Für alle, die das Schulsystem, so wie es ist, stört und die sich schon lange fragen, wieso nichts passiert, ist das hier das optimale Buch. Es findet vielleicht nicht für alles eine Lösung, zeigt aber gute Hintergründe auf und zumindest ich habe mich extrem darin wiederfinden können. Es zeigt auch, dass es auch anders geht und macht Hoffnung, dass die Zukunft besser werden kann. Ich denke, wenn das Buch eine Pflichtlektüre in der Schule, speziell auch für Lehrer*innen wäre, wären wir überrascht, wie schnell sich etwas ändern kann, und mit wie vielen Gleichgesinnten man doch zusammenkommt.
Inhalt Wie muss Bildung in Zukunft gesehen und umgesetzt werden um die Erwachsenen von Morgen auf die Herausforderungen und Chancen vorzubereiten, die im aktuellen gesellschaftlichen Wandel liegen? Wie ist unser heutiges Bildungssystem zustande gekommen und was bedeutet Bildung eigentlich? Ist Bildung das gleiche wie Sich-Wissen-Aneignen oder steckt womöglich mehr dahinter? Und was brauchen Kinder und Jugendliche eigentlich um ihr ganz individuelles Talent wahrzunehmen und zum Ausdruck zu bringen? All diesen Fragen gehen der Hirnforscher Gerald Hüther und die Coaches Marcell Heinrich und Mitch Senf auf den Grund und versuchen Antworten darauf zu geben.
Meine Meinung Normalerweise käme ich nie auf die Idee in einem Buch Textmarker zu verwenden. Dass ich das bei diesem Buch trotzdem getan habe, sagt demnach schon viel aus. Denn hier wollte ich nicht nur einzelne Sätze als Zitate festhalten, sondern gleich ganze Textabschnitte, die für mich so zentral in meinem Bildungsverständnis sind, dass ich sie am liebsten jedem Menschen, der beruflich oder privat mit (Schul-)Kindern zu tun hat, als Pflichtlektüre in die Hand drücken möchte. Ich habe mich selten bei einem Buch so oft dabei erwischt, wie ich zustimmend mit dem Kopf nicke, wie bei diesem.
Bevor ich anfing das Buch zu lesen, habe ich mir die Frage gestellt, wie es gelingt, dass gleich drei Menschen zusammen ein Buch schreiben und wie gut so ein Buch denn dann wohl sein kann. Spoiler: es ist großartig! Das Buch ist nämlich in zwei Teile aufgeteilt: im ersten Teil beschäftigt sich der Hirnforscher Gerald Hüther mit dem aktuellen Stand unseres Bildungssystems und welche Mechanismen dahinter stecken, dass es zum einen so entwickelt wurde und dass es zum anderen bisher so gut wie keine flächendeckende Anpassung an die heutigen Rahmenbedingungen gegeben hat. Es waren ein paar Sätze dabei, die ich zwei-, dreimal lesen musste, um den Zusammenhang zu verstehen, aber abgesehen davon konnte ich Hüthers Gedankengängen und Schlussfolgerungen sehr gut folgen.
Im zweiten Teil des Buches widmen sich die Coaches Marcell Heinrich und Mitch Senf dann der Frage, was Kinder und Jugendliche brauchen und nachhaltig lernen zu können. Dabei geht es in erster Linie nicht um die räumlichen und ausstattungstechnischen Aspekte von Bildungseinrichtungen, sondern um Dinge wie Selbstwirksamkeit, Bindung und Neugier. Anhand ihrer jahrelangen Erfahrung mit Lehrern, Eltern und Schülern zeigen sie auf, wie wir Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg begleiten können ohne zum (allwissenden) Wegweiser zu werden. Abgerundet werden diese Erfahrungen durch drei Geschichten, die sie selbst erlebt haben und die zeigen, dass es weniger auf Wissen als vielmehr auf Erfahrung, Leidenschaft und Neugier ankommt.
#educationforfuture - Bildung geht uns alle etwas an! •
Darum geht’s:
Eine gute Bildung ist entscheidend für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Das ist klar. Aber was genau ist gute Bildung, vor allem in einer Zeit der globalen Umbrüche, in der die Definition von Arbeit sich massiv wandelt? Was brauchen unsere Jüngsten von uns, damit sie sich Wissen und Können aneignen und gleichzeitig Orientierung im Leben finden können? Wie lernen sie, wie das Leben und Zusammenleben im 21. Jahrhundert wirklich gelingt? Unsere Bildungseinrichtungen kriegen das nicht allein hin, verhindern es oft sogar. Dafür braucht es jetzt uns alle, die ganze Zivilgesellschaft. #EducationForFuture ist ein Buch voller nutzbarer Antworten für den Alltag in Familie, Schule und Kindergarten, Nachbarschaft, Kommune und Co. Ein Aufruf zur Emanzipation. Und ein haltgebender Mutmacher für Eltern, Lehrer und alle, denen unsere Kids am Herzen liegen. •
Bildung geht jeden etwas an. Bildung ist wichtig. Bildung öffnet Türen. Ja, Bildung ist extrem wichtig, denn sie kann Chancengleichheit erwirken, uns auf das Leben vorbereiten und unsere Talente fördern. Ich mag den Perspektivwechsel und den kritischen Blick auf unser Bildungssystem. Ich bin in diesem Bereich tätig, sodass ich das Buch und seinen Inhalt mit Spannung erwartet habe. Im ersten Teil wird vom Ende der Schule berichtet, die durch die Veränderung der Lebenswelt begründet wird. Im zweiten Teil wird von dem Autoren bezeichneten Begriff „Bildung fürs Leben“ geleitet. Einige Ansätze der drei Autoren kann ich gut nachvollziehen: die Schule ist oftmals zu verkopft, ein zu enges System und oftmals gibt es so viele Regularien, dass ein freies Unterrichten nicht möglich ist. Da muss definitiv ein Umdenken her und die Schule muss handlungsorientierter und themenbezogener werden. Die Vorschläge der Autoren sind mir dennoch zu einseitig und zu unkonkret: sie fordern viel, haben ein paar Umsetzungsideen durch Workshops, doch die ändern langfristig nicht das System Schule. Viele angerissene Ideen sind schon an Schulen oder dem Ganztag angewandt und haben eine hohe Bedeutung. Schule ist ständig im Wandel und das hier dargestellte Schulbild ist leider eintönig und spiegelt nicht die Realität. Die Autoren kommen alle nicht aus dem konkreten Schulalltag (Hirnforscher, Sozialpädagoge, Sportmanager). Dies merkt man dem Buch an vielen Stellen an, auch wenn ihre gegründete „Hero Society“ mit Schulen kooperiert. Den zweiten Teil über die Erfolge ihrer Schützlinge sind gut- dennoch lassen sie auch Erfolge der Schule außer acht. Es ist eher ein Lob der eigenen Arbeit, was natürlich super ist. Ein interessanter Umriss der zum nachdenken anregt, jedoch wenig konkrete und kreativ ist.
A very basic topic packaged in a time key title: well-played. The only disadvantage is that the book does not give a detailed way of doing it, and what to do. The hashtags implies that their is a certain action behind the book. Generally spoken, the book is about the future of education.
Education for a successful life is a task that does not end at the school gate, but affects the whole of society. Your goal should not be to train the next generation of efficient worker bees. Rather, it is about empowering children to take their lives into their own hands and to shape the world according to their ideas. To do this, we need to create more educational opportunities outside of school. And understand that good grades and a successful life are not necessarily the same thing (Blinkist, 2020).
I couldn't really get anything out of the first 100 pages, which mostly focus on reminding the reader of the things that DON'T work, glossing over very brief scientific explanations of why things have developed to be that way. The second and third part, however, were interesting and provided some helpful insights. I would have enjoyed even more practical tips and ideas about how to apply the insights the authors gained, but what the book provides is definitely a start.