Hel, die einsame Totengöttin. Durch einen Fluch an die Totenwelt gebunden, ist es ihr unmöglich, die Schönheit des Lebens zu erfahren. Tief in ihr schlummert der Wunsch nach Liebe und nie hat sie es auch nur zu hoffen gewagt, jemals den Mann ihrer Träume zu finden. Erst als Eros, der griechische Gott der Leidenschaft, bei ihr auftaucht und ihre Welt gehörig auf den Kopf stellt, keimt ein Funken Hoffnung in ihr auf. Doch die Beziehung der beiden ist gefährdet, denn die Dunkelheit greift nach Hel und droht, sie zu verschlingen. Wird es Hel gelingen, die Finsternis in sich zu besiegen und ihre Träume wahr werden zu lassen?
Das Buch Rosenblütentod ist der zweite Teil der Verbotene Götterliebe Reihe, er knüpft direkt an Teil eins an und die beiden Charaktere Eros, den man bereits in Teil eins kennengelernt hat, und Hel stehen im Fokus. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch in diesem Teil wieder sehr gut. Er ist locker und wieder sehr gefühlvoll, aber auch spannend. Mir gefällt es sehr, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Hel und Eros erzählt wird. Ebenfalls gefallen mir die Szenen aus Hels und Eros’ Vergangenheit. So lernt man beide Charaktere besser kennen. Hel und Eros mochte ich von Anfang an sehr gerne. Obwohl sich Hel anfangs sehr kühl und distanziert Eros gegenüber verhält, gibt es auch Szenen, in denen man eine ganz andere Seite von Hel kennenlernt. Mit jeder Seite lernt man sie mehr zu verstehen und kann ihr Handeln nachvollziehen. Eros war aus Band eins schon als Frauenheld bekannt, er ist ja auch schließlich der Gott der Leidenschaft. Ich fand es sehr schön, dass man hier auch eine andere Seite von ihm kennenlernt. Ebenfalls gefiel mir, dass Morpheus und Bastet und natürlich auch Cosey eine Nebenrolle im Buch gespielt haben und man einige Dialoge mit ihnen verfolgen konnte. Selbes gilt für die Vielfalt an Göttern aus unterschiedlichen Kulturen, die im Buch vorkommen. Ich finde es toll, wie sie alle nebeneinander existieren und die Totengötter sich sogar untereinander austauschen. Insgesamt gefiel mir das Buch wieder sehr gut. Ich hatte viel Freude an der Geschichte von Hel und Eros. Sie war gefühlvoll, an einigen Stellen amüsant und natürlich auch spannend, denn was es mit Hels dunkler Seite auf sich hat, das müsst ihr selbst lesen. Ich vergebe fünf Sterne und freue mich auf Teil drei.
„Warum sollte ich mich mit dir unterhalten? Damit ich schöne Erinnerungen an unsere Gespräche habe, wenn du wieder weg bist? S. 45
Ich habe nach dem ersten Band der Reihe nicht erwartet, dass dieses Buch tiefgründig oder besonders spannend sein wird. Ich hatte Lust auf eine ganz leichte und einfache Liebesgeschichte unter Göttern. Dennoch hat mich das Buch etwas enttäuscht. Es war einfach viel zu einfach geschrieben, mit wenig Tiefgang und ohne Herausforderung für den Leser. Wenige Beschreibungen und hauptsächlich Dialoge. Ich konnte die Protagonisten wenig kennen lernen, auch wenn ich an sich die Götter sehr gut kannte. Genau das war es ja. Dadurch, dass ich ein großer Fan der griechischen und nordischen Mythologie bin, kenne ich die Eigenschaften der Gottheiten, aber leider war es hier nicht besonders authentisch. Als ob die Autorin zwar die Bezeichnung der Gottheiten wie Eros und Hel kannte, aber nicht tiefer in ihre Geschichte eingegangen ist. Es kam mir eher wie ein Debutroman vor, da man aus dieser Geschichte sehr viel mehr hätte machen können.
Eine sehr gelungene und lesenswerte Fortsetzung. Das Buch schließt nahtlos an Mohnblütenträume an, man bekommt parallel auch noch mit, wie es Bastet und Morpheus geht, lernt neue Götter kennen, und bekommt natürlich eine aufregende Liebesgeschichte. Hel und Eros wie Tag und Nacht. Der Gott der Leidenschaft und die Königin aus dem Totenreich, aber Liebe versetzt Berge oder wie in diesem Fall Grenzen einer Verbannung...