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Frieda

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Elfriede Lohse-Wächtler verlässt mit 16 Jahren ihr Elternhaus und wird freischaffende Künstlerin. Als sie sich in den Maler und Sänger Kurt Lohse verliebt, gerät sie in eine Lebenssituation, die sie in eine psychische Krise treibt. Persönliches Unglück, bittere Armut, Anstaltsaufenthalte und der menschenverachtende Nationalsozialismus bestimmen das Schicksal der hochbegabten Künstlerin. Ein ergreifender Roman, der die Innensicht und Situation der Malerin eindrücklich ans Licht bringt.

246 pages, Kindle Edition

Published August 14, 2019

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Dagmar Fohl

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Profile Image for Kirsten.
3,445 reviews11 followers
December 6, 2024
Von dem Moment, als Frieda die Wohnung der Eltern verlässt, war sie auf sich allein gestellt. Anfangs war es eine Herausforderung, die sie gerne annahm und die sie auch gut meisterte. Die Begeisterung, mit der sie von dieser Zeit erzählte, in der sie auch ihre große Liebe kennengelernt hat, hat mich mitgerissen. Aber dann hat sich die Geschichte wiederholt. Ihre Beziehung ist genauso toxisch wie die ihrer Eltern und Frieda verwechselt Abhängigkeit mit Liebe. Und je mehr sie in an dem, was sie Liebe nennt, desto mehr verliert sie sich. Ihr dabei zuzusehen, war schwer. Vor allem, als sie in Pira-Sonnenstein eingewiesen wird. Stück für Stück wird ihr alles genommen, was ihr (lebens)wichtig ist, zum Schluss sogar die Erlaubnis, über ihren eigenen Körper zu bestimmen.

Durch den Erzählstil, den Dagmar Fohl gewählt hat, hatte ich nicht nur einen Blick auf Friedas Gedanken und Gefühle. Es kam mir auch so vor, als ob Frieda mir persönlich ihre Geschichte erzählen würde. Das hat die Lektüre für mich noch bedrückender gemacht. Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Buch so mitnimmt wie dieses.
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