eta kniga o zapreshchennom andegraunde Moskvy 80-90-kh godov, o iarkoi podpolnoi zhizni khudozhnikov, muzykantov i poetov epokhi peremen. Iuliia Kisina - svidetel i aktivnyi uchastnik novogo russkogo avangarda sovmestno s Vladimirom Sorokinym i Pavlom Peppershteinom - opisyvaet v romane neofitcialnuiu khudozhestvennuiu zhizn Moskvy i Leningrada. Pered nami poistine infernalnyi roman: umnyi, veselyi, obraznyi, s moshchnymi stcenami. Krasochnye, grotesknye, poeticheskie obrazy ne tolko izobrazhaiut znamenituiu Moskvu vosmidesiatykh, no i vyzyvaiut v voobrazhenii nechto bolshee: dikuiu anarkhiiu kontrkultury. Roman pereveden i izdan v Germanii, Italii, Ukraine i poluchil vysokie otcenki kritikov i zhurnalistov v nemetckikh SMI. Iuliia Kisina stala laureatom zhurnala «Zvezda» za etot roman. «Zhivoi, ostroumnyi, provokativnyi i zavorazhivaiushchii roman o Moskve i moskovskom andegraunde 80-kh». Vladimir Sorokin.
"Anfang Dezember füllte sich die Stadt mit wandernden Vulkanen: Aus jedem Mund kam beim Atmen ein bescheidenes Herz aus Rauch, als arbeite im Inneren der Menschen ein Ofen. Abends knarrte der Schnee wohlig unter den Sohlen, und das Geräusch der sterbenden Kristalle verwandelte die Stadt in einen kauenden, graublauen Raum."
Poetisch, voller schräger Momente und immer zum Zynismus neigend – so beschreibt Elephantina ihre Zeit in Moskau. Aus dem öden Kiew ist sie in den 1980er Jahren hierhergekommen, in der Hoffnung auf ein freies und inspirierendes Leben als Autorin. In kurzen Episoden sprudeln die Ereignisse und Gedanken auf das Papier: Partys in abgestandenen Wohnungen, Begegnungen mit wichtigen und weniger wichtigen Literaten, die endlose Suche nach einem warmen Schlafplatz. Und obwohl sie sich vor ihrer Reise geschworen hat, sich niemals zu verlieben, begleitet sie auch stets die Sehnsucht nach einer gewissen Tomate.
Kissina erzählt in origineller und kraftvoller Sprache, die dem Text eine grosse Authentizität gibt. Ich denke, viele von uns können sich in der einen oder anderen Szene wiederfinden, wenn wir an diesen Lebensabschnitt zurückdenken. Kurz: Wunderbar!
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich da gerade gelesen habe. So ein bisschen magischer Realismus in Russland, so ein bisschen blühende Phantasie einer Dichterin / Schriftstellerin. Vielleicht auch eine große Traumlandschaft. Ein Bildungsroman, vielleicht, die Titel"heldin" geht schließlich zum Studium und für die große Karriere nach Moskau - doch eigentlich ein Bildungsroman ohne Entwicklung. Denn so richtig ändern sich ihre Situation und ihre Ansichten, ihre kindlich-naiven Träume, nicht. Es ist ein episodischer Roman, in dem jedes Kapitel nur vage mit dem davor und dem danach zusammehängt. Ein positiver Aspekt war die Sprache - Julia Kissina gelingt es, Russisch in ungeahnte kreative Höhen und metaphorische Spielerei zu erheben. (Oder die Übersetzerin ins Deutsche war einfach nur gut.) Es ist ein absurder Roman, wie beinah alles, was mit magischem Realismu zusammenhängt. Doch er kann durchaus auch Tiefe haben, wenn sich sich darauf einlässt.
Ганечке понравилось. Было так приятно читать кого-то, у кого мысли организуются похоже. Какая радость читать про живых, бушующих, нелепых — успокоительно, примиряюще с реальностью. Правда, надеялась на стилевое развитие по мере развития героини. Но всё пространство книги получилось плоским. Наверное, потому что это была реставрация прежнего мышления и состояния, а все градации, разворачивавшиеся 35 лет назад, восстановить ретроспективно трудно. Да и как пишет она в конце, время в прошлом плоское. В одной из заметок хорошо назвали «романом без ключа»: это не сатира и не мемуары о конкретных знакомых фигурах, а если и так, то довольно нежные при всей язвительности. Немного это также оставляет ощущение незавершённости, но есть в этом и прелесть.