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Maschine

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Ägyptologiestudentin Lisa Franks, schon immer fasziniert von Verschwörungstheorien und parawissenschaftlichen Ideen, taucht neugierig in die Welt des technologiekritischen Vereins Der Schutzbund e.V. ein. Doch was als hippieeskes Campingabenteuer in den Alpen beginnt, endet in einem Albtraum, als zwei Menschen grausam getötet werden. Franks hat zu viel gesehen, und der Mörder weiß es.

Peter Conrad, Anthropologe und Dauerstudent, hatte die tragischen Ereignisse längst vergessen, die sich sechs Jahre zuvor bei der Erforschung eines Tesla-Labors in Jugoslawien zutrugen. Und auch an die Schädel mit den unerklärlichen Veränderungen hat er lange nicht mehr gedacht. Aber als Lisa Franks jetzt bei ihm Hilfe sucht, holt ihn die Vergangenheit ein: Kann es sein, dass zwischen dem obskuren Schutzbund und den Toten von damals eine Verbindung besteht?

Auf der Suche nach der Wahrheit geraten Conrad und Franks in ein Ränkespiel skrupelloser Wissenschaftler und militärischer Geheimdienste. Zu spät wird ihnen klar, dass auch ihr Leben auf dem Spiel steht...

456 pages, ebook

Published September 13, 2019

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About the author

Barry Stiller

8 books10 followers

Barry Stiller holds a degree in Electrical Engeneering and, after working in RTL Television's production department for several years, he became editor for a number of popular IT magazines in Munich. Later, he changed his line of work and wrote as managing editor for a major music journal.

In the early 2000s he took up studies of Prehistoric and Protohistoric Archeology in Cologne. Since 2003 Barry Stiller has been devoting his time to writing and painting.

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Profile Image for EmiliAna.
315 reviews3 followers
October 30, 2019
Der Schutzbund, so mag es dem rationalen Leser erscheinen, ist nicht mehr als eine Gruppe harmloser Spinner, die vor Elektrosmog warnen und allerhand Verschwörungstheorien anhängen; so sind sie der Überzeugung, dass die Regierung oder welche einflussreiche Gruppe auch immer, Denken und Handeln der Bevölkerung durch allerlei Substanzen manipuliert, die sie zum Beispiel dem Trinkwasser beimischen, oder durch elektrische Einwirkungen, Wellen oder wie sonst man ihre diffusen Ideen verstehen möchte, die Menschen zu ihren willfährigen Subjekten machen. Um sich davor zu schützen ergreifen sie eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen in ihrem täglichen Leben, die dieses nicht nur verkomplizieren sondern sie selbst auch zu gehörigen Paranoikern machen. Äußeres Zeichen dieser Abgedrehten ist eine mit Alufolie oder einer Art Drahtgestell ausgekleidete Mütze, die ihnen auch den im Roman durchgehend gebrauchten Namen Aluhüte einbringt.

Und über eben jenes Völkchen stolpert die ewig neugierige Archäologiestudentin Lisa Franks, ohne zu ahnen, dass sie sich damit buchstäblich - und einmal mehr! - in des Teufels Küche begibt! Die harmlosen Spinner sind nämlich genau das nicht, wie Lisa sehr bald feststellt, nachdem sie sich leichtfertig dazu entschlossen hat, an einem Bergcamp der Gruppe teilzunehmen, bei dem Unheimliches geschieht, das in zweifachem Mord endet, über dessen Hergang sich die Campteilnehmer der Polizei gegenüber ausschweigen, immer schön dem Motto der drei Affen folgend.... Lisa wird gewarnt und sollte gewarnt sein, sich nun schleunigst zurückziehen, am besten alles, was sie gesehen und gehört hat, vergessen und ihrem Tagwerk nachgehen, das heißt zur Abwechslung mal weiterstudieren!

Dass sie genau das nicht tut, ahnt der Leser, zumal, wenn er die oft unbedacht, aus dem Bauch heraus und tollkühn agierende junge Frau bereits aus Informium und Blut, den beiden Vorgängerbänden, kennt. Nachdem der anfängliche Schock überwunden ist, zieht sie alsbald ihren Fachkollegen, den ewigen Doktoranden der Anthropologie, Peter Conrad, der zunächst recht verpeilt und antriebsschwach daherkommt, in die Geschichte hinein. Und, hast du nicht gesehen, stellt Conrad flugs Parallelen fest zu einer Expedition in Slowenien, an der er selber sechs Jahre zuvor teilgenommen hatte und die nicht nur von Beginn an eine Menge Merkwürdigkeiten aufwies sondern auch noch in einem ebenso seltsamen "Unfall" endete, der die Teilnehmer, Conrad vorneweg, rasch das Weite suchen ließ...

Doch wie so oft im Leben - die Vergangenheit holt einen doch immer wieder ein! Der wackere Anthropologe ohne den begehrten Titel, deshalb unbefriedigt seiner universitären Tätigkeit nachgehend, macht sich mit Verspätung daran, den Geschehnissen von damals, hinter denen er ein handfestes Verbrechen wittert, auf den Grund zu gehen, was ein so wagemutiges und gefährliches wie schwieriges Unternehmen ist, wenn man bedenkt, dass Ende der achtziger Jahre, in denen das Autorenduo seinen Krimi spielen lässt, Nachforschungen wirklich mühsam waren, denn von Google und Co. konnte man damals höchstens träumen, wenn überhaupt, und für Informationen musste man sich schon hinausbequemen aus seinem bequemen Sessel und sich in die feindliche Welt begeben!

Was der, wie man schnell feststellen kann, mit einer gehörigen Portion detektivischem Spürsinn ausgestattete Peter Conrad und seine furchtlose und manchmal zu spontane Gefährtin unter Lebensgefahr herausfinden, ist so unglaublich wie spannend zu lesen - und ganz gewiss nicht vorhersehbar. Dass dabei die "Maschine", die der Geschichte ihren Titel gegeben hat, eine zentrale Rolle spielt, ist nicht schwer zu erraten, doch was es damit auf sich hat, bleibt über den größten Teil der Handlung ein Rätsel - das freilich verhindert, dass der eine oder andere Leser, dem die komplizierte Welt der Technik nicht nur ein Buch mit sieben Siegeln ist, sondern darüber hinaus schlicht und einfach uninteressant, vorzeitig abspringt, denn man will ja schließlich wissen, ob die vielen Vermutungen, die man inzwischen angestellt und oft genug wieder verworfen hat, tatsächlich zutreffen!

Und schließlich steckt noch viel mehr in dem Krimi, wie es zu entdecken gilt und selbstverständlich auch zu ahnen war, denn das, wofür "Maschine" eigentlich steht, ist, gelinde gesagt, skandalös und durchaus dazu angetan, die eine oder andere Illusion zu verlieren oder festzustellen, wie blauäugig man manchmal doch durchs Leben tappt. So gesehen haben gewiss auch Spinner wie die Schutzbündler ihre Daseinsberechtigung! Und ja, es bedarf immer auch einiger Furchtloser, die sich in eine der vielen verborgenen Höhlen des Löwen wagen, um gewisse Machenschaften aufzudecken - ganz so eben, wie es Conrad und Franks tun, wobei ihr offensichtlicher Dilettantismus schon manchmal ein Ärgernis sein kann. Der Erfolg rechtfertigt die Mittel? Mag sein, zumal, wenn dadurch Schlimmeres verhindert werden kann! Aber ob das wirklich so ist in unsrem neuen Fall des Archäologen-Gespanns Conrad und Franks mag jeder Leser selbst entscheiden - sobald er sich erholt hat von einem Krimi, den ich durchweg als düster und beängstigend empfand, bei dem mir die feine Ironie und, abgesehen von dem Schutzbund-Klamauk, der Spaß fehlte, den ich in "Blut" reichlich entdecken konnte, ebenso die Eleganz die jenen auszeichnete, und der gewiss nicht dazu angetan ist, sich nun befriedigt wieder seinem zum Glück weit weniger aufregenden Alltag zuzuwenden. Bleibt die Hoffnung auf ein geschmeidigeres, ansprechenderes Thema im nächsten Fall der beiden Amateurermittler....
Profile Image for Thomas Dobrokovsky.
Author 2 books2 followers
May 7, 2020
Lisa Franks möchte mehr über die Aluhüte erfahren, einer Gruppe die sich gegen elektromagnetische Strahlung schützt. Schnell kommt sie mit dem Schutzbund in Kontakt und prompt landet sie in einem geheimen Camp in den Alpen. Dank Neugier wird sie dabei Zeuge von zwei Morden. Der Mörder lässt sie eindeutig wissen, dass sie lieber die Klappe halten sollte.

Vor sechs Jahren erforschte Peter Conrad auf einer seiner ersten Expeditionen eine alte Fabrik und Labor in Jugoslawien. Diese wurde jedoch sehr schnell abgebrochen, als der Leiter der geheimen Expedition verunglückt.

Nachdem Lisa ihm von ihren Erfahrungen berichtet, erinnert sich Peter an seine damalige Expedition und Hals über Kopf stecken nun beide in Ermittlungen gegen den Schutzbund und seinen Machenschaften. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen und schon bald müssen beide um ihr Leben fürchten.



Klappentext:
Ägyptologiestudentin Lisa Franks, schon immer fasziniert von Verschwörungstheorien und parawissenschaftlichen Ideen, taucht neugierig in die Welt des technologiekritischen Vereins Der Schutzbund e.V. ein. Doch was als hippieeskes Campingabenteuer in den Alpen beginnt, endet in einem Albtraum, als zwei Menschen grausam getötet werden. Franks hat zu viel gesehen, und der Mörder weiß es.
Peter Conrad, Anthropologe und Dauerstudent, hatte die tragischen Ereignisse längst vergessen, die sich sechs Jahre zuvor bei der Erforschung eines Tesla-Labors in Jugoslawien zutrugen. Und auch an die Schädel mit den unerklärlichen Veränderungen hat er lange nicht mehr gedacht. Aber als Lisa Franks jetzt bei ihm Hilfe sucht, holt ihn die Vergangenheit ein: Kann es sein, dass zwischen dem obskuren Schutzbund und den Toten von damals eine Verbindung besteht?
Auf der Suche nach der Wahrheit geraten Conrad und Franks in ein Ränkespiel skrupelloser Wissenschaftler und militärischer Geheimdienste. Zu spät wird ihnen klar, dass auch ihr Leben auf dem Spiel steht…



Fazit:
Maschine ist der dritte Band der Reihe um Peter Conrad. Ich hatte am Anfang Probleme, mich mit den Personen zurechtzufinden, doch wer die vorigen Bücher kennt hat es hier vielleicht leichter.

Nachdem die beiden Handlungsstränge sich vereinen, nimmt die Story rasant an Fahrt auf und ich wollte das Buch am liebsten nicht mehr aus Hand legen.
Ist der Schreibstil am Anfang etwas lang und gedehnt, gefiel er mir nach ein paar Kapiteln sehr gut.

Die 328 Seiten teilen sich in 50 Kapitel auf, was mir persönlich wiederum gefallen hat. Durch die angenehmen kurzen Kapitel laden ein immer weiter und weiter zu lesen und auf einmal ist das Ende des Buches erreicht.

Alles in allem war ich von „Maschine“ begeistert und vergebe hier sehr gerne 5 von 5 Sternen. Besondere Grüße an die Autoren an dieser Stelle.

Wenn du das Buch ebenfalls lesen möchtest, findest du es hier auf Amazon. https://amzn.to/30UXjTS

Die Webseite der Autoren findest du hier: http://www.stillerstiller.com
Profile Image for Galladan.
399 reviews3 followers
October 9, 2019
Unter Verschwörungstheoretikern

Maschine (Ein Fall für Peter Conrad 3) von Barry Stiller und Dana Stiller

Wir begleiten Peter Conrad 6 Jahre bevor sich die aktuelle Geschichte ereignet nach Jugoslawien an den Rand eines Tesla-Labors. Peter ist mitgenommen worden da Knochenfunde in einem ehemaligen Löschwassersee gefunden wurden. Er und einige andere Studenten finden weitere Knochenfunde, bei denen die Köpfe merkwürdige Veränderungen aufweisen. Als der Ausgrabungsleiter, der die Grabung mehr oder weniger illegal an seiner Uni vorbeigeschmuggelt hat, erkrankt, bringen die Studenten ihn ins Krankenhaus, verlassen dann aber fluchtartig das Land, um sich anderen Ausgrabungen an zu schließen.
Aktuelle Zeit. Lisa Franks stößt an ihrer Uni auf eine Gruppe Studenten, die versuchen sich durch Aluminiumhüte gegen die Strahlung in der Luft zu schützen. Sie schließt sich der Gruppe an, um raus zu finden worum es eigentlich geht und wird tatsächlich auserwählt mit in ein Alpencamp zu fahren. Dieses Alpenabenteuer endet damit, dass zwei Teilnehmer tot sind, eine verschwunden ist und Lisa eine kryptische Nachricht hinterlassen hat. Lisa, die alles beobachtet hat flieht nach Berlin und versteckt sich bei Peter da sie den Hütchen Trägern alles zutraut.
Wir begleiten Peter Conrad nun schon zum dritten Mal. Man muss die anderen Geschichten nicht gelesen haben, um dieses Buch genießen zu können, aber spätestens, wenn man dieses Buch gelesen hat, will man die Vorgänger sowieso lesen. Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, noch vor dem Krieg der Jugoslawien zerrissen hat.
Es kommen einige Seiten mit Physik und Technik auf den Leser zu, die man aber einfach zur Kenntnis nehmen kann, ohne das wirklich verstehen zu können, müssen, sollen … Maschine ganz ohne Ingenieursgerede geht nun mal nicht, aber es muss nicht die Sorge des Lesers sein, was geredet wird. Ist für die Geschichte belanglos. Diesmal haben wir wenig Ausgrabung, dafür viel Verschwörungstheorie und dunkle Machenschaften in einem Land, das uns allen zu dem Zeitpunkt wo diese Geschichte spielt, etwas suspekt gewesen ist. Ich habe damals selbst Jugoslawien bereist und fühlte mich sehr daran erinnert wie es dort damals gewesen ist. Die Autoren lassen die Geschichte vor der Zeit spielen wo alle ein Handy dabeihaben, wo es die Mauer noch gibt und wo Wikipedia noch Zukunftsmusik gewesen ist. Genau dies macht die Geschichten überhaupt erst möglich und da es die Zeit gewesen ist wo ich im Alter der Protagonisten gewesen bin sind die Geschichten sehr echt für mich zusätzlich zu dem Kick eine spannende Geschichte zu lesen.
Klare Leseempfehlung.
Profile Image for Ursula Janssen.
Author 43 books6 followers
November 12, 2019
Mit „Maschine“ ist dem Autorenduo Barry und Dana Stiller wieder einmal ein spannender und gut recherchierter Archäologie-Thriller um den Anthropologen Peter Conrad und die Studentin Lisa Franks gelungen. Dieses Mal verstricken sich die beiden in den Umtrieben rund um einen Verein von Verschwörungstheoretikern - ein sehr aktuelles Thema, von dem mir gar nicht bewusst war, dass es schon so lange präsent ist, denn der Roman spielt, wie die anderen Bücher der Reihe auch, in den 1980er Jahren. Überhaupt, die 80er: ein spannendes und gut gewähltes Umfeld für Thriller, in dem der eiserne Vorhang noch stets präsent ist und in dem noch keine omnipräsente Technologie zur sofortigen Beantwortung jeder Frage führt, so dass die Protagonisten selbst aktiv werden müssen und sich dabei - wieder einmal - in Gefahr begeben.
Die Thematik bleibt aktuell: Was kann und darf Technik? Wer kann sie missbrauchen und wie, und wie kann der Bürger damit umgehen? Wie gefährlich sind geschlossene Gruppen mit ganz eigenen Ideologien? Aber auch: Wieviel Misstrauen ist gerechtfertigt?
Ich möchte nicht zu sehr auf die Handlung des Romans eingehen, um nicht zu spoilern, daher zum Abschluss nur kurz das Prädikat: empfehlenswert!
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