»Die Geschichte hat einen solchen Drive, dass man das Buch verschlingt, trotz Kindergeschrei und durchwachten Nächten.« Maria Nyström in ›Upsala Nya Tidning‹
Sarah und Karl freuen sich riesig auf ihr erstes Kind. Sarah genießt es, schwanger zu sein, und die Aussicht auf eine kleine Unterbrechung ihres Jobs in der Agentur behagt ihr ungemein. Auch das Häuschen auf dem Lande ist bald gefunden – das Kind soll ja schließlich im Grünen aufwachsen ...
Daß dieser Umzug keine so gute Idee war, stellt Sarah ziemlich schnell fest: dahin, dahin das schicke Großstadtleben mit vollen Terminkalendern und coolen Partys. Statt dessen: Ödnis in der Pampa, füttern und wickeln, füttern und wickeln, die Figur ramponiert – und auch die Hormone spielen Sarah manchmal üble Streiche. Und wie war das doch gleich mit all den Plänen ihres emanzipierten Mannes, der sich so wahnsinnig einbringen wollte?
An manchen Tagen packt Sarah die kalte Wut, und ihr Selbstbewußtsein schwindet im gleichen Tempo, wie die Augenringe wachsen. Durchhalten, heißt die Devise. Trotz Dauerjetlag. Außerdem gibt’s ja – Hand aufs Herz – durchaus überwältigende Momente puren Glücks. Und irgendwann taucht er dann auf, der Silberstreif am Horizont: Ja, es gibt ein Leben nach dem Schnuller-Schock!
Sarah und Karl wünschen sich ein Kind und bekommen dann auch recht bald einen kleinen Sohn. Damit der glücklich heranwachsen kann, ziehen sie aufs Land. Aber das erweist sich für Sarah als keine gute Idee. Plötzlich "nur" noch Mutter, langweilt sie sich bald und sehnt sich nach der Stadt, ihrem Job bzw. ihrer Karriere zurück. Mir hat das Buch eher weniger gut gefallen. Es erweckt den Eindruck, als wäre es ein großes Opfer, ein Baby zu bekommen und alles andere aufzugeben. Die positiven Seiten treten zu sehr in den Hintergrund.
Klar soll das Buch einen ein wenig schockieren, wenn man den Titel liest, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass manche Frauen nach dieser Lektüre ganz sicher keine Kinder bekommen wollen. Ich selbst habe bisher auch kein Kind, mich persönlich schreckt das Buch nicht ab, da ich ganz genau weiß (von Arbeitskolleginnen, Familienmitglieder, Freundinnen) wie schwer das Leben mit einem Kind sein kann. Wenn man sich beschließt ein Kind zu bekommen, dann sollte einem dies auch ganz klar sein und wenn nicht, dann lest dieses Buch, dann habt ihr keine rosarote Brille was Kinderkriegen angeht, auf der Nase 😉
Jede Schwangerschaft, jede Geburt und jedes Zusammenleben mit einem Kind ist anders. Hier in diesem Buch wird alles irgendwie extrem schlecht dargestellt. Klar gibt es Fälle, die genau so abgelaufen sind, aber halt nicht alle. Unsere männliche Wesen ziehen in diesem Buch auch extrem den Kürzeren, was in meinen Augen auch nicht immer zutrifft.