerner und Rebecca Oswald finde ich jedes Mal richtig sympathisch.
Der Fall kam mir ab manchen Stellen etwas schleppend voran, sodass ich nicht mehr ganz 5 Sterne vergeben kann.
Dennoch ein echt guter Thriller, der mir an manchen Stellen einen Schauer über den Rücken hat laufen lassen. Ich liebe des Schreibstil von Andreas Winkelmann. Der Autor hat es für mich vor allem drauf Charaktere zu erschaffen, an die man sich noch lange erinnern wird.
Von mir ist die Reihe eine absolute Leseempfehlung. Ich werde sogleich mit Band 3 weitermachen.
Fand ich zwar spannend, aber nicht so gut wie den ersten Band. Finde es gut, dass auf alte Charakter und Geschichte eingegangen wird. Das macht das Lesen lebendiger und man hat Lust auf mehr.
*Inhalt* "Der neue Thriller von Bestsellerautor Andreas Winkelmann: Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr – immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein?
Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Viola bleibt jetzt abends lieber zu Hause. Zum Glück gibt es ja Netflix und den Lieferdienst. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben...
Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät..." (Quelle: Verlagshomepage)
*Erster Satz des Buches* "Die Tür ihrer Nachbarin war nicht verschlossen, nur angelehnt, und als sie sie aufdrückte, spürte sie es sofort."
*Infos zum Autor* "Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas." (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Vor einiger Zeit las ich einen Roman vom selben Autor, den er unter einem Pseudonym veröffentlicht hatte - und war begeistert. Aus diesem Grund wollte ich mich unbedingt mal seinen Thrillern widmen!
-> Cover: Oh, ich mag dieses Cover! Es passt perfekt zur Geschichte und wirkt richtig gruselig!
-> Story + Charaktere: Oh mein Gott, was für eine Geschichte! Ich komme nicht umhin, schon direkt im ersten (oder zweiten) Satz zu erwähnen, wie sehr mich diese Geschichte "geflasht" hat. Warum? Weil sie einfach unglaublich gut durchdacht ist, fesselnd geschrieben und mit Charakteren versehen, die einem ans Herz wachsen.
Auch wenn ich sehr gerne und in letzter Zeit auch vermehrt Thriller lese, so fesselt mich nicht jeder so, wie es Winkelmann mit seinem Roman "Die Lieferung" geschafft hat. Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich mich mit den Charakteren sehr gut identifizieren und mit ihnen mitfühlen konnte, sondern auch daran, dass ich die Idee hinter der Geschichte unglaublich spannend und vor allem einfallsreich fand.
Irgendwie hat mich der Plot dann aber auch ein wenig zum nachdenken angeregt, besonders was das Wissen anderer über einen selbst angeht - und was derjenige damit anstellen könnte (ohne jetzt zuviel sagen zu wollen).
Nach Beenden der Lektüre dachte ich noch einige Tage lang darüber nach (auch ein Grund, weswegen ich die Rezension erst verhältnismäßig spät nach dem Lesen verfasse) und irgendwie schwappten mir Teile dieser Geschichte immer wieder ins Gedächtnis. Vermutlich deswegen, weil mich der Roman irgendwie berührte und mir nicht nur Jens Kerner, sondern eben auch Rebecca Oswald besonders gut gefallen haben. Die beiden harmonieren nicht nur absolut wunderbar miteinander, sondern sind auch Charaktere mit Wiedererkennungswert und vor allem mit Tiefgang - man will mehr über sie erfahren und hat trotzdem das Gefühl, dass man sie gut kennt.
Auch das Ende konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und es wird auf keinen Fall das letzte Buch von Andreas Winkelmann gewesen sein, zu dem ich gegriffen habe.
-> Schreibstil: Sehr fesselnd und mitreißend, mit bildhafter Sprache - man hat das Gefühl, direkt im Geschehen zu sein!
Gesamt: Ein richtig guter Thriller mit fantastischen Charakteren und einem sehr spannenden Plot.
Nachdem ich ‚Das Haus der Mädchen‘ von Andreas Winkelmann gehört habe, war nun endlich Zeit und Raum zum Lesen des Nachfolgewerks, dem Thriller ‚Die Lieferung‘.
Nachts wird eine Frau in einem umliegenden Wald Hamburgs gefunden. Sie ist mager, so blass, dass sie fast weiß und strahlend wirkt, hat einen kahlen Schädel und wiederholt nur einen Satz, aus dem die Ermittler nicht schlau werden. Viola hat seit einiger Zeit das Gefühl, sie wird beobachtet. Dieses diffuse Gefühl, dass jemand ihr auflauert, lässt sich nicht abschütteln. Als sie ihrer besten Freundin Sabine davon erzählt, glaubt diese ihr zunächst nicht. Doch dann bemerkt ausgerechnet Sabine, dass Viola tatsächlich einen Stalker zu haben scheint. Aus Angst verlässt Viola ihre Wohnung kaum noch. Und lässt sich eine Pizza liefern, die jedoch nie von Viola angerührt werden wird...
Wieder Andreas Winkelmann. Und ich mag seinen Schreibstil immer mehr. Seine klare, wirklich nüchterne Art, ist wunderbar. Er bringt kurz und knapp auf den Punkt, was er zu sagen hat. Wie bereits in ‚Das Haus der Mädchen‘ wird der Thriller aus verschiedenen Richtungen gesponnen und man erlebt die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven und Zeitabschnitten. Diese Wechsel sind aber nie verwirrend, man findet sich spielend leicht zurecht. Durch diese Erzählart weiß man relativ früh, wer der Täter ist. Und auch wieder nicht. Ich finde faszinierend, wie Andreas Winkelmann es schafft, den Leser Seite für Seite mit Wissen zu füttern. Nur um dann am Ende einerseits den Thriller absolut logisch aufzulösen und dennoch für Spannung und Aha-Momente zu sorgen. Im Gegensatz zu dem ersten Fall um Kerner und Oswald wurde der Spannungsbogen wirklich kontinuierlich hoch gehalten. Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen.
Bei ‚Das Haus der Mädchen‘ hatte ich noch kritisiert, dass man so wenig von den Ermittlern erfahren würde. In diesem Thriller ist es anders. Die Ermittler spielen eine deutlich größere Rolle und wir erfahren auch viel mehr von ihnen. Was ich wirklich fantastisch finde, denn sowohl Jens Kerner als auch Rebecca Oswald sind mir wahnsinnig sympathisch. Umso mehr freue ich mich, dass erst vor ein paar Tagen ein weitere Fall mit den beiden Ermittlern erschienen ist. Denn dieses Mal interessiert mich nicht nur der Fall, sondern auch, was aus den Ermittlern geworden ist und weiter wird.
Wie bereits geschrieben ist der Thriller stringent bis zum Ende, was ich durchaus wichtig finde. Es gibt kurz vor der Auflösung einen Moment, der mir wirklich fast den Atem geraubt hat – und nicht einmal was mit der Auflösung des Falles zu tun hat. Da man bereits relativ früh weiß oder viel mehr ahnt, wer – vermutlich – der Täter ist, hat mich das Ende jetzt nicht total aus den Socken gehauen. Aber das finde ich überhaupt nicht schlimm. Der Rest hat einfach gepasst. Zumal mir ein logischer, nicht um Effekte haschender Thriller, mit einem solchen Ende, wirklich gut gefallen hat. Ich habe nun schon einige Thriller gelesen. Und Andreas Winkelmanns Art kann man wirklich von anderen Autoren deutlich unterscheiden.
Alles in allem fällt mein Urteil dieses Mal deutlich positiver aus, wie man der Rezension entnehmen kann. Mir hat es wahnsinnig Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und ich bin auch ein wenig traurig, dass sie nun vorbei ist. Für mich wirklich ein toller Thriller, bei dem mir 4 Sterne zu wenig und 5 Sterne ein klein wenig zu viel vorkommen. Eine absolute Leseempfehlung von mir!
Auf eine Fortsetzung mit Kommissar Jens Kerner und seinen sympathischen Kolleginnen Rebecca und Carina habe ich mich schon sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ein weiteres Mal präsentiert uns Andreas Winkelmann hier einen Einblick in die finstersten Albträume, die man als Frau nur haben kann. Wieso sind eigentlich meist Frauen die Opfer? Gute Frage, die ich mir so noch nie bewusst gestellt hatte. Wahrscheinlich weil die Täter fast ausschließlich Männer sind.
In diesem Thriller wird es dadurch sehr beängstigend, weil die Opfer aus der vermeintlichen Sicherheit ihrer eigenen Wohnung heraus spurlos verschwinden. Die einzige Verbindung, die zunächst sichtbar ist, scheint ein Lieferdienst zu sein, denn unangetastete Pizzen fanden sich an den Tatorten.
Jens ist ein sehr engagierter Polizist, dem wirklich an den Fällen gelegen ist. Wenn er auf einer Spur ist, dann lässt er sich davon nicht mehr abbringen, wenngleich er Wege abseits der Dienstvorschriften einschlagen muss. Seine Kollegin Rebecca sitzt im Rollstuhl und unterstützt ihn mit ihrer brillanten Auffassungsgabe, ihrem Kombinationstalent und ihrer Fähigkeit, sich Gesichter unauslöschlich einzuprägen. Auch privat verbindet die beiden zusehends mehr, was mich für die beiden sehr freut.
Eine völlig abgemagerte, psychisch total verwirrte Frau taucht in einem Wald auf und Jens gelingt es, sie in eine Klinik zu bringen. Offensichtlich wurde sie jahrelang gefangen gehalten, doch niemand weiß, wer sie ist. Bevor sie Hinweise zu ihrer Identität geben kann, verstirbt sie leider. Weitere Vermisstenfälle und eine tote Frau geben noch mehr Rätsel auf. Bis sie hinter die ganze Tragweite des Verbrechens kommen, wird es für Rebecca und Jens selbst sehr gefährlich …
Der Schreibstil ist einfach toll zu lesen, ich habe das Buch in einem Rutsch beendet. Wenn man einmal anfängt, kann man es auch kaum noch aus der Hand legen. Winkelmann schreibt fesselnd, eindrücklich, atmosphärisch. Seine Charaktere finde ich bestens konstruiert, sie wirken sehr sympathisch, was es leicht macht, mit ihnen mitzufiebern – eine ganz wichtige Komponente in einem Buch. Die Story selbst ist beklemmend, erschreckend und obwohl man auch die Sicht des Täters kennenlernt, nicht leicht zu verdauen. Man möchte sich da immer gar nicht vorstellen, dass die Wirklichkeit noch um einiges schlimmer ist, als wir uns ausdenken können.
Ein Thriller, der eher nichts für ängstliche Menschen ist. Weitgehend unblutig, aber psychisch dramatisch. Ich empfehle das Buch gerne an spannungshungrige Leser weiter! Ich fand es super und ich freue mich schon auf eine hoffentlich erscheinende Fortsetzung der Reihe!
Regina Hesse verbringt die Dämmerung allein im Wald auf einem Hochstand. Nichts ungewöhnliches, denn sie ist Jägerin.
Doch an diesem Tag nimmt sie eigenartige Bewegungen wahr. Handelt es sich bei diesen merkwürdigen Bewegungen wirklich um einen Menschen?
Tatsächlich. Es ist eine Frau mit fast schon durchsichtiger Haut. Lange muss dieses arme Geschöpf kein Sonnenlicht mehr gesehen haben.
Was ist ihr zugestoßen?
Andreas Winkelmann schreibt fesselnd, dabei lässt er die Story nicht blutig voranschreiten aber dafür sehr mitleiderregend.
Mehrere Frauen verschwinden. Alle sind wunderschön. Die einzige gemeinsame Spur ist eine zurückgelassene nicht angerührte Pizza in der Wohnung des jeweiligen Opfers. Schnell führt dies die Ermittler natürlich zu dem Pizzalieferdienst. Aber ist jemand wirklich so naiv, lässt sich so schnell finden?
Der Leser erfährt, wie das Polizistenduo Jens und Rebecca vorgeht. Sie müssen schnell sein, um überhaupt noch eine Chance zu haben, die Frauen retten zu können. Nebenbei darf der Leser auch immer mehr in die Beziehung zwischen Rebecca und Jens eintauchen. Die liebevollen und auch schüchternen unsicheren Gefühle, die die beiden füreinander hegen, sind als Gedanken beschrieben. Dieses Wechselspiel und der Schlagaustausch, der sich zwischen den beiden abspielt, unterhält während des ansonsten eher tristen Ermittlungsvorgangs. Ein echtes Highlight.
Während eines Massagetermins wird Rebecca um Hilfe gebeten. Von einer verzweifelten Frau, die bereits mehrere Jahre ihre Tochter sucht. Rebecca weiß, es ist falsch Versprechungen zu geben. Dennoch verspricht sie, helfen zu wollen. Gibt es zwischen den Vorfällen einen Zusammenhang oder ist es nur ein weiteres spurlos verschwundenes und niemals wiedergefundenes Mädchen?
Diese eingeschobene parallele Zwischengeschichte verdeutlicht zusätzlich, wie traurig die Welt sein kann, was für fürchterliche Dinge passieren können und wie ungerecht es manchmal zugeht.
Insgesamt hat Winkelmann einen solide spannenden Thriller verfasst, der es schafft zu unterhalten. Für mich konnte dieses Buch, trotz der vielen positiven Aspekte, die ich hier beschrieben habe, dennoch nicht vollständig überzeugen. Woran das lag, kann ich nicht genau festmachen. Vermutlich hat mir nur ein Quäntchen mehr gefehlt, an irgendeiner Stelle.
Meine vollständige Rezension inkl. einer Übersicht über die Charaktere gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen
Dort findet ihr auch meine Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Vor dem Lesen