Das Buch schuf einen groben Überblick. Das war’s aber leider auch. Die Person Maria Theresias wird nicht sonderlich genau beschrieben. Es herrscht ein Fokus auf ihre Kriegerischen Auseinandersetzungen. Es reicht nur leider nicht allein, um einen guten Überblick zu erlangen.
Eine populärwissenschaftliche Biographie Maria Theresias, die sich in einer klassischen Tradition eines Herrscherporträts bewegt. Schwerpunkt ist dabei neben der außenpolitischen Darstellung, auch eine Darstellung der dynasistischen Verbindungen und der höfischen Darstellung. Wirtschaftliche, Religiöse oder auch nur Innenpolitische Entwicklungen, Konflikte u.a. werden nur peripher in einem Kapitel zu "Wien" dargestellt, ganz so, als wäre alles darüber hinausgehende irrelevant. Dabei nimmt die Entwicklung der Hochkultur (Theater, Oper) einen relativ breiten Platz ein. Alles in allem ein nur wenig befriedigender Einstieg in die Auseinandersetzung mit einer Herrscherfigur zu der eine kritische, wie überhaupt irgendeine, Auseinandersetzung bislang weitgehend fehlt.
Das in der Reihe dtv portrait erschienene Buch von Edwin Dillmann bietet einen relativ kurzen Überblick über das Leben von Maria Theresia. Auch wenn ein Kapitel zu ihrer Rolle als Gattin und Mutter enthalten ist, bekommt man relativ wenig Einblick in das Wesen und Leben der Kaiserin. Das Buch konzentriert sich im Wesentlichen auf die ihre Politik, Staatsgeschäfte und Kriegsführung. Dem Autor gelingt zwar die Einordnung der politischen Verhältnisse Österreichs relativ gut. Dabei schweift er aber teilweise relativ weit von der Person Maria Theresias ab.