Jump to ratings and reviews
Rate this book

Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.

Rate this book
Byzanz, 29. Juli 626 - vor den Toren der prächtigsten Stadt Europas und Asiens hat der Khagan der Awaren 80.000 Krieger zusammengezogen und verlangt ihre bedingungslose Übergabe. Für die Menschen in der Metropole steht fest, dass das Ende aller Zeiten gekommen ist und die Mächte der Finsternis das apokalyptische Heer von Gog vor ihre Stadt geführt haben.

Wie oft Menschen zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert n. Chr. solch tödliche Furcht vor herandrängenden Heeren fremder Völker empfunden haben, zeigt Mischa Meier in seiner magistralen Darstellung der Völkerwanderungszeit. Sie beinhaltet die Geschichte des späten Imperium Romanum sowie die Geschichten der nachrömischen Herrschaftsbild ungen im Westen, jene des frühen Byzantinischen Reiches, aber auch die des frühen islamischen Kalifats bis zum Ende der Umayyadenzeit (750). Reich an Informationen, stets verständlich und spannend zu lesen, führt sie den Leser von der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste bis zu den zentralasiatischen Knotenpunkten der Seidenstraße, nach Nordindien und zum Hindukusch, von Skandinavien und Britannien im Norden bis nach Arabien im Süden. Sie macht vertraut mit den dramatischen Ereignissen dieser Zeit und den damit einhergehenden tiefgreifenden Wandlungsprozessen. Ein wahres Opus magnum, das erstmals eine vollständige Geschichte der Epoche bietet.

1532 pages, Hardcover

First published January 1, 2019

8 people are currently reading
102 people want to read

About the author

Mischa Meier

40 books

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
15 (62%)
4 stars
6 (25%)
3 stars
3 (12%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Lucardus.
223 reviews
August 21, 2021
Das war keine ganz leichte Lektüre, aber lohnenswert in jedem Fall. Man sollte sich allerdings als Laie, der weder Griechisch noch Latein aus der Schulbildung mitbringt, schon darauf gefasst machen, dass eine Menge Begriffe verwendet werden, die in der Alltagssprache und auch in schon gehobenen Magazinen wie Geo-Epoche eher nicht auftauchen. Das ist im Allgemeinen kein Problem, da man heutzutage ja alles sehr schnell online nachschlagen kann. Allerdings erscheint es manchmal dann doch unnötig, ein Fremdwort zu benutzen, wo ein bekannterer deutscher Begriff auch völlig ausgereicht hätte. Denn in der Masse der Fachbegriffe bleibt der Lerneffekt zuweilen stecken, auch wenn ich zwischenzeitlich halbwegs verinnerlicht habe, was ein Panegyriker ist, und ich verstehe voll und ganz, dass man "intramural" verwendet, da es mit einem Wort ausdrückt, was gemeint ist, ohne dass man immer schreiben müsste "innerhalb der Mauern gelegen".
Aber das ist mein einziger Kritikpunkt und er fällt für mich persönlich nicht groß ins Gewicht, könnte aber für manchen Leser ein zu große Hürde darstellen.

Fazit: Ein Brocken, den man auch als stark an Geschichte interessierter Laie getrost angehen sollte. Dabei kann und sollte man sich auch ruhig Zeit lassen. Die Völkerwanderung erweist sich nach der Lektüre als hochkomplexes Thema, und es ist richtig, dass der Autor das auch so darstellt.
137 reviews10 followers
February 14, 2025
Worth the patience to get through. The author is both a Byzantist and highly familiar with the German Migration Period literature. This gives him the ability to take the traditional Migration Period frame (Huns, Germanic tribes, Slavs), extend it to other parts of the Roman periphery (most saliently: Arabs), and make relevant comparisons and distinctions. I thought this was a very worthwhile effort, as it is clarifying to examine why areas and groups who were subject to the same "Roman system" ultimately developed into rather distinct societies. In doing so, he yields a fresh version of the old tale of the end of antiquity and the beginning of the Middle Ages.

Some of the relevant themes: centers and peripheries, migration, identity, connections and regionalization, changes to urban areas, economic and demographic change, wars and plagues as sudden shocks and signs of gradual transformation, legal-political development and the sources of power, eschatology and trauma. Given the era, religion naturally suffuses each and every one of these areas he covers. Meier also includes some of his own "meta" assessments on the historiography and his sense of historical methodology.
Profile Image for Jörg Schumacher.
211 reviews4 followers
January 2, 2023
Dies ist mit Sicherheit das aktuelle Standardwerk zum Übergang der römischen Spätantike zum europäischen Mittelalter. Der Autor schafft es dem/der Leser*In sowohl den Stand der Diskussion als auch ein trotzdem fesselndes Narrativ zu bieten. Schon aufgrund des Umfanges sicher kein Werk für Einsteiger*Innen aber für alle, die ihre Kenntnissse vertiefen wollen, eine klare Empfehlung.
Profile Image for Conrad Krausche.
3 reviews
May 3, 2021
Excellent overview on the subject, well written and a joy to read, with some fascinating theories and interpretations of its own - that is how history should be written!
Profile Image for Susu.
1,783 reviews20 followers
November 2, 2021
Ein Rundumschlag über die Geschichte im Übergang vom Römischen Reich zum frühen Mittelalter - kenntnis- und detailreich, nicht immer leicht zu erfassen - dennoch rasant interessant.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.