La niebla se extiende por el cementerio y, aparte de Lucy, no hay nadie más en ese lugar a altas horas de la noche. Aunque eso no es nada raro porque ella vive en el cementerio. La joven está acostumbrada a las apariciones espectrales que parcen observar cada uno de sus pasos. Pero cuando unos extraños sucesos fantasmales empiezan a sumarse y unos visitantes resultan heridos, hasta ella comienza a preocuparse. Algo o alguien parece estar haciendo de las suyas. Entonces Lucy sigue una pista tenebrosa junto con su mejor amiga Amelia, y lo que encuentran hace que la sangre se les hiele en las venas.
Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.
Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Marie Merburg.
Ich muss zugeben, dass ich es mir durch die Rezensionen anderer etwas gruseliger vorgestellt habe - aber dafür hat die Geschichte einiges an Spannung aufgeboten und man muss ja auch bedenken, für welches Alter das Buch gedacht ist. Es kann durchaus sein, dass hier auf jüngere Leser einiges an Gänsehaut wartet!
Die 13jährige Lucy lebt nämlich seit ihrer Geburt auf einem Friedhof. Natürlich ist sie es deshalb gewöhnt, von Gräbern und Toten umgeben zu sein, doch dass sie tatsächlich Geister sehen kann, jagt selbst ihr desöfteren einen Schauer über den Rücken. Dabei ist das junge Mädchen nicht auf den Mund gefallen und gerade gegenüber ihrem Vater ist sie oft frech und kann sehr gut ihren Willen durchsetzen. Als Friedhofswärter ist er eher in sich gekehrt und seit Lucys Mutter vor zwei Jahren verschwunden ist, scheinbar mit der Situation überfordert.
Doch Lucy ist trotz allem recht lebhaft, neugierig und abenteuerlustig. Unterstützt wird sie dabei von ihrer etwas ungewöhnlichen Freundin Amelia, ihre beste und einzige Freundin, die sich auf alles stürzt, was mit übernatürlichen Phänomenen zu tun hat.
Die beiden sind mir schnell ans Herz gewachsen und die Autorin hat hier tolle Themen mit einfließen lassen, ohne zu sehr darauf herumzureiten. Typische Teenager Probleme wie Außenseiter Rollen und Vater-Tochter-Beziehungen, aber auch, wie unbefangen Kinder in ihren Freundschaften miteinander umgehen können. Auch wenn sie in dem Alter wissen "was sich gehört", haben sie noch kein solches Schubladendenken und gehen mit außergewöhnlichen Eigenschaften anderer viel toleranter um. Ja, sind neugierig und experimentierfreudig, wenn sie den Freund oder die Freundin in ihren Ideen unterstützen.
Manches Mal hab ich mir gedacht, dass das Wissen der Mädchen etwas zu ausgereift ist für ihre 13 Jahre, aber da mag ich auch falsch liegen. Es war auf jeden Fall von Anfang an sehr unterhaltsam, mit vielen Ideen, die eine schaurige Atmosphäre schaffen, auch wenn es für mich leider nicht gruselig war.
In der Geschichten Werkstatt auf der Verlagsseite erfährt man einiges zum Schauplatz von "Seelenlos", denn für die Kulisse des Friedhofs in Edinburgh hat die Autorin einen realen, von Geistergeschichten heimgesuchten Ort gefunden. Der Poltergeist, der in der Geschichte sein Unwesen treibt, entspringt ebenfalls einer wahren Begebenheit und Janine Wilk hat hier eine tolle Handlung aus diesen *fiktiven Tatsachen* zusammen gewoben! Viel Spuk, Magie und geisterhafte Rituale - genau das richtige zu Halloween ;)
Ich hab mitgefiebert, mitgerätselt und gegen Ende mit großer Spannung das Finale verfolgt.
Fazit
Eine Geisterjagd der besonderen Art! Unterhaltsam und auch ein bisschen unheimlich für Kinder oder auch Jugendliche, die sich mal ein bisschen gruseln wollen!
4.5 Me gusto mucho la novela, la verdad me sorprendió, no me espere encontrarme con esta historia tan grata. Sin duda alguna una de las cosas que más me gustó fue la forma de narrar y de escribir de la autora, tengo ganas de seguir leyendo su obra. Me gustaron los personajes, ninguno me desagrado, sin duda mi personaje favorito fue el de amelia, sus ocurrencias y en cierta parte sus "imprudencias" fue lo que hizo que me encariñara tanto con ella. No tengo tantas cosas negativas de la lectura, pero, no le doi la media estrella por la única cosa que no me convenció de la novela y fue su final o bueno más que todo el desarrollo del final pero del resto estuvo genial. Sin duda de mis lecturas favoritas del año. (Me demore mucho leyendo esta novela no por que fuera densa o no me gustará en algún momento, sino por que estoy pasando por un bloqueo lector un tanto intenso entonces tuve que ir despacio.)
Seelenlos - Fluch der Rauhnächte ist ein spannenden Jugendroman, in dem man auch ab und an als Erwachsener ins Gruseln kommt. Jedoch ist sowohl der Gruselfaktor als auch der Schreibstil der Zielgruppe angemessen.
Ich fand die Geschichte von Lucy sehr interessant. Es gab einiges an Spannung und auch ein paar unerwartete Wendungen, dennoch konnte ich nicht komplett in die Geschichte eintauchen und fühlt mich eher wie ein außenstehender Beobachter. An manchen Stellen gab es für mich auch ein paar Längen, die die Spannung für mich ein wenig gebremst hat.
Atmosphärisch ist das Buch richtig klasse. Das setting auf dem Greyfriars Graveyard in Edinburgh ist der Autorin wirklich gut gelungen. Es war düster und man konnte so einiges Frösteln selbst spüren.
Seelenlos konnte ich mich gut unterhalten, aber der letzte Funken ist bei mir einfach nicht rübergesprungen.
Das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich direkt angezogen. Es wirkt sehr mystisch und düster und versprach viel Geheimnisvolles. Und genau das habe ich auch bekommen
Der Schreibstil ist einfach, locker und leicht zu lesen. Halt für junge Leser genau richtig.
Die Handlung ist abwechslungsreich, spannend, temporeich und ein bisschen unheimlich und gruselig. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und wirft immer wieder neue Fragen auf. Die Geschichte hält überraschende Wendungen und unvorhersehbare Momente bereit. Das Buch hält auch durchaus amüsante und humorvolle Szenen bereit, die mich oft schmunzeln ließen.
Die Atmosphäre ist sehr gut eingefangen worden und zieht sich unheimlich durch das ganze Buch. Ich konnte den Nebel und das Gruseln richtig spüren und miterleben.
Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben und waren sympatisch.
Lucy lebt gemeinsam mit ihrem Vater an einem sehr ungewöhnlichen und finsteren Ort – Das Haus auf dem Greyfriars Graveyard Friedhof nennen sie ihr Eigenheim. Die dicken Nebelschwarten die über dem Friedhof wabern und auch das zur nachtschlafenden Zeit niemand mehr auf dem Friedhof anzutreffen ist, ist normalerweise nichts Außergewöhnliches, bis sich plötzlich merkwürdige Geistererscheinungen häufen, bei denen auch Besucher attackiert werden, die sonst geheimnisvolle düstere Stimmung stören.
Es ist klar irgendwas oder irgendwer treibt hier sein Unwesen und gepaart mit ihrer außergewöhnlichen Gabe und ihrer besten Freundin Amelia macht sie sich auf die Suche nach dem Ursprung der Geisterstunde, jedoch was sie entdecken werden lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren und vor eine unlösbare Aufgabe stoßen…
Meine Meinung:
Bisher kannte ich noch keins der Bücher von Janine Wilk und war sehr erfreut, angelockt von dem finsteren, verspielten und doch geheimnisvollen Cover und dem dazu passenden Klapptext, dies endlich ändern zu können.
Der Aufbau der Handlung ist sehr angenehm. Direkt wird es gruselig und man spürt den Hauch von Spannung & Nervenkitzel, den der Leser im weiteren Verlauf gefangen nehmen wird! Zu Beginn jedoch erfährt man erst einmal man einiges über das Leben von Lucy, lernt sie kennen und lieben, aber auch die Menschen die zu ihrem Leben gehören sind einfach spitzenmäßig dargestellt. Fühlte mich sofort wohl an ihrer Seite und war gespannt welche Geheimnisse und vor allem welches Abenteuer ich mit der sympathischen Hauptprotagonistin erleben werde.
Lucy ist sehr schlagfertig, neugierig und liebenswert. Sie kennen lernen zu dürfen war toll. Aber ich muss gestehen, dass mir noch besser ihre beste Freundin Amelia gefiel. Mit ihrer verrückten, flippigen und begeisternden Art hat sich mich sofort um den Finger gewickelt. Sie bestärkt Lucy in ihrem Vorhaben und ist eine Person, die ich mir sehr gut in einer eigenen Geschichte vorstellen könnte.
Der Schreibstil ist umwerfend, man befindet sich wie in einem Sog, der einen nur mit Worten in die düstere Welt der Geister einsaugt und nicht mehr loslassen möchte. Besonders fand ich den versteckten Humor hinter den schaurigen Elementen sehr toll. Er lockerte die Handlung etwas auf und dennoch ist die Spannung immer vorhanden und zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende hin durch. Auch all die anderen Gefühle, die ein Mensch empfinden kann, sind spürbar parat und lassen den Leser sehr intensiv mitfühlen, leiden, hoffen und lieben.
Das Cover ist wie bereits erwähnt ein absoluter Blickfang, der mich sehr neugierig stimmte. Es hat etwas Schauriges an sich und verrät nicht zu viel darüber, was sich in seinem inneren wirklich versteckt. Liest man den Klapptext dazu, so wirkt es voller versteckter Geheimnisse und finsteren Kreaturen, die darauf warten einen zu fesseln und gefangen zu nehmen.
Fazit:
Ein kleines Schmankerl, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Spannend, düster, geheimnisvoll und mit einem Touch Humor an den richtigen Stellen, konnte mich Janine Wilk von sich und ihren Schreibkünsten überzeugen und es wird bestimmt nicht das letzte Buch sein, dass ich von ihr lesen werde.
Lucy ist 13 Jahre alt und lebt dort, wohin andere nur dann hingehen, wenn sie einen geliebten Menschen verloren haben: Auf dem Friedhof. Mitten in Edinburgh lebt sie mit ihrem Vater auf dem dortigen Friedhof, wo er als Friedhofswärter fungiert. Lucy ist anders, als andere Mädchen. Sie kann die dortigen Geistern nicht nur sehen, sondern auch fühlen. Außer ihre besten Freundin Amelia weiß jedoch niemand davon. Nicht einmal ihr Vater. Als sich merkwürdige Geistervorfälle häufen, begeben sich Amelia und Lucy gemeinsam auf die Suche nach der Ursache. Ohne zu ahnen, was sie dabei herausfinden und lostreten werden. Lucy war mir als junges Mädchen sofort sympatisch. Ihr Humor und ihr Sarkasmus haben sie auf den ersten Blick total liebenswert gemacht. Durch ihre Leben auf dem Friedhof hat sie nicht sonderlich viele Freunde, genauer gesagt nur Amelia. Sie lässt sich davon aber dennoch nicht unterkriegen. Ihrem Vater gegenüber legt sie die typischen Teenagerallüren an den Tag, die uns allen bekannt vor kommen sollten. Ihr Vater ist mit der Situation oftmals überfordert. Gerade, weil seine Frau - Lucy Mutter - vor zwei Jahren einfach verschwunden ist. Er war mir mit seiner ruhigen, vielleicht auch manchmal etwas mürrischen Art, aber dennoch sehr sympatisch und authentisch.
Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass diese ganze, eigentlich fiktive Geschichte, auf einer wahren Begebenheit beruht. Man hat wirklich gemerkt, dass sich die Autorin Gedanken darüber gemacht hat. Sie hat Recherchearbeit betrieben, die sie mit ihre Geschichte wirklich gut miteinander verbunden hat. Ich mochte den Schreibstil der Autorin wirklich sehr. Daran gibt es wirklich nichts auszusehen. Ich als Person, die dem empfohlenen Alter nun wahrlich weit vorraus ist, habe mich zwar nicht so sehr gegruselt, aber dennoch ist das Buch wirklich empfehlenswert.
Die Spannung baut sich von Seite zu Seite aus. Man hat genug Zeit, die Charaktere kennenzulernen. Humor, Freundschaft und Familiensinn, alles in allem bietet das Buch genug Argumente, um es wirklich zu mögen. Werte, wie Mut, Respekt oder auch Vertrauen werden ganz groß geschrieben und haben das Buch für mich persönlich zu einem echten Lesehighlight werden lassen.
Ich hatte gehofft, dass ich es in der Zeit der Rauhnächte schaffe, aber das hat nicht ganz geklappt. Aber fast. Und es ist ein tolles Buch! Als Jugendliche hätte ich es noch mehr gemocht, da ich mich dann wohl eher in die beiden Protagonistinnen, die 13 Jahre alt sind, hätte reinversetzen können, aber mein inneres Kind lebt ja noch 😉 Von daher, 5 Sterne. Die beiden Mädchen sind von Anfang an sympathisch und es macht Spaß, sie durch die Geistergeschichte zu begleiten. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung. Potential ist auf alle Fälle vorhanden!
Cover: In meinen Augen ist das Cover sehr gelungen. Die blauen Farbtöne passen sehr gut zusammen und bilden ein sehr ansehnliches Gesamtbild. Die einzelnen Elemente fügen sich sehr gut darin ein und bilden auch eine tolle Verbindung zum Inhalt. Vor allem die Ranken am Rand des Covers finde ich sehr hübsch. Auf jeden Fall erfüllt das Cover die Aufgabe, auf sich und die Geschichte dahinter aufmerksam zu machen. Inhalt: Die Geschichte gefiel mir auf jeden Fall weitesgehend sehr gut. Der Einstieg gefiel mir, jedoch verläuft es dann eher schleppend. Es geht nur sehr langsam voran, sodass es nur mäßig spannend ist. Doch wenn man wirklich dabei bleibt, lohnt es sich, denn die Grundidee der Geschichte konnte mich begeistern. Janine Wilk entführte mich in ihre Geisterwelt, die gut konzipiert und durchdacht war. Die Geschichte wurde mit zunehmender Seitenzahl spannender und hielt auch Wendungen bereit. Manches war jedoch sehr vorhersehbar, was einem das Ende nicht ganz so spektakulär erschienen ließ, wie es hätte sein können. Insgesamt fand ich es jedoch gut und durchaus unterhaltsam.
Charaktere: Ich muss wirklich sagen, dass ich selten so schnell einen Protagonisten liebgewonnen habe wie Lucy. Ich liebte es an ihr besonders, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist und immer alles direkt hinaus sagt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die abenteuerliche Lucy zu begleiten. Ich habe sie schon auf den ersten Seiten sehr liebgewonnen, sodass sie zu einer wahren Freundin wurde, die man immer besser kennenlernte. Auch Amelia war mir mit ihrer Art einfach sympathisch und sie brachte auf jeden Fall Spaß in die Geschichte. Manchmal fand ich ihre Streitereien etwas anstrengend, was aber daran liegen könnte, dass ich kein Typ für so was bin und mich deswegen nicht so wirklich reinfühlen konnte. Aber richtig störend war es nicht. Janine Wilk Auch die Nebencharaktere in der Geschichte passten sehr gut in die Geschichte und wurden ausreichend dargestellt. Dabei ist mir vor allem Lucys Vater im Gedächtnis geblieben.
Schreibstil: Janine Wilk konnte mich mit ihrem Stil sehr überzeugen. Er war einfach und locker, sodass man sehr schnell die Handlung durchlebt und es perfekt für die angegebene Altersklasse ist. Besonders gut fand ich es, wie es der Autorin gelang, diese düstere Stimmung rüberzubringen und mich oft zum Schaudern zu bringen. Ich konnte wirklich in die Geschichte hineinschlüpfen, sodass ich spannende Stunden mit dieser Geschichte verbringen konnte. Die Beschreibungen von Personen und Orten war auch sehr ausführlich und erlaubte eine gute bildliche Vorstellung. Jedoch fand ich es schwierig, wie es sich vor allem am Anfang sehr zog bzw. nur schleppend voranging. Dadurch verlor die Geschichte für mich oft an Spannung, was schade war.
Fazit: Die Konzeption sowie die Charaktere der Geschichte gefielen mir sehr gut, sodass ich in der Geschichte durchaus Potenzial sehe und sie mich ehrlich gesagt auch begeistern konnte, wenn man Geduld mitbringt. Dass die Autorin ihr Buch für den Leser so schwierig beginnt, ist wirklich schade, denn wenn man trotzdem dabei bleibt, macht die Geschichte durchaus Spaß und ist mehr als lesenswert.
Lucy ist auf einem Friedhof aufgewachsen. Als wäre das nicht schon Grund genug, etwas seltsam zu sein, sieht Lucy die Verstorbenen Seelen. Eine sitzt jede Nacht an ihrem Bett. Lucy ist sich sicher, dass ihre Mutter diesen Geist darum gebeten hat, auf sie Acht zu geben, denn Lucys Mutter ist eines Tages spurlos verschwunden. Als merkwürdige Vorfälle die Aufmerksamkeit auf den Friedhof ziehen und ein böser Geist hinter Lucy her ist, muss sie sich ihrer Gabe stellen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin gilt es, die Welt zu retten. Das Umfeld ist mit Friedhof und allerlei gruseligen Begebenheiten auf jeden Fall gut gewählt. Dass der Roman ausgerechnet damit beginnt, das Lucy statt Touristen zu erschrecken, eine gespielte Geistertour humoristisch ausklingen lässt, verrät dann schon viel über ihren Charakter. Das ganze Gruselzeug nervt sie ziemlich. Trotzdem steht sie felsenfest zu ihrem Vater, dem Friedhofswärter und ihrer besten Freundin, die vom Übernatürlichen nicht genug bekommt. Sie ist treu und einfach gestrickt. Leider fehlt ihr dadurch – wie dem ganzen Buch – der hauch Tiefe, den ich gerne gehabt hätte. Und wo die Protagonistin schon flach gehalten wird, können auch die Nebenfiguren nicht glänzen. Seelenlos ist anders als andere fantastische Geschichten keine Adoleszenzgeschichte. Lucy wird nicht etwa erwachsen, vielmehr geht es um das Akzeptieren ihrer Gabe. Lucy hat bisher immer nur weggeschaut, die Geister zwar gesehen, aber keine Interaktion versucht. Nun aber wird sie zum Bindeglied, was auf mehreren Ebenen gut funktioniert. Dabei handelt sie intuitiv, aber stet richtig. Die Handlung gewinnt dadurch eine gewisse Geradlinigkeit, die gerade jüngere Leser erfreuen dürfte. Mir ging es etwas zu „einfach“. Gestolpert bin ich dagegen über kleinere Ungereimtheiten. An einer Stelle meint Luc als Erzählerin beispielsweise, ihre Mutter hätte ihr von ihrer Gabe erzählt, an anderer aber steht, dass dafür nie Zeit war. Ein leicht paradoxes Gefüge, das die Ablehnung Lucys gegenüber ihrer Gabe verstärkt, mich aber gestört hat. Die Geschichte wird als eine Art Aufzeichnung von Lucy dargestellt, was eine einseitige Sicht ermöglicht, die von Zwischenkommentaren der besten Freundin durchbrochen wird. Eine interessante Art, verschiedene Erzähler einzuführen (Lucy bleibt aber Haupterzählerin und Protagonistin). Die Handlung selbst entwickelt sich geradezu klassisch in Richtung Jugend-Horror. Spannung bringt vor allem ein Anfangskommentar Lucys und die Frage, wer dem bösen Geist tatsächlich hilft. Der Zielgruppe mag geschuldet sein, dass das Ende überzeichnet ist und überraschende Hilfe hereilt, die eine Illusion von Ankommen ermöglichen. Etwas viel Eierkuchenfreude aus meiner Perspektive. Für junge Leser, ab 12, kann Seelenlos ein wunder geeignetes Buch sein, um sich mit Spaß zu gruseln, ohne dass es zu viel Horror gibt. Ich hätte mir tiefer Charaktere und eine weniger geradlinige Handlung gewünscht, um länger bei Laune gehalten zu werden.
An dem Ort, wo Lucy die meiste Zeit verbringt, scheinen seltsame Dinge vorzugehen. Und damit sind nicht die Geister gemeint, die auf dem Greyfriars Graveyard, auf dem Lucy gemeinsam mit ihrem Vater, dem Friedhofswärter des Friedhofes wohnt, umherspuken, sondern etwas viel grauenerregenderes. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Amelia geht Lucy dem Spuk auf den Grund. Doch ihnen rinnt die Zeit durch die Finger.
Das vorliegende Buch zog mich durch die Gestaltung des Covers magisch an. Ich mag solche mystischen Designs, und das Cover von „Seelenlos“ versprach mir schon von vorn herein einen geheimnisvollen Lesespaß mit einer Prise Düsternis. So auf die Friedhofsnächte vorbereitet, stürzte ich mich nur allzu gern ins Abenteuer. Man merkt schon auf den ersten Seiten, dass sich der Roman an einem jüngeren Publikum orientiert. Rasant, ohne viel Vorgeplänkel steigt man gleich in die Geschichte ein, was ich selbst sehr erfrischend fand. Dadurch wird man auch rasch mit der jugendlichen Protagonistin konfrontiert (Lucy) und kann sich rasch mit ihr anfreunden. Mir ging es jedenfalls so, dass ich sie nach wenigen Seiten lieb gewonnen hatte und gerne mit ihr das Abenteuer rund um den Greyfriars Graveyard bestreiten wollte. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß, wie man Abenteuer besteht. An ihrer Seite ist Amelia, ihre beste Freundin, die an allem Übernatürlichem ihre helle Freude hat. Und ganz zufällig kann Lucy die Geister sehen. Die schwachen wie die mächtigen. Doch sie möchte diese Gabe am liebsten Vergessen, reicht es ihr doch schon mit ihrem Vater auf einem Friedhof wohnen zu müssen. Einzig die Zickereien der beiden Freundinnen zerrten manchmal an meinen Nerven, hielten sich aber soweit in Grenzen, dass die beiden nicht unerträglich wurden. Die Spannung im Buch wurde klug aufgebaut, indem sich die mysteriösen Vorfälle auf dem Friedhof häuften und die Autorin auch noch eine zeitliche Begrenzung verwob, wodurch die beiden Mädchen sich sputen und sogar noch Hilfe annehmen mussten, die sie eigentlich gar nicht wollten. Ich hockte auf jeden Fall einige Stunden gebannt vor dem Buch. Auch die Mystik kam nicht zu kurz. Geister in rauen Mengen und der ein oder andere magische Funken sorgen für die Fantasie in dem Roman, den ich genossen habe. Und ganz nebenbei erfährt man auch noch das ein oder andere Detail über Edinburgh und seine Geschichte. Als einziges Manko empfand ich, dass ich relativ schnell hinter das Geheimnis der unheimlichen Vorfälle und der Familie von Lucy gekommen bin, sodass das Finale für mich ein bisschen an Aufregung verlor.
Die Innengestaltung hat mich zudem äußerst positiv überrascht. Alles in allem liegt mit „Seelenlos. Fluch der Rauhnächte“ ein tolles Jugendbuch vor, das ich jedem empfehlen kann, den auch nur im entferntesten Geistergeschichten faszinieren.
Am 20. September 2016 erschien im Thienemann Verlag das neue schaurig schöne Werk von Janine Wilk. „Seelenlos – Fluch der Rauhnächte“ entführt auf 368 Seiten nach Edinburgh auf einen Friedhof, der voller unruhiger Seelen steckt.
Lucy lebt allein mit ihrem Vater, den Friedhofswächter, in Edinburgh und ist alles andere als ein normaler Teenager. Denn sie kann „die Grauen“ sehen – Geister, welche auf dem Friedhof nicht zur Ruhe kommen. Als eines Tages Menschen verschwinden und Lucys Leben bedroht wird, erfährt sie, warum sie so außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt …
Ich liebe es in Janine Wilks Werken umherwandern zu können. So ließ ich mich gern von ihr entführen. Lucy war für mich ein sehr aufgeschlossenes Mädchen, das mit ihrer Freundin Amelia schon so einige kleine Abenteuer und Streiche, auf dem Friedhof, erleben konnte. So ist es nicht verwunderlich, dass die beiden auch zu diesem Zeitpunkt, als die Handlung beginnt, gerade dabei sind den Touristen einen Streich zu spielen. Denn in Edinburgh gibt es zahlreiche Spukgeschichten zu erzählen und nichts liegt ferner als sie auf dem Friedhof bei „Greyfriars Graveyard“ enden zu lassen. Denn dort liegen zahlreiche berühmte Gruselgestalten begraben, die Lucy noch viel Ärger bereiten werden. Denkt man an eine harmlose Geschichte, welche Janine Wilk hier gezaubert hat, so ist man weit davon entfernt, denn ihre Protagonistin hat seherische Fähigkeiten. Lucy kann Geister sehen und ausgerechnet jetzt werden es immer mehr, die sich aus ihren Gräbern erheben. Der Aufstieg des sogenannten „Vexators“ steht kurz bevor und nur Lucy und Amelia setzten alles daran, um dies verhindern zu können. Eine spannende Reise quer über den Friedhof und seine Legenden steht dem Leser bevor. Dieses Werk ist für jeden geschrieben, der keine Angst zeigt sich dem zu stellen, was zwischen den Seiten lauert. Mit den zahlreichen Legenden um den existierenden Friedhof in Edinburgh bringt Janine Wilk auch noch einen Hauch von Geschichte in die Handlung.
„Seelenlos – Fluch der Rauhnächte“ steckt voller Geheimnisse und Geister, mit denen ein junges Mädchen es aufnehmen will!
Das Jahr neigt sich dem Ende und es wird immer kälter auf dem Greyfriars Friedhof auf dem die dreizehnjährige Lucy zusammen mit ihrem Vater, dem Friedhofswärter, wohnt. Doch es ist nicht die winterliche Kälte, die Lucy Sorgen macht. Auf dem dunklen Friedhof scheint etwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen und Lucy bleibt keine Wahl, als ihnen auf den Grund zu gehen, wenn sie sich und ihren Vater retten will.
Das für mich stärkste Element dieser Geschichte ist die Atmosphäre. Schon als ich den Klappentext gelesen habe, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken und er hat wirklich nicht zu viel versprochen! Die düstere, kalte und vor allem gruselige Atmosphäre durchdringt die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Nicht wenige Male hat sie mir eine Gänsehaut verursacht und während des Finales blieb mir schließlich fast das Herz stehen vor Spannung. Ich habe lange kein Buch gelesen, dass mich so hat bangen lassen. Janine Wilke erzählt Lucys Geschichte auf eine ganz wunderbare Art und Weise. Man wird nicht mit Informationen überhäuft, bekommt aber genügend Hinweise, um mitzudenken und -zufiebern. Ihre Beziehung zu ihrem Vater, den sie für das Fortgehen ihrer Mutter verantwortlich macht und zu ihrer Freundin, deren Paraphysikalische Experimente sie nur widerwillig mitmacht, wirkten auf mich sehr authentisch und ich konnte mich gut in ihre Sorgen und Beweggründe hineinversetzen.
Nur die Dialoge und Lucys innere Monologe haben mich nicht immer überzeugt. An einigen Stellen holpern sie und haben mich aus dem Lesefluss gerissen.
¨Seelenlos, Fluch der Rauhnächte¨ ist spannend erzählt und hat eine tolle, gruselig-düstere Atmosphäre. Perfekt für die kalte Jahreszeit!
***Herzlichen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag, der mir das Buch über NetGalley zur Verfügung gestellt hat.***
Ich bin durch den Klappentext aufmerksam geworden und das Cover tat dann sein übriges. Dieses Buch ist außen und innen einfach wunderbar gestaltet. Jedes neue Kapitel empfängt den Leser mit Verzierungen. Die Schrift ist relativ groß und daher lesen sich diese etwas mehr als 360 Seiten relativ schnell weg. Der Verlag spricht hier eine Altersempfehlung von 11 bis 13 Jahren aus und diese finde ich durchaus angemessen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und locker. Mir hat er sehr gut gefallen. Das einzige was mich ein wenig gestört hat war das die Kapitel ein wenig lang waren. Ich bin ein Leser, der nicht mitten im Kapitel das Buch beiseite legt, sondern immer ein Kapitel beendet. Im Schnitt waren die Kapitel immer 30 bis 40 Seiten auseinander. Die düstere Atmosphäre, die die Autorin mit dem historischen und mystischen Friedhof Greyfriars Graveyard hier schafft fand ich einfach wundervoll. Die Geister, wie sie ihr Unwesen treiben und vorauf es am Ende alles hinaus läuft machen dieses Jugendbuch zu einem schaurig, schönen Leseerlebnis. Die Charaktere fand ich alles in allem sympathisch, auch wenn ich manches Mal dachte, dass sie sich doch ein wenig zu reif und erwachsen gegeben haben. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck. Für mich war an einigen Stellen die Handlung auch vorhersehbar, aber das trübte überhaupt nicht den Lesespaß. Auch war das Ende so gestaltet, dass durchaus weitere Bände folgen könnten, denn genug Potenzial für weitere Geschichten mit Lucy und Amelia ist durchaus vorhanden. Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen und besonders für jene geeignet, die gerne Schauergeschichten lesen. Zur Einstimmung auf Halloween ist es die perfekte Lektüre.
Der Greyfriars Graveyard in Edinburgh ist ein gruseliger, aber auch schöner Schauplatz für ein Jugendbuch. Lucys Vater ist der Friedhofswärter und die beiden wohnen in einem Haus gleich beim Friedhof. Lucy ist 13 Jahre alt. Sie ist schlau und mutig. Sie ist nicht so leicht zu erschrecken. Lucy hat eine besondere Gabe. Sie kann Geister sehen. Lucy habe ich sofort ins Herz geschlossen. Amelia ist ihre beste Freundin und in Lucys Geheimnis eingeweiht. Sie ist ein bisschen verrückt und hat einen ausgefallenen und sehr bunten Kleidungsstil. Die selbsternannte PSI-Forscherin ist fasziniert von übersinnlichen Phänomenen, nur hat sie selber noch nichts Übersinnliches erlebt. Spooky-Stevie ist ein großartiger Nebencharakter. Er ist ein Obdachloser, der in einem Mausoleum auf dem Friedhof lebt. Er ist sehr freundlich und fürsorglich. Das Buch ist eindeutig für jüngeres Publikum bestimmt. Es konnte aber auch mich voll begeistern. Der Schreibstil von Janine Wilk ist frisch und jugendlich. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich gut in Lucy hineinversetzen. Die Autorin hat die Spannung gut aufgebaut. Das Ende war vorhersehbar, was aber den Lesespaß nicht gestört hat. Sehr schön fand ich die Zitate am Anfang der Kapitel und auch die erste Seite jedes Kapitels ist sehr schön gestaltet. Das Cover ist auch sehr schön gestaltet und passt sehr gut zum Buch. So stelle ich mir Lucy vor, wie sie in der Nacht über den Friedhof schleicht. Von mir gibt's eine Leseempfehlung!
Fazit: Spannender Jugendroman mit tollen Charakteren und gruseligem Schauplatz! Leseempfehlung!