Inhalt:
England im 14. Jahrhundert: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, hat der junge Robin alles verloren - auch den Anspruch auf sein Erbe und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiten wird.
Meinung:
Das Hörspiel wurde wundervoll vertont, mit passender Musikuntermalung und ausnahmslos talentierten Sprechern (Detlef Bierstedt, Roman Roth, Wolfgang Wagner, Ulrike Kapfer, Julia Lowack, Moritz Grove), allerdings habe ich das Gefühl, dass das Medium Hörspiel nichts für mich ist. Ein Hörbuch, das nur eine Person vorliest, liegt mir einfach eher. Ich denke, dass ich mit der Geschichte in Buchform mehr hätte anfangen können.
Wir folgen in diesem ersten Teil der Saga Robin von Waringham in seinen jungen Jahren. Er verlässt das Kloster, in dem er aufwuchs, und kommt durch unangenehme Umstände zurück nach Hause, seines ehemaligen Standes beraubt. Er findet eine Anstellung als Stalljunge und begibt sich auf das Abenteuer, sein Erbe zurückzuerlangen, wobei er Freunde und Feinde um sich schart.
Man merkt dem Hörspiel an, dass es der Auftakt einer sehr umfassenden Reihe ist. Es gab die eine oder andere Wendung, die ich nicht kommen sah, aber alles in allem hatte ich oft das Gefühl, dass es noch nicht so richtig losgehen möchte. Ich habe Robin sehr gerne begleitet und fand wirklich alle Charaktere greifbar und gut ausgearbeitet. Allerdings lernt Robin im Laufe des Buches eine stumme Person kennen, die im Hörspiel immer durch Schweigen und Monologe von Robin dargestellt wurde, statt durch greifbare Beschreibungen, was mich gestört hat. Alles in allem war der Plot aber interessant erzählt und ich fühlte mich gut unterhalten, derzeit spüre ich aber nicht das Bedürfnis, die Reihe weiter zu verfolgen.