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Die Hüterin der verlorenen Dinge

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Eine Geschichte über die Poesie der kleinen Dinge und das Glück des Augenblicks


Ivy Silvergren ist zehn, als ihre Mutter Lila, in jungen Jahren eine ebenso gefeierte wie umstrittene Dichterin, spurlos verschwindet. Ivy und ihr Vater, ebenfalls Schriftsteller mit bewegter Vergangenheit, bleiben mit nichts als Fragen zurück. Trost findet Ivy, indem sie verlorenen Dingen, die sie auf der Straße aufliest, eine eigene Geschichte schenkt: einem gläsernen Wal, einem präparierten Kugelfisch, einer Ballerina aus Porzellan …
Dreizehn Jahre später hat Ivy aus dem Suchen und Finden einen Beruf gemacht und einen neuen Halt in dem einfühlsamen Pflastermaler Jack gefunden. Doch erst als Ivys Vater ihre Mutter endgültig für tot erklären lassen und neu heiraten will, fasst sie den Mut, sich der Vergangenheit zu stellen. Und so macht sich Ivy auf die wichtigste Spurensuche ihres Lebens: Die Suche nach ihrer Mutter und die nach sich selbst.

512 pages, Kindle Edition

Published September 16, 2019

3 people are currently reading
34 people want to read

About the author

Nicole C. Vosseler

30 books64 followers
Am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich Nicole C. Vosseler ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt "Südwinde" wurde hochgelobt; 2007 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstler in der Sparte Literatur verliehen. "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Ihre Bücher wurden bisher in neun Sprachen übersetzt.

Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell "Paradies" heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie sich als selbsternannte Food-Ethnologin betätigt, trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.

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Community Reviews

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1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Gedankenlabor.
851 reviews124 followers
December 1, 2019
>>Weißt du, was mich ins Grübeln bringt? Du ziehst die Schultern hoch und duckst den Kopf, als ob du dich am liebsten unsichtbar machen würdest. Und trotzdem trägst du einen roten Mantel. Als hättest du Angst, in der Stadt verloren zu gehen. Oder als wünschtest du dir, gefunden zu werden.<<
„Die Hüterin der verlorenen Dinge“ von Nicole C. Vosseler ist eine Geschichte über die Suche und das Finden. Es ist die Geschichte von Ivy, die nicht nur auf der Suche nach ihrer Mutter Lila ist, sondern letztlich auch sich selbst finden muss und nebenbei so viele kleine Dinge findet, die alle irgendwie eine Geschichte erzählen – in ihre Geschichte verflochten sind.
>>Es ist nur eine belanglose Anekdote, sagt sich Ivy. Ein winziges Detail, nicht mehr als ein Staubkorn in der Fülle an Erinnerungen. Und doch kommt es ihr vor wie ein Kiesel, der immer weitere Kreise durch einen davor so stillen und unbewegten Teich zieht.<<
Die Autorin lies mich als Leser tief in dieses Buch eintauchen und konnte mich ganz besonders mit diesem poetischen Funken verzaubern und begeistern, den das Buch nur allzu oft in und zwischen Zeilen immer wieder bereit hielt. Mir hat diese Geschichte wirklich gut gefallen und war wieder einmal ein besonderer Buchschatz, den ich sehr empfehlen kann!
Profile Image for Flavia Maltritz.
256 reviews4 followers
January 23, 2020
Nicole C. Vosseler gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und ich genieße es immer sehr, in ihren farbenprächtigen Romanen mit den blumigen Beschreibungen zu versinken und alles um mich herum zu vergessen. Doch mit diesem Buch zeigt sie uns eine ganz andere Facette von ihrem Erzähltalent. Yvis Geschichte ist so ganz anders erzählt: leise und zurückhaltend. Die Stimmung ist sehr melancholisch, was meiner Meinung nach gut zur Situation, sprich zur Protagonistin passt. Yvi ist eine in sich gekehrte junge Frau, die – als ihre Mutter ohne Vorwarnung verschwand – ihren Halt und damit sich selbst verloren hatte. Ich kann es mir kaum vorstellen, wie es ist, als Kind plötzlich ohne Mutter da zu sein. Vor allem die Ungewissheit macht dem Mädchen sehr zu schaffen und lässt sie in ihre eigene kleine Welt der verlorenen Dinge flüchten. Das Buch ist eine Reise, Yvis Reise auf der Suche nach der Mutter – auf der Suche nach Halt – auf der Suche nach sich selbst. Es war für mich ein schwieriges Buch zu lesen, denn die bedrückende Stimmung hat mir als Leser auch einiges abverlangt. Und dennoch schwang so viel Poesie zwischen den Zeilen, dass ich immer unbedingt weiterlesen musste.

Es ist ein Buch mit leisen und dennoch sehr intensiven Tönen, die auch nach dem Umblättern der letzten Seite noch lange nachhallen. Und auch wenn es für mich kein typischer „Vosseler“ ist, hat die Autorin mich erreicht und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.
Profile Image for Inge H..
444 reviews7 followers
October 14, 2019
Eine Selbstfindung
Endlich habe ich wieder einen Roman vom der Schriftstellerin Nicole C. Vosseler gelesen.

„Die Hüter der verlorenen Dinge“ ist ein interessanter gut durchdachter Roman. Die Autorin hat sich von dem Schicksal von der Schriftstellerin Barbara Newhall Follett, die 1939 verschwand, inspirieren lassen.
Der Schauplatz des Romans ist New York.

Die Protagonistin Ivy Silvergreen lebt, seit sie 10 Jahre alt ist, in der Ungewissheit, wo ihrer Mutter Lila ist. Plötzlich war sie weg. Trotz aller Suche, bleibt sie verschwunden.
Jahre später will Ivys Vater Lila für tot erklären lassen. Da geht Ivy auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter. Ihr Weg führt sie nach Maine, da leben Verwandte.
Sie sucht alle auf um neues zu erfahren.
Die Autorin hat Ivys Suche und die Selbstfindung richtig gut beschrieben.
Nicole C. Vosseler hat mich wieder überzeugt. Ihre Romane und besonders dieser sind Spitze
Profile Image for Madita Hofmann.
270 reviews53 followers
June 24, 2022
Ivy hat als junges Mädchen ihre Mutter verloren, die einfach spurlos verschwand. Seitdem sucht sie Trost in verlorenen Dingen, die sie auf der Straße findet und denen sie eine neue Geschichte gibt. Eines Tages wird Ivy klar, dass sie sich auf die Spuren ihrer Mutter begeben muss, um sich selbst kennenzulernen ....

„Wir greifen nach den Sternen, bleiben uns selbst aber ein Mysterium."
pos. 1266

Der Schreibstil ist sehr ausgefeilt, poetisch, blumig und detailliert. Das ist einerseits schön, andererseits an manchen Stellen einfach "too much". Außerdem leidet durch die teilweise endlosen Beschreibungen die Spannung. Die Atmosphäre im Buch ist sehr melancholisch, selbst an den "leichteren" und "schöneren" Stellen beinahe bedrückend. Von der ersten bis zur letzten Seite ist die Geschichte sehr ruhig und leider auch etwas langatmig. Ich habe sehr lange gebraucht, um das Buch fertig zu lesen, weil es mich einfach nicht fesseln konnte.

„Man kann die Erinnerung nicht einfrieren. Was bleiben soll, trägt man immer ins ich, und was man vergessen hat, muss man gehen lassen."
pos. 643

Die Protagonistin Ivy ist ein spezieller Charakter, den ich leider oft nicht nachvollziehen konnte (Stichwort: Florida und Stan - das fand ich unfassbar unglaubwürdig und sehr, sehr seltsam ...). Die anderen Charaktere blieben größtenteils leider recht blass. Schön fand ich, dass sie alle Ecken und Kanten haben und nicht perfekt sind.

„Ich habe mich immer gefragt, warum ausgerechnet das Japanische solche Worte kennt. Für die Poesie des Kleinen, Wunderbaren. Für das, was so schnell wieder vergeht. Warum sind diese Worte in anderen Sprachen so selten?"
pos. 96

Alles in allem ein Buch mit sehr viel Melancholie, in dem alles äußerst ausführlich beschrieben wird (gerne auch mehrfach) und die Spannung leider zu kurz kommt.

Fazit

Konnte mich leider nicht überzeugen, da ich mich mit der Protagonistin nicht richtig anfreunden konnte und mir die Story leider zu langatmig war. Schön fand ich die Message des Buches, dass man die kleinen Dinge wertschätzen muss.

https://lucciola-test.blogspot.com/20...
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
April 3, 2020
Als Ivy 10 war, verschwand ihre Mutter. Fast 13 Jahre später ist immer noch nichts über die Hintergründe bekannt. Ivy ist eine zutiefst beschädigte Frau, die einen besonderen Blick für verloren gegangene Gegenstände hat und diese sammelt. Hauptberuflich recherchiert sie. Nur menschliche Nähe fällt ihr schwer. Als sie einem Mann zu nahe kommt, springt sie über den eigenen Schatten und forscht nach der Vergangenheit und vielleicht dem Verbleib ihrer Mutter.

Die Geschichte ist sehr poetisch und liebevoll erzählt. Gerade die kleinen Details (besondere Worte - Hintergründe zu den verlorenen Dingen) fand ich besonders anrührend. Ein poetisch schönes Buch.

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