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Band 2 der Trilogie "Die Quellen von Malun"

Auf Ruann herrscht immer noch Krieg um die letzten Wasservorräte. Der Offizier Dorgen ist inzwischen zum Heerführer aufgestiegen. Er ist entsetzt, als ihm sein mächtiger Schwiegervater Walerius aufträgt, den letzten großen Wald abzubrennen, um die Feinde in die Knie zu zwingen. Aber kann Dorgen sich ihm widersetzen?
Währenddessen versuchen die geflohene Sklavin Alia und der desertierte Soldat Tailin, den Lauf der Dinge aufzuhalten. Beide begeben sich in Lebensgefahr, um ihre Welt vor dem Untergang zu bewahren. Doch der Herrscher Sapions verfügt über zerstörerische Magie – und ihre grausame Macht wurzelt längst schon tief in den Seelen der Menschen.

655 pages, Paperback

First published February 28, 2020

33 people want to read

About the author

Daniela Winterfeld

8 books3 followers
Daniela Winterfeld ist das Pseudonym der deutschen Autorin Daniela Ohms, die sonst Fantasy für Jugendliche schreibt.

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,748 reviews127 followers
March 7, 2020
Die Quellen von Malun sind die Quellen der Göttermagie von Ruann und zugleich Ziel der kriegerischen Sapioner, die mit aller Gewalt und Herrschsucht durch das ausgedörrte Land ziehen.

Im ersten Band lernten wir durch die Krieger Dorgen und Tailin den brutalen Alltag an den umkämpften Grenzen kennen, durch die Sklavin Alia die hoffnungslose Ausbeute der Gefangenen und mit Feyla, der Tochter aus hohem Stand, die Seite der Anführer, die ihre Herrschaft immer weiter ausdehnen wollen.

Die Dürre und die Angst sind überall zu spüren, genauso wie die brutalen Auswirkungen, die mit dem Kampf um die Quellen von Malun einhergehen. Der Wald von Farua ist das letzte Hindernis, um in den Norden und das blühende Land von Malun zu erreichen.

* * *

Ich habe ja den ersten Band regelrecht verschlungen und dadurch waren meine Erwartungen recht hoch - vielleicht zu hoch, denn die fesselnde Spannung hab ich hier nicht so recht wiederfinden können.

Neben den bekannten Charakteren kommen jetzt neue dazu, aus deren Sicht abwechselnd kapitelweise erzählt wird. Das Schicksal jedes einzelnen empfand ich sehr bewegend und auch die Entwicklungen und Erkenntnisse, die jeder von ihnen durchmachen muss, gehen sehr nahe.
Allerdings bin ich an die Figuren nicht mehr so herangekommen. Woran es genau lag kann ich gar nicht genau sagen - die vielen Erklärungen zur Magie, zu den Gottgeborenen, den vielen unterschiedlichen Fähigkeiten und wer auf wen einwirkt, war mir manchmal wohl zuviel. Auch hatte ich manchmal das Gefühl, das die Handlung auf der Stelle tritt und sich wiederholt.

Dennoch passiert sehr viel und man erfährt einiges über die Hintergründe, was im ersten Band noch Fragen aufgeworfen hatte. Die ganzen Verbindungen zwischen denen, die die Göttermagie beherrschen, bzw. sie zu beherrschen versuchen, reicht weit und die vielen Andeutungen, "Stimmen", Visionen und Gedanken dazu waren für mich nicht immer so ganz verständlich oder selbsterklärend. Entweder hab ich es einfach oft nicht verstanden oder es klärt sich dann eben im Abschlussband noch auf.

Was mir besonders gut gefällt sind die Erklärungen zur Psychologie der Menschen bzw. den Figuren, die man natürlich auch in die heutige Gesellschaft oder überhaupt eben auf die Menschen auf unserer Welt übertragen kann. Das Gespür der Autorin, dass böse Handlungen oft Ausdruck von Hilflosigkeit und Verzweiflung sind, mag bei manchen anecken, ich kann es aber 100%ig nachvollziehen und sehe immer wieder, wie Gewalt neue Gewalt hervorruft und es immens schwierig ist, aus diesem Kreislauf auszubrechen.
Eine Erklärung hierzu fand ich besonders wichtig:

"Aber Kontrolle ..." fuhr Cumari fuhr herum und warf einen scharfen Blick in sein Publikum. "... ist keine Frage von Kraft, sondern von Psychologie. Und das systematische Zerbrechen von Bindungen ist das Mittel mit dem wir Kontrolle über ein ganzes Volk ausüben."


Es ist hier von den Bindungen innerhalb der Familie die Rede. Hier natürlich um einiges brutaler und offensichtlicher dargestellt, aber mir kam in dem Zusammenhang schon auch unsere Lebensweise in den Sinn.
Und es gibt noch viele weitere Motive und Ursachen, die Daniela Winterfeld hinsichtlich einer Gesellschaft und dem Zusammenspiel der Menschen gut eingewoben hat. Jeder von ihnen strebt an sich nur danach, friedvoll zu leben, ohne Ängste und in einer Gemeinschaft, in der man akzeptiert und angenommen wird. Ein ursprüngliches und zentrales Bedürfnis, das wahrscheinlich jedes Lebewesen in sich trägt und anscheinend doch so schwer für uns Menschen umzusetzen ist.

Einiges in diesem zweiten Band hat mir wirklich gut gefallen, anderes war mir aber wie schon erwähnt zu wenig greifbar und dadurch nicht so reizvoll - dafür gabs am Ende eine mega Überraschung!
Ich freu mich jedenfalls auf den Abschluss und hoffe auf ein spannungsreiches Finale im dritten Band.

3.5 Sterne von mir
Profile Image for faanielibri.
858 reviews66 followers
March 16, 2021
‚Blutsohn‘ von Daniela Winterfeld, erzählt die Geschichte aus ‚Blutgöttin‘ spannend weiter. Da es sich um den zweiten Teil der ‚Die Quellen von Malun‘-Trilogie handelt, wird meine Rezension nicht so ausführlich, wie ich das gerne hätte. Doch wer nach ‚Blutgöttin‘ hadert, ob er oder sie weiterlesen möchte, dem sei gesagt: Tu es! Band 1 war düster, brutal und voller Gewalt und nun erfahren sowohl Story, als auch Charaktere und Worldbuilding einen immensen Schub.

Es gibt weiterhin viele Erzählperspektiven, es kommen gegenüber dem ersten Teil sogar noch welche hinzu. Eine ungemeine Bereicherung, da sie die Sicht auf die Dinge, die in Ruann vor sich gehen, abrunden und vertiefen, die Geschichte der Götter erzählen, die der Völker und der Länder. Ich mochte fast jede Perspektive, da sie durch ihre unterschiedlichen Aufenthaltsorte, Ziele und Fähigkeiten für viel Abwechslung gesorgt haben. Und sie haben aufgezeigt, dass nicht alles Schwarz oder Weiß ist.

Das Worldbuilding wurde noch mehr vertieft, als es im ersten Teil der Fall war. Ein umfangreiches Glossar am Ende des Buches zählt die wichtigsten Figuren, Götter, Völker und Orte auf, eine Karte vermisse ich noch mehr als im ersten Teil. Es wird noch detaillierter auf die verschiedenen Götter eingegangen, auf die Gottgeborenen und die Geschichte der Reiche, in einem Umfang, der beim erstmaligen Lesen schier nicht in seiner Gänze erfasst werden kann. Und ich liebe es. Zurückblättern, um Details nachzulesen, das Glossar zu konsultieren, um die Götter Maluns besser kennenzulernen und richtig in die Geschichte einzutauchen. Denn sie hat mich voll umschlungen.

Die Story des ersten Teils wird nahtlos fortgeführt und noch epischer. War der erste Teil dazu da, die Figuren einzuführen, ihre Beweggründe und Zeile darzulegen, ist der zweite Teil der, in dem sich alle positionieren. Denn Malunas Seele ist immer noch verschollen, die Dürre in Ruann nicht aufzuhalten. Sapion will immer noch zu den Quellen Maluns, dazu ist dem Herrscher Rabanus jedes Mittel recht. Ich bin sehr gespannt, was der dritte und letzte Teil bereit hält, vor allem, da am Ende des zweiten Teils Details enthüllt werden, die mich baff zurücklassen.

Eine kleine Durststrecke in der zweiten Hälfte des Buches, in der ich die Handlung etwas mühsam fand, trübt das Lesevergnügen nur minimal. Zu begeistert bin ich vom opulenten Worldbuilding, den Göttern und den Charakteren. Selbst von den Charakteren, die ich nicht mag. Denn sie sind auf ihre Art perfekt gezeichnet, mit einer Tiefe und Vielschichtigkeit, die mich begeistert. 4,5 Sterne.
Profile Image for Letanna.
1,965 reviews63 followers
November 4, 2020
Dorgen ist mittlerweile zum Heerführer aufgestiegen und sein Schwiegervater Walerius setzt ihn unter Druck. Als Druckmittel benutzt Walerius seine Tochter, Dorgens Frau Feyla . Gleichzeitig versucht die Sklavin Alia gemeinsam mit Schwester endlich ihre Pläne für ihre Flucht durchzusetzen. Vorher hat sie aber noch eine folgenschwere Begegnung mit dem Blutsohn.

Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Trilogie. Ich habe den 1. Teil letztes Jahr im Sommer gelesen und am Anfang von Teil 2 doch ein paar Probleme, wieder in die Handlung zu kommen. Glücklicherweise gibt es am Ende des Buches ein Glossar mit allen wichtigen Charakteren und Orten, so dass man sich daran orientierten konnte.

Die Geschichte geht nahtlos weiter. Wieder wechselt die Handlung zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her und jeder hat etwas zur Geschichte beizutragen. Als Leser erfährt man mehr über die Gottgeborenen und ihre Magie, was ich sehr spannend fand und auch sehr interessant fand. Es gibt Entwicklungen, bei denen ich wirklich sehr neugierig bin, wie diese sich im 3. Teil weiter gehen werden.

Eigentlich braucht das Buch eine Triggerwarnung, denn die Autorin geht wieder sehr brutal mit ihren Charakteren um. Auch wenn ich am Anfang wieder einmal ein paar Startschwierigkeiten hatte, konnte mich auch der 2. Teil wieder überzeugen. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
2,988 reviews18 followers
August 9, 2022
Kampf um das Wasser geht weiter und die Lage spitze sich zu. Unsere Charaktere erleben wieder einiges. In diesem Band geht es wieder sehr brutal zu, jedoch doch mehr psychisch als körperlich. Natürlich gibt es gute Kampfszenen, vor allem bei einer meiner weiblichen Figuren. :) Das habe ich genossen. Doch wird hier viel über die Seele und die Magie in diesem Band gesprochen und erklärt. Die nicht immer sehr nett und sanft ist. Einige Figuren treffen aufeinander und anderen habe sich voneinander entfernt. Man weiß aber das es nur eine Zwischenstation ist und sich das ganz schnell wieder ändern kann. Durch die ganzen Erfahrungen, die man als Leser auch miterlebt hat, habe so manche Figuren verändert. Am Anfang merkt man es gar nicht so sehr. Allerdings merkt man es mit jeder weiteren Seite, die Veränderung. Eine epische Geschichte, die einen an sich fesselt und ich bin froh, dass Band 3 schon auf mich wartet. Das Ende hatte es in sich und ich frage mich wie viele kann man noch ertragen....
Profile Image for Miss Pageturner.
429 reviews32 followers
September 12, 2022
Der erste Band der Die Quellen von Malun Reihe wurde von mir 2019 zum Jahreshighlight gekürt ist aber leider immer noch ein Geheimtipp, ebenso dieser Folgeband. Daher bedeutet mir die Rezension, die ich heute schreibe noch ein bisschen mehr, als sonst, denn eins verrate ich euch vorab: Diese Reihe hat wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient!

Zurück in Ruan
Es ist nun eineinhalb Jahre her, dass ich den ersten Band von Malun las, und zugegeben, ich brauchte ein paar Seiten, um wieder in die Geschichte hineinzukommen. Bei einer so komplexen Geschichte, wie diese, wäre vielleicht eine kurze 1-2 seitige Zusammenfassung der Ereignisse aus Band eins nicht schlecht gewesen, denn diese Fortsetzung setzt nahtlos dort an, wo ihr Vorgänger endete und durch die vielen Figuren muss man anfangs erstmal wieder kräftig sein Gedächtnis ankurbeln, immerhin, das Glosar war dabei ganz hilfreich, trotzdem hätte ich zusätzlich gern noch noch eine kurze Zusammenfassung gehabt.

War ich dann aber erstmal wieder in Ruan angekommen, hat mich das Buch auch wieder in seinen Sog gezogen. Daniela Winterfeld hat ein Talent dafür den Leser in den Bann zu schlagen. Sie schreibt eindringlich und anschaulich, verzichtet jedoch auf unnötige Ausschmückungen. Ein Stil, der hervorragend zur düster, brutalen Welt von Ruan passt.
Trotz dieses Sogs, habe ich aber einen kleinen Kritikpunkt, der auch der Grund warum es einen Punkt Abzug gibt. Kurz gesagt: Im ersten Drittel des Buches ist mir das Verhältnis von Informationen und Handlung zu unausgewogen. Die Autorin nutzt diese Seiten vorrangig, um Fragen aus dem ersten Band zu beantworten, uns Hintergründe zu eröffnen und näher auf das Magiesystem und die Götter einzugehen. Das ist prinzipiell eine tolle Sache, ich bin immer für mehr Background zu haben, leider wird für meinen Geschmack diese Informationsflut mit zu wenig Handlung verknüpft. Gerade bei den Passagen von Tailin hat man öfters das Gefühl einen Erklärbär vor sich sitzen zu haben, der die (zwar nicht uninteressanten) Infos runterrattert. Hier hätte ich mir mehr “Show, don’t tell” gewünscht. Es ist jetzt nicht so, dass das meinen Lesefluss komplett zerstört hätte, aber es war eben ein Punkt, der zur Perfektion gefehlt hat,

Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo noch Schlimmeres daher
Nachdem wir als Leser aber erstmals mit neuen Hintergründen, Geheimnissen und Hinweisen gefüttert wurden, geht es wieder ordentlich zur Sache und um es mal ganz unverblümt zu sagen, ist die Kacke so richtig am dampfen. Wer denkt, dass Ruan im ersten Band schon ein gelinde gesagt ungemütlicher Ort war, sollte sich warm anziehen (oder eher ausziehen, bei der Hitze dort 🤭), denn auf unsere Lieblingscharaktere kommt so Einiges zu und immer wenn ich dachte “So, das ist jetzt der Tiefpunkt, jetzt muss es mal langsam wieder bergauf gehen, damit das am Ende der Reihe noch irgendwie gelöst werden kann”, haut die Autorin noch etwas raus. Nochmal einen Schlag in die Magengrube. Selbst jetzt, wo ich die Brutalität und Grausamkeit dieser Welt schon gut kennengelernt habe, schafft es die Autorin mich trotzdem noch mit Wendungen zu überraschen und das finde ich ganz große Klasse! Und ganz ehrlich? Ich habe echt null Plan, wie diese verworrene Situation am Ende aufgelöst werden soll und das macht mich ganz kribbelig vor Vorfreude.

Als Letztes möchte ich nochmal etwas besonders positiv hervorheben, was mich auch schon beim ersten Band begeistertet und das ist die Art und Weise, wie Gewalt, deren Entstehung und Auswirkung in diesem Buch dargestellt wird. Die in diesem Buch dargestellten Grausamkeiten dienen nicht einfach nur der “Unterhaltung durch Schocker” wie in einem Splatter-Film, vielmehr verdeutliche sie ein komplexes Geflecht aus Machtmissbrauch und Unterdrückung. Niemand wird böse geboren, das wird in dieser Reihe mehr als deutlich. Vielmehr entsteht Hass fast immer aus anderem Hass heraus, Gewalt beantwortet selbst erlittene Gewalt. Dieser Teufelskreis und die Mechaniken, die dahinter stecken, werden wie auch schon im ersten Band, auch in dieser Fortsetzung sehr gut dargestellt und machen die Reihe so komplex, tiefgründig und empfehlenswert.

Fazit:
Auch der zweite Band der Malun Reihe konnte mich wieder überzeugen. Die Reihe hat eine Sogwirkung und Komplexität, die in der Fantasywelt ihresgleichen sucht, da lässt sich auch die etwas zu viel geratene Informationsflut am Anfang leicht verschmerzen. Die Reihe ist und bleibt eine absolute Empfehlung!
62 reviews
May 19, 2021
Nachdem ich den ersten Teil verschlungen habe, war ich sehr auf den zweiten gespannt.

Wiedereinmal gab jedes Kapitel Einblicke in die einzelnen Charaktere. Die Motive und Gefühle wurden wieder mitreißend dargestellt.
Auch hab ich mich darüber gefreut, dass sich die Welt in der Geschichte erweitert.

Allerdings dauerte es ein wenig bis das Buch in Schwung kam. Und einige Handlungsstränge waren manchmal nicht ganz so leicht nachzuvollziehen.

Dennoch war es insgesamt ein guter zweiter Teil und ich bin schon gespannt wie es weiter geht...
3,75 Sterne
97 reviews4 followers
May 13, 2020
Die wenigsten Monster sind von Geburt an böse.
Das ist die Kernaussage von "Blutsohn", das Thema, um das sich der zweite Teil der "Quellen von Malun"-Reihe dreht. Erst die Umstände machen ein Monster zum Monster, erfahrenes Unrecht, Verrat und Leid.

Der Schreibstil ist gewohnt deutlich, doch im Vergleich zum ersten Teil kommt dieses Buch nicht richtig in Schwung. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass neunzig Prozent der Handlung aus den Halluzinationen und Visionen der Charaktere besteht - und sie halluzinieren ja fast alle und fast immer. Wenn sie nicht in ihren Visionen schweben, gibt es langwierige Erklärungen über das Wirken der Magie und über die Götter, so viel auf einmal, dass es mir sehr schwer fiel, mir alles zu merken. Magiesterne und Magiestrahlen, heilige Orte, verschiedene Götterfähigkeiten... Und dabei so wenig Handlung. Tailin ertrinkt vier oder fünf Mal fast in seinen heiligen Seen, Leymon stirbt genausooft fast am Magiefieber, alle Nase lang erliegt Dorgen Siberis Magie - praktisch alles passiert mehrfach in diesem Buch.
Und überall sind Gottgeborene. Im ersten Teil hatte ich den Eindruck erworben, sie wären sehr selten, und plötzlich wimmelt es regelrecht vor ihnen.

Wie schon im ersten Teil enthält das Buch eine ordentliche Portion Gesellschaftskritik. Doch dieses Mal bekommt der Leser diese Kritik nicht subtil zu spüren und muss selber darüber nachdenken - nein, sie wird einem offen von den Charakteren um die Ohren gehauen und wirkt dadurch etwas ungeschickt.

Die Handlung scheint nur in den Kapitel wirklich voranzuschreiten, in denen es um Alia, Nelja und Sapionas geht. Alia bleibt die starke Frau, als die wir sie im ersten Teil kennen lernten, trotz allem, was ihr widerfährt und was sie durchmachen muss. Sie ist in sich schlüssig, ein gut geschriebener Charakter, man fühlt intensiv mit ihr mit. Auch Nelja, Ailas kleine Schwester, macht eine erstaunliche und in sich schlüssige Wandlung durch.

Was Sapionas angeht...

Ich habe schon immer eine Schwäche für die Kaputten, für die rettungslos Verlorenen und die hilflos Wahnsinnigen. Obwohl Sapionas ein Monster ist, ist er der Charakter, mit dem ich am meisten mitfiebere. Schon seit dem Prolog des ersten Bandes war das so. Er ist das Monster, das erschaffen wurde, der Kaputte, der Wahnsinnige, der trotz allem eine morbide Faszination besitzt.

Es gab einige überraschende Offenbarungen und ein paar große Überraschungen auf den letzten Seiten, die vielversprechend für den dritten Teil wirken.

Davon abgesehen jedoch wirkte das ganze Buch wie eine notwendige, aber nicht mit Herzblut geschriebene Überbrückung zwischen Band eins und Band drei (auf den ich mich trotzdem irrsinnig freue), um die Zusammenhänge zwischen Magie und Gottgeborenen zu erklären. Ich hatte Spaß beim Lesen, mir gefällt der Fokus der Autorin auf Gesellschaftskritik und die Frage, ob es das Böse als ureigene Eigenschaft einer Person überhaupt gibt.
Profile Image for Lena .
6 reviews1 follower
May 23, 2021
Deine Welt steht am Abgrund und du bist mittendrin.

Mit „Blutsohn“ hat Daniela Winterfeld eine packende und überzeugende Fortsetzung zum Trilogie-Auftakt „Blutgöttin“ erschaffen.

Wir befinden uns wieder in Ruann und vor uns liegt ein Auf und Ab. Politische Intrigen, persönliche Konflikte, Identitätskrisen und enttäuschte Hoffnungen. Wir begleiten Tailin bei seiner Ausbildung in Malun und zweifeln mit Dorgen. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Unsere Protaginsten haben schon einige Erfahrungen gesammelt und werden nun noch komplexer und eigensinniger. Alia und ihre Schwester Nelia fliehen und müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass nichts ist wie es scheint. Es wird düsterer und man kann nur erahnen, wie viel Konfliktpotenzial die Geschichte noch verbirgt. Es kommen neue Perspektiven hinzu, die gut gewählt wurden und die Geschichte sinnvoll ergänzen. So erfahren wir unteranderem mehr über die Gesellschaftsstrukturen und erhaschen einen Blick auf Siberi, den größten und faszinierensten Antagonisten dieser Reihe. Wie auch in Band eins erhält man viele verschiedene Einblicke und begleitet die Protagonisten abwechselnd auf ihrer Reise. Durch die vielen Details und die genauen Beschreibungen bleiben die Charaktere lebendig, authentisch und fesseln einen mit ihrem Schicksal. Egal ob Feyla oder Tailin, Dorgen oder Alia. Man kann sich kaum losreisen und ist jedes Mal enttäuscht sich kurzzeitig von einem Charakter trennen zu müssen. Mir persönlich haben die verschiedenen Handlungsstränge sehr gut gefallen, und auch das Aufeinandertreffen eben dieser bleibt hochspannend. Man kann einen Hoffnungsschimmer nur erahnen, in dieser Welt, in der alles verloren scheint.

Das Cover schließt optisch gut an Band 1 an. Das Gestaltungskonzept ist wieder ästhetisch ansprechend und greift bereits wichtige Motive der Geschichte auf. Man spürt die aufkommende Dynamik und die gefährlicher werdende Atmosphäre.

Gut und detailreich geschrieben, ist man von Anfang an Teil der Geschichte und es macht wieder sehr viel Spaß das Buch zu lesen. Insgesamt kann ich „Blutsohn“ nur weiterempfehlen.
Profile Image for Winniehex.
1,234 reviews8 followers
September 3, 2020
Auf Ruann herrscht immer noch Krieg um die letzten Wasservorräte. Der Offizier Dorgen ist inzwischen zum Heerführer aufgestiegen. Er ist entsetzt, als ihm sein mächtiger Schwiegervater Walerius aufträgt, den letzten großen Wald abzubrennen, um die Feinde in die Knie zu zwingen. Aber kann Dorgen sich ihm widersetzen?
Währenddessen versuchen die geflohene Sklavin Alia und der desertierte Soldat Tailin, den Lauf der Dinge aufzuhalten. Beide begeben sich in Lebensgefahr, um ihre Welt vor dem Untergang zu bewahren. Doch der Herrscher Sapions verfügt über zerstörerische Magie - und ihre grausame Macht wurzelt längst schon tief in den Seelen der Menschen. (Klappentext)

Ich hatte mich total gefreut, dass es nun endlich weitergeht. Dann war ich doch sehr überrascht, da ich auf einmal mitten in der Geschichte war. Es gab keinen Rückblick und auch nicht eine kurze Rückschau bzw. Einlesung zum letzten Teil. Deswegen brauchte ich etwas, um wieder richtig in die Story zu kommen, aber damit war es auch noch nicht getan. In diesem Teil und da muss ich den anderen Rezensenten rechtgeben musste man immer wieder im Glossar nachschlagen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht. Die eigentliche Story aber fand ich wirklich gut, manchmal einen Touch zu viel Liebelei, dann wieder doch sehr viel Magie. Ansonsten habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und freue mich, wenn es weitergeht.
Profile Image for Sandra.
42 reviews38 followers
April 19, 2021
Im Vergleich zum 1. Band klären sich endlich einige offene Fragen, aber auch ein paar neue Charaktere kommen hinzu. Dennoch sind einige Erklärungen einfach zu "leicht" und irgendwie lieblos, ganz besonders im Hinblick auf die doch so mühsam konstruierte Welt. Und plötzlich sind alle Protagonisten Gottgeborene? Wirklich? Müssen alle jetzt gezwungen besonders sein? Ein Antiheld oder ein Normalo hätten es nicht getan?! Leider ist die ganze Welt zudem sehr triebgesteuert. Gefühlt reicht eine Berührung und er/sie braucht sofort Sex. Mir fehlt hier tatsächlich die Tiefe.
Auch die Handlung ist - insbesondere in der 1. Hälfte - weiterhin vorhersehbar und manchmal langatmig.
Teilweise wiederholen sich Formulierungen oder Passagen kurz nacheinander, was etwas nervt, denn es vermittelt den Eindruck, als wäre der Leser nicht dazu in der Lage, sich diese Details zu merken. Besonders anspruchsvoll ist die Sprache also nicht.

Fazit: Generell fand ich den 2. Band überzeugender als den 1. Im zweiten Teil wird die Geschichte deutlich besser und zieht im Hinblick auf die Spannung an. Aber die Geschichte weist immer noch große Macken auf, weshalb ich bei 3 Sternen (ggf. 3,5) bleibe.
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Profile Image for Ellerosé.Bellarium.
119 reviews
April 15, 2022
„Blutsohn“, von Daniela Winterfeld, ist der zweite Band der Quellen von Malun – Trilogie.
Klar und deutlich spinnt Daniela Winterfeld die Geschichte rund um unsere Protagonisten weiter. Lässt sie durch Höhen, Tiefen, neue Herausforderungen und Entwicklungen stolpern, so dass sie mir auf der einen Seiten sympathisch waren, auf der anderen nicht und malte sie dadurch menschlich. Die Story selber wartet mit viel Strategie, vor allem am Ende des Buches, auf sich und nimmt ungeahnte Wendungen an, die mich überraschten. Der Weltenaufbau wurde stark ausgeweitet und mit vielen, vielen Details verbunden, die sich am Ende zur Story so angliederten, das sie nicht überflüssig waren.
Leider empfand ich einige Kapitel als etwas zu langatmig und auch schwafelnd, so dass es sich anfühlte, als würde man auf der Stelle treten. Der Spannungsbogen selber nahm auch erst am Ende Fahrt auf und riss mich mit.

Fazit, ein solider, vor allem emotionaler zweiter Teil. Empfehlung!

Das Buch hat von mir 4/5🌹 bekommen.

Liebe Grüße rosarium🌹
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