Was einmal war und nicht mehr ist, steht im Mittelpunkt dieser Entdeckungsreisen. Das Stadtbild Wiens veränderte und verändert sich unablässig: durch Abriss im Namen der »Verschönerung« und Regulierung der Stadt, durch Krieg und Katastrophen. Geschichtsträchtige Orte erhalten eine neue Bestimmung, vieles gerät in Vergessenheit. Allenfalls erinnern Gedenktafeln an vergangenen Glanz. Beppo Beyerl und Thomas Hofmann haben sich auf die Spur dieser legendären Orte und Bauten begeben und erzählen ihre faszinierende Geschichte. Eine manchmal wehmütige Begegnung mit Bekanntem und Unbekanntem, mit Verlorenem und Verwehtem, mit der versunkenen Welt des »alten« Wien. Orte der Vergangenheit Philipphof Rotunde im Prater Tivoli in Meidling Carltheater Ringtheater Nordbahnhof Zahnradbahn auf den Kahlenberg Asperner Flugfeld Der Wienerberg und die »Ziegelbehm« Liesinger Brauerei
Zwar ein sehr schön gestaltetes Buch, das vor allem mit viel interessantem Bildmaterial aufwarten kann, leider fand ich den Schreibstil der Autoren nur schwer erträglich. Es sagt vielleicht alles aus, dass ich den Schreibtstil von Heimito von Doderer, dessen Buch Die Merowinger oder Die totale Familie ich nebenbei las, moderner empfand. Oft kamen mir die Anekdoten, die die Autoren erzählten nicht ausformuliert genug vor, ich war mir häufig nicht sicher was der jeweilige Punkt hinter der Erzählung sein sollte und mehr als einmal hatte ich das Gefühl, dass es mehr darum ging eine gewissen Zeichenanzahl zu erreichen als spannende Inhalte zu vermitteln. Oder muss man wirklich über drei Spalten hinweg den Marketingtext einer Broschüre für ein Männerwohnheim aus den 1920ern zitieren? Generell einfach verdammt viele Aufzählungen.